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SUMMARY:Christine Westermann empfiehlt …
DESCRIPTION:Christine Westermann besucht uns im Literaturhaus und stellt – so kurzweilig wie anregend – gemeinsam mit Volker Schaeffer zehn literarische Neuerscheinungen vor\, die Sie durch die hellen Monate begleiten werden. Ob in Koffer\, Handgepäck oder Strandtasche – diese Bücher gehören zum Sommer wie das Salz zum Meer. \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar. \nFoto: (c) Ben Knabe\, Networks
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SUMMARY:Gary Shteyngart: Landpartie
DESCRIPTION:Mit satirischem Humor erforscht Gary Shteyngart in seinem großen Amerika-Roman Landpartie (Penguin) die Empfindlichkeiten unserer Zeit. Über das Erzählen unserer pandemischen Gegenwart spricht er mit Kristian Lutze. Aus der Übersetzung von Nikolaus Stingl liest Stefko Hanushevsky. \nEs ist fast so\, als habe Gary Shteyngart Bocaccios Dekameron ins Jahr 2020 verschoben: Draußen wütet die Pandemie\, aber in den behaglichen vier Wänden eines abgeschotteten Landhauses werden Geschichten erzählt\, Weine verkostet und intellektuelle Gespräche geführt. Rund um den Schriftsteller Sasha Senderovsky und seine Frau Masha findet sich eine Gruppe unterschiedlichster Stadtflüchtlinge zusammen\, um der pandemischen Gegenwart zu entgehen: Die Entwicklerin einer erfolgreichen Dating-App\, ein von seinem Fach besessener Professor\, ein Gentleman alter Schule und andere nicht minder kuriose Persönlichkeiten. Freundschaften werden vertieft\, Liebschaften nehmen ihren Lauf. Doch die Tage der genüsslichen Ausschweifung sind gezählt\, als ein berühmter Hollywoodstar zur Gruppe stößt und deren Beziehungsgeflecht auf die Probe stellt. Denn die Isolation kehrt an die Oberfläche\, was sonst tief unten brodelt – zumal im Jahr 2020\, nach dem Amerika ein anderes sein wird. \nGary Shteyngart hat mit Landpartie einen ungemein zeitgenössischen Roman geschrieben\, der die vertrackte Erlebniswelt unserer Gegenwart scharfsinnig seziert – und das mit subversiver Komik. Palimpsestartig scheinen Reminiszenzen an Bocaccio und die großen Klassiker der russischen Literatur auf. Landpartie ist ein intellektuell-unterhaltsames Spiel zwischen literarischer Tradition und unmittelbarer Gegenwartserkundung. \n»Gary Shteyngarts Romane sind amerikanisches Kulturgut. Er hat schon immer mit Humor und Herz geschrieben\, aber nie so sehr wie hier. Wenn Sie dieses Buch in der Öffentlichkeit lesen\, seien Sie bloß vorsichtig: Es kann sein\, dass sie laut loslachen müssen – oder dass Ihnen die Tränen kommen« (Jonathan Safran Foer). \nVeranstaltungspartner: Penguin \nFoto: (c) Brigitte Lacombe
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SUMMARY:Schullesung Gesine Grotrian: Plastik\, Müll und ich
DESCRIPTION:ab 12 Jahren \nPack aus! Die Heinrich-Böll-Stiftung und Gesine Grotrian haben zusammen mit Jugendlichen ein Buch entwickelt. Ute Wegmann\, Journalistin und Autorin\, spricht mit ihr über die Geschichte\, die Herstellung und die Risiken unseres Plastikkonsums. \nDie Schüler*innen haben die Möglichkeit\, ihre eigenen Fragen zu stellen. \nKarten für Schulklassen können unter 0221/ 9955580 oder per E-Mail unter dettmann@literaturhaus-koeln.de reserviert werden. \nDie Veranstaltung dauert ca. 60 Minuten.
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SUMMARY:Sabine Schiffner & Jürgen Nendza
DESCRIPTION:Anmeldung unter: info@literaturhaus-koeln.de \nAuftaktwochenende des neuen Netzwerkes Literatur Rheinland: Insbesondere die Lyrikszene lebt von der Vernetzung\, gegenseitiger Wahrnehmung und Wertschätzung. Wir freuen uns\, Sabine Schiffner mit ihrem neuen Band Wundern (Quintus) vorstellen zu können\, ebenso wie Jürgen Nendza mit dem ebenfalls 2022 erschienenen Auffliegendes Gras (Poetenladen). Musikalisch werden sie begleitet von Dorrit Bauerecker. \nUnsere Veranstaltung im Literaturhaus ist Teil eines Lesewochenendes in sieben Städten entlang des Rheins\, bei dem sich das neue Netzwerk Literatur Rheinland zusammen mit seinen Mitgliedern vorstellt. Zwischen Bonn und Kleve zeigt Literatur Rheinland\, was Literatur alles kann – von der Lyrik-Lesung über den Poetry-Slam bis hin zum Live-Hörspiel. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei\, es wird jedoch um Spenden gebeten. Diese gehen zu gleichen Teilen an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal und an die Opfer des Krieges in der Ukraine. \nMehr Informationen über das Netzwerk und zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter: www.literatur-rheinland.de. Sie finden Literatur Rheinland auch auf Facebook\, Instagram und YouTube. \nVeranstaltungspartner: Literatur Rheinland\, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist demnächst auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar.
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SUMMARY:TransLit: Kristof Magnusson & Bettina Böttinger. Podiumsgespräch: Literatur und Kunst
DESCRIPTION:Die TransLit-Poetikdozentur der Universität zu Köln hat 2022 Kristof Magnusson inne. Unterschiedliche Facetten seines reichen Werkes werden im Zuge verschiedener Veranstaltungen und Gespräche vorgestellt. Im Literaturhaus spricht Kristof Magnusson mit Bettina Böttinger\, moderiert von Gregor Jansen\, über Literatur und Kunst. \nFür Fragen der Transmedialität hat Magnussons Œuvre Vieles zu bieten. Neben Erzählungen\, Essays und Reportagen in in- und ausländischen Medien hat er vier Romane veröffentlicht\, mit seinem Debüt Zuhause (2005) nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Seine Romane Das war ich nicht (2010)\, Arztroman (2014) und Ein Mann der Kunst (2020\, alles Verlag Antje Kunstmann) wurden für ihre »sarkastische\, doch liebevolle« (ORF) Perspektive ebenso gelobt wie für den genauen Blick auf unterschiedliche Milieus und Lebenswelten\, etwa die Notfallmedizin\, die Finanzwelt oder den Kunstbetrieb. Sein pointenreicher Stil und sein Sinn für Timing machen ihn auch als Dramatiker sehr erfolgreich\, seine Komödie Männerhort lief an mehr als 100 Bühnen im In- und Ausland und wurde mit Elyas M’Barek\, Detlev Buck und Christoph Maria Herbst verfilmt. Er veröffentlichte eine Gebrauchsanweisung für Island (Piper) sowie im Herbst 2021 ein Buch über die Pet Shop Boys in der Musikbibliothek bei Kiepenheuer & Witsch. Seit einigen Jahren engagiert sich Kristof Magnusson für Literatur in Einfacher Sprache. \nDaneben übersetzt Kristof Magnusson Prosa wie auch Dramatik und Lyrik aus dem Isländischen und Altisländischen ins Deutsche. Er war an einem großen Übersetzungsprojekt des S. Fischer Verlages zu den mittelalterlichen Isländersagas beteiligt und hat im Bereich der modernen Literatur unter anderem Werke von Einar Kárason\, Hallgrímur Helgason\, Sigurbjörg Þrastardóttir und Audur Jónsdóttir übersetzt. \nEine Veranstaltung des Instituts für deutsche Sprache und Literatur I an der Universität zu Köln \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist demnächst auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar. \nFoto: © Philippe MATSAS/Leemage
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SUMMARY:Gisela Steinhauer: Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm
DESCRIPTION:Die Flugrichtung ändern\, auf der Schussfahrt wenden\, einen Neuanfang wagen: WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer spürt in Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm (Westend) besonderen Lebensläufen nach und erzählt von Menschen mit Mut zum Neuanfang. Im Gespräch mit Volker Schaeffer geht es um Lebensentwürfe\, »schräge Vögel« und die Frage\, wer oder was als Kompass für unsere eigenen Entscheidungen taugt. \nWas fange ich mit meinem Leben an? Habe ich meine Lebensentscheidungen richtig getroffen? Soll mein Leben so weitergehen wie bisher oder soll es anders werden? WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer hat in ihren 30 Jahren als Journalistin einige Tausend Menschen interviewt. Die Vielzahl an Geschichten hat sie sensibilisiert für den Reichtum an Lebensentwürfen. Die originellsten\, schrägsten\, außergewöhnlichsten Lebensgeschichten treffen in ihrem Buch aufeinander: der Schreiner aus Bochum-Stiepel\, der zum Ritter geschlagen wurde; die Enkelin von Bambi-Erfinder Felix Salten\, die in Nepal ein Hilfswerk gründete; ein U-Boot-Kommandant\, der Schamane wurde; eine Wüstenführerin\, die vorher Bembel getöpfert hat; ein Kunstfälscher\, bei dem selbst die Oma nicht echt war. Gisela Steinhauers Geschichten wagen einen neuen\, anderen Blick auf Aussteiger\, »schräge Vögel« und Lebenskünstler\, die ermutigen und Vorbild sein können. \nFoto: (c) Thomas Brill
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SUMMARY:Marcel Beyer: Von der Wirklichkeit des Möglichen
DESCRIPTION:Für Marcel Beyer ist die Literatur der zurückliegenden Jahre von einer Sehnsucht nach Schreibfeldern geprägt\, die das »bloß Literarische« überschreiten\, etwa im »Nature Writing« oder der Arbeit an nicht-fiktionalen Texten\, einer Prosa ohne Plot gewissermaßen\, die an Erkenntnisprozessen Gefallen findet. Im Literaturhaus wird Marcel Beyer u. a. aus seinem Gedichtband Dämonenräumdienst (Suhrkamp) lesen. \nSchreib es auf\, Sonst mußt Du es / am Ende noch erleben \nIm Gespräch mit Christof Hamann und Anja Lemke werden an die Lesung anschließend Marcel Beyers literarische Schreibprozesse reflektiert werden. In einer Besprechung von Dämonenräumdienst sah Helmut Böttiger in der Schrift »das Medium\, mit dem das Gedicht sich selbst reflektiert\, und deshalb geht es hier nicht um bloße Erinnerungsfragmente\, sondern um die Art und Weise\, wie das alles zu einer Kunstform gerinnt.« Wie lassen sich verschiedene Schreibweisen unterscheiden\, und lassen sich Konvergenzen etwa zwischen literarischem und wissenschaftlichem Schreiben ausloten? Zur Diskussion stehen Graubereiche von Textformen\, die sich aus anderen als den festgeschriebenen Schreibpraktiken ergeben. \nMarcel Beyer hält sich im Sommersemester als Fellow am Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Universität zu Köln auf. Zuletzt wurde er 2021 mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet\, 2016 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. \nVeranstaltungspartner: Erich Auerbach Institute for Advanced Studies\, Institut für deutsche Sprache und Literatur I an der Universität zu Köln
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SUMMARY:Verleihung des Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreises
DESCRIPTION:Der Dramatiker und Autor Wolfram Lotz erhält den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis. Die Jury begründet die Preisvergabe unter anderem mit Wolfram Lotz’ scharfer poetischer Durchleuchtung der Wirklichkeit\, die eine neue Sicht auf uns und die Welt beschert. Im Literaturhaus Köln findet die Preisverleihung statt. \nEintritt: frei\, Anmeldung erforderlich \nAnmeldung unter: info@literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Julia von Lucadou: Tick Tack
DESCRIPTION:Mit gleißender Klarheit und schneidendem Witz zeigt Julia von Lucadou in Tick Tack (Hanser Berlin) einen Ausschnitt unserer Gegenwart\, in der sich digitale und reale Wirklichkeit komplett durchdringen. Mit Anne Burgmer spricht sie über soziale Medien\, Mainstream und Wut. \nAuf den Kapitalismuszug aufspringen\, ist Teil der Sabotagestrategie. Wir sind solange Teil der Maschine\, bis wir das System von innen ausgenagt haben. Hohlheit für Hohlheit. \nEinserschnitt im letzten Zeugnis\, Ethikpreis und das Stipendium des Begabtenförderungsfonds des Landes NRW: Mette\, 15\, ist brillant und zugleich voller Wut auf die Verlogenheit der Welt – und verwirrt ihr privilegiertes Umfeld mit einem Selbstmordversuch. Als sie Jo kennenlernt\, glaubt sie\, einen Verbündeten zu finden. Er rekrutiert Mette für den Kampf gegen den Mainstream. Es beginnt ein Spiel\, dessen Regeln Mette nicht durchschauen kann. \nMit ihrem Debütroman Die Hochhausspringerin (Hanser Berlin) stand Julia von Lucadou 2018 auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis. Widmet sie sich hier einer dystopisch kalten Zukunft\, so schaut in Tick Tack ein junges Mädchen mit zynisch-sezierendem Blick auf die Welt von heute. \nWenn wir das Schicksal der Menschheit in den Händen von geriatrischen\, testosterongesteuerten\, geldgierigen CEOs lassen\, haben wir bis zur Rente keinen Planeten mehr. \nJulia von Lucadou erzählt kraftvoll und klug von unserer Gegenwart – auf perfide Weise unterhaltsam und zugleich verunsichernd. \nFoto: (c) Guido Schiefer
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SUMMARY:Pija Lindenbaum: Wir müssen zur Arbeit
DESCRIPTION:ab 4 Jahren \nFamilienlesung mit Bilderbuchkino zum Bilderbuch Wir müssen zur Arbeit (Klett Kinderbuch). \nDie schwedische Autorin Pija Lindenbaum lässt drei Kinder spielen: Als Ärzte ist keine OP zu schwer\, beim Einkaufen kommt nur Leckeres in den Wagen und die Hexe im Wald macht nur ein bisschen Angst. Ein großer Spaß für alle kleinen und großen Kinder. \nKooperation mit der SK-Stiftung Kultur im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen \nDie Veranstaltung dauert ca. 45 min.
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SUMMARY:Sarah Jäger: Die Nacht so groß wie wir
DESCRIPTION:Ab 14 Jahren \nIn ihrem neuen Jugendroman Die Nacht so groß wie wir (Rowohlt) lässt Sarah Jäger eine Abiturnacht vollkommen aus dem Ruder laufen. \nSie beschreibt wie in einem klassischen Drama einen einzigen Tag\, der (fast) alles verändert. Maja\, Suse\, Pavlow\, Bo und Tolga sind eine Clique\, hängen nach der Schule in ihrer Stammkneipe ab und glauben alles voneinander zu wissen. Doch die Nacht ihrer Abiturfeier entgleist völlig\, denn sie haben viele Geheimnisse vor den anderen verschwiegen. Bevor das Erwachsenenleben starten kann\, müssen sie erst einmal in ihre und die Abgründe der anderen blicken. \nEine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Kinder- und Jugendliteratur im Dialog in Kooperation mit der ALEKI \nAnmeldung unter info@literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Katharina Adler: Iglhaut
DESCRIPTION:Iglhaut\, Einzelgängerin und Heldin wider Willen\, liebt Whiskey-Cocktails\, hat Geldprobleme und einen Hund namens Kanzlerin\, für Beziehungen ist sie zu tough. Und doch bringt sie unterschiedlichste Menschen zusammen\, ihre Münchner Hinterhofwerkstatt wird zum Knotenpunkt zutiefst menschlicher Geschichten. Katharina Adlers zweiter Roman Iglhaut (Rowohlt) ist eine Feier des Lebens in all seinen Facetten – ungeschönt\, komisch\, faszinierend. Es moderiert Tilman Strasser. \nFoto: (c) Christoph Adler
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SUMMARY:Brinkmann-Stipendiatin Lisa Roy
DESCRIPTION:Anmeldung unter: brinkmann-stipendium@stadt-koeln.de \nDiese Veranstaltung gibt es auch im Livestream. Tickets zum Livestream finden Sie hier. \nLisa Roy ist die Preisträgerin des Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiums für Literatur 2021. Ihr Romanvorhaben Brennpunkt behandelt das Verschwinden zweier junger Mädchen in einem sogenannten »Brennpunkt«-Viertel in Essen. Mit sprachlich konsequenter Illusionslosigkeit schreibt die 1990 in Leipzig geborene Autorin gegen den Mythos einer klassenlosen\, privilegierten Gesellschaft an: preiswürdig! Brigitta von Bülow begrüßt im Namen der Stadt Köln. Natalie Harapat moderiert. \nDie Protagonistin in Lisa Roys Romanvorhaben ist in eben jenem Brennpunkt-Viertel aufgewachsen\, in dem zwei junge Mädchen verschwinden. Sie kehrt nun dorthin zurück und wird mit Fragen der Vergangenheit und Zukunft\, der Herkunft und Selbstbestimmung konfrontiert. \nDie Jury begründet die Vergabe des Stipendiums an Lisa Roy folgendermaßen: \nDie Autorin zeichnet mit großem Realismus das Bild einer post-migrantischen Gesellschaft\, in der Chancengleichheit und Emanzipation nur zum Schein existieren. Lisa Roys Erzählstil ist beeindruckend scharf und dennoch sensibel und umsichtig; sie ist eine Wanderin über die Milieugrenzen hinweg\, was ihre Perspektive\, ihren Blick nochmal ganz anders schärft. Sie zeigt\, was Sprache vermag\, nämlich gewaltvoll zu urteilen\, szenisch und/oder sinnlich zu beschreiben und vor allem mit Witz und Weitsicht gesellschaftliche Zustände zu reflektieren. \nLisa Roy wurde 1990 in Leipzig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Zunächst veröffentlichte sie einige Kurzgeschichten\, 2016 folgte ihr erstes Buch. Nach einem Abschluss in Literaturwissenschaften und Theologie studiert sie nun Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Sie lebt mit Freunden und Familie in Essen. \nEine Veranstaltung der Stadt Köln \nFoto: (c) Max Roy
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SUMMARY:Stewart O’Nan: Ocean State
DESCRIPTION:Ocean State (Rowohlt)\, der neue Roman von Stewart O’Nan\, beleuchtet die tragischen Abgründe eines Lebens am unteren Rand der Gesellschaft. \nIn einer Arbeiterstadt in Rhode Island\, dem kleinsten Bundesstaat der USA\, wird Birdy von ihrer Mitschülerin Angel umgebracht – beide waren in den gleichen Jungen aus wohlhabenden Verhältnissen verliebt. Stewart O’Nan rollt Vorgeschichte und Folgen des Mordes multiperspektivisch auf. Mit ihm im Gespräch: Christian Bos. \nStewart O’Nans neuester Roman verrät bereits in den ersten Zeilen\, dass eine Highschool-Schülerin ermordet wurde. Mit unglaublicher Wucht entfaltet sich von da an die Geschichte eines Mordes\, erzählt aus den wechselnden Perspektiven von vier Mädchen und Frauen. Da ist Angel\, die Täterin\, Carol\, ihre alleinerziehende Mutter\, die mit ihren beiden Töchtern in einem verfallenden\, mitunter gespenstischen Haus am Fluss lebt\, und Birdy\, das Opfer – drei Menschen\, deren Schicksale auf ebenso tragische wie unvermeidliche Weise zusammen-laufen. Angel und Birdy lieben denselben Jungen und werden durch die Intensität ihrer Gefühle zu Extremen gezwungen\, die keine von ihnen vorhersehen konnte. Über allem schweben die Erinnerungen von Angels jüngerer Schwester Marie\, die rückblickend über jenen verhängnisvollen Herbst des Jahres 2009 nachdenkt. \nWie auch in seinen Romanen zuvor werden bei Stewart O’Nan kleine Schicksale zu großer Literatur. Mit unbestechlichem Blick schildert er kraftvoll poetisch und bewegend die Sehnsüchte seiner Figuren – nicht zuletzt deren Hoffnung\, der Perspektivlosigkeit der eigenen Herkunft zu entkommen. \n»O’Nan ist ein bemerkenswert einfühlsamer\, präziser und unprätentiöser Erzähler\, dem es immer gelingt\, Menschen\, die aus dem amerikanischen Traum gefallen sind oder zumindest an dessen Rand stehen\, lebensecht zu charakterisieren« (NZZ). \nDiese Veranstaltung gibt es auch im Livestream. Tickets zum Livestream finden Sie hier. \nVeranstaltungspartner: Rowohlt Verlag \nFoto: © Philippe MATSAS/Opale \n 
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SUMMARY:Esther Kinsky: Rombo
DESCRIPTION:Rombo (Suhrkamp) ist die Geschichte eines Erdbebens\, das nicht nur die Landschaft im nordöstlichen Italien umkrempelt\, sondern auch in den Biografien der Menschen tiefe Spuren hinterlässt. Esther Kinsky erzählt in ihrem neuen Roman von den Verwüstungen einer Naturkatastrophe und den menschlichen Traumata\, die auf sie folgen – und für die unsere Sprache keine Worte bereithält. Über das Erzählen von Angst und Verlust spricht Esther Kinsky mit Norbert Wehr. \nSpäter wird jeder von dem Geräusch reden. Vom Rombo. Mit dem es anfing. Mit dem alles anders wurde\, wie man so sagt\, mit einem Schlag\, dabei war es eher ein Stoß\, wie das dumpfe\, stumpfe Ende einer aus weiter Ferne herangerollten Bewegung. Jedem hat sich dieses Geräusch ins Gedächtnis eingeschrieben\, unter verschiedenen Namen. \nEin Auszug des neuen Romans von Esther Kinsky wurde bereits vor Erscheinen mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet. Die Jury sah darin einen Text\, »der in beeindruckender Weise eine Erinnerungspoetik des Gesteins und der Landschaft entfaltet«. Zwei schwere Erdbeben erschüttern 1976 das Friaul und seine Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern. Die Wucht der Katastrophe lässt sich an den Verformungen ablesen\, die neue Landschaften bilden. Für die menschlichen Tragödien\, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Heimat formt sich erst ganz langsam ein Erzählen. Sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs berichten von Überleben und Weiterleben\, das gemeinsam durchlebte Trauma wird zur Folie für individuelle Erinnerungen. »Ein leise donnerndes Buch über die Akustik und Psychotektonik der Apokalypse« (Welt am Sonntag).
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SUMMARY:Ein Abend für Marie T. Martin
DESCRIPTION:Im November 2021 ist die Lyrikerin und Künstlerin Marie T. Martin viel zu früh verstorben. Sie war eine Meisterin der kleinen Form\, vielfältig verbunden mit der Literaturszene Kölns und weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus. Ulrike Janssen\, Jürgen Nendza\, Sabine Schiffner\, Tom Schulz\, Julia Trompeter sowie Janko Hanushevsky widmen ihr diesen Abend mit Text und Ton. Christof Hamann moderiert. Sie alle erinnern an das Werk einer Freundin und Weggefährtin\, die Strahlkraft dieses Werkes hält auch nach ihrem Tod an. \nSie »holt die Worte aus den gewohnten Zusammenhängen und gibt ihnen ein Eigenleben zurück«\, schreibt Büchner-Preisträgerin Elke Erb über Marie T. Martins Gedichte. Neben Träumen und Märchen sind die Gedichte in Marie T. Martins zweitem Gedichtband Rückruf (Poetenladen) von Erinnerungen geprägt sowie dem Bestreben\, die Dinge auf eine andere Art wahrzunehmen. Neben dem Staunen über vermeintlich Alltägliches offenbaren sich auch Momente von Krankheit und Schmerz. Dabei dringt immer wieder die Natur durch\, gleichsam als ständiger Begleiter und Gegenpol zur Vergänglichkeit. Ihre Schrift ist eine\, die mehr verhüllt\, als zu zeigen\, wie es in einem ihrer Gedichte heißt. Dennoch ist Marie T. Martins Poetik »durchlässig\, offen\, zugewandt. Und man kann es zurecht einen magischen Sprachrealismus nennen\, der sich in diesen Texten zeigt; der etwas zu erwecken vermag«\, schreibt Tom Schulz im Nachwort zu Rückruf.\n»Mit Rückruf legt Marie T. Martin einen wegweisenden\, womöglich epochalen Gedichtband vor – fein komponiert\, anrührend und erstaunlich in jeder Zeile\, dabei von einer Gelassenheit getragen\, der man Glauben schenkt und die beflügelt« (Mirko Bonné\, FAZ). \nMit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW \nFoto: (c) Alexandra Heneke
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SUMMARY:Projekt Aufklärung. Freiheit & Finsternis
DESCRIPTION:»Aufklärung« ist das Thema einer vierteiligen ARTE-Reihe\, die ab dem 13. April ausgestrahlt wird. Als Medienpartner von ARTE zeigt das Literaturhaus vorab die Folge über »Erkenntnis« – und wirft im Anschluss einen Blick auf eine der bekanntesten Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Aufklärung. Moderator Manuel Gogos befragt Autor Martin Mittelmeier zu Freiheit und Finsternis. Wie die »Dialektik der Aufklärung« zum Jahrhundertbuch wurde (Siedler). \n18.00 Uhr: Film | 19.30 Uhr: Buchvorstellung \nEintritt Film: frei (Anmeldung über info@literaturhaus-koeln.de) | Eintritt Buchvorstellung: 10\,-/8\,- € | Mitglieder: 6\,- € \nVeranstaltungspartner: ARTE\, Netzwerk der Literaturhäuser
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SUMMARY:Chloé Delaume: Das synthetische Herz
DESCRIPTION:In ihrem aktuellen Roman Das synthetische Herz (Liebeskind)\, ausgezeichnet mit dem Prix Médicis\, erzählt Chloé Delaume vom Schlachtfeld Beziehungsmarkt\, von den Enttäuschungen des Älterwerdens und dem Wunsch nach weiblicher Souveränität. Im Literaturhaus spricht sie mit Angela Spizig. Aus der Übersetzung von Claudia Steinitz liest Milena Karas. \nDies ist die Geschichte einer Rose\, die noch nicht weiß\, dass sie zum Mauerblümchen wird. Adélaïde Berthel ist eine Frau wie viele andere. Für die mit sechsundvierzig Jahren das Ende der Mädchenträume eingeläutet wird. \nAdélaïde ist sechsundvierzig und nach einer längst überfälligen Trennung endlich wieder Single – eine aussichtsreiche Situation\, wie sie zunächst glaubt. Doch ihre Suche nach einem neuen Partner entpuppt sich als Tour de Force. Sie\, die sich selbst immer als die treibende Kraft ihrer Entscheidungen sieht\, die nichts bereut und in keine Opferrolle passt\, fühlt sich nach dem Auszug aus der großzügigen gemeinsamen Wohnung in ihr eigenes winziges Apartment\, als wäre sie nicht mehr die Heldin ihres Lebens. Einsamkeit lastet auf ihr »wie ein Sack voller Katzenbabys\, die man zum Fluss trägt«\, sie muss sie erlernen wie »die Exilantin eine fremde Sprache«. Bis jetzt verließ sie immer einen Mann für einen anderen\, sie war neun Mal verliebt\, hatte acht Liebhaber\, einen Ehemann. Nun aber hat sie Angst vor der Zukunft\, »die keine Blüten tragen wird«. Sie hat keine Wahl\, sagt die Statistik\, es gibt viel mehr Frauen als Männer\, und Männer sind entweder verheiratet\, suchen nach jüngeren Frauen oder sterben zuerst.\nZwischen Euphorie und Angst bewegt sich Adélaïde in Chloé Delaumes neuem\, in Frankreich hochgelobten Roman. Das synthetische Herz ist eine humorvolle\, scharfzüngige Satire auf romantische Vorstellungen von Paarbeziehungen\, es ist zugleich ein Roman über Möglichkeiten\, ein Manifest für mehr weiblichen Mut und innere Freiheit. \nVeranstaltungspartner: Institut francais\, Liebeskind Verlag \nFoto: (c) Hermance Triay
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SUMMARY:Schullesung lit.kid.COLOGNE: Was Gutes tun (ab 10 Jahren)
DESCRIPTION:Gespräch und Lesung mit Tamara Bach: In ihrem neuesten Buch Das Pferd ist ein Hund (Carlsen) starten drei Kinder ein Filmprojekt\, denn sie können nicht vor die Tür. Sie entdecken ihre Hausgemeinschaft und sich selbst neu. \nInes Dettmann\, Leiterin des Jungen Literaturhaus Köln\, spricht mit der Autorin über spontane Projekte\, unsichtbare Haustiere und das Glück ein Kind zu sein. \nEs ist tiefster Winter und so kalt\, dass alle Schulen geschlossen werden müssen. Clara kommt das alles so vor wie ein langes Wochenende\, doch der Spaß hat nur eine kurze Dauer. Immerhin: Claras kleine Schwester Luze hat einen unsichtbaren Hund\, der Aufregung ins Haus bringt\, und dann ist da noch Vincent\, der schönste Junge der Welt\, der auch zu Hause bleiben muss … \nMit Das Pferd ist ein Hund hat die preisgekrönte Autorin Tamara Bach hat ein berührendes Buch über die erste Liebe und das Jungsein geschrieben. \nDie Veranstaltung dauert ca. 60 min. \nAnmeldung über lit.Cologne: https://www.litcologne.de/de/programm/lit-kid-2022/klasse-buch-tamara-bach-das-pferd-ist-ein-hund \nEine Kooperation mit der lit.kid.COLOGNE \nFoto: (c) privat
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SUMMARY:Schullesung: Abenteuer mit Frida Nilsson & Krähe (ab 9 Jahren)
DESCRIPTION:Die schwedische Autorin Frida Nilsson liest aus Sommer mit Krähe (Gerstenberg): Ebba will Krähe bei der Suche nach seinen Eltern helfen und die beiden machen sich mit einem Floß auf den Weg. Ute Wegmann moderiert das Gespräch und liest aus der Geschichte voller Wärme\, Sprachwitz und Situationskomik. \nEine große Reise quer durch Schweden wartet auf euch: Ebba und Krähe sind grundver-schieden und doch allerbeste Freunde: Krähe ist eher draufgängerisch\, Ebba schüchtern und vorsichtig. Aber Ebba versteht nur zu gut\, dass der kleine Vogel endlich seine Eltern finden möchte\, die in früher Kindheit verloren gegangen sind. Irgendwo an der norwegischen Grenze müssen sie zu finden sein… Ein unvergessliches Abenteuer beginnt! \nFrida Nilsson\, ausgezeichnet mit vielzähligen Preisen\, erzählt mit Humor und Feingefühl von der Suche nach den eigenen Wurzeln und einer tiefen Freundschaft. Ein wunderbares Leseabenteuer für alle ab neun Jahren. \nMit freundlicher Unterstützung des Gerstenberg Verlags \nAnmeldungen an: dettmann@literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Yannic Han Biao Federer: Tao
DESCRIPTION:Buchpremiere von Yannic Han Biao Federers zweitem Roman Tao (Suhrkamp)! Darin erzählt er von der Spurensuche Taos nach Vater und Großvater\, entlang postkolonialer Verwerfungen\, in der deutschen Provinz wie im zerrissenen Hongkong von heute. Tao beginnt zu schreiben\, um die eigene Geschichte zu ordnen. Im Gespräch mit Tilman Strasser stellt Yannic Han Biao Federer die Frage\, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann\, wem sie gehört – und was sie verspricht. \nTao nannte Miriam mich nur\, wenn wir allein waren und nackt oder kurz vor Küssen\, die nicht beiläufig waren\, sondern bedeutsam und ernst\, sonst sagte sie Tobi\, wie alle anderen auch\, die wenigsten wissen\, dass ich eigentlich Tao heiße. \nMitunter erzählen Namen Geschichten – um den Namen des Protagonisten von Yannic Han Biao Federers neuem Roman rankt sich eine Geschichte über Flucht\, Verlust und Entfremdung. \nTobi heißt eigentlich Tao\, doch seinen chinesischen Namen kennen die wenigsten – nur Miriam nennt ihn manchmal so. Als sie Tao verlässt\, reist er mit dem Auto quer durch Europa\, um der Trauer über die Trennung zu entkommen. Die Flucht setzt Erinnerungen frei – nicht nur an die gemeinsamen Jahre mit Miriam\, sondern auch an den Tod seines Vaters\, der vor Jahren in Hongkong verschwand\, wo er wiederum der Geschichte des eigenen Vaters nachspürte. Beginnend bei Taos Großvater\, der einst von Menschenhändlern nach Indonesien verschleppt worden war\, über seinen Vater\, den die Diskriminierung der chinesischen Minderheit zur Flucht nach Deutschland zwang\, bis hin zu Tao ziehen sich die Wirren eines mehrgenerationellen Traumas. Nun liegt es an Tao\, sich auf die Spur seiner Vorfahren zu begeben und schreibend seine eigene Geschichte und die seiner Familie zu ergründen. \nTao erzählt beinahe lakonisch vom Scheitern einer Beziehung und von der Biographie einer Familie\, die von Entfremdung und Entwurzelung geprägt ist. Dabei reflektiert Yannic Han Biao Federer zugleich über Identität und Flucht\, stellt aktuelle Fragen nach dem Zusammenhang von Erinnerung\, Erfahrung und Erzählung: Wem gehört Erfahrung und wie kann man sie sprachlich weitergeben\, ohne sie ihrem Eigentümer zu entreißen? Kann das Erzählen die Erinnerung vor dem endgültigen Vergessenwerden bewahren – oder verwandelt es sie in Fiktion? \nVeranstaltungspartner: Suhrkamp Verlag
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SUMMARY:Priya Basil: Im Wir und Jetzt. Feministin werden.
DESCRIPTION:Weltfrauentag im Literaturhaus Köln! Wir begehen diesen Tag mit Priya Basil und Im Wir und Jetzt (Suhrkamp\, Übersetzung von Beatrice Faßbender). Darin beschreibt Priya Basil die strukturellen Bedingungen der Ungleichheit der Geschlechter anhand biografischer Erzählung\, theoretischer Betrachtung und mitreißender Gesellschaftsanalyse. Was tun gegen die tief verwurzelte Abwertung von Frauen in unserer Sprache\, Geschichte und Gesellschaft? Darüber spricht die Autorin mit Beatrice Faßbender. \nWas ist feministisch? Ich habe hundert Antworten oder keine einzige\, weil ich an einer allein nicht festhalten kann. \nPriya Basil\, die das Wort feministisch in ihrer Kindheit in den 1980er-Jahren in Kenia nie gehört hat\, sucht nach ihrer eigenen feministischen Stimme\, indem sie mit großer Intimität vom Aufwachsen zwischen ihrer Mutter\, die vom Vater vergewaltigt wurde\, und ihrer Großmutter erzählt. Getrieben von der Vergangenheit\, der Vielfalt der Positionen und einer außerordentlichen Erfahrung – der kollaborativen Übernahme eines Modemagazins durch 39 Frauen –\, gibt sie Einblick in die strukturellen Bedingungen der Ungleichheit der Geschlechter und die Kämpfe der Frauen dagegen. Brilliant verbindet die heute in Berlin lebende britisch-indische Schriftstellerin Selbstverortung mit Philosophie und mitreißender Gesellschafts-analyse. Und beschreibt mithilfe vieler Verbündeter ihren Weg zu mehr Gerechtigkeit und Gleichheit. »Ein erhellender Bewusstseinsstrom über das Schweigen ihrer Mutter\, die Fehlschlüsse der MeToo-Bewegung und die Frage\, was heute männlich ist« (ZEITmagazin). \nFoto: (c) Claudia Knöpfel
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SUMMARY:Judith Kuckart: Café der Unsichtbaren
DESCRIPTION:Ein Roman über die Kraft des Erzählens und Zuhörens: In Judith Kuckarts neuem Roman Café der Unsichtbaren (DuMont) begegnen sich bei Sorgentelefon e.V. sieben Menschen mit ganz und gar unterschiedlichen Geschichten. Sie alle erfahren\, dass das Zuhören den Anrufenden in einer schlaflosen Nacht das Gefühl von Ausweglosigkeit nehmen kann und mit dem Zuhören auch die eigene Biografie einen unerwarteten Sinn bekommt. Im Gespräch mit Michael Serrer fischt Judith Kuckart Lebensgeschichten aus dem Dunkel des Unerzählten. \nIch komme einfach nicht raus aus diesem Gefühl der Gefühllosigkeit\, wiederholte an manchen Tagen ein Anrufer nach dem nächsten\, sodass Rieke versucht war\, allen eine gemeinschaft-liche Sammelklage vorzuschlagen. Denn dieser chronische Kummer konnte nicht nur mit den Anrufenden zusammenhängen. Wer sonst war noch schuld? Irgendjemanden musste es geben\, der all diese Unglücklichen in den gleichen Regenmantel gesteckt hatte\, an dem das Leben so schmerzlich abperlte. War das so? War diese Gesellschaft so? \nJudith Kuckart stellt ihren neuen Roman Café der Unsichtbaren vor. Darin erzählt sie von scheinbarer Ausweglosigkeit und Hoffnung\, von der Erlösung des Sich-Mitteilens und den Überraschungen des Zuhörens. \nRieke ist die\, die am anderen Ende der Leitung dem Leid der Menschen Gehör schenkt: Als Telefonseelsorgerin bei Sorgentelefon e. V. ist sie gewissermaßen eine professionelle Zuhörerin. Auch Matthias\, Wanda\, Marianne\, Emilia\, Lorentz und die 80-jährige von Schrey gehören zur Sorgentelefon-Gruppe. So unterschiedlich die sieben sein mögen\, sie alle eint die Erfahrung\, dass das Zuhören nicht nur den Anrufenden das Gefühl der Ausweglosigkeit nehmen kann\, sondern auch einen Zugang zu den eigenen Lebenserfahrungen öffnet\, der Trost spendet: »Denn im Erzählen bekommen die schlimmsten Katastrophen einen Sinn.« \nIn den bekenntnisreichen Anrufen entsteht ein unsichtbares Netz zwischen Menschen\, deren Leben einander scheinbar nicht berühren\, eine Verbindung zwischen Rand und Mitte der Gesellschaft\, die aus den Lebensgeschichten der Verzweifelten erwächst. \nVeranstaltungspartner: DuMont Buchverlag \nFoto: © Burkhard Peter
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SUMMARY:#StandWithUkraine – Eine Solidaritätsveranstaltung von Literaturhaus Köln und Literaturszene Köln für die Bevölkerung in der Ukraine
DESCRIPTION:Kölner Autorinnen und Autoren erheben ihre Stimmen für den Frieden in der Ukraine und für die Demokratie. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. \nAm kommenden Sonntag\, 6. März 2022\, um 18.00 Uhr werden Texte ukrainischer Autorinnen und Autoren auf der Bühne des Literaturhaus Köln gelesen\, vor Publikum und im Livestream. Die Veranstaltung endet gegen 19.30 Uhr und ist eine Solidaritätsbekundung für die Ukraine\, ihre Künstler*innen und ihre Bevölkerung. Alle Beteiligten an der Veranstaltung arbeiten honorarfrei. Eintrittsgelder und Spenden werden über eine souveräne Organisation an notleidende Ukrainer*innen weitergegeben. \nGelesen wird aus Texten von: \nJurij Andruchowytsch – Dmitrij Kapitelman – Andrej Kurkow – Tanja Maljartschuk – Katja Petrowskaja – Oksana Sabuschko – Zanna Sloniowska – Iryna Vikyrchak – Natascha Wodin – Serhij Zhadan u. a. \nEs treten auf: \nAndrea Badey – Christoph Danne – Yannic Han Biao Federer – Joachim Geil – Anke Glasmacher – Janko Hanushevsky – Roswitha Haring – Juliana Kálnay – Peter Licht – Lubomyr Melnyk (Musik\, via Einspielung) – Melanie Raabe – Peter Rosenthal – Anna Sarvira mit André Patten – Simone Scharbert – Günter Wallraff – Gerrit Wustmann \nFür den Besuch im Literaturhaus ist eine Anmeldung erforderlich unter 0221-995558-0 (werktags) oder info@literaturhaus-koeln.de. Es gilt die 2G-Plus-Regel und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. \nEintritt: 10\,- €\, um Spenden wird gebeten­­­­\nSpendenkonto Literaturhaus Köln: IBAN: DE35 3705 0198 0022 4529 57\,\nBIC: COLSDE33XXX\, Sparkasse KölnBonn\, Stichwort »Ukraine«\nTickets im Vorverkauf über tickets.qultor.de: https://tinyurl.com/QultorStandWithUkraine \nZugang zum Livestream über https://dringeblieben.de/videos/standwithukraine-eine-solidaritatsveranstaltung-von-literatu \nInformation und Kontakt:\nSonja Herrmann\nLiteraturhaus Köln\, Großer Griechenmarkt 39\nTel. 0221 / 99 55 58 12 ● Fax: 0221 / 99 55 58 15\nherrmann@literaturhaus-koeln.de\, www.literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Adania Shibli: Eine Nebensache
DESCRIPTION:Im Sommer 1949 wird ein palästinensisches Beduinenmädchen von israelischen Soldaten vergewaltigt\, ermordet und in der Wüste verscharrt. Jahrzehnte später versucht eine junge Frau aus Ramallah\, mehr über diesen Vorfall herauszufinden. Adania Shibli verwebt in Eine Nebensache (Berenberg\, Übersetzung von Günther Orth) die Geschichten beider Frauen zu einer eindringlichen Meditation über Krieg\, Gewalt und die Frage nach Gerechtigkeit im Erzählen. Jan Ehlert moderiert\, aus der deutschen Übersetzung liest Beatrice Faßbender. \nMan reißt ein Grasbüschel aus und glaubt\, man sei das Kraut für immer los\, aber nach einem Vierteljahrhundert wächst Gras derselben Art an derselben Stelle wieder nach. \n»Adania Shibli wagt viel\, wenn sie das Schlüsselereignis ihres Romans – die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Beduinin – zwei äußerst ichbezogenen Erzählern anvertraut\, einem israelischen Psychopathen und einer palästinensischen Amateurdetektivin unter Autismus-Verdacht. Dieser Umweg erweist sich als voll und ganz gerechtfertigt«\, schreibt J. M. Coetzee über Eine Nebensache. Weil das Verbrechen auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre vor ihrer Geburt begangen wurde\, ist eine junge Frau aus Ramallah geradezu besessen davon\, mehr über die Tat herauszufinden. Auf ihrer Spurensuche stößt sie auf viele tausend Nebensachen\, die in der Geschichtsschreibung nicht auftauchen\, und fügt sie zu einer neuen Perspektive zusammen. Adania Shibli\, die 2021 für Eine Nebensache für den International Booker Prize nominiert war\, spürt in ihrem Roman der Frage nach\, was Geschichten bewahren können\, was erzählt\, was ausgelassen wird. Und beschwört im Erzählen eine Gegenwart\, die von der Vergangenheit heimgesucht wird. \nVeranstaltungspartner: Berenberg Verlag  \nFoto: © Hartwig Klappert
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SUMMARY:Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur
DESCRIPTION:In Februar 33. Der Winter der Literatur (C.H.Beck) vergegenwärtigt Uwe Wittstock die Atmosphäre der Tage zwischen Hitlers Regierungsantritt und dem Außerkraftsetzen aller Bürgerrechte. In kurzer Zeit weicht das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit einem langen Winter und es entscheidet sich\, wer um sein Leben fürchten und fliehen muss und wer antritt\, um im Windschatten der Täter Karriere zu machen. Im Gespräch mit Elke Heidenreich entfaltet Uwe Wittstock das Mosaik dieses alles verändernden Februars 1933. \nManche Laufbahn\, die hoffnungsvoll startete\, erholte sich von diesem Monat nicht mehr. Allzu viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen verstummten und verstanden fast spurlos. Eine lebensentscheidende Wende war es für alle. \n»Das hier sind keine Heldengeschichten«\, schreibt Uwe Wittstock gleich zu Beginn seines Tatsachenbuches\, das sich dem Schrecken des Februars 1933 gleichermaßen berichtend wie erzählend nähert. »Es sind Geschichten von Menschen\, die in extreme Gefahr gerieten« – 1933 sind das auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Thomas Mann\, Erich Maria Remarque\, Bertolt Brecht und Ricarda Huch. Aus den Biografien vielzähliger literarischer Prominenter fügt Uwe Wittstock ein Kaleidoskop der stark vernetzten Literaturszene der Weimarer Republik zusammen\, der im Monat der ›Machtergreifung‹ ihr jäher Niedergang bevorsteht. Dabei fängt er die Atmosphäre einer Zeit ein\, in der Literatur zu schreiben zu einer unmittelbaren Gefahr und Literaten entweder zu Flüchtenden oder zu Mitläufern eines faschistischen Terrorstaates wurden. \nFebruar 33 ist ein »aufrüttelndes und ergreifendes Buch« (SZ)\, das klug zwischen Tatsachenbericht und Geschichtserzählung changiert und mit bislang teils unbekanntem Text- und Bildmaterial aus den 30er-Jahren aufwartet. Zugleich lässt sich Uwe Wittstocks Blick auf den Winter der Literatur als Mahnung an unsere Gegenwart begreifen\, denn eine Zeit globaler Krisen\, in der demokratische Prozesse auf die Probe gestellt werden\, verleihen seinen Beobachtungen eine mitunter dringliche Aktualität.  \nFoto: (c) Jonas Skorpil
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SUMMARY:Moritz Rinke: Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García
DESCRIPTION:Ein Postbote auf Lanzarote\, der um seinen Sohn kämpft\, ein dunkles Familiengeheimnis aus dem Spanischen Bürgerkrieg und ein blauer Ball\, der über die Insel der hundert Vulkane bis nach Afrika rollt: Moritz Rinke entfacht in seinem zweiten Roman Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García (Kiepenheuer & Witsch) mit unvergleichlicher Tragikomik und schier atemberaubender Erzählkunst ein Feuerwerk an Geschichten. Margarete von Schwarzkopf moderiert.  \n»Hier ist ja nichts! Eine Insel mit nichts!«\, hatte Pedro manchmal erboste Touristen bei Carlota an der Rezeption im Crystal Palace sagen hören\, aber das stimmte nicht. Sie hatten keine Ahnung von der Anmut der schwarzen Strände\, der braunen\, rotbraunen\, feuerroten\, gelbbraunen oder ockerroten und ockerbraunen Vulkane. Manchmal waren sie in der Abendsonne auch plötzlich hellbeige und gelb bis blau oder lila. \nPedro Fernández García ist Postbote auf Lanzarote\, ein »cineastischer Postbote«\, wie er selbst sagt – denn seine Dienstzeit verbringt er mit James Bond und Indiana Jones im Kino\, wenn er nicht gerade in den Norden der kargen Insel fährt\, um am Hafen einen Café con leche zu trinken. Seit der Erfindung des Internets stellt er bis auf die lästigen\, in Plastikfolie eingeschweißten Werbeprospekte kaum noch Post zu. So bleibt ihm schier unendlich viel Zeit\, seinem Sohn Miguel alles über die Insel der hundert Vulkane zu erzählen und den Geheimnissen seiner Familie nachzuspüren: Was hat sein Großvater in den Dreißigerjahren in Spanisch-Marokko gemacht und wer war der mysteriöse Deutsche\, bei dem er damals angestellt war? Außerdem sind da noch sein Freund Tenaro\, ein arbeitsloser Fischer ohne Boot\, und Amado\, ein Geflüchteter aus Äquatorialguinea\, mit denen Pedro den atemberaubenden Plan fasst\, seinen Sohn\, der zu seiner Mutter nach Barcelona zieht\, auf die Insel zurückzuholen. \nMit Leichtigkeit und Verve erzählt Moritz Rinke eine Vater-Sohn-Geschichte\, aus der eine Vielzahl weiterer Erzählstränge über Fußball\, Literatur und die Globalisierung sprießt. Zugleich ist der zweite Roman des Dramatikers eine Liebeserklärung an die Insel Lanzarote mit all ihrem Reichtum an Geschichten. Doch ist Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García nicht einfach ein Urlaubsroman\, sondern »ein politisches\, unterhaltsam philosophisches Buch« (BZ)\, das nicht nur düstere Bilder einer faschistischen Vergangenheit evoziert\, sondern in den Biografien seiner Figuren auch die Krisen unserer Gegenwart fassbar werden lässt. Denn das Lanzarote\, das Moritz Rinke entwirft\, ist auch eine Insel\, an deren schwarzen Stränden sich das ganze Leid der Geflüchteten abzeichnet. \nVeranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch  \nFoto: (c) Peter Sickert
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SUMMARY:Guy Helminger: Lärm
DESCRIPTION:Ein Psychotherapeut\, der untertaucht und in einem Brief ein politisches Attentat ankündigt. Was auf den ersten Blick ein klarer Fall scheint\, wird verzwickter\, als der ermittelnde Beamte das Leben des Mannes zu rekonstruieren versucht. Aus den Stimmen von Ehefrau\, Freunden\, ehemaligen Kollegen entsteht ein Netz aus möglichen Wahrheiten. Guy Helmingers neuer Roman Lärm (capybarabooks) erzählt von der Zersplitterung des Ichs und von der Möglichkeit\, dass Erinnerungen ehrliche Erfindungen sind. \nMir war\, als sei dieser Mensch ein Paradebeispiel dafür\, dass der Kern des Einzelnen nichts weiter als die Summe vieler Stücke\, ja Bruchstücke war. Seine von außen gesehene Identität bestand nicht aus etwas Ganzem\, sondern nur aus einer Ansammlung von Akzidenzien. \nEin Psychotherapeut ist ein Mensch der Worte\, für den die Lösung eines Problems zuallererst im Gespräch liegt. Der Brief\, den Konrad Schnittweg\, bevor er untertaucht\, an die Presse verschickt\, spricht hingegen eine andere Sprache: Plant der Therapeut und Ehemann ein politisches Attentat? Der Versuch des ermittelnden Beamten\, Klarheit über das Leben des Verdächtigen zu schaffen\, scheitert: Aus den Erinnerungen der Befragten will sich kein kohärentes Bild zusammenfügen\, vielmehr scheinen verschiedene Wahrheiten nebeneinander zu existieren. Möglicherweise gibt es auch für die Befragten Motive\, die Unwahrheit zu sagen … \nIm Gewand eines kriminalistischen Plots erzählt Guy Helmingers neuer Roman Lärm von Identität\, Erinnerung und der Wahrheit\, die nie im Singular steht. Zugleich lässt sich der Text als formal spielerische Reflexion über die Unterscheidung in Fakt und Fiktion lesen: Unweigerlich stellt sich bei der Lektüre die Frage\, ob man es bei der Montage von (fiktiven) Befragungsprotokollen\, Zeitungsausschnitten und Tonbandtranskriptionen nicht auch mit einer ›ehrlichen Erfindung‹ zu tun hat. \nMit Ulrich Noller geht Guy Helminger der Frage nach\, ob aus unterschiedlichen Arten\, dasselbe zu erinnern\, trotzdem Wahrheit wird. \n  \nFoto: (c) Guy Helminger
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SUMMARY:Reinhard Kleist: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years
DESCRIPTION:Comiczeichner Reinhard Kleist präsentiert im Gespräch mit Comicexperte Christian Meyer-Pröpstl sein neuestes Werk: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years (Carlsen Verlag). Darin erzählt er von Aufstieg und Fall des wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte: Ziggy Stardust. Sein provokantes Spiel mit sexueller Identität und Geschlechterrollen legt schließlich den Grundstein für David Bowies Aufstieg zum »einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten« (New Musical Express).  \nIn der Kunst\, Musikerbiografien grafisch zum Leben zu erwecken\, hat sich Reinhard Kleist bereits mit seinen Veröffentlichungen zu Johnny Cash\, Elvis Presley und Nick Cave versiert gezeigt. Mit Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years hat er nun einen schillernden Comic über eine Legende der Popmusikgeschichte gezeichnet: David Bowie\, der Anfang der Siebzigerjahre wie kaum ein anderer progressiv mit sexueller Identität spielte. \nWie David Bowies Kunst ist auch Reinhard Kleists Comic knallbunt\, brülllaut – und zugleich feinfühlig und intim. In Starman geht es nicht einzig um die provokanten Auftritte der egozentrischen Kunstfigur Ziggy Stardust\, deren Glamour in der Kolorierung von Thomas Gilke kongenial eingefangen ist\, sondern auch um David Bowies konfliktreiche Kindheit und das tragische Verhältnis zu seinem psychisch kranken Bruder. Aber hat nicht auch David Bowies Spiel mit Identitäten etwas Schizophrenes? Und sind nicht auch bei ihm Sein und Schein nicht immer auseinanderzuhalten? \nReinhard Kleists Comic ist das facettenreiche Porträt einer Kultfigur des Rock ‘n’ Roll und eine Hommage an die Camp-Ästhetik David Bowies: »So wird der Comic ›Starman‹ nicht nur zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung um Identität und Vermarktung von David Bowie\, sondern auch zu einem Denkmal für die Popkultur des 20. Jahrhunderts« (rbbKultur).\n \nVeranstaltungspartner: Carlsen Verlag  \n  \nFoto: (c) Carlsen Verlag by Wolf-Dieter Tabbert
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DESCRIPTION:Ist unsere Umwelt noch zu retten? Was bedeutet Identität? Verschwörungsnarrative zu Goethes Zeiten? Ausschnitte aus aktuellen Veröffentlichungen des Ateliers\, Erzählungen\, Kurzprosa\, Lyrik und Hörspiel. Drei Tandems mit Doris Konradi\, Mithu Sanyal und Joachim Geil u.a.\, dazwischen frische Früchte des literarischen Schreibens.  \nMit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Köln  \n  \nFoto: Mithu Sanyal\, (c) Guido Schiefer
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