köln Archive - Literaturszene Köln e.V. Das literarische Leben der Stadt Köln Thu, 16 Jul 2026 14:21:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag https://literaturszene-koeln.de/3-koelner-kinder-und-jugendbuchtag/ Thu, 16 Jul 2026 14:09:07 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=30112 Ein Projekt des Literaturszene Köln e.V. – kostenfrei und barrierefrei Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen, Illustrator*innen und weiteren Künstler*innen aus Köln. Auf vier Bühnen. Am 6. September 2026 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum dritten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag

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Ein Projekt des Literaturszene Köln e.V. – kostenfrei und barrierefrei

Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen, Illustrator*innen und weiteren Künstler*innen aus Köln. Auf vier Bühnen.

Am 6. September 2026 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum dritten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Die Kinder- und Jugendbuchszene der Stadt präsentiert sich in ihrer ganzen Vielfalt: Lesungen und Bilderbuchgeschichten, Live-Zeichnen, Schreibworkshops, Musik von der kölschen Band Planschemalöör und Lyrik-Texte von Jugendlichen. Unser Schirmherr Dietmar Bär bringt diesmal drei Wasserschweine mit.

Das vollständige Programm zum Herunterladen.

24 Veranstaltungen von 11 bis 18 Uhr, drinnen und draußen, von früh bis spät, für Jung und Alt. Der Kölner Kinder- und Jugendbuchtag ist für alle Besucher*innen kostenfrei. Und barrierefrei. Gekennzeichnete Veranstaltungen finden mit Gebärdendolmetscherin statt.

Um 13:15 Uhr erfolgt die Begrüßung durch die Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend.

Im Foyer präsentieren sich Initiativen und Veranstalter*innen aus Köln, die sich auf ein junges Publikum spezialisiert haben. Die Kooperationspartner wie das Junge Literaturhaus Köln, das COMEDIA Theater, die Initiative LeseWelten, der Kalker Buchladen oder das POLLE Comic-Magazin bieten kleine Mitmachaktionen. Es gibt einen Büchertisch von Bücher Weyer.

Der Kinder- und Jugendbuchtag wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, der Fricke-Stiftung, dem KUBIK-Fonds, der Beatrix-Lichtken-Stiftung und der Stiftung Neuer Raum. In Kooperation mit dem Deutschlandfunk findet ein Lyrik-Workshop für Jugendliche statt.

Pressekontakt

Susanne Meinel

kjbt@literaturszene-koeln.com

0173-4448193

Download Programmflyer

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Ausschreibung: 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag https://literaturszene-koeln.de/ausschreibung-3-koelner-kinder-und-jugendbuchtag/ Wed, 08 Apr 2026 21:44:26 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29680 Der Verein Literaturszene Köln organisiert im September 2026 den 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag (KJBT) und ruft alle professionell Aktiven der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene auf, Veranstaltungsideen zu entwickeln und bis zum 19. April einzureichen. Der KJBT will die Vielfalt und Qualität der Kölner Buch-, Illustrations- sowie Theaterszene im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur

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Der Verein Literaturszene Köln organisiert im September 2026 den 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag (KJBT) und ruft alle professionell Aktiven der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene auf, Veranstaltungsideen zu entwickeln und bis zum 19. April einzureichen.
Der KJBT will die Vielfalt und Qualität der Kölner Buch-, Illustrations- sowie Theaterszene im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur abbilden und dem jungen Publikum spannende Geschichten vorstellen, um es für Buch, Bild, Theaterstück und Lied zu begeistern. Neben dem Veranstaltungsprogramm soll der KJBT den Akteur*innen der Szene, gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen, Gelegenheit zur Information und Vernetzung geben.

Rahmenbedingungen:
Der KJBT findet am 6. September zwischen 11.00 und 18.00 Uhr im Filmhaus Köln statt.
Veranstaltungsort ist das Filmhaus mit Kino, Foyer, zwei Seminarräumen und einem bespielbaren Außenbereich.
Bewerben können sich professionelle Akteur*innen der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene, Illustrator*innen und Comicmenschen, Veranstalter*innen, Buchhandlungen, Kindertheater, Bands, Verlage uvm. Im Rahmen dieses Tages sollen ausschließlich Texte, Bilder und Projekte von Künstler*innen vorgestellt werden, die in Köln wohnen oder arbeiten und einen Bezug zur Stadt haben. Zudem können Gesprächsrunden, Übersetzungswerkstätten, Illustrationsworkshops oder Lesungen allein, zu zweit oder zu dritt angeboten werden. Die Lesungen und Aufführungen sollen nicht länger als 30 Minuten sein, Workshops bitte nicht länger als 60 Minuten planen.
Der 3. KJBT wird u.a. durch die Förderung des Kölner Kulturamts, der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung (KuBiK), der Bernd Lichtken Stiftung und der Fricke Stiftung ermöglicht.
Alle auftretenden Autor*innen und Künstler*innen erhalten ein Honorar.
Interessierte Kooperationspartner*innen können ihre Projekte und Ideen präsentieren, z.B. mit Info-Ständen im Foyer.

Organisatorisches:
Ein vom Literaturszene Köln e. V. ausgewähltes Juryteam stellt aus den Einsendungen ein abwechslungsreiches Gesamtprogramm zusammen.

Einsendeschluss für eure Ideen ist der 19. April 2026.
Die Einsendung des Bewerbungsbogens (Download: LSZ-KJBT-2026-Bewerbungsbogen) geht per Mail an mail@literaturszene-koeln.de. Im Betreff bitte „3. KJBT Bewerbung“ angeben.
Alle Einreichenden werden bis Ende Mai informiert. Gebt die Bewerbung gerne weiter.
Projektleitung: Susanne Meinel


Wir freuen uns auf eure Programmideen und hoffen auf eine rege Beteiligung.
Euer Vorstand des Literaturszene Köln e. V.

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Marco Hasenkopf – Sündflut 1784 https://literaturszene-koeln.de/termin/marco-hasenkopf-suendflut-1784-2/ Thu, 05 Feb 2026 19:00:00 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?post_type=tribe_events&p=29349 Der Kölner Autor Marco Hasenkopf stellt bei uns seinen historischen Köln-Roman Sündflut 1784 vor und berichtet von seiner Recherche.

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Der Kölner Autor Marco Hasenkopf stellt bei uns seinen historischen Köln-Roman Sündflut 1784 vor.

Mit „Eisflut 1784“ hat Marco Hasenkopf einen spannenden und exzellent recherchierten historischen Kölnroman vorgelegt – und nun legt er mit seinem neuen Roman „Sündflut 1784“ großartig nach.

Am Donnerstag, dem 5. Februar um 20:00 Uhr ist Marco Hasenkopf bei uns und liest aus dem neuen Buch, berichtet aber besonders auch aus der „Autorenwerkstatt“ und erzählt von seiner Recherche.

Der Eintritt beträgt € 15,- inklusive aller Getränke – Karten gibt es ab sofort bei uns in der Buchhandlung Goltsteinstraße.

 

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Ausschreibung: NEUMARKT – Nimm Platz https://literaturszene-koeln.de/ausschreibung-neumarkt-nimm-platz/ Wed, 16 Apr 2025 14:14:05 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=27641 In diesem Jahr findet wieder NEUMARKT – NIMM PLATZ! statt. Wie bereits vor zwei Jahren wollen wir der Literatur aus Köln und der Region eine Plattform bieten und sie zentral in der Stadt präsentieren. Vom 9. Juli bis 4. September steht auf dem Neumarkt wieder der Pavillon der Künstlerin Erika Hock, der täglich mit unterschiedlichen

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In diesem Jahr findet wieder NEUMARKT – NIMM PLATZ! statt. Wie bereits vor zwei Jahren wollen wir der Literatur aus Köln und der Region eine Plattform bieten und sie zentral in der Stadt präsentieren. Vom 9. Juli bis 4. September steht auf dem Neumarkt wieder der Pavillon der Künstlerin Erika Hock, der täglich mit unterschiedlichen künstlerischen Auftritten bespielt werden soll. 

Für Lesungen literarischer Texte und sonstiger Formate von Autor*innen und Übersetzer*innen haben wir ein tägliches Zeitfenster von 17.30 – 18.30 Uhr (außer sonntags) reserviert. In der ersten halben Stunde soll die Lesung stattfinden, in der zweiten ein (eventuell moderiertes) Gespräch, zudem können Fragen aus dem Publikum beantwortet werden. Im Pavillon ist Tontechnik vorhanden. Man kann auch mit Bildmaterial arbeiten, es wird einen Monitor geben.

Jede*r, der*die als Autor*in bzw. Übersetzer*in in Köln und Umland arbeitet und bereits Bücher publiziert hat, kann sich mit dem Bewerbungsbogen am Ende dieses Beitrags für einen Auftritt bewerben. Voraussetzung ist, dass der Text bereits veröffentlicht wurde. Alle Formate sind erwünscht. Gut, wenn ihr auch das Laufpublikum auf dem Platz mit im Blick habt. Für die Bewerbung müsst ihr keine Texte einreichen, sondern das Format und den ausgewählten Text mit Titel nennen. Dieses Jahr präsentieren wir keine Kinder- und Jugendliteratur.

Die Auswahl nimmt eine Jury vor, das Ergebnis versuchen wir innerhalb von zwei Wochen mitzuteilen. Es können etwa 50 Autor*innen teilnehmen. Natürlich gibt es ein Honorar: 400 Euro (zzgl. Steuer). Die Auftritte werden betreut, eventuell auch moderiert, das ist noch zu klären. Solltet ihr einen Verkauf von Büchern wünschen, müsstet ihr das selbst organisieren, weil wir dafür keine Kapazitäten haben. Auch dieses Jahr muss zügig geplant werden, deshalb bilden wir die Jury aus Vertreter*innen verschiedener Veranstaltungsformate und dem Vorstand der Literaturszene.

Jede*r, der*die als Autor*in, die/der in Köln arbeitet und bereits Bücher publiziert hat, kann sich mit dem unten stehenden Bewerbungsbogen für einen Auftritt im Pavillon auf dem Neumarkt bewerben.
Deadline: 7. Mai!
Bewerbungsbogen zurück an: mail@literaturszene-koeln.de

Für die Planung: Bitte tragt alle wichtigen Angaben auf dem beigefügten Formular ein und nennt bitte zwei Termine, an denen ihr lesen könnt. Das Bewerbungsformular findet ihr hier: *25 – Bewerbungsbogen NEUMARKT

Wir freuen uns auf eure Literatur in der Stadt, am späten Nachmittag und sehr zentral auf dem NEUMARKT!

herzlich,
Ute, André, Maria und Susanne, die das Projekt wieder betreuen wird
(Geschäftsführender Vorstand Literaturszene Köln e.V.) 

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Interview zur 10. Poetica: „Nicht nur wir sind die Gastgeber des Festivals, sondern auch die Dichter:innen, die uns in ihre ganz eigenen Denkräume einladen.“ https://literaturszene-koeln.de/nicht-nur-wir-sind-die-gastgeber-des-festivals-sondern-auch-die-dichterinnen-die-uns-in-ihre-ganz-eigenen-denkraeume-einladen/ Thu, 16 Jan 2025 13:15:51 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=26984 Guten Tag, Günter Blamberger und Michaela Predeick, Sie sind beide im Organisationsteam der diesjährigen Poetica, die vom 20.- 25. Januar 2025 in Köln stattfinden wird. Mit dieser Ausgabe jährt sich das Festival zum zehnten Mal. Sie, Herr Blamberger, sind ja sogar einer der Initiator:innen und somit von Beginn an dabei. Wenn Sie nun zurückblicken

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Guten Tag, Günter Blamberger und Michaela Predeick, Sie sind beide im Organisationsteam der diesjährigen Poetica, die vom 20.- 25. Januar 2025 in Köln stattfinden wird. Mit dieser Ausgabe jährt sich das Festival zum zehnten Mal. Sie, Herr Blamberger, sind ja sogar einer der Initiator:innen und somit von Beginn an dabei. Wenn Sie nun zurückblicken auf die Anfänge: Wie kam es zu der Idee in Köln ein Festival für Weltliteratur mit dem Schwerpunkt Lyrik zu organisieren?

Blamberger: Ich war vor meiner Professur in Köln Professor für Germanistik in Kassel und habe da bei der Documenta mitgearbeitet. So kam ich auf die Idee eine Art Documenta der Poesie zu machen. Das wäre allerdings vollkommen größenwahnsinnig gewesen, hundert Tage – so lange dauert ja die Documenta – Lyrik in Köln! Ich habe dann mit Thomas Böhm, dem damaligen Leiter des Literaturhauses in Köln, ein Konzept erarbeitet. Ab 2009 war ich zudem Direktor des Internationalen Wissenschaftskollegs Morphomata, also eines internationalen Kollegs, das untersucht hat, wie eigentlich in Literatur, Musik, Architektur und den Künsten allgemein Wissen über andere Kulturen transportiert wird. Manchmal verraten uns diese Disziplinen ja mehr über andere Kulturen als die ‚reinen‘ Wissenschaften. Im Zuge dieses Kollegs konnte ich bereits einige Dichter einladen und habe daraufhin dann meine erste Poetikdozentur „Literator“ organisiert, u.a. mit Daniel Kehlmann, Péter Esterházy und Sibylle Lewitscharoff, die jeweils auch ihre Übersetzer mitgebracht haben. Von Anfang an waren diese Veranstaltungen als Friends and Family-Modell angelegt, d.h. die Dichter und Dichterinnen sowie die Wissenschaftlerinnen blieben die ganze Woche zusammen. Das funktionierte so gut, dass zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, deren Mitglied ich bin, die Idee entstand, ein Weltliteraturfestival für ein breiteres, interessiertes Publikum ins Leben zu rufen. Ich arbeitete eng mit dem Hanser-Verleger Michael Krüger zusammen, der damals so etwas wie der deutsche Lyrikpapst war. Der hat gleich eine ganze Dichterschar mitgebracht, alles quasi künftige Nobelpreisträger. Das schlug ein und war sofort ein voller Erfolg. Über die letzten zehn Jahre hat sich dieser Erfolg immer weiter gesteigert. 

Was ist ihr Geheimrezept für den immensen Erfolg des Festivals, der mittlerweile weit über Köln hinausreicht?

Blamberger: Unser Alleinstellungsmerkmal ist erstens, dass wir das Friends and Family-Modell von einst beibehalten haben. Das heißt, die Dichterinnen verschwinden nach ihren Veranstaltungen nicht einfach wieder, sondern sind in der Regel die gesamte Festivalzeit zusammen. Sie frühstücken zusammen, essen zusammen, reden mit dem Publikum. Das macht einen enormen Unterschied zu anderen Literaturfestivals. Zweitens lesen bei uns alle in Originalsprache mit Übersetzung. Und drittens repräsentieren wir auch marginale Kulturen, wie beispielsweise Mongolisch, Arabisch und Aborigine-Sprachen. Zudem gibt es während der Nachmittagsveranstaltungen auch einen regen Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Dichterinnen. Das Entscheidende ist auch, dass wir jedes Jahr ein zentrales Thema setzen, das auf den Augenblick der Gegenwart berechnet ist.

Mit der Wahl des Themas werden durchaus auch politische Akzente gesetzt, z.B. hieß das Thema, das von der Schriftstellerin Yoko Tawada für die Poetica IV gewählt wurde, „Beyond Identities“. In diesem Jahr ist das Thema „Poetic Thinking and Hospitality – Freiräume der Poesie“, d.h. grob formuliert die Gastfreundschaft. An dieser Stelle einmal provokant gefragt: Hält Poesie solch politischen Ansprüchen stand? Kann ein Gedicht wirklich politisch sein?

Predeick: Genau dafür stehen die vergangenen Poetica-Festivals ja ganz deutlich. Auch das Publikum spiegelt uns diesen Eindruck regelmäßig. Es lassen sich auch immer politische Themen finden, die diese Verbindung ermöglichen. Die Poetica VIII stand beispielsweise unter dem Thema „Das chorische Ich“, da ging es dann um die Repräsentation von marginalisierten Gruppen. Zuletzt hatten wir mit Daniela Danz das Thema „Nach der Natur“, bei dem es ganz klar um ökologische Themen und Eco-Poetry ging. Lyrik ordnet die Dinge keinem Schwarz-Weiß-Denken unter, man lässt viele verschiedene Facetten zu. Wir glauben ganz stark, dass mit dem aktuellen Thema „Poetic Thinking und Hospitality“ die offene, einladende Geste zum freien Denken betont wird, die die Lyrik auch immer darstellt.

Blamberger: Man darf die Frage, wie politisch oder gesellschaftsrelevant ein Gedicht sein kann, auch nicht nur aus der deutschen Perspektive betrachten. Zwar wird die Lyrik hierzulande durch Performances und öffentliche Auftritte, die auch wir im Festival leisten, in letzter Zeit besser wahrgenommen. Aber natürlich werden Gedichtbände in Deutschland weiterhin vergleichsweise wenig gelesen und gekauft. In anderen Ländern ist das anders. Dort hat Lyrik eine eminent politische Bedeutung, sie ist wirklich gemeinschaftsstiftend in den Communities und somit natürlich auch politisch wirksam.

Wie ist das diesjährige Thema „Poetic Thinking and Hospitality – Freiräume der Poesie“ entstanden? 

Predeick: „Poetic Thinking and Hospitality“ zeigt viele Aspekte auf, die die Poetica insgesamt betrifft. „Hospitality“, d.h. Gastfreundschaft, ist einerseits etwas, was wir im poetischen Sprechen sehen und andererseits versuchen wir auch durch das Festival selbst Gastfreundschaft zu leben und zu vermitteln, sowohl in Richtung Publikum, als auch in Richtung der Autor:innen. Es ist erst einmal ein sehr breites Thema, lässt sich allerdings auch sehr gut konkretisieren und berührt dabei immer wieder grundlegende Aspekte des Festivals, wie beispielsweise die Frage: Wie können Gedichte zu einem anderen Denken einladen? Dieser Zusammenhang von Gastfreundschaft und poetischem Denken wird sicherlich auch in der Festivalwoche deutlich werden.

Blamberger: Ich glaube, die Faszination besteht einfach darin, dass das Denken nie an ein Ende gerät, weil man immer wieder nach neuen Begriffen sucht. Dichtung berührt uns zudem auch auf vielerlei Ebenen, nicht nur auf einer reinen sprachlichen. Wir lassen ja in Originalsprachen lesen, die viele aus dem Publikum zunächst einmal nicht verstehen – es berührt trotzdem! Es gibt da ein emotionales Moment, wenn man Dichterinnen in Mimik, Gestik, ja, in ihrem ganzen Rhythmus sieht, wie sie sozusagen ihre Gedichte tanzen oder singen oder auch mal ganz zornig sind. Genau das eröffnet Denkräume und lädt dazu ein, in diesen Denkraum mit einzutreten. Nicht nur wir sind die Gastgeber des Festivals, sondern auch die Dichterinnen, die uns in ihre ganz eigenen Denkräume einladen.

Das spricht ja auch für die Live-Performance. Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren, in denen es das Festival gibt, hinsichtlich der Lyrik verändert, auch in Köln?

Blamberger: Schon 2015 gab es eine starke Lyrikszene. Im Verlauf der vergangenen Jahre hat allerdings der performative Aspekt, den ich gerade angesprochen habe, stark zugenommen. Reine Wasserglaslesungen werden seltener. Vor zehn Jahren gab es zudem noch gar kein wirklich großes vergleichbares Lyrikfestival außerhalb von Berlin. Die Uni Köln ist meines Wissens bis heute auch die einzige Uni, die überhaupt jemals ein Literaturfestival gegründet hat. Das ist etwas Besonderes, weil wir ausdrücklich auch Literatur- und Kulturwissenschaftlerinnen mit einbeziehen. 

Predeick: Ich bin ja erst seit der Poetica VII als Dramaturgin im Organisationsteam dabei, kann also nur diesen kürzeren Zeitraum überblicken. Ich glaube allerdings auch, dass in der Lyrikszene schon unheimlich viel Spannendes passiert ist und immer noch eine immens hohe Strahlkraft von ihr ausgeht. Es gibt immer wieder spannende neue Autor:innen zu entdecken.

Welche Relevanz hat der Standort Köln für die Poetica hat, insbesondere auch die Literaturszene in Köln?

Predeick: Köln ist als Standort für uns unglaublich wichtig. Jeder Abend wird im Grunde in Kooperation mit anderen Institutionen in Köln gestaltet, wie beispielsweise dem Literaturhaus oder der Stadtbibliothek. Auch die KHM hat für uns durch den neuen Schwerpunkt auf Literarisches Schreiben an Bedeutung gewonnen, insbesondere auch durch die Lehrenden Monika Rinck und Kathrin Röggla. Oder auch durch Nadja Küchenmeister. Die Kölner Literaturszene ist insgesamt sehr lebendig. Die Neugierde und Offenheit, mit der so viele Menschen zu unseren Veranstaltungen kommen, um Neues zu entdecken, finde ich schon bemerkenswert.

Blamberger: Köln und NRW ist insgesamt auch einfach ein toller Standort, das muss man unbedingt betonen. Denn als das Wissenschaftskolleg zu Ende war, da war die maximale Förderzeit zu Ende und die Förderer konnten nicht mehr zahlen. Da sind dann die Kunststiftung Nordrhein-Westfalen und auch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingesprungen, ebenso wie die Uni Köln mit einem größeren Betrag. Das ist alles überhaupt nicht selbstverständlich, gerade heutzutage, wenn man zum Beispiel an die Berliner Situation denkt, wo Förderungen eingestampft werden und selbst die größeren Theater bedroht sind. Wir haben über die Jahre hinweg immer mehr Publikum gewonnen. Wir wussten anfangs nicht, ob ein Festival, das rein auf Poesie setzt, wirklich erfolgreich sein könnte. Und dann auch noch zur Karnevalszeit. Die Kölnerinnen und Kölner haben das allerdings wirklich gerockt, das kann man nicht anders sagen. Wir haben dem Publikum mindestens ebenso viel zu verdanken wie den Dichter:innen. Und wir konnten auch immer ein junges Publikum erreichen. 

Können Sie einen Ausblick geben, was in den kommenden Jahren in Bezug auf die Poetica passieren wird? 

Blamberger: Bis zum Jahr 2027 sind zumindest die Verträge der Beteiligten gesichert. Sie wird also stattfinden. Über die Themen und Kuratorinnen können wir im Moment allerdings noch gar nichts sagen. Nur so viel: Dies wird die letzte Poetica sein, die ich mitorganisiere. Es wird aber eine Nachfolge geben. Mehr dazu kann allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten werden.

Günter Blamberger, Michaela Predeick, vielen Dank für das interessante Gespräch. 

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Eine Petition regt an, das ‚Eierplätzchen ‘ in der Kölner Südstadt in Dieter-Wellershoff-Platz umzubenennen https://literaturszene-koeln.de/eine-petition-regt-an-das-eierplaetzchen-in-der-koelner-suedstadt-in-dieter-wellershoff-platz-umzubenennen/ Fri, 01 Nov 2024 16:28:50 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=26305 Das sogenannte Eierplätzchen in der Kölner Südstadt wirkt unscheinbar: rundherum (tummeln sich) ein paar herbstbelaubte Bäume, blaue Bänke laden zum Verweilen ein, an einer Seite steht ein Bücherschrank, ein kostenloser Tauschort für Bücher, auf der anderen ein „Geben-Nehmen-Schrank“, hier kann man Dinge entnehmen oder hineinstellen. Für viele ist der Platz ein Hotspot der Kölner

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Das sogenannte Eierplätzchen in der Kölner Südstadt wirkt unscheinbar: rundherum (tummeln sich) ein paar herbstbelaubte Bäume, blaue Bänke laden zum Verweilen ein, an einer Seite steht ein Bücherschrank, ein kostenloser Tauschort für Bücher, auf der anderen ein „Geben-Nehmen-Schrank“, hier kann man Dinge entnehmen oder hineinstellen. Für viele ist der Platz ein Hotspot der Kölner Südstadt, an dem man sich trifft, die Sonne genießt oder miteinander ins Gespräch kommt. Die wenigsten allerdings wissen, dass ganz in seiner Nähe, in der angrenzenden Mainzer Straße 45, die Wohnung liegt, in der der Kölner Schriftsteller Dieter Wellershoff (1925-2018) über 40 Jahre lang gelebt hat. Eine Petition regt nun an, dass sich das ändern soll und das Eierplätzchen in Erinnerung an den Nachkriegsautor in Dieter-Wellershoff-Platz umbenannt wird. Bislang fehlt eine solche öffentliche Anerkennung seines Lebenswerks. Dabei war Wellershoff ein umtriebiger Schreiber, der das literarische Leben in Köln bis heute nachhaltig prägt. So hinterließ uns der Heinrich-Böll-Preisträger nicht nur ein umfangreiches Werk aus Romanen, Gedichten, Hörspielen, Drehbüchern und Essays, sondern er ist auch Mitbegründer des Kölner Literaturhauses und Namensgeber des Dieter-Wellershoff-Stipendiums, das seit 2018 jährlich an Kölner Schriftsteller:innen vergeben wird. 

Die Petition wurde genau jetzt von der Tochter Irene Wellershoff initiiert, denn der Schriftsteller hätte im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. Dieter Wellershoff fühlte sich zu Lebzeiten eng mit der Stadt Köln verbunden. Zunächst lebte die Familie in Rodenkirchen, dann in Sülz und schließlich in der Mainzer Straße. Von der Wohnung aus schaut man direkt auf das Eierplätzchen. „Den Platz hat er täglich überquert“, erklärt Irene Wellershoff, „auf dem Weg zum Römerpark oder zum Chlodwigplatz. Und er ist gerne Zuhörer gewesen bei den kleinen Konzerten, die dort gelegentlich stattfinden.“ Literarisch hat er diese Spaziergänge durch die Kölner Innenstadt in seinem Flanierbuch Pan und Engel. Ansichten von Köln (1990) verarbeitet, mit Nachtspaziergänge in der Südstadt hat er „seinem Veedel“, wie es im Petitionstext heißt, „ein literarisches Denkmal gesetzt“.

Dieter Wellershoff_1995

Angesichts dieser Verdienste und Verbundenheit mit Köln mutet es fast schon etwas seltsam an, dass erst eine Petition nötig ist, um eine Umbenennung des Eierplätzchens anzuregen. Irene Wellershoff sagt, dass Köln sein literarisches Leben auf diese Weise noch weiter in den Vordergrund rücken könnte: „Denn Köln hat, wie Markus Schwering in seiner ‚Kölner Literaturgeschichte‘ schreibt, einen großen Nachholbedarf. Köln war laut Schwering jahrhundertelang eine ‚literarische Wüste‘. Nach dem Krieg hat sich das geändert, da ist in Köln eine lebendige Literaturszene entstanden. Dazu hat mein Vater wesentlich beigetragen, vor allem natürlich mit seinem Werk, aber auch mit der ‚Kölner Schule des Neuen Realismus‘, zu der u.a. Rolf Dieter Brinkmann gehörte.“ 

Wenn Sie die Petition auch unterstützen möchten, kopieren Sie den folgenden Petitionstext und Ihre Zustimmung in eine Mail – gerne mit einem Satz zur Begründung – und schicken diese an: Wellershoff.I@t-online.de

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Petition: Umbenennung des ‚Eierplätzchens‘ in der Kölner Südstadt zu Dieter-Wellershoff-Platz

2018 ist der Schriftsteller Dieter Wellershoff in seiner Kölner Wohnung gestorben, im November 2025 wäre er 100 Jahre alt geworden.

Das umfangreiche Werk des Schriftstellers umfasst Romane, Novellen, Lyrik, Hörspiele, Drehbücher, Bühnenstücke, autobiographische Werke und Essays. Mit der Begründung der „Kölner Schule des Realismus“ in seiner Zeit als Lektor des Kölner Verlages Kiepenheuer&Witsch hat er Literaturgeschichte geschrieben, er ist Träger des Heinrich-Böll-Preises, Mitbegründer des Kölner Literaturhauses und Namensgeber des Dieter-Wellershoff-Stipendiums.

Literarisch hatte Dieter Wellershoff einen starken Kölnbezug, sowohl in den Schauplätzen seiner Romane, wie auch in verschiedenen Essays. In „Pan und die Engel. Ansichten von Köln, hat er u.a. über den Dom, den Rhein und seine Brücken, U-Bahnschächte, Gedenkstätten für die Toten der Kriege oder Richmodis und die Heinzelmännchen geschrieben. Mit „Nachtspaziergänge in der Südstadt“ hat er seinem Veedel/Viertel ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Zur Erinnerung an diesen bedeutenden Kölner Nachkriegsautor möchte ich beantragen, den Platz zwischen den beiden Teilen der Mainzerstraße „Dieter-Wellershoff-Platz“ zu benennen. Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe seiner ehemaligen Wohnung in der Mainzerstr. 45, wo er über 40 Jahre gelebt hat – als bekennender Südstadt-Freund.

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55 Designs in zehn Jahren https://literaturszene-koeln.de/55-designs-in-zehn-jahren/ Mon, 14 Oct 2024 15:25:40 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=26117 Lieber Mario, die Kölner Lesereihe LAND IN SICHT feiert am 17. Oktober ihr 10jähriges Jubiläum – und damit auch ihr Ende. Du hast von Anfang an das Design der Reihe entwickelt und zu jeder Ausgabe ein eigenes Plakat erstellt. Wie bist du damals zum Team gestoßen? Als ich 2011 nach Köln gezogen bin, um

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Lieber Mario, die Kölner Lesereihe LAND IN SICHT feiert am 17. Oktober ihr 10jähriges Jubiläum – und damit auch ihr Ende. Du hast von Anfang an das Design der Reihe entwickelt und zu jeder Ausgabe ein eigenes Plakat erstellt. Wie bist du damals zum Team gestoßen?

Als ich 2011 nach Köln gezogen bin, um an der KISD Design zu studieren, hatte ich keine Kontakte in Köln und wollte mich mit der Kunst- und Kulturszene verbinden. In einer der ersten Wochen meines ersten Semesters gab es einen Aufruf des Performance Kollektivs „F ANG“, in dem nach Künstler:innen, Gestalter:innen, Fotograf:innen gesucht wurde, um gemeinsam an literarischen Performances zu arbeiten. Das hat mich direkt interessiert und ich habe prompt André Patten und Alexander Bartsch an der Treppe vorm Dom getroffen. Der Artschool-Vibe unseres ersten Treffens hat mir direkt zugesagt und so haben wir in den folgenden Jahren viele gemeinsame Projekte umgesetzt – von Performances mit Live-Video und Geige in alten Hallen auf einem verlassenen Güterbahnhofsgelände über die Produktion eines Tanzfilms bis zu störenden Literaturperformance-Geschreien während der Tour Belgique in Szenekneipen. Als ich dann 2014 für ein Auslandssemester in Hongkong war und nach Köln zurückgekommen bin, haben André und Alex mir berichtet, dass es F ANG nicht mehr geben wird und ich war sehr traurig. Die Trauer wurde dann aber glücklicherweise durch eine Energie abgelöst, ein neues Projekt gemeinsam zu starten – und das war Land in Sicht!

Gibt es zum Abschluss der Reihe noch ein besonderes Design?

Zum Abschluss der Reihe erinnere ich mich an die 55 Entwürfe für LAND IN SICHT-Plakate. Der Ausruf „Land in Sicht“ trägt ein maritimes Bild in sich und bedeutete für mich schon immer auch eine Geschichte von Neuem und fluiden Zuständen. Das habe ich mit der Gestaltung immer versucht nach außen zu transportieren und so gab es im Verlauf der LAND IN SICHT-Jahre auch immer unterschiedliche Logos und Entwürfe im Bereich Website, Plakatgestaltung, Animation. 2016 habe ich dann die Wellenbewegung aus einer Aufnahme vom Meer abstrahiert und auf einen Schriftzug transformiert und das ist bis heute das Logo der Reihe und des Vereins geblieben. Somit entsteht innerhalb eines Loops ein sich immer wieder wandelndes Bild von „Land in Sicht“. Diese Wandelbarkeit und eine Adaptionsfähigkeit haben auch die unterschiedlichen Entwürfe für die unterschiedlichen LAND IN SICHT-Abende in sich und mit dem Design für die letzte Veranstaltung habe ich eine Sammlung dieser unterschiedlichen Entwürfe ins Zentrum gestellt.

Was würdest du sagen, muss ein gutes Design für Literaturveranstaltungen generell leisten und was geht gar nicht?

Wie jede gute Gestaltung sollte ein Design für Literaturveranstaltungen vom Kontext aus sich entwickeln. Daher fällt es schwer eine pauschale Aussage darüber zu treffen, was zum Beispiel „gar nicht geht“. Allgemein würde ich aber sagen, dass es erfolgsversprechend sein kann im Kontext von Literaturveranstaltungen einen Fokus auf Text, Lesbarkeit, Schrift, auch experimentelle Ansätze von Typografie zu setzten.

Gibt es Designs z.B. für Buch-Cover, andere Literaturveranstaltungen oder Homepages von Literaturorganisationen, die dir besonders gut im Kopf geblieben sind?

Die Gestaltung der Reclam Hefte. Das ist so klar und charakteristisch und hat einen Trend zu „neuer Ehrlichkeit“ oder auch minimalistischer Gestaltung lang vorweggenommen. Das Zine BOX von Max Lamb. Darin geht es um seine experimentelle Arbeit mit Kartons und das Zine ist auf Recyclingpapier gedruckt und von einem Karton umschlossen. Sehr klares Design mit starkem Bezug zum behandelten Material. Dann: „Fully cohesive Plan for a new and better society“ von David Shrigley. Ein toller Umgang mit diesem durchaus größenwahnsinnigen Vorhaben und seiner tollen handschriftlichen Art und Skizzen. Und auch: „Walking Svalbard“ von Willem Verbeek. Ein sehr schönes Photo Book über ein Projekt im dunkelsten Ort der Welt mit einem Tollen Cover und einem sehr schönen bedruckten Umschlag. Außerdem alles, was Toilet Paper Magazine macht. Die Magazine und Bücher schaffen es immer wieder eine überladende Farbigkeit mit reduzierter Klarheit zu verbinden. Es stecken komplexe Geschichten in sorgfältig komponierten und verstörenden Bildern. Wirklich gut! Shoplifting from American Apparel von Tao Lin hat ein gutes Cover. Das hat auf eine Art eine ganze Bewegung and Gestaltung ausgelöst, die sich an Mid-Century Klassikern orientiert. Im Web finde ich wetter-magazin.com ist eine schöne Website und das Magazin ist auch gut gestaltet. Auch DUMMY Magazin finde ich oft spannend. Sie haben zudem den Ansatz Gestalter:innen für die jeweilige Ausgabe einmalig einzuladen und so ändert es sich immer wieder.

Vielen Dank für deine Antworten, lieber Mario!

Mario Frank ist integrierter Designer, Fotograf, Videokünstler und Kulturaktivist, dessen Fokus auf Grafikdesign, Fotografie und kultureller Produktion liegt. Neben eigenen Projekten arbeitet er unregelmäßig an Auftragsarbeiten. Als Mitbegründer von „frankaflux“, einem Studio für Videoproduktion, Livestreaming und hybride Veranstaltungen, bietet er ganzheitliche Lösungen von der Beratung bis zur Umsetzung an. Er ist außerdem Mitbegründer von „STUDIO242“, einem Foto- und Videostudio in Köln, sowie der Literaturinitiative „Land in Sicht e.V.“. Lehrtätigkeiten an Hochschulen wie der Köln International School of Design, der Kunsthochschule für Medien Köln, macromedia Hochschule und der Bergischen Universität Wuppertal ergänzen sein künstlerisches Schaffen. Weitere Informationen unter www.mariofrank.com.

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new.lit findet am 21. November zum 3. Mal statt: Initiatorin Sophia Bahl im Gespräch https://literaturszene-koeln.de/new-lit-findet-am-21-november-zum-3-mal-statt-initiatorin-sophie-bahl-im-gespraech/ Mon, 23 Sep 2024 08:57:20 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=25973 Liebe Sophia, am 21. November findet zum 3. Mal eure Lesebühne new.lit statt - was und wer steckt dahinter? Die new.lit ist eine Lesebühne für Kölner Schreibende, die ihre bisher unveröffentlichten Texte einer Öffentlichkeit präsentieren möchten. Sie soll Texten Gehör verschaffen und Autor*innen Bühnenerfahrung geben. Der Literaturbetrieb ist eine nicht unbedingt leicht zu betretende

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Liebe Sophia, am 21. November findet zum 3. Mal eure Lesebühne new.lit statt – was und wer steckt dahinter?

Die new.lit ist eine Lesebühne für Kölner Schreibende, die ihre bisher unveröffentlichten Texte einer Öffentlichkeit präsentieren möchten. Sie soll Texten Gehör verschaffen und Autor*innen Bühnenerfahrung geben.
Der Literaturbetrieb ist eine nicht unbedingt leicht zu betretende Welt. Gleichzeitig aber betrachte ich die Literaturszene der Stadt als etwas Gemeinsames, das wir gestalten und erweitern können. Die Gründung der Lesebühne soll mit dazu beitragen, die Szene neuen Autor*innen zu öffnen. Mit manulit als Buchhandlung haben wir das Glück, dass wir bereits einen Ort haben, an dem die Bühne stattfinden kann. Das ist nämlich eine nicht zu unterschätzende Hürde: Literatur braucht Räume.

Wie sieht euer Programm aus, was war dir bei der Planung besonders wichtig?

Bei einer new.lit lesen drei Autor*innen eigene Prosatexte, die in sich geschlossen oder Teil längerer Projekte sein dürfen. Dazu gibt es jeweils ein Gespräch, in dem wir uns neben dem konkreten Text auch dem persönlichen kreativen Prozess und Plänen der Autor*innen widmen und über Erfahrungen, Schwierigkeiten und Hürden im Schreiballtag sprechen. Wir möchten dem Text und dem*der Autor*in nah kommen. Im Anschluss lassen wir den Abend mit den Autor*innen und dem Publikum bei einem Getränk ausklingen – so gibt es Raum für Austausch über Texte und das Schreiben, aber auch zum Kennenlernen und Vernetzen. Gerade das Vernetzen halte ich für wichtig, es ist Teil des Gesehen- und Gehörtwerdens.

Die new.lit soll eine sehr offene Bühne sein und außer „unveröffentlichter eigener Prosatext“ keine Vorgaben machen, etwa zum Background (Studium, Alter etc.) der Schreibenden. Die Lesebühne ist ein weiteres Angebot für Kölner Schreibende neben bereits bestehenden Lesebühnen oder ähnlichen Formaten. Ich freue mich, wenn wir in Köln mehr und mehr Orte schaffen und Projekte ins Leben rufen, die Schreibende in die Öffentlichkeit holen.

Anlässlich der Eröffnung von Manulit vor 2 Jahren haben wir schon einmal miteinander gesprochen – was hat sich seitdem verändert, wie nimmst du die Kölner Literaturszene heute wahr?

In den vergangenen ein, zwei Jahren habe ich viel gesprochen mit Kölner*innen, die auf unterschiedlichste Weise mit der Literaturwelt der Stadt verknüpft sind. Wir waren uns immer einig: es ist viel passiert in der jüngeren Vergangenheit – ich denke zum Beispiel an die Schreibwerkstatt Frauen:zimmer von Lina Thiede und Julia Pfeifer, Nada Assaads Kurzgeschichten-Lesebühne read together! und das Schreibkollektiv [in klammern]. Und die Möglichkeiten sind noch lange nicht erschöpft. Es scheint gerade eine spannende Zeit zu sein, eine mit Tatendrang, engagierten Menschen, kreativen Ideen, neuen Konzepten und der Lust auf Vernetzung. Und es ist toll, nicht nur mitzubekommen, sondern auch Teil davon sein zu dürfen, dass wir in dieser Stadt Lust haben, die Literaturszene zu betreten, aktiv in ihr mitzuwirken, sie gemeinsam weiterzuentwickeln und neue Projekte ins Leben zu rufen. Und zu merken: es ist noch Platz.

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Am Sonntag ist es soweit: 2. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag von 11:00 bis 18:00 im Filmhaus https://literaturszene-koeln.de/am-sonntag-ist-es-soweit-2-koelner-kinder-und-jugendbuchtag-von-1100-bis-1800-im-filmhaus/ Mon, 02 Sep 2024 14:01:56 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=25667 Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen und Illustrator*innen und Musiker*innen aus Köln. Auf vier Bühnen. Am 8. September 2024 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum zweiten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Alle Veranstaltungen im Kinosaal mit Gebärdendolmetscherin.

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Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen und Illustrator*innen und Musiker*innen aus Köln. Auf vier Bühnen.

Am 8. September 2024 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum zweiten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Alle Veranstaltungen im Kinosaal mit Gebärdendolmetscherin.

25 Veranstaltungen von 11 bis 18 Uhr, drinnen und draußen, von früh bis spät, für Jung und Alt. Der Kölner Kinder- und Jugendbuchtag ist für alle Besucher*innen kostenfrei. Und barrierefrei. Gekennzeichnete Veranstaltungen finden mit Gebärdendolmetscherin statt.

Der Kinder- und Jugendbuchtag wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, der Sparkasse Köln Bonn und der Aktion Mensch.

Weitere Informationen und das ganze Programm findet ihr hier.

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2. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag: Ein Projekt des Literaturszene Köln e.V. kostenfrei und barrierefrei https://literaturszene-koeln.de/2-koelner-kinder-und-jugendbuchtag-ein-projekt-des-literaturszene-koeln-e-v-kostenfrei-und-barrierefrei/ Wed, 14 Aug 2024 16:26:41 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=25389 Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen und Illustrator*innen und Musiker*innen aus Köln. Auf vier Bühnen.Am 8. September 2024 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum zweiten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Die Kinder- und Jugendbuchszene der Stadt präsentiert

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Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen und Illustrator*innen und Musiker*innen aus Köln. Auf vier Bühnen.

Am 8. September 2024 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum zweiten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Die Kinder- und Jugendbuchszene der Stadt präsentiert sich in ihrer ganzen Vielfalt und Qualität: Lesungen über das Weltall, jede Menge Tiergeschichten, Gespräche über Demokratie und Ungerechtigkeiten, Comic-Lesungen, Workshops zum Schreiben und Tiermaskenbasteln (auch für ukrainische oder englischsprachige Kinder), eine Superband, frisch geschriebene und frisch vertonte Poetry von Jugendlichen. Schirmherr Dietmar Bär bringt diesmal drei Wasserschweine mit und Axel Scheffler hat neben einem heimatsuchenden Eselspinguin den kölschen Grüffelo im Gepäck, der seinen 25. Geburtstag auch „op Kölsch“ feiert. Man kann mitmachen oder einfach nur zuhören.

25 Veranstaltungen von 11 bis 18 Uhr, drinnen und draußen, von früh bis spät, für Jung und Alt. Der Kölner Kinder- und Jugendbuchtag ist für alle Besucher*innen kostenfrei. Und barrierefrei. Gekennzeichnete Veranstaltungen finden mit Gebärdendolmetscherin statt.

Um 12 Uhr erfolgt die Begrüßung durch den Kulturdezernenten Stefan Charles.

Nach dem Kölner Literatursommer auf dem Neumarkt im Jahr 2023 zeigen die Kölner Kulturschaffenden der Kinder- und Jugendbuchszene ihre Bandbreite.

Im Foyer präsentieren sich Initiativen und Veranstalter*innen aus Köln, die sich auf ein junges Publikum spezialisiert haben. Die Kooperationspartner wie das Junge Literaturhaus Köln, das Bilderbuchmuseum Troisdorf, die Lesewelten, das COMEDIA Theater oder das POLLE Comic-Magazin bieten kleine Mitmachaktionen. Der Kooperationspartner Land in Sicht e.V. verantwortet Poetry4You, unterstützt von der Fricke Stiftung für Bildung und Kultur. Es gibt einen Büchertisch der Maternus Buchhandlung.

Der Kinder- und Jugendbuchtag wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Sparkasse Köln Bonn.

Weitere Informationen und das ganze Programm findet ihr hier.

Facebook: https://www.facebook.com/LiteraturSzeneKoeln

Instagram: literaturszenekoeln

#kjbt

Pressekontakt:

Susanne Meinel

kjbt@literaturszene-koeln.com 0173-4448193

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