Literaturkalender Köln

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Luise Straus-Ernst. Pariser Impressionen. Texte aus dem Exil
Lesung mit Eva Weissweiler
Moderation: Gabriele Ewenz

Zum Buch:
Paris 1933 bis 1938. Die Kölner Schriftstellerin und Journalistin Luise Straus-Ernst, erste Frau des berühmten Malers Max Ernst, sucht in kleinen Hotels Zuflucht vor den Nazis und hält sich, wie tausende anderer EmigrantInnen, mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs über Wasser. Französische Zeitungen haben keine „Verwendung“ für sie. Eine offizielle Arbeitserlaubnis ist kaum zu bekommen. Doch dann erscheint die erste Ausgabe des deutschsprachigen „Pariser Tageblatts“, das künftig vielen AutorInnen des Exils ein Forum bieten wird, Irmgard Keun, Joseph Roth, Klaus Mann und auch Luise Straus-Ernst. Sie entwickelt nach und nach ein ganz eigenes Genre für dieses Blatt: episodenhafte Kurz- und Kürzestgeschichten, Vignetten, subtile Momentaufnahmen, die an Filme von René Claire erinnern und vom täglichen Leben in Paris handeln, auf dem Flohmarkt, in der Metro, im Vorstadt-Variété, auf den Boulevards oder in Emigranten-Hotels. Die Kölner Autorin Eva Weissweiler, Verfasserin der ersten Biographie über Luise Straus-Ernst (Notre Dame de Dada, Köln 2016) hat für dieses Buch fünfzehn Texte ausgewählt, die durch ihre bildhafte, poetische Sprache bestechen. Anders als ihrem weltbekannten Ex-Mann gelang es Luise Straus-Ernst nicht, nach Amerika zu emigrieren. Sie wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Kurzbio
Die promovierte Musik-, Literatur- und Islamwissenschaftlerin Eva Weissweiler widmet sich in ihrem literarischen und wissenschaftlichen Werk vor allem den Biografien von Frauen und der Erforschung deutsch-jüdischer Lebenswege: darunter Eleanor Marx, die jüngste Tochter von Karl Marx, Dora Sophie Kellner, die geschiedene Frau Walter Benjamins, und Lisa Fittko, die vor allem als Fluchthelferin bekannt wurde.

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