This Ain’t Rock ’n‘ Roll: Popmusik, das Hakenkreuz und das Dritte Reich. Daniel Rachel (Bestsellerautor, Journalist, ehemaliger Musiker) im Gespräch mit Pauline Black (Sängerin –The Selecter–, Schauspielerin und Autorin).
Seit über sieben Jahrzehnten knüpfen Generationen von Künstlern beunruhigende Verbindungen zur Ästhetik, Massenbegeisterung und Ideologie des Nationalsozialismus. Ob aus Schockwirkung, Leichtsinn oder bewusster Provokation heraus – der Rock ’n‘ Roll hat diese Verbindungen stärker gepflegt als jede andere Kunstform.
This Ain’t Rock ’n‘ Roll geht der Frage nach, warum und wie einige der bekanntesten Figuren des Rock mit nationalsozialistischer Symbolik geliebäugelt haben – von Keith Moon und Vivian Stanshall, die SS-Uniformen trugen, bis hin zu Siouxsie Sioux und Sid Vicious, die auf dem Höhepunkt des Punk Hakenkreuze zur Schau stellten.
Doch wie viel Verantwortung tragen Fans, Medien und die Musikindustrie für das, was oft als eine zwielichtige Faszination für die erotisierten Perversionen des Faschismus erschien? Der Musikhistoriker und Journalist Daniel Rachel geht diesen heiklen Fragen in This Ain’t Rock ’n‘ Roll nach und fordert uns auf, einen kritischen Blick auf die Künstler zu werfen, die uns geprägt haben, und zu hinterfragen, warum sie mit den Symbolen eines Regimes, das für einige der schlimmsten Verbrechen des zwanzigsten Jahrhunderts verantwortlich ist, die Provokation suchten. Rachel beleuchtet den langen Schatten, den das Dritte Reich auf die Popkultur und unser kollektives Bewusstsein geworfen hat.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des SEE THE SOUND Festivals statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Freedom Sounds Festival organisiert. Die Präsentation findet in englischer Sprache statt.
Der Buchpräsentation folgt die Vorführung des Films Pauline Black: A 2 Tone Story (Odeon Kino Köln – Samstag, 18. Juli 2026 – 19:00 Uhr).




