Erzählerisch mitreißend entfaltet Tobias Lehmkuhl in Keine von uns (Rowohlt) Irmgard Keuns Biografie erstmals in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit. Ihre Romane Gilgi – eine von uns und Das kunstseidene Mädchen machten Irmgard Keun Anfang der 1930er-Jahre berühmt. Nach der Machtübernahme der Nazis emigrierte sie nach Amsterdam, führte eine Beziehung mit Joseph Roth, pflegte Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrte Irmgard Keun nach Köln zurück. Alkohol- und medikamentenabhängig lebte sie zeitweise entmündigt in der geschlossenen Psychiatrie. Ende der 1970er-Jahre wurden ihre Bücher von der Frauenbewegung neu entdeckt. Es moderiert Gisa Funck.
Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Literaturhaus Köln
Foto: (c) Bernhard Ludewig



