Literaturszene Köln e.V. https://literaturszene-koeln.de/ Das literarische Leben der Stadt Köln Thu, 20 Aug 2026 11:21:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Kinder- und Jugendbuchliteratur – Wie sich Interessen entwickeln https://literaturszene-koeln.de/kinder-und-jugendbuchliteratur-wie-sich-interessen-entwickeln/ Thu, 20 Aug 2026 08:44:38 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=30304 Lesen soll vor allem eines: Spaß machen! Wie verändern sich die Leseinteressen von Kindern und Jugendlichen? Welche Bücher sind gefragt – und wie schaffen wir immer wieder Lust auf Geschichten? Darüber haben wir mit Kristina Geilhaupt aus der Buchhandlung Bittner gesprochen, die zum ersten Mal in der Jury für den diesjährigen Kölner Kinder- und

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Lesen soll vor allem eines: Spaß machen!

Wie verändern sich die Leseinteressen von Kindern und Jugendlichen? Welche Bücher sind gefragt – und wie schaffen wir immer wieder Lust auf Geschichten? Darüber haben wir mit Kristina Geilhaupt aus der Buchhandlung Bittner gesprochen, die zum ersten Mal in der Jury für den diesjährigen Kölner Kinder- und Jugendbuchtags dabei war. Klar wird: In der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene ist irre viel los. Und Leseförderung ist wichtiger denn je.

Mit Lesungen, Theater, Live-Comic-Zeichnen und Workshops zeigen wir am 6. September im Filmhaus Köln, wie vielfältig Geschichten sein können und wollen Neugier wecken.

Du warst in diesem Jahr zum ersten Mal Teil der Jury, die die Programmpunkte für den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag auswählt. Auch dieses Jahr gab es erfreulicherweise deutlich mehr Einreichungen als Programmplätze für die vier Bühnen am 6. September im Filmhaus. Wie habt ihr die richtige Mischung für das Programm gefunden?
Die hohe Anzahl an Einreichungen hat uns sehr gefreut. Und uns darüber hinaus noch einmal aufgezeigt, wie bunt und vielfältig die Kölner Kinder- und Jugendbuchszene ist, und damit sind Autor*innen, Illustrator*innen sowie alle kreativen Vermittler*innen gemeint. Wir als Jury haben natürlich diskutiert, uns jedoch auch recht schnell geeinigt. Wir haben insbesondere versucht, neben beliebten und bekannten Themen auch neue Ideen und Zugänge mit aufzunehmen. Ich finde, es ist ein spannendes, abwechslungsreiches Programm geworden bei dem hoffentlich für alle etwas dabei ist.

Als Buchhändlerin unterstützt du täglich Eltern und auch Kinder und Jugendliche bei der Auswahl der Bücher. Haben sich die Interessen in den letzten Jahren verändert?
Unser aller Freizeitverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Kinder und Jugendliche, wir alle, verbringen deutlich mehr Zeit vor dem Bildschirm. Zugleich bekommen wir durch Studien und auch den Austausch mit Schulen vor Ort gespiegelt, dass sich die Lesekompetenz, das Leseverständnis und die Konzentrationsfähigkeit immer weiter verschlechtert haben. Vor einigen Wochen war groß in den Nachrichten, dass jedes vierte Kind nach Beendigung der Grundschule nicht sinnerfassend lesen kann. Jedes vierte Kind. Hinzu kamen fast zeitgleich Meldungen, die Kürzungen bei der Leseförderung bekanntgaben. Das ist höchst alarmierend und es besteht dringender Handlungsbedarf.

Suchen Familien heute andere Bücher, andere Stoffe? Und was bedeutet das für die Beratung?
Was die Beratung angeht, hat sich in meinen Augen nicht viel geändert. Wir versuchen weiterhin, für alle das passende Buch zu finden und es gibt wirklich ganz großartige Kinder- und Jugendbücher, manche möchte man gar jeder und jedem direkt in die Hand drücken – auch Erwachsenen. Doch natürlich sehen auch wir die Veränderungen, etwa in den Programmen der Verlage, was beispielsweise Umfang und Gestaltung angeht, um sich an die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Und das ist gut so, wir wollen ja vor allem die Erstlesenden genau dort abholen, wo sie stehen. Nachgefragt werden derzeit häufig spannungsgetriebene sowie fantastische Stoffe, gerne aufgelockert mit Illustrationen und/oder Comic-Elementen.

Auch wenn es beim Kinder- und Jugendbuchtag ebenfalls Angebote für ältere Kinder und Jugendliche gibt – z.B. den Lyrikworkshop in Kooperation mit Lyrix e. V. und dem Deutschlandfunk – richtet sich der Großteil des Programms an Vor- und Grundschulkinder.
Uns war und ist es wichtig, dass wir auch Veranstaltungen für ältere Kinder und Jugendliche anbieten. Allerdings haben die letzten beiden Kölner Kinder- und Jugendbuchtage gezeigt, dass die größte Gruppe, die – meist gemeinsam mit den Eltern – ins Filmhaus kommt, die der Vor- und Grundschulkinder ist.

Glaubst du, dass andere Vermittlungsformate für Kinder wichtiger werden?
Im Vordergrund soll an diesem Tag der Spaß und die Neugierde stehen. Wir glauben und hoffen, dass wir bei den Kindern und Jugendlichen durch die verschiedenen Formate – sei es durch klassische Lesungen, Theateraufführungen, Live-Comic-Zeichnen oder gezielte Workshops sowie den allgemeinen Austausch – die Lust auf Geschichten, aufs Lesen und kreativ werden weiter wecken und fördern können.

Vielen Dank für das Interview!

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3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag https://literaturszene-koeln.de/3-koelner-kinder-und-jugendbuchtag/ Thu, 16 Jul 2026 14:09:07 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=30112 Ein Projekt des Literaturszene Köln e.V. – kostenfrei und barrierefrei Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen, Illustrator*innen und weiteren Künstler*innen aus Köln. Auf vier Bühnen. Am 6. September 2026 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum dritten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag

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Ein Projekt des Literaturszene Köln e.V. – kostenfrei und barrierefrei

Geschichten aus der ganzen Welt mit Bildern und Musik – vorgestellt von Autor*innen, Illustrator*innen und weiteren Künstler*innen aus Köln. Auf vier Bühnen.

Am 6. September 2026 veranstaltet der Verein Literaturszene Köln e.V. zum dritten Mal den Kölner Kinder- und Jugendbuchtag im Filmhaus mit einem umfangreichen Programm für alle Altersstufen. Die Kinder- und Jugendbuchszene der Stadt präsentiert sich in ihrer ganzen Vielfalt: Lesungen und Bilderbuchgeschichten, Live-Zeichnen, Schreibworkshops, Musik von der kölschen Band Planschemalöör und Lyrik-Texte von Jugendlichen. Unser Schirmherr Dietmar Bär bringt diesmal drei Wasserschweine mit.

Das vollständige Programm zum Herunterladen.

24 Veranstaltungen von 11 bis 18 Uhr, drinnen und draußen, von früh bis spät, für Jung und Alt. Der Kölner Kinder- und Jugendbuchtag ist für alle Besucher*innen kostenfrei. Und barrierefrei. Gekennzeichnete Veranstaltungen finden mit Gebärdendolmetscherin statt.

Um 13:15 Uhr erfolgt die Begrüßung durch die Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend.

Im Foyer präsentieren sich Initiativen und Veranstalter*innen aus Köln, die sich auf ein junges Publikum spezialisiert haben. Die Kooperationspartner wie das Junge Literaturhaus Köln, das COMEDIA Theater, die Initiative LeseWelten, der Kalker Buchladen oder das POLLE Comic-Magazin bieten kleine Mitmachaktionen. Es gibt einen Büchertisch von Bücher Weyer.

Der Kinder- und Jugendbuchtag wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, der Fricke-Stiftung, dem KUBIK-Fonds, der Beatrix-Lichtken-Stiftung und der Stiftung Neuer Raum. In Kooperation mit dem Deutschlandfunk findet ein Lyrik-Workshop für Jugendliche statt.

Pressekontakt

Susanne Meinel

kjbt@literaturszene-koeln.com

0173-4448193

Download Programmflyer

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Literatur am Dom – Denis Scheck über das Literaturfestival am Altenberger Dom https://literaturszene-koeln.de/literatur-am-dom-denis-scheck-ueber-das-literaturfestival-am-altenberger-dom/ Tue, 02 Jun 2026 11:37:07 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29967 Nicht nur Köln hat einen Dom! Umgeben von Natur und Geschichte findet im idyllischen Ambiente rund um den Altenberger Dom vom 25. - 28. Juni zum fünften Mal das Literaturfestival „Literatur am Dom – Literatur Live!“ statt. Der Literaturkritiker, Journalist und Moderator Denis Scheck hat – gemeinsam mit Karin Graf – kuratiert und moderiert,

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Nicht nur Köln hat einen Dom!

Umgeben von Natur und Geschichte findet im idyllischen Ambiente rund um den Altenberger Dom vom 25. – 28. Juni zum fünften Mal das Literaturfestival „Literatur am Dom – Literatur Live!“ statt. Der Literaturkritiker, Journalist und Moderator Denis Scheck hat – gemeinsam mit Karin Graf – kuratiert und moderiert, neben Bettina Böttinger und Sabine Küchler, verschiedene Veranstaltungen. Mit ihm haben wir über das Programm und die Intention des Festivals gesprochen.

Warum ein Festival mitten im Bergischen Land und welches Publikum erreichen Sie? Was prädestiniert den Altenberger Dom als Ort für Ihr Literaturfestival?

Zunächst ist dieser auf einer Waldlichtung gelegene Dom ja einfach ein wunderschöner Anblick. Hier trifft romantische Natur auf erhabene Architektur. Wenn man dann noch ein wenig über die abenteuerliche Geschichte dieses Doms erfährt, seine Nutzung als frühe Chemiefabrik nach der von Napoleon ausgelösten Säkularisation, befindet man sich schon mitten in einer spannenden Geschichte. Und die wird bis in unsere Gegenwart weitererzählt, denn dieser Dom ist ja eine der ganz wenigen simonisch, also von Katholiken und Protestanten gemeinsam genutzten Kirchen. Und da lag es nahe, den Geist dieses Ortes aufzugreifen und im Schatten des Doms Autorinnen und Autoren ihre Geschichten von heute erzählen zu lassen. Karin Graf und mir ist es dabei wichtig,  Literatur nach Altenberg zu bringen, die uns auf neue Gedanken bringt, uns eine neue Sicht auf die Welt erschließt und dies in möglichst anregender und auch ästhetisch aufregender Weise.

Literatur am Dom

In der Festival-Pressemitteilung zitieren Sie Camus („Fiktion ist die Lüge, mit der die Wahrheit gesagt wird“). Welchen Wahrheiten können die Festivalbesucher*innen dieses Jahr durch die von Ihnen ausgewählte Literatur auf die Spur kommen?

Ich glaube, wir haben in diesem Jahr ein wirklich vielfältiges und vielstimmiges Programm, das als Leistungsschau der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auch jederzeit in New York, Tokio oder Paris auftreten könnte. Nora Gomringer hat mit „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“ ein gleichermaßen lustiges wie bewegendes Mutterbuch geschrieben. Mit Christoph Hein und Helga Schubert haben wir zwei gefeierte Giganten des Geisteslebens unseres Landes zu Gast, die in ihrem Werk bewiesen haben, daß man sich mit Literatur gegen eine Diktatur wie die DDR zur Wehr setzen kann und wie auch ein demokratisches Gemeinwesen wie die Bundesrepublik heute von diesen Erfahrungen profitiert. Der wunderbare Hanns-Josef Ortheil hat ja eine breite, über Jahrzehnte erschriebende Fanbase und eröffnet unser Festival mit seinem Roman „Schwebebahnen“, einer Liebeserklärung an die Fusion der deutschen mit der italienischen Kultur. Diese Idee greifen wir kulinarisch auf und lassen den leidenschaftlichen Gourmet Ortheil bei einem Lesedinner tags darauf gleich noch einmal lesen, diesmal begleitet von einem aus seinem Werk entwickelten Menü. Kristof Magnusson hat mit „Das Ende der Geschichte“ einen enorm amüsanten Spionageroman geschrieben. Und Nino Haratschwili ist ein fulminanter Abschluß mit ihrem Roman über Mädchenfreundschaften zu Zeiten des Totalitarismus „Das mangelnde Licht“. Und nicht zuletzt möchte ich von Leonie Swanns „Widdersehen“ schwärmen, einem „Schafskrimi“ – ein Genre, das diese ebenso kluge wie amüsante Autorin aus der Taufe gehoben hat.

Gibt es ein zentrales Thema, dem Ihre Auswahl folgt? Wie wichtig ist es, eine Mischung aus Unterhaltung und aktuellen Themen anzubieten?

Unterhalten wollen alle diese Autorinnen und Autoren – sonst würden sie Leitartikel und nicht Literatur schreiben. Als roten Faden könnte ich benennen, daß sich fast alle der in diesem Jahr in Altenberg vorgestellten Bücher mit der Frage auseinandersetzen, wie es einem unter Druck gelingt, Rückgrat zu zeigen.

Welche Kriterien bestimmen die Auswahl der Autor*innen? Sind es immer Neuerscheinungen, immer Bestseller?

Sie werden lachen: Karin Graf und mich verbindet, daß wir seit Kindertagen unsere Liebe zur Literatur nie verloren haben. Deshalb lassen wir uns bei der Auswahl der nach Altenberg eingeladenen Autoren auch weniger von deren kommerziellen Erfolg leiten, sondern von der Lust, mit der wir ihre Bücher gelesen haben, und – alles entscheidend! – von ihrer literarischen Qualität.

Welche Rolle spielt das Sachbuch?

Ob Migration oder politisches Mitläufertum, Widerstand gegen eine heraufziehende Diktatur, Feminismus und Klassismus: In diesem Jahr sind so viele gesellschaftlich relevante Themen bei Ortheil und Magnusson oder in den großen Romanen wie Christoph Heins „Das Narrenschiff“, Helga Schuberts  Werkschau „Luft zum Leben“ oder Anja Kampmanns „Die Wut ist ein heller Stern“, dass wir ganz auf die Literatur als Seismograph unserer Gegenwart setzen.

Es gibt ein Angebot für Kinder. Kommen die Kindergruppen und Schulklassen zum Dom oder geht das Festival in die Schulen und Kitas?

Die brasilianische Autorin und Illustratorin Eymard Toledo führt im Altenberger Hof Literatur-Workshops für Schülerinnen Schüler durch und gibt Einblick in ihre Künstlerwerkstatt. In ihrer Lesung nimmt sie ihre jugendlichen Leserinnen und Leser mit in ein Dorf am Amazonas – das wird sicher spannend!

Sie bieten nicht nur klassische Lesungen an. Sollen mit Konzepten wie dem Lesedinner andere Zielgruppen erschlossen werden? Wie reagieren die Schriftsteller*innen auf die Idee, ihren Roman mit einem Dinner zu verbinden?

Hanns-Josef Ortheil war begeistert! Als leidenschaftlicher Gourmet hat Ortheil sich nicht lange bitten lassen, bei einem Lesedinner tags darauf gleich noch einmal aus „Schwebebahnen“ zu lesen, diesmal begleitet von einem aus seinem Werk entwickelten Menü.

Vielen Dank für das Interview!

Hier geht es zum Programm: www.literatur-am-dom.de

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kindly invited. Die Zukunft der Literatur auf der Bühne – ein Rückblick https://literaturszene-koeln.de/kindly-invited-die-zukunft-der-literatur-auf-der-buehne-ein-rueckblick/ Tue, 19 May 2026 10:58:17 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29884 kindly invited – Symposium, Festival, Branchentreff, überregional bis international.Ein Projekt in der Trägerschaft des Literaturhaus Köln, realisiert mit Svenja Reiner (künstlerische Leitung) und der Kunststiftung NRW (Jan Valk)Sieben Fragen an Bettina Fischer, Leiterin des Literaturhaus Köln.Eine fünfköpfige Fachjury hat neue Leseformate ausgewählt, um diese an den Abenden auch vor Publikum zu präsentieren. Wie haben sich

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kindly invited – Symposium, Festival, Branchentreff, überregional bis international.

Ein Projekt in der Trägerschaft des Literaturhaus Köln, realisiert mit Svenja Reiner (künstlerische Leitung) und der Kunststiftung NRW (Jan Valk)

Sieben Fragen an Bettina Fischer, Leiterin des Literaturhaus Köln.

Eine fünfköpfige Fachjury hat neue Leseformate ausgewählt, um diese an den Abenden auch vor Publikum zu präsentieren. Wie haben sich die Theorien in der Praxis in Bezug auf die Formate und auf das Publikum eingelöst?

Das Festival-Symposium kindly invited. Die Zukunft der Literatur auf der Bühne wollte neue Formen der Vermittlung von Literatur auf die Bühne bringen. Und wichtige Themen der Literaturvermittlung in Workshops und Austauschrunden mit Fachpublikum diskutieren. Um die Umsetzung von Theorie in Praxis ging es dabei nicht; vielmehr darum, dass vielfältig gestaltete Literaturveranstaltungen wichtig für die Zukunftssicherung unserer vielfältigen Literaturlandschaft sind.

Bei kindly invited ging es weniger um „Leseformate“ als um anregende und vielfältige Formen, Literatur auf der Bühne zu präsentieren bzw. ihr eine Bühne zu bereiten – das waren dann auch ein Audiowalk zu Irmgard Keuns „Gilgi“ oder eine literarische Begehung im Hilde-Domin-Park. Das Festivalteam ist dabei nicht davon ausgegangen, dass klassischere Formen der Literaturpräsentation langweilig oder unergiebig sind – die Bandbreite während des Festivals wollte aber zeigen, dass es sich lohnt, Präsentation vielfältiger zu gestalten. Nicht zuletzt, um erweiterte Zugänge und Teilhabe zu ermöglichen. kindly invited hat sich mit diesem Ansatz erfolgreich auf den Weg gemacht!
Dabei ist es auf ein erfreulich reges Publikumsinteresse gestoßen: Es gibt eine große Neugier auf neue Präsentationsformen.

 

Anfangs-Intervention „Zehn Arten, ein Raumschiff zu landen“ mit Lisa Krusche und Kyra Mevert © Heiwa Wong

Gab es Formate, die völlig überraschten und die du in Zukunft übernehmen möchtest?

Manches hat mich überrascht und etliches begeistert. Ganz grundsätzlich würden wir uns freuen, wenn zunächst andernorts – es war viel Fachpublikum gekommen – die Ideen präsentiert werden. Wir werden alle Veranstalter*innen mit ihrer Arbeit gerne weiter begleiten.

Zur Literaturveranstaltung gehört meist die Einmaligkeit – diese nur jeweils einmal an einem Ort zu präsentieren. Darüber sollte man weiter nachdenken. Übernehmen werden wir eine Vielzahl von Ideen und Anregungen, die in den Präsentationen und vielen Gesprächen zu erleben waren: Die Aufmerksamkeit für neue Zugänge; die Abwechslung in der Bühnengestaltung; das liebevolle Vorbereiten von Austauschmomenten mit dem Publikum und vieles mehr …

Neben dem Erschließen neuer Zielgruppen über neue Formate auf Festivalebene gab es das Symposium mit vielen Gesprächsformaten. Was sollte hier schwerpunktmäßig erarbeitet werden?

Das Symposium hat mehrere Themenblöcke verfolgt: Zum Beispiel wie wir auch in Zukunft ein Publikum für Literatur gewinnen können; wie Barrierefreiheit beim Literaturveranstalten hergestellt oder wie durch das Teilen von Ressourcen – etwa Räumen oder Wissen – der Radius unserer Arbeit erweitert werden kann. Auch Fragen rund um digitale Literatur, nach der Präsentation von Übersetzungen oder der Positionierung gegen Rechte Literaturpolitik wurden thematisiert. Wir haben uns dafür entschieden, eine Fülle möglicher Themen aufs Programm zu setzen – um damit zunächst wichtige Fragen zu stellen. Eine tiefere Bearbeitung, also die Antworten auf die gestellten Fragen, sollten wir gemeinsam in der Zukunft fortsetzen.

Es herrschte eine gute Stimmung, und die Zusammenkunft stellte sich dar als ein von vielen gewünschtes Branchentreffen. War das als Branchentreffen gedacht oder welches Publikum hattet ihr erwartet?

Es war sehr bereichernd, dass so viele Kolleg*innen aus allen Regionen des deutschsprachigen Raums und darüber hinaus angereist waren. Insgesamt ein wunderbar aufgeschlossenes und vielfältiges Publikum – und genau das haben wir uns erhofft.

Das Programm wurde stark geprägt durch die Präsenz junger Autor*innen und Veranstalter*innen. War das von Anfang an intendiert?

Wir haben uns gefreut, dass sich viele jüngere Autor*innen und Kolleg*innen für die Idee von kindly invited begeistert und Ideen eingereicht haben. Aber es gab natürlich auch prägnanten Input von einigen älteren Autor*innen und Szenevertreter*innen – im Festival und im Symposium sowieso. Das Interesse an der Zukunft und ihren Produktionsbedingungen ist da.

Barrierefreiheit spielt bei kindly invited eine wichtige Rolle. Es gab Ohropax, Anti-Stressringe und Knautschberuhigungstiere. Wurden diese Angebote als Maßnahmen der Barrierefreiheit angenommen und genutzt?

Ja, diese Angebote wurden – ebenso wie der Ruheraum – genutzt. Unser Veranstaltungstitel stand für freundliches Willkommen-heißen. Für manche neurodivergente Menschen sind sogenannte Stimming Toys ein Mittel zum Stressabbau. Sie ermöglichen erst die Teilnahme zum Beispiel an lauteren Veranstaltungen. Allerdings müssen wir noch lernen, diese Art von stressreduzierenden Produkten besser zu platzieren. Darüber hinaus gab es natürlich noch weitere Maßnahmen zur Senkung von Zugangsbarrieren, etwa die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS).

Die Branche wünscht sich ein solches Treffen einmal im Jahr zum Austausch. Ist das denkbar? Finanziell und organisatorisch? Eventuell in abgespeckter Form?

Viele sind auf uns zugekommen und haben sich eine Fortsetzung von kindly invited gewünscht. Auch den fördernden Einrichtungen lag viel an diesem Format, in das die Suche nach guten Lösungen für künftiges Literaturvermitteln angesichts vielfältiger Herausforderungen zentral eingeschrieben ist. Jährlich wird eine Fortführung in diesem Umfang nicht möglich sein – weder finanziell noch organisatorisch. Aber wir überlegen bereits, wie ein solch produktiver und anregender Austausch fortgesetzt werden kann und sind zuversichtlich, dass wir die Themen von kindly invited vertiefen können. Schließlich wird eine vielfältig gestaltete Zukunft des Literaturveranstaltens wesentlich dazu beitragen, eine vielfältige Zukunft der Literatur zu sichern.

Vielen Dank für das Interview!

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Ausschreibung: 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag https://literaturszene-koeln.de/ausschreibung-3-koelner-kinder-und-jugendbuchtag/ Wed, 08 Apr 2026 21:44:26 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29680 Der Verein Literaturszene Köln organisiert im September 2026 den 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag (KJBT) und ruft alle professionell Aktiven der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene auf, Veranstaltungsideen zu entwickeln und bis zum 19. April einzureichen. Der KJBT will die Vielfalt und Qualität der Kölner Buch-, Illustrations- sowie Theaterszene im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur

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Der Verein Literaturszene Köln organisiert im September 2026 den 3. Kölner Kinder- und Jugendbuchtag (KJBT) und ruft alle professionell Aktiven der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene auf, Veranstaltungsideen zu entwickeln und bis zum 19. April einzureichen.
Der KJBT will die Vielfalt und Qualität der Kölner Buch-, Illustrations- sowie Theaterszene im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur abbilden und dem jungen Publikum spannende Geschichten vorstellen, um es für Buch, Bild, Theaterstück und Lied zu begeistern. Neben dem Veranstaltungsprogramm soll der KJBT den Akteur*innen der Szene, gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen, Gelegenheit zur Information und Vernetzung geben.

Rahmenbedingungen:
Der KJBT findet am 6. September zwischen 11.00 und 18.00 Uhr im Filmhaus Köln statt.
Veranstaltungsort ist das Filmhaus mit Kino, Foyer, zwei Seminarräumen und einem bespielbaren Außenbereich.
Bewerben können sich professionelle Akteur*innen der Kölner Kinder- und Jugendbuchszene, Illustrator*innen und Comicmenschen, Veranstalter*innen, Buchhandlungen, Kindertheater, Bands, Verlage uvm. Im Rahmen dieses Tages sollen ausschließlich Texte, Bilder und Projekte von Künstler*innen vorgestellt werden, die in Köln wohnen oder arbeiten und einen Bezug zur Stadt haben. Zudem können Gesprächsrunden, Übersetzungswerkstätten, Illustrationsworkshops oder Lesungen allein, zu zweit oder zu dritt angeboten werden. Die Lesungen und Aufführungen sollen nicht länger als 30 Minuten sein, Workshops bitte nicht länger als 60 Minuten planen.
Der 3. KJBT wird u.a. durch die Förderung des Kölner Kulturamts, der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung (KuBiK), der Bernd Lichtken Stiftung und der Fricke Stiftung ermöglicht.
Alle auftretenden Autor*innen und Künstler*innen erhalten ein Honorar.
Interessierte Kooperationspartner*innen können ihre Projekte und Ideen präsentieren, z.B. mit Info-Ständen im Foyer.

Organisatorisches:
Ein vom Literaturszene Köln e. V. ausgewähltes Juryteam stellt aus den Einsendungen ein abwechslungsreiches Gesamtprogramm zusammen.

Einsendeschluss für eure Ideen ist der 19. April 2026.
Die Einsendung des Bewerbungsbogens (Download: LSZ-KJBT-2026-Bewerbungsbogen) geht per Mail an mail@literaturszene-koeln.de. Im Betreff bitte „3. KJBT Bewerbung“ angeben.
Alle Einreichenden werden bis Ende Mai informiert. Gebt die Bewerbung gerne weiter.
Projektleitung: Susanne Meinel


Wir freuen uns auf eure Programmideen und hoffen auf eine rege Beteiligung.
Euer Vorstand des Literaturszene Köln e. V.

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Das Ende der Kölnischen Rundschau – Thomas Linden über Entwicklungen in der Berichterstattung zur Kölner Kulturszene https://literaturszene-koeln.de/das-ende-der-koelnischen-rundschau-thomas-linden-ueber-entwicklungen-in-der-berichterstattung-zur-koelner-kulturszene/ Tue, 31 Mar 2026 16:19:16 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29644 Mit dem Ende der eigenständigen Redaktion der Kölnischen Rundschau steht die Kölner Medienlandschaft vor einem tiefgreifenden Umbruch. Thomas Linden ist freier Kulturjournalist und hat fast fünf Jahrzehnte für die Kölnische Rundschau gearbeitet – mit ihm haben wir über die Auswirkungen auf den Lokaljournalismus und die Literaturberichterstattung in Köln gesprochen.   Wie haben Sie vom

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Mit dem Ende der eigenständigen Redaktion der Kölnischen Rundschau steht die Kölner Medienlandschaft vor einem tiefgreifenden Umbruch. Thomas Linden ist freier Kulturjournalist und hat fast fünf Jahrzehnte für die Kölnische Rundschau gearbeitet – mit ihm haben wir über die Auswirkungen auf den Lokaljournalismus und die Literaturberichterstattung in Köln gesprochen.

 

Wie haben Sie vom Aus für die Kölnische Rundschau erfahren und was sind die Folgen für die lokale (Kultur-)Berichterstattung?

Durch die Mail eines Redakteurs habe ich am 26.02.2026 vom Ende der Kölnischen Rundschau erfahren. Nach 48 Jahren Mitarbeit erhielt ich dann vor zwei Wochen vom Geschäftsführer einen standardisierten Brief mit der Kündigung.

Die Kölnische Rundschau hat eingehend, umfangreich und aktuell (deshalb musste oft nachts noch geschrieben werden) über die Kultur und die freie Szene in Köln mit ihren Theatern, den freien Gruppen, dem Tanz, der Musik und den Galerien berichtet. Den Menschen, die sich dort engagieren, geht nun ein Teil ihrer Sichtbarkeit verloren und es wird jene kritische und würdigende Reflexion ihrer Arbeit verloren gehen, die die Kölnische Rundschau lieferte.

Wie schätzen Sie generell die Berichterstattung zur Kölner Literaturszene ein?

Die Kölner Literaturszene ist in der KR tatsächlich immer (auch schon bevor die lit.Cologne existierte) sehr aufmerksam wahrgenommen worden. Das schließt sowohl die Buchhandlungen als auch das Literaturhaus, die lit.Cologne, die Veranstaltungen zur Kinderliteratur, als auch das Geschehen um die Performances und Festivals ein. Nicht zu vergessen sind die Porträts von Autor:innen und das Angebot an aktuellen Rezensionen.

Der Lokaljournalismus steht weltweit unter Druck, das hat nicht zuletzt eine Studie des European Centre for Press and Media Freedom 2025 gezeigt. Welche Perspektive sehen Sie für den Kölner Lokaljournalismus und vor allem für die Kulturberichterstattung?

Die Bereitschaft einen Text auf analogen Medien, also auf Papier, zu lesen, lässt rapide nach. Das geschieht viel schneller, als bisher wahrgenommen wird, und das Netz, bzw. die digitalen Medien können diese Situation nicht kompensieren. Mein Eindruck ist, dass zwar noch ein Interesse an dem vorhanden ist, was generell im lokalen Umfeld passiert, aber das Interesse an Kulturberichterstattung lässt deutlich nach.

Die Reflexion über Kunst und Kultur zieht sich in Nischen des gesellschaftlichen Diskurses zurück. An ihre Stelle treten Tipps für Kulturtermine. Die kompetente Reflexion geht verloren, und sie ist nicht mit Meinungsäußerungen im Netz zu verwechseln.

Kulturberichterstattung sollte einen Mehrwert über die bloße Information hinaus enthalten. Im besten Fall stellt sie für die Leser:innen einen Erkenntnisgewinn dar. Die Lesekultur schwindet und das ist von gesellschaftlicher Bedeutung, weil sie das Fundament der Demokratie darstellt. Dazu muss man sich nur ansehen, wer welche Parteien bei den letzten Landtagswahlen gewählt hat.

Vielen Dank für das Interview!

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Workshops 2026 im Schreibraum https://literaturszene-koeln.de/workshops-2026-im-schreibraum-2/ Thu, 12 Mar 2026 20:41:01 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29538 —– ALLE WORKSHOPS SIND AUSGEBUCHT —– Jetzt bewerben mit Kurzbeschreibung zur Person via Mail: info@schreibraum-koeln.de Für alle Workshops gilt: Begrenzung auf 6-10 Teilnehmende Kosten: 50 Euro ermäßigt 25 Euro für Mitglieder des Literaturszene Köln e.V. und des Schreibraums Weitere Infos zu den Inhalten der einzelnen Workshops: siehe unten. _________________________________________________________________________________ Hörspiel – Kino für die

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—– ALLE WORKSHOPS SIND AUSGEBUCHT —–

Jetzt bewerben mit Kurzbeschreibung zur Person via Mail: info@schreibraum-koeln.de

Für alle Workshops gilt:

Begrenzung auf 6-10 Teilnehmende

Kosten: 50 Euro

ermäßigt 25 Euro für Mitglieder des Literaturszene Köln e.V. und des Schreibraums

Weitere Infos zu den Inhalten der einzelnen Workshops: siehe unten.

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Hörspiel – Kino für die Ohren
Workshop mit Selim Özdogan – AUSGEBUCHT
16.05.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Wir erkunden die Welt jenseits der erzählenden Prosa und tauchen ein in die Kunst der auditiven Form. In einer fundierten Einführung entschlüsseln wir die essenziellen Bausteine des Hörspiels.

Gemeinsam ergründen wir die einzigartige Ästhetik des Mediums, schärfen den Blick für seine Möglichkeiten und Beschränkungen und erlernen die spezifischen Regeln. Darüber hinaus widmen wir uns den ganz praktischen Fragen der Umsetzung: Von der professionellen Formatierung des Manuskripts über den gezielten Einsatz von Regieanweisungen bis hin zur Frage, wie man seine Stoffe erfolgreich platzieren kann. Der Workshop bietet auch Orientierung auf dem Weg zur fertigen Produktion – wir werfen einen Blick auf mögliche Produktionsschritte, Fördermöglichkeiten und Verdienstperspektiven. 

Über Selim Özdogan

Selim Özdogan schreibt seit 30 Jahren erzählende Prosa und seit einigen Jahren auch Hörspiele.
Mehr unter  www.selimoezdogan.de und www.instagram.com/wortmachtklang/

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Mario Frank

Schreiben, Sprechen, Zeigen – produziere dein Autor*innenvideo
Workshop mit Mario Frank – AUSGEBUCHT
20.06.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Begrenzung auf 6 Teilnehmende
Ort: Studio Flux, Oskar-Jäger-Str. 117-123, 50825 Köln

Wie entsteht ein kurzes authentisches Autor*innen-Video, das die eigene Stimme sichtbar macht?

Im Workshop mit Videokünstler und Designer Mario Frank entwickeln die Teilnehmenden ein Autor*innen-Video als persönliches Statement, Lesung oder Porträt. Vorab kann jede*r eine kurze Textpassage vorbereiten, die später Teil des Videos wird. Auf einem bereitgestellten Set mit neutralem Hintergrund in den Produktionsräumen von Frankaflux entstehen die Aufnahmen, anschließend gibt es eine Einführung in den Schnitt. 

So verlassen die Teilnehmenden den Workshop nicht nur mit einem eigenen Video, sondern auch mit dem Know-how, zukünftig selbst weitere Videos produzieren zu können. 

Über Mario Frank

Mario Frank ist Videokünstler, Designer und Dozent. Er arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Gestaltung und Medienproduktion und leitet das Videostudio frankaflux in Köln. 

www.frankaflux.com

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Christa Pfafferott

Dramaturgie: Erzählstruktur und Spannung
Workshop mit Christa Pfafferott – AUSGEBUCHT
26.09.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Ein Buch anzufangen, ist oft der einfachste Teil. Doch den Spannungsbogen über längere Strecken hinweg aufrechtzuerhalten und die Geschichte dramaturgisch stimmig zu entwickeln, stellt viele vor eine Herausforderung. In diesem Workshop werfen wir gemeinsam – in Einzelgesprächen und durch Gruppenfeedback – einen genauen Blick auf unsere Stoffe. 

In konzentrierter, vertrauensvoller Arbeitsatmosphäre widmen wir uns euren Texten: Wir analysieren narrative Strukturen, überprüfen Spannungsführung und Rhythmus und justieren dramaturgische wie stilistische Feinheiten. Ziel ist es, vorhandene Stoffe zu schärfen und ihr erzählerisches Potenzial gezielt auszubauen. Der Workshop bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Dramaturgie – und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung deiner Geschichte. 

Über Christa Pfafferott

Christa Pfafferott ist Autorin sowie Dozentin für Stoffentwicklung und Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Die Teilnehmenden werden gebeten, einen ersten Textentwurf vorab zu senden oder mitzubringen – die literarische Form ist dabei frei wählbar. 

www.christa-pfafferott.de

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Gisa Klönne

Lebendige Figuren erschaffen
Workshop mit Gisa Klönne – AUSGEBUCHT
14.11.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Jede Geschichte steht und fällt mit der Strahlkraft ihrer Hauptfiguren. Wirken sie blass, unglaubwürdig, langweilig, klischeehaft oder unmotiviert, überträgt sich dies automatisch auf die gesamte Erzählung und das Lesevergnügen. Das gilt für dicht an der Figurenpsychologie konzipierte Texte ebenso wie für Unterhaltungsliteratur, die eher auf Spannung und Action setzt. 

Wie aber erschafft man Figuren, die Lesende überzeugen und fesseln? Und wo verläuft hierbei die Grenze zwischen Realität, Autorenbiografie, Autofiktion und freiem Erfinden? In diesem Workshop gibt Gisa Klönne einen Einblick in ihre eigene Arbeitsweise, Figuren zu entwickeln und stellt ausgewählte Methoden anderer vor. 

Über Gisa Klönne

Gisa Klönne lebt als freie Schriftstellerin in Köln. Ihre Kriminalromane um die eigenwillige Kommissarin Judith Krieger wurden unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester deutschsprachiger Kriminalroman“ ausgezeichnet und mehrfach übersetzt. Ihr Familienroman DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST war ein Spiegelbestseller. Zuletzt erschien von ihr der Roman DIE LIEBE, SPÄTER bei Rowohlt. Neben dem Schreiben moderiert sie Lesungen, ist Schreibcoach und ausgebildete Yogalehrerin. Ihr Wissen gibt sie in Seminaren und Einzelcoachings weiter.

www.gisa-kloenne.de

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Workshops 2026 im Schreibraum https://literaturszene-koeln.de/workshops-2026-im-schreibraum/ Thu, 12 Mar 2026 20:33:16 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=29518 —– ALLE WORKSHOPS SIND AUSGEBUCHT —– Jetzt bewerben mit Kurzbeschreibung zur Person via Mail: info@schreibraum-koeln.de Für alle Workshops gilt: Begrenzung auf 6-10 Teilnehmende Kosten: 50 Euro ermäßigt 25 Euro für Mitglieder des Literaturszene Köln e.V. und des Schreibraums Weitere Infos zu den Inhalten der einzelnen Workshops: siehe unten. _________________________________________________________________________________ Hörspiel – Kino für die

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—– ALLE WORKSHOPS SIND AUSGEBUCHT —–

Jetzt bewerben mit Kurzbeschreibung zur Person via Mail: info@schreibraum-koeln.de

Für alle Workshops gilt:

Begrenzung auf 6-10 Teilnehmende

Kosten: 50 Euro

ermäßigt 25 Euro für Mitglieder des Literaturszene Köln e.V. und des Schreibraums

Weitere Infos zu den Inhalten der einzelnen Workshops: siehe unten.

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Hörspiel – Kino für die Ohren
Workshop mit Selim Özdogan – AUSGEBUCHT
16.05.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Wir erkunden die Welt jenseits der erzählenden Prosa und tauchen ein in die Kunst der auditiven Form. In einer fundierten Einführung entschlüsseln wir die essenziellen Bausteine des Hörspiels.

Gemeinsam ergründen wir die einzigartige Ästhetik des Mediums, schärfen den Blick für seine Möglichkeiten und Beschränkungen und erlernen die spezifischen Regeln. Darüber hinaus widmen wir uns den ganz praktischen Fragen der Umsetzung: Von der professionellen Formatierung des Manuskripts über den gezielten Einsatz von Regieanweisungen bis hin zur Frage, wie man seine Stoffe erfolgreich platzieren kann. Der Workshop bietet auch Orientierung auf dem Weg zur fertigen Produktion – wir werfen einen Blick auf mögliche Produktionsschritte, Fördermöglichkeiten und Verdienstperspektiven. 

Über Selim Özdogan

Selim Özdogan schreibt seit 30 Jahren erzählende Prosa und seit einigen Jahren auch Hörspiele.
Mehr unter  www.selimoezdogan.de und www.instagram.com/wortmachtklang/

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Mario Frank

Schreiben, Sprechen, Zeigen – produziere dein Autor*innenvideo
Workshop mit Mario Frank – AUSGEBUCHT
20.06.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Begrenzung auf 6 Teilnehmende
Ort: Studio Flux, Oskar-Jäger-Str. 117-123, 50825 Köln

Wie entsteht ein kurzes authentisches Autor*innen-Video, das die eigene Stimme sichtbar macht?

Im Workshop mit Videokünstler und Designer Mario Frank entwickeln die Teilnehmenden ein Autor*innen-Video als persönliches Statement, Lesung oder Porträt. Vorab kann jede*r eine kurze Textpassage vorbereiten, die später Teil des Videos wird. Auf einem bereitgestellten Set mit neutralem Hintergrund in den Produktionsräumen von Frankaflux entstehen die Aufnahmen, anschließend gibt es eine Einführung in den Schnitt. 

So verlassen die Teilnehmenden den Workshop nicht nur mit einem eigenen Video, sondern auch mit dem Know-how, zukünftig selbst weitere Videos produzieren zu können. 

Über Mario Frank

Mario Frank ist Videokünstler, Designer und Dozent. Er arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Gestaltung und Medienproduktion und leitet das Videostudio frankaflux in Köln. 

www.frankaflux.com

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Christa Pfafferott

Dramaturgie: Erzählstruktur und Spannung
Workshop mit Christa Pfafferott – AUSGEBUCHT
26.09.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Ein Buch anzufangen, ist oft der einfachste Teil. Doch den Spannungsbogen über längere Strecken hinweg aufrechtzuerhalten und die Geschichte dramaturgisch stimmig zu entwickeln, stellt viele vor eine Herausforderung. In diesem Workshop werfen wir gemeinsam – in Einzelgesprächen und durch Gruppenfeedback – einen genauen Blick auf unsere Stoffe. 

In konzentrierter, vertrauensvoller Arbeitsatmosphäre widmen wir uns euren Texten: Wir analysieren narrative Strukturen, überprüfen Spannungsführung und Rhythmus und justieren dramaturgische wie stilistische Feinheiten. Ziel ist es, vorhandene Stoffe zu schärfen und ihr erzählerisches Potenzial gezielt auszubauen. Der Workshop bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Dramaturgie – und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung deiner Geschichte. 

Über Christa Pfafferott

Christa Pfafferott ist Autorin sowie Dozentin für Stoffentwicklung und Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Die Teilnehmenden werden gebeten, einen ersten Textentwurf vorab zu senden oder mitzubringen – die literarische Form ist dabei frei wählbar. 

www.christa-pfafferott.de

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Gisa Klönne

Lebendige Figuren erschaffen
Workshop mit Gisa Klönne – AUSGEBUCHT
14.11.2026, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause
Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Jede Geschichte steht und fällt mit der Strahlkraft ihrer Hauptfiguren. Wirken sie blass, unglaubwürdig, langweilig, klischeehaft oder unmotiviert, überträgt sich dies automatisch auf die gesamte Erzählung und das Lesevergnügen. Das gilt für dicht an der Figurenpsychologie konzipierte Texte ebenso wie für Unterhaltungsliteratur, die eher auf Spannung und Action setzt. 

Wie aber erschafft man Figuren, die Lesende überzeugen und fesseln? Und wo verläuft hierbei die Grenze zwischen Realität, Autorenbiografie, Autofiktion und freiem Erfinden? In diesem Workshop gibt Gisa Klönne einen Einblick in ihre eigene Arbeitsweise, Figuren zu entwickeln und stellt ausgewählte Methoden anderer vor. 

Über Gisa Klönne

Gisa Klönne lebt als freie Schriftstellerin in Köln. Ihre Kriminalromane um die eigenwillige Kommissarin Judith Krieger wurden unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester deutschsprachiger Kriminalroman“ ausgezeichnet und mehrfach übersetzt. Ihr Familienroman DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST war ein Spiegelbestseller. Zuletzt erschien von ihr der Roman DIE LIEBE, SPÄTER bei Rowohlt. Neben dem Schreiben moderiert sie Lesungen, ist Schreibcoach und ausgebildete Yogalehrerin. Ihr Wissen gibt sie in Seminaren und Einzelcoachings weiter.

www.gisa-kloenne.de

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Eine Bühne für ukrainische Künstler*innen – Christof Hamann über die aktuelle Poetikdozentur TransLit https://literaturszene-koeln.de/eine-buehne-fuer-ukrainische-kuenstlerinnen-christof-hamann-ueber-die-aktuelle-poetikdozentur-translit/ Tue, 28 Oct 2025 15:48:32 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=28952 Die Poetikdozentur TransLit an der Universität Köln folgt einem besonderen Auftrag: Sie will aufzeigen, wie Literatur sich aus ihrer wortgeprägten Form lösen und in andere mediale Formen ausweiten kann. Diese transmediale Herangehensweise öffnet Türen zwischen den Räumen verschiedener Künste. Christof Hamann, Professor für Literaturwissenschaft und -didaktik, hat die TransLit vor zehn Jahren ins Leben

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Die Poetikdozentur TransLit an der Universität Köln folgt einem besonderen Auftrag: Sie will aufzeigen, wie Literatur sich aus ihrer wortgeprägten Form lösen und in andere mediale Formen ausweiten kann. Diese transmediale Herangehensweise öffnet Türen zwischen den Räumen verschiedener Künste.

Christof Hamann, Professor für Literaturwissenschaft und -didaktik, hat die TransLit vor zehn Jahren ins Leben gerufen und leitet sie seitdem. Er sprach mit uns über die aktuelle Dozentur und gab uns Einblick in die in dem Rahmen der TransLit anstehenden Veranstaltungen.
 

Die Dozentur für das Wintersemester 2025/2026 geht an die Schriftstellerin und Essayistin Tanja Maljartschuk. Sie legt in ihrem Werk den Fokus auf das Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Politik. Inwiefern spannt sie mit dieser Untersuchung den Bogen zum Transliterarischen?

Die TransLit ist in diesem Wintersemester ausnahmsweise eine besondere. Das Institut für deutsche Sprache und Literatur I entschied sich angesichts des russischen Angriffskriegs für eine Veranstaltungsreihe, die verschiedenen ukrainischen Künstler*innen eine Plattform bieten sollte. Das Transliterarische rückt also in den Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die ukrainisch-österreichische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk – sie hält am Mittwoch und Donnerstag in dieser Woche zwei Poetikvorlesungen an der Universität und liest Anfang Dezember im Literaturhaus aus ihren Werken. Das Thema der Poetikvorträge war Tanja Maljartschuk völlig freigestellt. Sie entschied sich dafür, über das spannungsreiche Verhältnis zwischen Literatur und Politik zu sprechen. Wer etwas mehr über diese Abende wissen möchte, dem empfehle ich, sich das Interview von Tanja Maljartschuk mit Uli Hufen im WDR anzuhören (https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr/westart/audio-autorin-im-gespraech—tanja-maljartschuk-ueber-literatur-als-poli-100.html)

Abgesehen davon bekommen außerdem das Visuelle und das Akustische eine eigene Bühne: Am 12. November wird es ein Konzert mit den ukrainischen Musikerinnen Anastasiia Haisiuk (Klavier) und Oksana Dondyk (Gesang) im Sancta Klara Keller geben. Und in der Woche darauf, am 19. November wird Ute Wegmann im Lew Kopelew Forum mit der ukrainischen Illustratorin Anna Sarvira sprechen.

Veranstaltungen im Rahmen der TransLit

Wie stark ist das Interesse an den Veranstaltungen, holen sie auch ein neues Publikum an die Universität?

Die Veranstaltungen finden in diesem Semester wie sonst auch zum Teil an der Universität statt. Und ja, ich wünsche mir, dass im Publikum auch viele Menschen sind, die nicht an der Universität zu Köln studieren. Das gelang in den vergangenen Jahren in aller Regel sehr gut. Aber wie sonst auch finden Veranstaltungen an Orten in Köln statt, die nicht zur Universität gehören. Ich habe den Sancta Klara Keller, das Lew Kopelew Forum und das Literaturhaus erwähnt. Ich hoffe, dass auch in den kommenden Wochen das Publikum bei sämtlichen Veranstaltungen ein sehr gemischtes sein wird.

Inwiefern sind die Studierenden in die Planung oder den Ablauf involviert?

Da die Planung und Organisation der TransLit eine lange Vorlaufzeit in Anspruch nimmt, die Studierenden das Modul, in dem die Dozentur verankert ist, aber in nur einem Semester studieren, ist es nicht möglich, die Studierenden in die Planung einzubeziehen. Im Semester, in dem die TransLit stattfindet, besuchen sie aber alle vorgesehenen Abendveranstaltungen und belegen darüber hinaus zwei Seminare, die sich auf die TransLit beziehen: Zum einen das Begleitseminar, in dem Texte der/des Poetikdozent*in gelesen, besprochen und diskutiert werden (und an das auch eine Schreibwerkstatt angebunden ist), zum anderen einen Kurs, der sich mit Grundlagen der Literaturvermittlung beschäftigt. Dieser Grundlagenkurs thematisiert zentrale Aspekte der Organisation und Durchführung einer Poetikdozentur (bzw. der Organisation/Durchführung von öffentlichen Literatur-Events) und leitet die Studierenden zu einem beobachtenden Besuch der TransLit-Abende an. Beide Kurse zusammen sind die Basis für eine letztlich praxeologisch fundierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen und Möglichkeiten, die mit der Veranstaltung/Durchführung der TransLit verbunden sind. Es geht dabei vorrangig um die Frage, wie gut das Anliegen der Vermittlung des konkreten Gegenstands funktioniert hat, und zwar in Hinblick auf alle Akteur*innen, also die/den Dozent*in, die Moderation, das Publikum.

Wir finden es natürlich schade, dass wir die Studierenden nicht von Beginn an mit der Organisation der TransLit betrauen und sie etwa auch an der Auswahl der/des Dozent*in beteiligen können, aber dies lässt sich im Rahmen eines modularisierten Studiengangs eben leider nicht umsetzen. Da die Seminare und die TransLit-Abende alle im gleichen Semester studiert werden, ist der praxeologische Ansatz der Beschäftigung mit der Dozentur unserer Meinung nach aber zielführend.

Gibt es in der Literatur generell den Bedarf, Grenzen aufzuheben?

Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Als ich mit einem Kollegen vor zehn Jahren die erste TransLit plante, gingen wir von der scheinbar banalen Tatsache aus, dass jede Literatur medial verfasst ist. Medial verfasst heißt, dass jede literarische Kommunikation auch von ihrer medialen Vermittlung abhängt. Je nachdem, über welches Medium ein Roman, ein Gedicht oder ein Drama rezipiert wird, verändert sich auch deren Bedeutung. Eine saubere Trennung von Bot*in und Botschaft erweist sich somit als unmöglich. Damit stellt sich zugleich die Frage nach den Gewinnen und Verlusten, die ein Medienwechsel mit sich bringt, aber auch die nach den kreativen Möglichkeiten, die ein solcher eröffnet.

Anders also als die inzwischen landesweit üblichen universitären Poetikveranstaltungen, bei denen Gegenwartsautor*innen ihre poetologischen Überlegungen in Vorlesungsreihen präsentieren, widmet sich das vom Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln organisierte Projekt unter dem Stichwort ›Literatur im medialen Wandel‹ somit einem Spezifikum des literarischen Lebens. Die Professur dreht sich primär um transliterarische Verfahren. Üblicherweise bezeichnet der Begriff ›Translit‹ die Übersetzung kyrillischer Lettern in das lateinische Alphabet, d. h. es geht um Fragen der Um- bzw. Recodierung. Zur Diskussion steht, wie alphabetisch formierte Kunst – eben Literatur – in ein anderes spezifisch codiertes Medium, sei dieses nun visuell oder akustisch, übersetzt wird.

Ziel der Professur ist normalerweise, im persönlichen Austausch mit den eingeladenen Autor*innen im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungstypen die Besonderheiten und vielfältigen Prinzipien medialer Adaptation von literarischen Texten kennenzulernen. Aber, wie gesagt, in diesem Semester ist alles etwas anders.

Vielen Dank für das Interview!

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Bis die Tinte trocken ist. Vom Exposé bis zum Verlagsvertrag – Workshop für Autor*innen und Illustrator*innen mit Paula Peretti https://literaturszene-koeln.de/bis-die-tinte-trocken-ist-vom-expose-bis-zum-verlagsvertrag-workshop-fuer-autorinnen-und-illustratorinnen-mit-paula-peretti/ Mon, 06 Oct 2025 13:07:40 +0000 https://literaturszene-koeln.de/?p=28826 06.12.2025, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause, Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln Die Idee ist ausgereift oder das Buch sogar schon fertig? Jetzt stellt sich die Frage, ob der direkte Weg zum Verlag oder der „Umweg“ über eine Agentur lohnenswerter ist. Paula Peretti kennt die Branche von beiden Seiten. In ihrem Workshop fragt

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06.12.2025, 10-18 Uhr, 1,5 Stunden Mittagspause, Ort: Schreibraum Köln, Steinstraße 12, 50676 Köln

Die Idee ist ausgereift oder das Buch sogar schon fertig? Jetzt stellt sich die Frage, ob der direkte Weg zum Verlag oder der „Umweg“ über eine Agentur lohnenswerter ist. Paula Peretti kennt die Branche von beiden Seiten. In ihrem Workshop fragt sie:

  • Welche Form der Akquise scheint für mein Projekt ratsam?
  • Wie bereite ich mein Buchprojekt so vor, dass Agenturen oder Verlage interessiert werden und gut damit arbeiten können?
  • Wie genau sollten mein Exposé und die Leseprobe (für Autor*innen) oder die Arbeitsproben und mein Portfolio (für Illustrator*innen) aussehen?
  • Welche Faktoren sind darüber hinaus wichtig, um ein Buchprojekt für Verlage lohnenswert zu machen?
  • Welches Autor*innen- und Illustrator*innen- Honorar ist angemessen? (Ein kurzer Einblick in aktuelle Konditionen zeigt Standards, No-Gos, Engpässe und Spielräume.)

Der Workshop richtet sich schwerpunktmäßig an Autor*innen und Illustrator*innen der Kinder- und Jugendliteratur. Auch Belletristik-Autor*innen sind herzlich eingeladen.

Wer möchte, kann ein eigenes Projekt mitbringen bzw. vorab schicken (Exposé, Leseprobe, Storyboard, Portfolio). So können während des Workshops konkrete Fragen erörtert werden. In dem Falle ist das Einverständnis, die „Rohfassung“ in einem geschlossenen Raum zu präsentieren, Voraussetzung. Doch auch Teilnehmer*innen, die an keinem konkreten Projekt vor Ort arbeiten möchten, profitieren von diesem Workshop.

Über Paula Peretti:

Paula Peretti studierte Germanistik, Hispanistik und Geschichte in Bonn und Madrid und promovierte über ein Thema aus der Sprechakttheorie. Seit 1993 widmet sie sich der Kinder- und Jugendliteratur; als Lektorin und Programmleiterin in verschiedenen Verlagen (Patmos, Sauerländer, Boje). 2017 gründete sie ihre Literaturagentur in Köln.
peretti-agency.com

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