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SUMMARY:»Lost Words – Lost Worlds« Öffentliche Diskussion mit den Autor:innen der Poetica
DESCRIPTION:In dem prächtig illustrierten Band The Lost Words (2017) beschreibt der britische Autor Robert Macfarlane eine Erfahrung\, wie viele sie gemacht haben: das Verschwinden selten gebrauchter Pflanzen- und Tiernamen aus dem Sprachgebrauch. Kendel Hippolyte erzählt von der Frucht »Miwiz«\, die keiner seiner Studierenden mehr kannte\, und die zu sehen – wie ein Blitz durchfuhr ihn der Gedanke – auch er sich kaum noch erinnerte. Diejenigen\, die nie den Gesang der Nachtigallen gehört haben\, werden noch aus Gedichten schließen können\, wie er sich anhören mag. Was geht verloren\, wenn die Kreaturen hinter den Worten nicht mehr zu unserer Lebenswelt gehören\, wenn wir uns ihnen nicht mehr verbunden fühlen\, da wir keine gemeinsamen Erzählungen mit ihnen teilen? Was geht verloren\, wenn wir nicht mehr zwischen Enten und Möwen unterscheiden\, wie Camille T. Dungy einen Schlüsselmoment in ihrem Buch Soil (2023) beschreibt? All die Namen landwirtschaftlicher Geräte und Verrichtungen verschwinden mit der Notwendigkeit ihrer Existenz oder ihres Vollzugs\, so wie andere Worte für digitale Fertigkeiten entstehen.\nJede:r Autor:in der Poetica 9 wird einen Gegenstand oder ein Bild mitbringen\, das er oder sie mit verlorenen Worten\, verlorenen Naturerfahrungen verbindet und über die mögliche Rolle der Poesie als Refugium dieser Worte sprechen. \n\n\nModeration: Daniela Danz und Kate Rigby\nIn Kooperation mit Multidisciplinary Environmental Studies in the Humanities (MESH) und dem Erich Auerbach Institute for Advanced Studies. \n\n—\n\nDie Veranstaltung findet auf Englisch statt.\nDer Eintritt ist frei.
URL:https://literaturszene-koeln.de/termin/lost-words-lost-worlds-oeffentliche-diskussion-mit-den-autorinnen-der-poetica/
LOCATION:Erich Auerbach Institute for Advanced Studies\, Weyertal 59\, Köln\, 50937
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SUMMARY:»What are poets for in times of ecological crisis« Öffentliche Diskussion mit den Autor:innen der Poetica
DESCRIPTION:In einer Zeit\, in der »Brot und Wein« noch nicht industriell hergestellt wurden\, schien für Friedrich Hölderlin\, den Dichter der gleichnamigen Elegie\, dennoch so viel im Argen\, dass er am Sinn der Poesie zweifelte: »Wozu Dichter in dürftiger Zeit?« fragte er\, um an anderer Stelle die Antwort zu geben: »Was bleibet aber\, stiften die Dichter«. Über die Jahrhunderte hallt diese in Kendel Hippolytes »But the poet’s words will last« nach\, freilich nicht so zuversichtlich wie gehofft: »Es werden die Worte der Dichter sein\, die über Euch herfallen\, in der donnernden Predigt des Bergrutsches\, im rächenden Wind\, der das Tal hinabflucht\, im Knistern der wildgewordenen Sonne.« Kann die Poesie der Natur eine Stimme geben? Woher aber wissen die Dichter:innen\, was die Natur spricht\, wie hören sie ihr zu\, welche Sprache finden sie für sie und reicht dieses Sprechen über die Klage und die Anklage hinaus? Das gemeinsame Nachdenken über diese und weitere Fragen wird von Statements der Dichter:innen eröffnet. \n\n\nModeration: Daniela Danz und Kate Rigby\nIn Kooperation mit Multidisciplinary Environmental Studies in the Humanities (MESH) und dem Erich Auerbach Institute for Advanced Studies. \n\n—\n\nDie Veranstaltung findet auf Englisch statt.\nDer Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Literatur und Content: Tegel Media since 2017 (TransLit)
DESCRIPTION:Leif Randt im Gespräch mit dem Autor Jakob Nolte \nLeif Randt\, geboren 1983\, lebt in Maintal-Ost und Berlin und studierte an der Schreibschule der Universität Hildesheim\, deren prägender Einfluss auf die gegenwärtige deutschsprachige Literatur wohl kaum zu überschätzen ist. Seine bislang vier erschienenen Romane wurden von der Literaturkritik beinahe ausnahmslos begeistert aufgenommen und stießen auch in der akademischen Welt auf erhebliche Resonanz. Leif Randt erhielt bereits zahlreiche Literaturpreise\, wie etwa den Ernst-Willner-Preis und den Düsseldorfer Literaturpreis. Er war außerdem Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles (2013) und der Villa Kamogawa in Kyoto (2016). Randts Texte werden in ganz besonderem Maße als Ausdruck eines generationsspezifischen Lebensgefühls rezipiert\, als „perfekte Durchdringung der Gegenwart“\, wie es in einer Rezension von Ijoma Mangold in Die Zeit heißt. \nLeif Randt erweist sich als ideale Besetzung der TransLit-Poetikdozentur\, insofern diese gerade Autor:innen einlädt\, deren Schaffen eine transliterarische Tendenz aufweist\, d.h. die verschiedensten Formate und Medien im Wechselspiel mit der Literatur erprobt. Neben den genannten Romanen arbeitet Randt\, der sich stärker von Filmen als von Literatur beeinflusst sieht\, am Drehbuch der geplanten Verfilmung seines jüngsten Romans „Allegro Pastell“. \nLeif Randts TransLit-Dozentur bietet die Möglichkeit\, das Verhältnis seines künstlerischen Schaffens in verschiedenen Formaten und Medien zur transliterarischen Ästhetik seiner Texte systematisch zu befragen. Sein Werk und seine Person stellen ein vielschichtiges Feld der Erforschung und Erprobung der Möglichkeiten und Grenzen des Literarischen innerhalb der zeitgenössischen (post)digitalen Medienlandschaft zur Verfügung. Dieser Erforschung sind die vier thematischen Abende gewidmet\, die schlaglichtartig je ein transliterarisches Verhältnis (Film\, Design\, das Digitale und immersives Theater) ins Zentrum rücken. \nIn Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln.
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