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SUMMARY:verbrannt & verbannt – Bücher und ihre Autor*innen
DESCRIPTION:Eröffnungsveranstaltung der Aktionswoche zum Thema “90 Jahre Bücherverbrennung” \nGäste: Günter Wallraff\, Eva Weissweiler\, Lale Akgün und Navid Kermani\nModeration: Fatih Çevikkollu \nZwischen dem 10. und 17. Mai 1933 fanden in Deutschland zahlreiche Bücherverbrennungen statt; initiiert durch die nationalsozialistische Deutsche Studentenschaft im Rahmen der Aktion “Wider den undeutschen Geist”. Am 10. Mai begann es in Berlin und anderen Städten\, in Köln geschah dies am 17. Mai an der Kölner Universität\, zu der Zeit in der Claudiusstraße. An diese Ereignisse wollen wir im Rahmen einer Aktionswoche in Köln vom 10. bis 17. Mai an unterschiedlichen Orten in der Stadt und mit vielen verschiedenen Akteur*innen erinnern und die aktuelle Bedeutung betonen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat die Schirmherrschaft über die Aktionswoche übernommen. \nDie Auftaktveranstaltung findet in der Zentralbibliothek am Neumarkt statt: Prominente Kölner*innen werden Bücher von Autor*innen vorstellen\, die im damaligen Deutschen Reich oder bis heute in vielen Staaten verfolgt wurden und werden. \nZwischendurch gibt es musikalische Intermezzi von Maryam und Mostafa Akhondy (Akustische Gitarre). \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln Archivs (LiK) der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit dem Verein El-De-Haus e. V. und der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e. V. \nGrafik: © Georg Bungarten
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SUMMARY:Israel auf iranisch
DESCRIPTION:Autor Mohsen Banaie im Gespräch mit Moderator Christoph Danne\nMit “Israel auf iranisch” begibt sich der Leser auf eine Reise durch das vielfältige und oft von Gegensätzen geprägte Heilige Land und erlebt die Verwandlung des einst gefürchteten\, unbekannten Feindes zu einem freundlichen wie galanten Gastgeber\, der den Autor und seine Ehefrau trotz ihrer iranischen Herkunft mit offenen Armen empfängt. \nMohsen Banaie möchte mit diesem Buch vor allem eine Brücke über eine tiefe Schlucht schlagen\, indem er multiperspektivisch die traditionelle Freundschaft zweier Völker durchleuchtet\, die auf den ersten Blick heute verfeindeter nicht sein könnten. “Israel auf iranisch” möchte dabei nicht bloß historische Fakten oder persönliche Eindrücke vermitteln\, sondern beschäftigt sich mit elementaren Begriffen des menschlichen Daseins wie Freiheit\, Liebe und Identität. Von einer Reise\, die im Iran beginnt und über Deutschland schließlich nach Israel führt. Von einer Reise\, die in starren und gefestigten Meinungen beginnt\, über die innere Unentschlossenheit führt und bei Einsicht und einem erweiterten Weltbild endet. \nMohsen Banaie\, geboren in Teheran\, war 1979 aktiver Augenzeuge der islamischen Revolution und schloss sich einer oppositionellen Gruppierung an. 1985 setzte er sich in die Türkei ab\, von wo er über die DDR in die BRD einreiste und Asyl erhielt. 1994 schloss er sein Medizinstudium ab. Er studierte auch vergleichende Sprachwissenschaften. Seit 2011 arbeitet er als niedergelassener Facharzt in Köln. Sein erstes Buch “Die dunkle Krypta der Geschichte – Wie entstand der Islam?” erschien 2018. \nChristoph Danne\, geboren in Bonn\, studierte Literatur in Berlin und Salamanca. Er arbeitet als Schriftsteller\, Herausgeber und Buchhändler in Köln und publizierte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Danne betreibt den tauland-verlag und ist Veranstalter der Lyrik-Lesebühne HELLOPOETRY! in Köln. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nBilder: Cover © Weissmann Verlag\, links © Mohsen Banaie\, rechts Christoph Danne © smp
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SUMMARY:IRAN – Die Freiheit ist weiblich
DESCRIPTION:Autorin Golineh Atai im Gespräch mit Moderatorin Yalda Zerbakhch\nIrans Frauen werden seit Jahrzehnten vom Mullah-Regime unterdrückt – Golineh Atai über einen Kampf für die Freiheit\, der bis zu den jüngsten Protesten im Iran reicht. \nGolineh Atai war fünf Jahre alt\, als sie mit ihren Eltern den Iran verließ – aber das Land und seine Entwicklung haben sie immer beschäftigt; der Iran ist ihr Herzensthema. Wie der Gottesstaat der Mullahs seit mehr als vierzig Jahren das Land im Griff hält und jede demokratische Regung erstickt\, zeigt sie in ihrem Buch\, das den Iran auf ganz besondere Weise porträtiert: aus dem Blickwinkel von neun Frauen. Dabei erzählt Atai\, wie aus der Tochter eines Geistlichen\, die um ihr Recht auf Schulbildung kämpfen musste\, eine international bekannte Aktivistin wurde. Oder wie eine junge\, regierungsnahe Angestellte mitten in Teheran ihr Kopftuch auszog – eine revolutionäre Tat\, die unzählige Iranerinnen inspirierte\, bis zu den jüngsten Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini\, die von der Polizei wegen “unislamischer Kleidung” verhaftet wurde. Andere berichten von Gefängnis und Flucht\, vom täglichen Kampf für ein Stück Würde und darum\, ihre Stimme öffentlich zu erheben oder auch nur das Haar im Wind wehen zu lassen. Sie empfinden Wut\, Trauer\, fühlen sich von der Welt verlassen. Sie wissen: Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen. \nGolineh Atai\, vielfach ausgezeichnete Journalistin und Bestsellerautorin\, zeichnet ein hochspannendes Bild der iranischen Gesellschaft seit der Islamischen Revolution – mit Erkenntnissen und Einblicken\, wie sie kein Außenstehender bieten könnte. \nYalda Zarbakhch leitet die Farsi-Abteilung der Deutschen Welle in Bonn. Als Säugling floh sie mit ihren Eltern nach der Islamischen Revolution aus dem Iran. Die gesellschaftlichen\, politischen und medialen Prozesse in ihrem Geburtsland begleiten die Journalistin seit Lebensbeginn und prägten die akademische und journalistische Laufbahn Zarbakhchs. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft. \nCover © rowohlt Berlin\, links Golineh Atai © Joanna Vortmann\, rechts © Yaldra Zerbakhch
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SUMMARY:Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter
DESCRIPTION:Autorin Nava Ebrahimi im Gespräch mit Maryam Aras\nEs gibt Wörter\, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden. Als ihre Großmutter stirbt\, diese eigenwillige Frau\, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte\, beschließt Mona\, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam\, in jene Stadt\, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft\, über die so vieles im Ungewissen ist. \nAnlässlich der Aktion “Ein Buch für die Stadt Köln 2022” spricht Autorin Nava Ebrahimi mit Maryam Aras. \nNava Ebrahimi\, 1978 in Teheran geboren\, erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für “Sechzehn Wörter” wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis\, Kategorie Debüt\, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der “Financial Times Deutschland” sowie der “Kölner Stadtrevue”. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. \nMaryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin\, Kritikerin und Iranistin. Sie studierte an der Universität zu Köln Islamwissenschaft\, Anglistik und Politologie. Sie promovierte über die politische Rolle religiöser Sänger im heutigen Iran. Als freie Autorin schreibt sie Literaturkritiken\, Essays und Radiofeatures sowie Texte über Gender Studies und deutsche Gegenwartsliteratur postmigrantischer Autor*innen und deren Rezeption in Feuilleton und Literaturbetrieb. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) unserer Stadtbibliothek. \nCover: © btb Ebrahimi; Foto: © Peter Rigaud \n 
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SUMMARY:“Die Unbeirrbare”
DESCRIPTION:Buchpremiere mit der Autorin Marie-Luise Wolff\, im Gespräch mit Michael Hirz. Die Schauspielerin Marion Mainka liest aus dem Roman.\nÜber Unternehmerinnen im 18. Jahrhundert weiß man so gut wie nichts. “Die Unbeirrbare” erzählt die Geschichte einer Frau im Frankreich jener Zeit in einer Ära politischer Umstürze\, in der Frauen weitgehend rechtlos und im öffentlichen Leben unsichtbar waren. In dieser Atmosphäre wächst Nicole Clicquot-Ponsardin auf. Trotz allen Schlägen des Schicksals setzt sie zweimal alles aufs Spiel und errichtet mit ihrer Beharrlichkeit und Kraft ein Unternehmen\, das bis heute existiert und floriert. Marie-Luise Wolffs spannender historischer Roman ist eine Hommage an eine Frau\, die vor mehr als 200 Jahren mutig ihren Weg zur Selbstverwirklichung beschritten hat. \n\nNatürlich präsentiere ich hier meine eigene Version der Geschichte einer faszinierenden Frau und schaue auf sie aus dem Blickwinkel meiner eigenen Erfahrungen als Unternehmerin. (Marie-Luise Wolff) \n\nMarie-Luise Wolff leitet als Vorstandsvorsitzende die ENTEGA AG\, einen der großen deutschen Energieversorger in öffentlicher Hand\, und ist Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Die studierte Anglistin und Musikwissenschaftlerin hat über 30 Jahre Erfahrung in den verschiedensten Positionen der deutschen Industrie gesammelt. Darüber hinaus sitzt sie in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten\, unter anderem im Kuratorium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. \nMichael Hirz ist als Journalist und Moderator seit vielen Jahren intensiver Beobachter politischer\, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse – stets orientiert an den strengen Maßstäben eines um Objektivität und Aufklärung bemühten Qualitätsjournalismus. Zuletzt leitete er zehn Jahre lang den Politiksender Phoenix. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) der Stadtbibliothek Köln in \nKooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Jürgen May
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SUMMARY:Alexa Hennig von Lange: “Die karierten Mädchen”
DESCRIPTION:Die Autorin im Gespräch mit Mike Litt \nAlexa Hennig von Langes neuer Roman beruht auf wahren Begebenheiten\, er erzählt die Lebensgeschichte der Großmutter Klara\, die am Ende ihres Lebens erblindet und über 100 Audiokassetten besprochen hat. Auf der Suche nach dem Menschen\, der sie einmal war\, vertraut sie den Bändern ein Geheimnis an\, von dem nicht einmal ihre Kinder etwas wissen. – Siebzig Jahre zuvor: Mitten in der Weltwirtschaftskrise 1929 bekommt die junge Klara eine Stelle als Lehrerin in einem Kinderheim. Doch bald spitzt sich die wirtschaftliche Lage des Heims zu. Klara\, die das Haus inzwischen leitet\, sucht die Nähe der neuen nationalsozialistischen Machthaber in der Hoffnung auf Rettung. Zu spät erkennt sie\, mit wem sie sich eingelassen hat. Aus dem Heim soll eine nationalsozialistische Ausbildungsstätte für junge Frauen gemacht werden. – “Die karierten Mädchen” ist der erste Band einer Trilogie\, die vom Ende der Zwanziger- bis in die Sechzigerjahre reicht. \nAlexa Hennig von Lange wurde mit ihrem Debütroman “Relax” (1997) zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder\, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin. \nMike Litt ist DJ\, Autor und Journalist. Bekannt wurde er durch die Radioshow “Der einsamste DJ der Welt” und die Literatursendung “Klubbing” bei WDR 1Live\, in der er elektronische Musik und Literatur vorstellte. Auf WDR 2 moderiert er aktuell die die Sendung “POP!” \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Peter Henning: “Bis du wieder gehst”
DESCRIPTION:Der Autor im Gespräch mit Moderatorin Daniella Baumeister \nIn seinem neuen Roman thematisiert der in Köln lebende Autor eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung und den Versuch\, die Vergangenheit zu verstehen. Peter Henning nähert sich in diesem Roman seiner eigenen Biografie. \nSeit zehn Jahren hat Henry Kaplan nichts von seiner Mutter gehört. Bis zu dem Anruf aus dem Uni-Klinikum Frankfurt. Seine Mutter sei auf dem Bahnhof zusammengebrochen und liege auf der Intensivstation. Im Koma. Und so fährt der Antiquar aus dem Schwarzwald nach Hessen\, ans Krankenbett der Mutter. Es wird eine Reise\, die Mut von ihm verlangt und zugleich schmerzhafte Erinnerungen weckt. Kann man die Zeit kommentarlos zurückdrehen? Das lebenslange Gefühl von Verlassenheit\, die Enttäuschungen und Kränkungen beiseiteschieben? Henry Kaplan begreift\, dass dieser Moment auch eine Chance ist. Dass er womöglich erst frei sein wird\, wenn er ihr vergibt. \nPeter Henning lebt als freier Schriftsteller in Köln. Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlicht er vielfach ausgezeichnete Romane und Erzählungen\, unter anderem »Leichtes Beben« (2011)\, »Die Ängstlichen« (2009)\, »Ein deutscher Sommer« (2013) – ein Roman über das Gladbecker Geiseldrama von 1988 – sowie »Die Chronik des verpassten Glücks« (2015). Zuletzt erschien sein Roman »Die Tüchtigen (2019)«. \nDaniella Baumeister\, Journalistin und Moderatorin\, arbeitet seit 1989 für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Sie moderiert Magazin-\, Kultur- und Politiksendungen sowie musikjournalistische Sendungen (unter anderem Jazzsendungen in hr2). \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:“Erziehung zur Vielfalt”
DESCRIPTION:Autorin Nkechi Madubuko im Gespräch mit Yasmine Chehata. \nDer Alltag in Deutschland ist längst multikulturell und Kinder kommen durch Gleichaltrige mit anderen Familienmodellen\, Religionen\, Hautfarben oder Sprachen in Berührung. Doch diese Vielfalt führt unter Kindergarten- und Grundschul-Kindern nicht automatisch dazu\, dass alle auch “gleich” wahrgenommen und behandelt werden. Mit ihrem Buch “Erziehung zur Vielfalt” zeigt die Diversity-Expertin Nkechi Madubuko Eltern Wege auf\, wie sie ihre Kinder vorurteilsbewusster erziehen und für Vielfalt sensibilisieren können. Eltern legen die Grundlagen für die kindliche Wahrnehmung anderer und die Offenheit gegenüber Unterschieden – im Denken\, in der Sprache und im Handeln. Dieser alltagsnahe Ratgeber hilft Eltern mit Fallbeispielen und Tipps dabei\, über die Erziehung ihrer Kinder Ausgrenzung\, Alltagsrassismus und Diskriminierung etwas entgegen zu setzen. \nDr. Nkechi Madubuko ist promovierte Soziologin\, Diversity-Trainerin\, ausgebildete Fernsehjournalistin und arbeitet als Dozentin an der Universität Kassel. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere Artikel und Bücher\, unter anderem “Empowerment als Erziehungsaufgabe”\, das erste deutschsprachige Buch zu Empowerment im Umgang mit Rassismuserfahrungen für Kinder und Jugendliche. Sie gibt Trainings für Eltern\, Erzieher*innen u.nd Lehrpersonal zu Empowerment\, Verarbeitung von Rassismuserfahrungen\, rassismuskritischer Bildung\, diversitätssensiblem Umgang und Empowerment-Orientierung im Kontext Schule. Über 20 Jahre war sie als freie Moderatorin unter anderem für Viva zwei\, DSF\, ZDF\, das Bundesamt für Familie und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes tätig. Nkechi Madubuko ist dreifache Mutter. \nYasmine Chehata (M.A.\, Diplom-Sozialarbeiterin) ist seit 2016 Lehrende und Forschende an der TH Köln in den Feldern Soziale Arbeit\, politische Bildung\, Jugendpolitik und Jugend(sozial)arbeit in der Migrationsgesellschaft. Sie arbeitet zu den Themen Rassismus\, Bildung\, Solidarität und empirische Sozialforschung. Darüber hinaus gibt sie Workshops zu Rassismuskritik\, Empowerment und Powersharing\, rassismus- und diskriminierungskritischer Organisationsentwicklung. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Programm 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Eric Pfeil “Azzurro”
DESCRIPTION:Ein Reiseführer ohne Sehenswürdigkeiten – mit 100 Songs durch Italien!\nSeit jeher kommt in Deutschland keine Generation ohne Italiensehnsucht aus. Das Land jenseits der Alpen zieht an\, es strahlt und schmeckt – und immer klingt es! \n\n“Wir Italiener sind Spatzen und Nachtigallen. Alle singen bei uns”\, \n\nsagte der große Lucio Dalla\, und so gibt es keinen besseren Schlüssel\, um das Land zu verstehen\, als die Musik. Ob Mina\, Ricchi e Poveri oder Adriano Celentano\, die Canzone ist nationales Kulturgut: vom neapolitanischen Lied über die jährlich neuen Sommerhits bis hin zu Italo-Disco oder den Werken der Cantautori. \nEric Pfeil macht sich mit uns auf die Reise\, im Gepäck 100 Lieder\, die uns ein Land\, seine Geschichte und seine schönsten Flecken näherbringen und die dazu einladen\, wieder und immer wieder gehört zu werden. Wir fahren mit offenem Verdeck über schmale Küstenstraßen\, streifen durch die Gassen Neapels und über die Strandpromenade Riminis – und haben garantiert immer den richtigen Soundtrack im Ohr. \nEine Veranstaltung im Rahmen von “100 Jahre Musikbibliothek”. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Alfred Jansen\n \n \n 
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SUMMARY:Peter Wortsman: “Geistertanz in Berlin”
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Gespräch\n“In mir lebt ein ungeborener Dichter deutscher Sprache”\, schreibt der 1952 in New York geborene Sohn österreichisch-jüdischer Emigranten\, Peter Wortsman. Erzogen wurde er “sprachverwirrt”\, das heißt\, zweisprachig in Deutsch und Englisch. So erscheint es nur folgerichtig\, dass er literarischer Übersetzer\, Autor und Dramatiker wurde. \nWir freuen uns sehr\, Peter Wortsman nach 2019 erneut in Köln zu einer Lesung begrüßen zu dürfen. Er wird Auszüge aus seinen Werken auf Englisch und Deutsch vorstellen: aus der zweisprachigen Kurzgeschichtensammlung “Stimme und Atem / Out of Breath\, Out of Mind” (Palm Art Press\, Berlin\, 2019)\, der deutschen Übersetzung seiner Reiseerinnerungen “Geistertanz in Berlin” (Palm Art Press\, Berlin\, 2013\, ausgezeichnet mit dem Independent Publishers Book Award 2014) und seinem Theaterstück “Der tätowierte Mann”\, das derzeit am Deutschen Theater in Göttingen aufgeführt wird. \nPeter Wortsman schreibt auf Deutsch und Englisch. Er ist Autor von vier belletristischen Werken\, darunter dem Roman “Cold Earth Wanderers” (Finalist des Foreword INDIES Book of the Year Award 2014)\, zwei Sachbüchern\, zwei Theaterstücken und einem in Kürze erscheinenden Gedichtband “Borrowed Words“. Er ist auch ein von der Kritik gefeierter literarischer Übersetzer\, der deutsche Klassiker ins Englische übertragen hat\, darunter Werke von Peter Altenberg\, den Brüdern Grimm\, Heinrich Heine\, Franz Kafka\, Heinrich von Kleist und Robert Musil. \nEine Veranstaltung der Bibliothek Germania Judaica mit freundlicher Unterstützung der Stadtbibliothek Köln\, des Lern- und Gedenkorts Jawne\, des AmerikaHaus NRW\, der US-Botschaft in Berlin und des US-Generalkonsulats Düsseldorf.
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SUMMARY:Ingeborg Drews: “Kaleidoskop” – Gedichte
DESCRIPTION:Ein Gespräch mit Werner Beutler und Gabriele Ewenz (LiK-Archiv) \n\n\nDer postum erschienene Band “Kaleidoskop” der Kölner Autorin und Künstlerin Ingeborg Drews versammelt eine Auswahl von Gedichten\, die Drews noch vor ihrem Tod für eine Publikation zusammengestellt hat \n\n\n. Im Gespräch soll das lyrische Werk der Schriftstellerin im Zentrum stehen und vorgestellt werden. “Kaleidoskop” ist eine Zeitreise\, geschöpft aus existenziellen Erfahrungen der Kindheit im Krieg und der Nachkriegszeit\, die Essenz aus Begegnungen\, Ausdruck von Verbundenheit mit Dichterkollegen und dem Jazz\, der sie ein Leben lang begleitete. Ingeborg Drews war über viele Jahre eng mit dem LiK-Archiv\, das Teile des Nachlasses verwahrt\, verbunden. Bereits in den 1980er Jahren gab es eine große Gemälde-Ausstellung der verfemten Dichter\, die Drews porträtierte. 2013 fand hier auch die Präsentation ihres ersten autobiografischen Romans “Mein Paris trägt grüne Schuhe” statt. \nIngeborg Drews (1938 bis 2019)\, Schriftstellerin\, Bildende Künstlerin und Journalistin; Studium der Malerei und Graphik in Köln und Paris sowie Kunsttherapie an der Universität in Köln\, Promotion 2003. Drews war seit 1958 journalistisch\, literarisch und künstlerisch tätig. Für ihr Werk\, unter anderem “Mein Paris trägt grüne Schuhe”\, 2012\, “Johanns Limousinen”\, 2020\, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nWerner Beutler\, wurde 1924 in Köln geboren und war von 1954 bis 1960 Lehrer an der Deutschen Schule in Madrid. Bis 1988 unterrichtete er am Gymnasium die Fächer Philosophie\, Deutsch und Geschichte. Außerdem ging er seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in deutscher und spanischer Geschichte nach. Ein Schwerpunkt liegt in der Kartäuserforschung. \nDie Schauspielerin Ingrid Bartz liest ausgewählte Gedichte. Gerd Dudek und Hagen Horn steuern musikalische Intermezzi bei. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \n\nFoto: (c) LiK-Archiv
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SUMMARY:Norbert Hummelt: “1922. Wunderjahr der Worte”
DESCRIPTION:Im Gespräch mit Gisa Funck präsentiert Norbert Hummelt seinen neuen Roman “1922″.\nDas Jahr markiert den Aufbruch in die sogenannte literarische Moderne\, denn es erscheinen zahlreiche Werke\, die den Gang der Welt maßgeblich prägen und verändern. Norbert Hummelt begleitet in seinem Roman Autor*innen quer durch Europa: In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines “Ulysses”. Virginia Woolf ist in London dabei\, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet\, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T. S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. \nNorbert Hummelt\, Lyriker\, Essayist und Übersetzer\, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet\, unter anderem mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln\, dem Mondseer Lyrikpreis\, dem Niederrheinischen Literaturpreis sowie 2018 mit dem Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk. “Zeichen im Schnee”\, “Stille Quellen”\, “Totentanz”\, “Pans Stunde”\, “Fegefeuer” und “Sonnengesang” zählen zu Hummelts wichtigsten Gedichtbänden. \nGisa Funck\, Journalistin und Moderatorin\, in Stuttgart geboren\, aufgewachsen in Bad Zwischenahn\, unweit der Nordseeküste. Nach dem Staatsexamen in Deutsch und Geschichte brach sie die Lehrerausbildung ab. Sie arbeitet seitdem als Journalistin unter anderem für den WDR\, die Süddeutsche Zeitung und die taz. 2016 erschien ihr Buch “Echt fertig”. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Laura Baginski
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SUMMARY:Sabine Schiffner – Buchpremiere: “Wundern”
DESCRIPTION:Sabine Schiffner stellt ihren neuen Gedichtband “Wundern” vor.\nModeration: Michael Kohtes\n \nIn den neuen Gedichten von Sabine Schiffner werden Geschichten von Verrat und Verlust\, von Geburt und Tod\, von Lebensfreude und Vergänglichkeit\, von Familie und von Einsamkeit erzählt. Mit manchmal fast naivem\, oft befremdetem Blick beobachtet sie und wundert sich über die jetzige und die vergangene Welt\, die ihren biografischen Kosmos berührt. Die Worte kommen in diesen Gedichten scheinbar leichtfüßig tänzelnd daher und streifen einen wie im Vorbeigehen. Wenn man aber stehen bleibt und sich einlässt\, sieht man hinter der rhythmischen und genau durchdachten Sprachkomposition die tiefe Wunde. Sabine Schiffners Sprache ist immer musikalisch\, oft zugleich rau\, Alltagssprache mit Hochpoetischem verbindend\, ernüchternd\, überraschend. \nSabine Schiffner ist 1965 geboren und lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Köln. Sie studierte Theaterwissenschaften\, Germanistik und Pädagogische Psychologie in Köln\, war Mitglied des Schauspielensembles am Kölner Schauspielhaus und arbeitete als Regisseurin und Lektorin. Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten\, unter anderem den Jürgen-Ponto-Preis für das beste Romandebüt (2005)\, ein Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora/L.A. (2006)\, die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung Weimar (2014) und zuletzt das Aufenthaltsstipendium im Atelier Galata/Istanbul (2021). Ihre Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt\, unter anderem ins Englische\, Italienische\, Katalanische und Georgische. \nMichael Kohtes ist seit 1989 Mitarbeiter beim WDR\, er moderiert das WDR 5 Literaturgespräch “Zeichen & Wunder” und ist Redakteur der Sendung “Gutenbergs Welt”\, außerdem Buchautor (unter anderem “365 Tage. Ansichten von K.”) und Literaturkritiker. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: © Stefan Winterstein
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SUMMARY:“Wie kann ich was bewegen? Die Kraft des konstruktiven Aktivismus”
DESCRIPTION:Einmischen! – Gespräch mit Orry Mittenmayer\, Benjamin Schwarz und Ute Symanski \nImmer mehr junge Menschen wollen sich für politische\, soziale und ökologische Ziele einsetzen\, Aktivist*innen wie Luisa ­Neubauer\, Carola Rackete oder Gerhard Schick sind längst weit bekannt. Aktivismus ist ernsthafte politische Arbeit\, er hat nichts mit schwarzen Blöcken oder Krawall zu tun. Vielmehr ist konstruktiver Aktivismus ein politisches Instrument\, das radikal\, konsequent und leidenschaftlich für die konkrete Veränderung aktueller Umstände kämpft. \nAber wie schafft man es\, wirklich etwas zu bewegen? Welches Engagement – als Politiker*in oder als Aktivist*in – kann tatsächlich Veränderungen herbeiführen? Damit beschäftigen sich Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen und Journalist Benjamin Schwarz. Gemeinsam haben sie ein auf Gesprächen mit Aktivist*innen basierendes Buch veröffentlicht. Benjamin Schwarz diskutiert mit Orry Mittenmayer\, Aktivist und Organisator von “Liefern am Limit”. Ute Symanski moderiert die Veranstaltung. \n\nOrry Mittenmayer ist Gewerkschafter und Aktivist. Er arbeitete als Rider für Online-Essenslieferanten und gründete “Liefern am Limit”.\nBenjamin Schwarz ist Journalist\, Autor und Politikwissenschaftler. ­Er engagiert sich mit der part GmbH für digitales Handeln vor allem in den Bereichen Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.\nDr. Ute Symanski ist Organisationssoziologin\, Autorin\, Moderatorin – und nicht zuletzt: politische Aktivistin für nachhaltige Mobilität.\n\nDie Veranstaltung findet im Rahmen von “Einmischen!” statt\, einer Reihe der Körber-Stiftung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Johannes Krause und Thomas Trappe: “Hybris”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Gert Scobel: die Reise der Menschheit zwischen Aufbruch und Scheitern \nDie Menschheit am Scheideweg: hat unsere Spezies eine Zukunft? In atemberaubendem Tempo haben die Menschen den Planeten ihren Bedürfnissen unterworfen. Im 21. Jahrhundert stehen sie vor den Scherben ihres Tuns: die natürlichen Ressourcen erschöpft\, die Klimaerwärmung eine tödliche Bedrohung\, globale Pandemien eine akute Gefahr. Werden wir auch diese Krise meistern? Die Autoren zeigen\, was wir aus der Vergangenheit lernen können und welche Gefahren in der zügellosen Kraft des Menschen liegen. \n\nProf. Dr. Johannes Krause ist Experte für die Entschlüsselung der DNA aus alten Knochen. Mit Svante Pääbo arbeitete er an der Sequenzierung des Neandertalergenoms. Er entdeckte den Denisovaner\, eine neue Urmenschenform. Krause ist fokussiert auf die DNA-Analyse zur Erklärung historischer Epidemien und menschlicher Wanderungsbewegungen. Seit 2020 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig.\nThomas Trappe wuchs in Thüringen auf und lebt heute in Berlin. Er ist Redaktionsleiter beim Berliner Tagesspiegel und schreibt vor allem über gesundheitspolitische und wissenschaftliche Themen.\nProf. Gert Scobel ist Moderator und Leiter der 3sat-Sendung scobel. Er ist Autor mehrerer philosophischer Bücher und lehrt Philosophie und Interdisziplinarität an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 2019 startete er seinen YouTube-Kanal mit Themen zu Ethik\, Kultur und Gesellschaft.\n\nEine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Umes Arunagirinathan: “Grundfarbe Deutsch”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Prasanna Oommen: “Warum ich dahin gehe\, wo die Rassisten sind” \nDr. Umes ist Herzchirurg\, erfolgreicher Autor\, engagiertes Mitglied der deutschen Gesellschaft – und dunkelhäutig. Wie viele andere farbige Menschen erlebt er immer wieder diskriminierendes Verhalten seiner Umwelt. Mal ist es nur eine dumme Bemerkung\, mal ein gravierender Verstoß gegen seine Würde als Mensch. Gleichzeitig gibt es eine Debatte darüber\, was man “eigentlich noch sagen darf”\, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Umes klagt nicht an\, sondern klärt auf. Anhand seiner Biografie beschreibt er pointiert\, mit welchen Schwierigkeiten farbige Menschen zu kämpfen haben. Doch er sieht sich nicht als Opfer\, sondern als Streiter für ein Zusammenleben\, in dem das Gemeinsame die Hauptrolle spielt: die “Grundfarbe Deutsch” eben. Dazu gehören die deutsche Sprache\, die Freiheit zur Selbstentfaltung\, Gleichberechtigung und einiges mehr. Es ist das\, was diese Gesellschaft für die Deutschen aller Hautfarben ausmacht. \nDr. Umes Arunagirinathan wurde 1978 auf Sri Lanka geboren und kam als 13-jähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Er studierte in Lübeck Medizin und wurde an der Universität Hamburg promoviert. Er ist Facharzt für Herzchirurgie und heute als Funktionsoberarzt im Klinikum Links der Weser in Bremen tätig. \nPrasanna Oommen arbeitet seit über 20 Jahren als Moderatorin\, Öffentlichkeitsarbeiterin und Referentin in den Bereichen Kultur\, Bildung\, Stadtentwicklung\, Gesellschaft und Medien. Prasanna Oommen war Pressesprecherin verschiedenster Institutionen und Unternehmen und ist aktives Mitglied und Mentorin bei den Neuen Deutschen Medienmacher*innen. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Programm “360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft”. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Irmgard Keun: “Man lebt von einem Tag zum andern” Briefe 1935 bis 1948
DESCRIPTION:Buchvorstellung mit Michael Bienert\, Lena Sabine Berg und Axel Gottschick \nEs gibt nur wenige Materialien\, die sich aus dem Nachlass Irmgard Keuns (1905 bis 1982) erhalten haben. Umso erfreulicher ist die Tatsache\, dass Michael Bienert erst jüngst ein kleines\, aber spannendes Briefkonvolut im Literaturarchiv der Akademie der Künste in Berlin entdeckte und publizierte. Es beleuchtet eine weitere Facette der Autorin. \nIm Sommer 1935 erhielt Keun\, deren Romane von den Nationalsozialisten verboten wurden\, Post von einem unbekannten Kollegen. Franz Hammer (1908 bis 1985) wurde nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet und anschließend zu Zwangsarbeit verpflichtet. Dennoch hatte er – wie Irmgard Keun – das Schreiben nicht aufgegeben. Zwischen beiden entstand rasch eine Brieffreundschaft\, die auch nicht abriss\, als Keun ins Exil ging. Weitere kürzlich aufgefundene Briefe\, unter anderem an ihren Ehemann Johannes Tralow (1882 bis 1968)\, stammen aus der Zeit von Keuns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1940. In ständiger Gefahr\, ins Konzentrationslager zu kommen\, schlug sie sich bis Kriegsende durch. In den Trümmern ihres Kölner Elternhauses begann sie\, wieder zu schreiben. \nMichael Bienert lebt als freier Autor in Berlin und leitet seit dreißig Jahren literarische Stadtspaziergänge. Er hat zahlreiche Bücher zur Berliner und Potsdamer Literatur- und Kulturgeschichte veröffentlicht\, unter anderem “Die Entdeckung Berlins” (2014)\, “E.T.A. Hoffmanns Berlin” (2015)\, “Döblins Berlin” (2017)\, “Brechts Berlin” (2018)\, “Das kunstseidene Berlin” (2020) und “Das romantische Berlin” (2021). \nDie Briefe werden von der Schauspielerin Lena Sabine Berg und dem Schauspieler Axel Gottschick vorgetragen. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit dem Buchsalon Ehrenfeld. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Yasmine M‘Barek: “Radikale Kompromisse”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Christian Werthschulte: “Warum wir uns für eine bessere Politik in der Mitte treffen müssen” \nMehr und mehr kennzeichnet radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig kommen wir kaum voran. Über drängende Themen wie Klimawandel\, Impfpflicht\, Rassismus bei der Polizei oder Gleichberechtigung zwischen Klassen oder Geschlechtern wird heftig polemisiert\, ohne dass es zu Ergebnissen kommt. Die Fronten sind klar: Ihr oder wir. \nYasmine M’Barek zeigt\, dass es auch anders geht: dass wir uns dringend vergegenwärtigen müssen\, warum wir es verlernt haben\, miteinander zu sprechen und wo die Fehler in der Kommunikation der Idealist*innen liegen\, die in der Konsequenz Kompromisse verhindern\, die uns als Gesellschaft weiterbringen würden. Dabei erklärt sie den scheinbar unanfechtbaren Mythos der schwarzen Null\, die außerhalb Deutschlands völlig unbekannt ist\, warum der Ausstieg aus der Atomkraft ein gutes Beispiel dafür ist\, warum man die Meinung der Realist*innen nicht vernachlässigen sollte\, um negative Folgen zu vermeiden und warum sich der Generationenkonflikt nur lösen lässt\, wenn man ihn von der Schuldfrage löst. \n“Radikale Kompromisse” ist ein hellsichtiges Plädoyer dafür\, zu echter Realpolitik zurückzukehren und mit ihrer Hilfe Wege zu finden\, die Mitte der Gesellschaft für die weitreichenden Veränderungen zu gewinnen\, vor denen wir unmittelbar stehen. \nYasmine M’Barek arbeitet im Ressort X von Zeit Online\, mit dem Schwerpunkt deutsche Innenpolitik und Union. Das Medium Magazin wählte sie schon 2020 unter die “Top 30 bis 30”. \nChristian Werthschulte ist Journalist und arbeitet für Stadtrevue\, taz\, DLF und WDR zu Pop und Politik. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: © Léon Haffmans
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SUMMARY:Denis: “How to … Fail as a Musician” Lesung und Musik
DESCRIPTION:Als Musiker*in scheitern von A bis Z \nErfolg in der Popkultur: das kann ja nun wirklich jede*r. Profis haben aber belastende Karrieren\, einen Ruf\, gar noch Mitarbeitende\, die alle von der Zufriedenheit des Publikums abhängen. Nicht auszudenken! \nDenis legt mit “How to… Fail as a Musician” eine EP und ein begleitendes Buch vor\, die das süße Leben abseits des Mainstream-Erfolgs porträtieren. Der Ratgeber zum Scheitern liefert in alphabetischer Reihenfolge schnell und zuverlässig auf jedes Problem eine Antwort\, die sicher und träge im Abstellgleis hält. Hinter jeder Ecke kann der deprimierende Erfolg lauern. Dann gilt es schnellstmöglich seinem Idealismus hinterherzureisen\, eine moderate Menge Geld zu verbrennen und auf fremden Sofas einzuschlafen. \nEine Veranstaltung im Rahmen von “100 Jahre Musikbibliothek”. \n\n\n\n\n\nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \n\n\n\nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \n\nFoto: (c) Simon Richter
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SUMMARY:Norbert Hummelt – 1922. Wunderjahr der Worte
DESCRIPTION:Im Gespräch mit Gisa Funck präsentiert Norbert Hummelt seinen neuen Roman „1922“. Das Jahr markiert den Aufbruch in die sogenannte literarische Moderne\, denn es erscheinen zahlreiche Werke\, die den Gang der Welt maßgeblich prägen und verändern. Norbert Hummelt begleitet in seinem Roman Autoren und Autorinnen quer durch Europa: In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines »Ulysses«. Virginia Woolf ist in London dabei\, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet\, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T.S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. \nNorbert Hummelt\, Lyriker\, Essayist und Übersetzer\, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet\, u. a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln\, dem Mondseer Lyrikpreis\, dem Niederrheinischen Literaturpreis sowie 2018 mit dem Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk. „Zeichen im Schnee“\, „Stille Quellen“\, „Totentanz“\, „Pans Stunde“\, „Fegefeuer“ und „Sonnengesang“ zählen zu Hummelts wichtigsten Gedichtbänden. \nGisa Funck\, Journalistin und Moderatorin\, in Stuttgart geboren\, aufgewachsen in Bad Zwischenahn\, unweit der Nordseeküste. Nach dem Staatsexamen in Deutsch und Geschichte brach sie die Lehrerausbildung ab. Sie arbeitet seitdem als Journalistin u. a. für den WDR\, die Süddeutsche Zeitung und die taz. 2016 erschien ihr Buch „Echt fertig“. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nKartenvorverkauf über: https://www.koelnticket.de/stadtbibliothek-koeln/\nRestkarten sind gegebenenfalls an der Abendkasse erhältlich.
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SUMMARY:Dorothea Zwirner: Thea Sternheim
DESCRIPTION:Thea Sternheim (1883-1971) stand meist im Schatten ihres Ehemanns\, des umjubelten und skandalumwitterten Dramatikers Carl Sternheim (1878-1942). Dabei hat sie aktiv am Aufbruch der Moderne teilgenommen: als Mitarbeiterin\, Muse und Mäzenin\, als Sammlerin avantgardistischer Kunst von van Gogh bis Picasso\, als intellektuelle Freundin zahlreicher Künstler\, als Amateurfotografin berühmter Zeitgenossen\, aber vor allem als hellwache Chronistin ihrer Epoche.\nDorothea Zwirner schrieb die erste Biographie über Thea Sternheim und erzählt auf sehr literarische Weise das Leben dieser herausragenden Frau des Kunst- und Kulturlebens des 20. Jahrhunderts. Ausgewählte Texte von Thea Sternheim werden von der Schauspielerin Marion Mainka vorgetragen.\n \nDorothea Zwirner ist Kunsthistorikerin und verfasste zahlreiche Texte zur zeitgenössischen Kunst. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Kritikerin in Berlin. Veröffentlichungen u. a: „Pali Meller: Papierküsse. Briefe eines jüdischen Vaters aus der Haft 1942 /43“ (2012); „Rodney Graham: Collector`s Choice Vol. 1“ (2004); „Marcel Broodthaers: Die Bilder\, die Worte\, die Dinge“ (1997).\n\nMarion Mainka\, Schauspielerin\, Sprecherin und Moderatorin\, wurde an der Stage School of Dance and Drama in Hamburg ausgebildet. Neben Theaterengagements wirkte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen\, u.a. „Wilsberg“\, „Tatort“\, und „Der große Bellheim“ mit\, und ist festes Mitglied im Sprecherensemble des WDR und beim Deutschlandfunk.\n\nEine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit der Buchhandlung Bittner\, gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
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SUMMARY:Rudolf Rach – Gleich nebenan. Pariser Jahre ’86 bis ’20
DESCRIPTION:Moderation: Rainer Weiss\nText: Josef Tratnik\nEintritt: 8\,-€ / 6\,-€ (Karten im VVK über KölnTicket\, Restkarten ggf. an der Abendkasse) \nParis ist ein Mythos\, eine Stadt\, die vor Selbstbewusstsein strotzt. Als Rudolf Rach 1986 mit seinem alten Mercedes nach Paris fuhr\, um einen Verlag zu kaufen\, wettete niemand mehr einen Cent auf ihn. Wie würde er in einer Stadt reüssieren können\, die sich für die kulturelle Hauptstadt der Welt hielt? Die Franzosen waren immer noch überzeugt\, ihre Vergangenheit garantiere auch die Zukunft\, und niemand ahnte\, dass die Mauer in Berlin schon Risse zeigte.\nLeere Kassen\, ungültige Verträge\, mangelnde Sprachkenntnisse. Naivität kann eine Voraussetzung sein\, um Ungewöhnliches zu schaffen. Und tatsächlich wurde der Verlag zu einem der Wichtigen in der französischsprachigen Welt. Mit einem Programm\, in dem europäische Autoren den Ton angaben: Bertolt Brecht\, Thomas Bernhard und Botho Strauß. Lars Norén und Jon Fosse\, Edward Bond und Harold Pinter. Oder Dario Fo\, der italienische Weltverbesserer. Nicht zu vergessen Pina Bausch und Jan Fabre\, der flämische Meister.\nDoch spielt das Theater in „Gleich nebenan“ nicht die Hauptrolle. Vielmehr geht es um Aufbruch und Integration. Wie lebt und arbeitet es sich als (freiwilliger) Emigrant\, als Deutscher in der französischen Welt?\n\nRudolf Rach\, geboren in Köln. Nach dem Studium – Philosophie\, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft – wird er 1971 Leiter des Suhrkamp Theaterverlags. Von 1978 bis 1981 ist er Stellvertretender Generalintendant an den Bühnen in Essen. Anschließend leitet er wieder den Suhrkamp Theaterverlag. 1986 geht er nach Paris und arbeitet dort über dreißig Jahre als unabhängiger Verleger. Der erste Band seiner Autobiographie\, Alles war möglich\, erschien 2019 im Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner. Seine Romane „Eine französische Geschichte“ und „… und viele Küsse“ wurden bei Weissbooks verlegt.\nEine Veranstaltung in Kooperation mit dem LiK (Literatur in Köln)-Archiv der Stadtbibliothek Köln.
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SUMMARY:Zwischen Globalismus und Demokratie: Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus. Wolfgang Streeck im Gespräch mit Gert Scobel
DESCRIPTION:Moderation: Gert Scobel\nEintritt: 8\,- € / 6\,-€ (Karten im VVK über KölnTicket\, Restkarten ggf. an der Abendkasse)\n–\nIn der Hochphase des Neoliberalismus galt die Globalisierung als unvermeidlich und die umverteilende Demokratie als überholt. Wachsender Wohlstand für alle war das Versprechen\, wachsende Unfähigkeit\, die kapitalistische Ungleichheitsmaschine zu bändigen\, ist das Ergebnis. Taumelnde Volksparteien\, schrumpfende Gewerkschaften und grassierende Zweifel an der Leistungsfähigkeit demokratischer Institutionen sind die eine Folge dieser Entwicklung. Die andere sind Bewegungen wie die „Gelbwesten“ sowie neue Parteien an den Rändern des politischen Spektrums. Längst hat in vielen Ländern ein Tauziehen um die politische Ordnung begonnen\, das die Gesellschaften zu zerreißen droht.\nAngesichts dieser Situation\, deren Ursachen im Zuge der Corona-Pandemie noch schärfer hervortreten\, ist die Zeit reif für eine grundlegende Entscheidung\, sagt Wolfgang Streeck in seinem neuen Buch. Soll es mit dem Umbau des Staatensystems weitergehen wie gehabt\, das heißt in Richtung einer noch stärkeren überstaatlichen Zentralisierung? Oder wäre der Weg in eine moderne\, auf friedliche Kooperation ausgerichtete »Kleinstaaterei« die bessere Lösung? Mit dem Ziel einer Neubegründung demokratischer Politik vor Augen fällt sein Votum eindeutig aus: für den zweiten Weg\, auch und gerade in Europa.\n–\nWolfgang Streeck ist emeritierter Professor für Soiologie an der Universität Köln und war bis 2014 Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Gert Scobel\, Wissenschaftsjournalist\, leitet die Sendung „scobel“ (3sat) und ist Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.\nEine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit der Buchhandlung Bittner\, gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
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SUMMARY:»Wenn wir heimkehren« – Andrea Heuser im Gespräch mit Terry Albrecht
DESCRIPTION:Andrea Heuser greift in ihrem neuen autofiktionalen generationenübergreifenden Roman »Wenn wir heimkehren« die Themen Schuld und Verdrängung auf\, sie erzählt über den Wunsch nach Verwurzelung und von einem Leben im Modus der Suche und des Weitermachens. Heusers Roman ist gleichermaßen Gesellschaftsepos\, psychologisch nuancierte Familien- und bewegende Liebesgeschichte: Köln 1952: Der Krieg ist kaum vorüber\, als der Handwerker Wilhelm im Zimmer einer Wohnung eine Wand einziehen soll. Ein Auftrag\, auf den er sich keinen Reim machen kann\, wo die Wand doch Licht wegnehmen wird. Die Bewohner aber\, Margot und ihr Sohn Fred\, gehen ihm danach nicht mehr aus dem Kopf. Margot ist Luxemburgerin und stammt aus großbürgerlichem Milieu\, doch als sie mit siebzehn ein uneheliches Kind erwartet\, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie muss ihre Heimat verlassen und ist mitten im Krieg auf sich allein gestellt. Als sie Jahre später nach Köln kommt\, hat Margot Schuld auf sich geladen\, und auch Wilhelm hat der Krieg traumatisiert. \nAndrea Heuser\, 1972 in Köln geboren\, studierte Germanistik\, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn; 2008 Promotion. Sie schreibt Lyrik\, Libretti und Romane. 2014 erschien ihr Romandebüt »Augustas Garten«. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis für Lyrik und mehrfachen Literaturstipendien des Freistaats Bayern und der Kunststiftung NRW. \nTerry Albrecht\, Hörfunkjournalist des WDR und des Deutschlandfunks. Der promovierte Literaturwissenschaftler erhielt 2012 den Kölner Medienpreis für sein Feature »Wo ist Böll? Dem guten Menschen von Köln auf der Spur«\, WDR 5. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs. Gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
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