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SUMMARY:verbrannt & verbannt – Bücher und ihre Autor*innen
DESCRIPTION:Eröffnungsveranstaltung der Aktionswoche zum Thema “90 Jahre Bücherverbrennung” \nGäste: Günter Wallraff\, Eva Weissweiler\, Lale Akgün und Navid Kermani\nModeration: Fatih Çevikkollu \nZwischen dem 10. und 17. Mai 1933 fanden in Deutschland zahlreiche Bücherverbrennungen statt; initiiert durch die nationalsozialistische Deutsche Studentenschaft im Rahmen der Aktion “Wider den undeutschen Geist”. Am 10. Mai begann es in Berlin und anderen Städten\, in Köln geschah dies am 17. Mai an der Kölner Universität\, zu der Zeit in der Claudiusstraße. An diese Ereignisse wollen wir im Rahmen einer Aktionswoche in Köln vom 10. bis 17. Mai an unterschiedlichen Orten in der Stadt und mit vielen verschiedenen Akteur*innen erinnern und die aktuelle Bedeutung betonen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat die Schirmherrschaft über die Aktionswoche übernommen. \nDie Auftaktveranstaltung findet in der Zentralbibliothek am Neumarkt statt: Prominente Kölner*innen werden Bücher von Autor*innen vorstellen\, die im damaligen Deutschen Reich oder bis heute in vielen Staaten verfolgt wurden und werden. \nZwischendurch gibt es musikalische Intermezzi von Maryam und Mostafa Akhondy (Akustische Gitarre). \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln Archivs (LiK) der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit dem Verein El-De-Haus e. V. und der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e. V. \nGrafik: © Georg Bungarten
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SUMMARY:Israel auf iranisch
DESCRIPTION:Autor Mohsen Banaie im Gespräch mit Moderator Christoph Danne\nMit “Israel auf iranisch” begibt sich der Leser auf eine Reise durch das vielfältige und oft von Gegensätzen geprägte Heilige Land und erlebt die Verwandlung des einst gefürchteten\, unbekannten Feindes zu einem freundlichen wie galanten Gastgeber\, der den Autor und seine Ehefrau trotz ihrer iranischen Herkunft mit offenen Armen empfängt. \nMohsen Banaie möchte mit diesem Buch vor allem eine Brücke über eine tiefe Schlucht schlagen\, indem er multiperspektivisch die traditionelle Freundschaft zweier Völker durchleuchtet\, die auf den ersten Blick heute verfeindeter nicht sein könnten. “Israel auf iranisch” möchte dabei nicht bloß historische Fakten oder persönliche Eindrücke vermitteln\, sondern beschäftigt sich mit elementaren Begriffen des menschlichen Daseins wie Freiheit\, Liebe und Identität. Von einer Reise\, die im Iran beginnt und über Deutschland schließlich nach Israel führt. Von einer Reise\, die in starren und gefestigten Meinungen beginnt\, über die innere Unentschlossenheit führt und bei Einsicht und einem erweiterten Weltbild endet. \nMohsen Banaie\, geboren in Teheran\, war 1979 aktiver Augenzeuge der islamischen Revolution und schloss sich einer oppositionellen Gruppierung an. 1985 setzte er sich in die Türkei ab\, von wo er über die DDR in die BRD einreiste und Asyl erhielt. 1994 schloss er sein Medizinstudium ab. Er studierte auch vergleichende Sprachwissenschaften. Seit 2011 arbeitet er als niedergelassener Facharzt in Köln. Sein erstes Buch “Die dunkle Krypta der Geschichte – Wie entstand der Islam?” erschien 2018. \nChristoph Danne\, geboren in Bonn\, studierte Literatur in Berlin und Salamanca. Er arbeitet als Schriftsteller\, Herausgeber und Buchhändler in Köln und publizierte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Danne betreibt den tauland-verlag und ist Veranstalter der Lyrik-Lesebühne HELLOPOETRY! in Köln. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nBilder: Cover © Weissmann Verlag\, links © Mohsen Banaie\, rechts Christoph Danne © smp
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SUMMARY:IRAN – Die Freiheit ist weiblich
DESCRIPTION:Autorin Golineh Atai im Gespräch mit Moderatorin Yalda Zerbakhch\nIrans Frauen werden seit Jahrzehnten vom Mullah-Regime unterdrückt – Golineh Atai über einen Kampf für die Freiheit\, der bis zu den jüngsten Protesten im Iran reicht. \nGolineh Atai war fünf Jahre alt\, als sie mit ihren Eltern den Iran verließ – aber das Land und seine Entwicklung haben sie immer beschäftigt; der Iran ist ihr Herzensthema. Wie der Gottesstaat der Mullahs seit mehr als vierzig Jahren das Land im Griff hält und jede demokratische Regung erstickt\, zeigt sie in ihrem Buch\, das den Iran auf ganz besondere Weise porträtiert: aus dem Blickwinkel von neun Frauen. Dabei erzählt Atai\, wie aus der Tochter eines Geistlichen\, die um ihr Recht auf Schulbildung kämpfen musste\, eine international bekannte Aktivistin wurde. Oder wie eine junge\, regierungsnahe Angestellte mitten in Teheran ihr Kopftuch auszog – eine revolutionäre Tat\, die unzählige Iranerinnen inspirierte\, bis zu den jüngsten Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini\, die von der Polizei wegen “unislamischer Kleidung” verhaftet wurde. Andere berichten von Gefängnis und Flucht\, vom täglichen Kampf für ein Stück Würde und darum\, ihre Stimme öffentlich zu erheben oder auch nur das Haar im Wind wehen zu lassen. Sie empfinden Wut\, Trauer\, fühlen sich von der Welt verlassen. Sie wissen: Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen. \nGolineh Atai\, vielfach ausgezeichnete Journalistin und Bestsellerautorin\, zeichnet ein hochspannendes Bild der iranischen Gesellschaft seit der Islamischen Revolution – mit Erkenntnissen und Einblicken\, wie sie kein Außenstehender bieten könnte. \nYalda Zarbakhch leitet die Farsi-Abteilung der Deutschen Welle in Bonn. Als Säugling floh sie mit ihren Eltern nach der Islamischen Revolution aus dem Iran. Die gesellschaftlichen\, politischen und medialen Prozesse in ihrem Geburtsland begleiten die Journalistin seit Lebensbeginn und prägten die akademische und journalistische Laufbahn Zarbakhchs. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft. \nCover © rowohlt Berlin\, links Golineh Atai © Joanna Vortmann\, rechts © Yaldra Zerbakhch
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SUMMARY:Alexa Hennig von Lange: “Die karierten Mädchen”
DESCRIPTION:Die Autorin im Gespräch mit Mike Litt \nAlexa Hennig von Langes neuer Roman beruht auf wahren Begebenheiten\, er erzählt die Lebensgeschichte der Großmutter Klara\, die am Ende ihres Lebens erblindet und über 100 Audiokassetten besprochen hat. Auf der Suche nach dem Menschen\, der sie einmal war\, vertraut sie den Bändern ein Geheimnis an\, von dem nicht einmal ihre Kinder etwas wissen. – Siebzig Jahre zuvor: Mitten in der Weltwirtschaftskrise 1929 bekommt die junge Klara eine Stelle als Lehrerin in einem Kinderheim. Doch bald spitzt sich die wirtschaftliche Lage des Heims zu. Klara\, die das Haus inzwischen leitet\, sucht die Nähe der neuen nationalsozialistischen Machthaber in der Hoffnung auf Rettung. Zu spät erkennt sie\, mit wem sie sich eingelassen hat. Aus dem Heim soll eine nationalsozialistische Ausbildungsstätte für junge Frauen gemacht werden. – “Die karierten Mädchen” ist der erste Band einer Trilogie\, die vom Ende der Zwanziger- bis in die Sechzigerjahre reicht. \nAlexa Hennig von Lange wurde mit ihrem Debütroman “Relax” (1997) zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder\, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin. \nMike Litt ist DJ\, Autor und Journalist. Bekannt wurde er durch die Radioshow “Der einsamste DJ der Welt” und die Literatursendung “Klubbing” bei WDR 1Live\, in der er elektronische Musik und Literatur vorstellte. Auf WDR 2 moderiert er aktuell die die Sendung “POP!” \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:“Erziehung zur Vielfalt”
DESCRIPTION:Autorin Nkechi Madubuko im Gespräch mit Yasmine Chehata. \nDer Alltag in Deutschland ist längst multikulturell und Kinder kommen durch Gleichaltrige mit anderen Familienmodellen\, Religionen\, Hautfarben oder Sprachen in Berührung. Doch diese Vielfalt führt unter Kindergarten- und Grundschul-Kindern nicht automatisch dazu\, dass alle auch “gleich” wahrgenommen und behandelt werden. Mit ihrem Buch “Erziehung zur Vielfalt” zeigt die Diversity-Expertin Nkechi Madubuko Eltern Wege auf\, wie sie ihre Kinder vorurteilsbewusster erziehen und für Vielfalt sensibilisieren können. Eltern legen die Grundlagen für die kindliche Wahrnehmung anderer und die Offenheit gegenüber Unterschieden – im Denken\, in der Sprache und im Handeln. Dieser alltagsnahe Ratgeber hilft Eltern mit Fallbeispielen und Tipps dabei\, über die Erziehung ihrer Kinder Ausgrenzung\, Alltagsrassismus und Diskriminierung etwas entgegen zu setzen. \nDr. Nkechi Madubuko ist promovierte Soziologin\, Diversity-Trainerin\, ausgebildete Fernsehjournalistin und arbeitet als Dozentin an der Universität Kassel. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere Artikel und Bücher\, unter anderem “Empowerment als Erziehungsaufgabe”\, das erste deutschsprachige Buch zu Empowerment im Umgang mit Rassismuserfahrungen für Kinder und Jugendliche. Sie gibt Trainings für Eltern\, Erzieher*innen u.nd Lehrpersonal zu Empowerment\, Verarbeitung von Rassismuserfahrungen\, rassismuskritischer Bildung\, diversitätssensiblem Umgang und Empowerment-Orientierung im Kontext Schule. Über 20 Jahre war sie als freie Moderatorin unter anderem für Viva zwei\, DSF\, ZDF\, das Bundesamt für Familie und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes tätig. Nkechi Madubuko ist dreifache Mutter. \nYasmine Chehata (M.A.\, Diplom-Sozialarbeiterin) ist seit 2016 Lehrende und Forschende an der TH Köln in den Feldern Soziale Arbeit\, politische Bildung\, Jugendpolitik und Jugend(sozial)arbeit in der Migrationsgesellschaft. Sie arbeitet zu den Themen Rassismus\, Bildung\, Solidarität und empirische Sozialforschung. Darüber hinaus gibt sie Workshops zu Rassismuskritik\, Empowerment und Powersharing\, rassismus- und diskriminierungskritischer Organisationsentwicklung. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Programm 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Eric Pfeil “Azzurro”
DESCRIPTION:Ein Reiseführer ohne Sehenswürdigkeiten – mit 100 Songs durch Italien!\nSeit jeher kommt in Deutschland keine Generation ohne Italiensehnsucht aus. Das Land jenseits der Alpen zieht an\, es strahlt und schmeckt – und immer klingt es! \n\n“Wir Italiener sind Spatzen und Nachtigallen. Alle singen bei uns”\, \n\nsagte der große Lucio Dalla\, und so gibt es keinen besseren Schlüssel\, um das Land zu verstehen\, als die Musik. Ob Mina\, Ricchi e Poveri oder Adriano Celentano\, die Canzone ist nationales Kulturgut: vom neapolitanischen Lied über die jährlich neuen Sommerhits bis hin zu Italo-Disco oder den Werken der Cantautori. \nEric Pfeil macht sich mit uns auf die Reise\, im Gepäck 100 Lieder\, die uns ein Land\, seine Geschichte und seine schönsten Flecken näherbringen und die dazu einladen\, wieder und immer wieder gehört zu werden. Wir fahren mit offenem Verdeck über schmale Küstenstraßen\, streifen durch die Gassen Neapels und über die Strandpromenade Riminis – und haben garantiert immer den richtigen Soundtrack im Ohr. \nEine Veranstaltung im Rahmen von “100 Jahre Musikbibliothek”. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Alfred Jansen\n \n \n 
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SUMMARY:Sabine Schiffner – Buchpremiere: “Wundern”
DESCRIPTION:Sabine Schiffner stellt ihren neuen Gedichtband “Wundern” vor.\nModeration: Michael Kohtes\n \nIn den neuen Gedichten von Sabine Schiffner werden Geschichten von Verrat und Verlust\, von Geburt und Tod\, von Lebensfreude und Vergänglichkeit\, von Familie und von Einsamkeit erzählt. Mit manchmal fast naivem\, oft befremdetem Blick beobachtet sie und wundert sich über die jetzige und die vergangene Welt\, die ihren biografischen Kosmos berührt. Die Worte kommen in diesen Gedichten scheinbar leichtfüßig tänzelnd daher und streifen einen wie im Vorbeigehen. Wenn man aber stehen bleibt und sich einlässt\, sieht man hinter der rhythmischen und genau durchdachten Sprachkomposition die tiefe Wunde. Sabine Schiffners Sprache ist immer musikalisch\, oft zugleich rau\, Alltagssprache mit Hochpoetischem verbindend\, ernüchternd\, überraschend. \nSabine Schiffner ist 1965 geboren und lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Köln. Sie studierte Theaterwissenschaften\, Germanistik und Pädagogische Psychologie in Köln\, war Mitglied des Schauspielensembles am Kölner Schauspielhaus und arbeitete als Regisseurin und Lektorin. Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten\, unter anderem den Jürgen-Ponto-Preis für das beste Romandebüt (2005)\, ein Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora/L.A. (2006)\, die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung Weimar (2014) und zuletzt das Aufenthaltsstipendium im Atelier Galata/Istanbul (2021). Ihre Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt\, unter anderem ins Englische\, Italienische\, Katalanische und Georgische. \nMichael Kohtes ist seit 1989 Mitarbeiter beim WDR\, er moderiert das WDR 5 Literaturgespräch “Zeichen & Wunder” und ist Redakteur der Sendung “Gutenbergs Welt”\, außerdem Buchautor (unter anderem “365 Tage. Ansichten von K.”) und Literaturkritiker. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: © Stefan Winterstein
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SUMMARY:Johannes Krause und Thomas Trappe: “Hybris”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Gert Scobel: die Reise der Menschheit zwischen Aufbruch und Scheitern \nDie Menschheit am Scheideweg: hat unsere Spezies eine Zukunft? In atemberaubendem Tempo haben die Menschen den Planeten ihren Bedürfnissen unterworfen. Im 21. Jahrhundert stehen sie vor den Scherben ihres Tuns: die natürlichen Ressourcen erschöpft\, die Klimaerwärmung eine tödliche Bedrohung\, globale Pandemien eine akute Gefahr. Werden wir auch diese Krise meistern? Die Autoren zeigen\, was wir aus der Vergangenheit lernen können und welche Gefahren in der zügellosen Kraft des Menschen liegen. \n\nProf. Dr. Johannes Krause ist Experte für die Entschlüsselung der DNA aus alten Knochen. Mit Svante Pääbo arbeitete er an der Sequenzierung des Neandertalergenoms. Er entdeckte den Denisovaner\, eine neue Urmenschenform. Krause ist fokussiert auf die DNA-Analyse zur Erklärung historischer Epidemien und menschlicher Wanderungsbewegungen. Seit 2020 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig.\nThomas Trappe wuchs in Thüringen auf und lebt heute in Berlin. Er ist Redaktionsleiter beim Berliner Tagesspiegel und schreibt vor allem über gesundheitspolitische und wissenschaftliche Themen.\nProf. Gert Scobel ist Moderator und Leiter der 3sat-Sendung scobel. Er ist Autor mehrerer philosophischer Bücher und lehrt Philosophie und Interdisziplinarität an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 2019 startete er seinen YouTube-Kanal mit Themen zu Ethik\, Kultur und Gesellschaft.\n\nEine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Umes Arunagirinathan: “Grundfarbe Deutsch”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Prasanna Oommen: “Warum ich dahin gehe\, wo die Rassisten sind” \nDr. Umes ist Herzchirurg\, erfolgreicher Autor\, engagiertes Mitglied der deutschen Gesellschaft – und dunkelhäutig. Wie viele andere farbige Menschen erlebt er immer wieder diskriminierendes Verhalten seiner Umwelt. Mal ist es nur eine dumme Bemerkung\, mal ein gravierender Verstoß gegen seine Würde als Mensch. Gleichzeitig gibt es eine Debatte darüber\, was man “eigentlich noch sagen darf”\, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Umes klagt nicht an\, sondern klärt auf. Anhand seiner Biografie beschreibt er pointiert\, mit welchen Schwierigkeiten farbige Menschen zu kämpfen haben. Doch er sieht sich nicht als Opfer\, sondern als Streiter für ein Zusammenleben\, in dem das Gemeinsame die Hauptrolle spielt: die “Grundfarbe Deutsch” eben. Dazu gehören die deutsche Sprache\, die Freiheit zur Selbstentfaltung\, Gleichberechtigung und einiges mehr. Es ist das\, was diese Gesellschaft für die Deutschen aller Hautfarben ausmacht. \nDr. Umes Arunagirinathan wurde 1978 auf Sri Lanka geboren und kam als 13-jähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Er studierte in Lübeck Medizin und wurde an der Universität Hamburg promoviert. Er ist Facharzt für Herzchirurgie und heute als Funktionsoberarzt im Klinikum Links der Weser in Bremen tätig. \nPrasanna Oommen arbeitet seit über 20 Jahren als Moderatorin\, Öffentlichkeitsarbeiterin und Referentin in den Bereichen Kultur\, Bildung\, Stadtentwicklung\, Gesellschaft und Medien. Prasanna Oommen war Pressesprecherin verschiedenster Institutionen und Unternehmen und ist aktives Mitglied und Mentorin bei den Neuen Deutschen Medienmacher*innen. \nDie Veranstaltung wird gefördert im Programm “360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft”. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Irmgard Keun: “Man lebt von einem Tag zum andern” Briefe 1935 bis 1948
DESCRIPTION:Buchvorstellung mit Michael Bienert\, Lena Sabine Berg und Axel Gottschick \nEs gibt nur wenige Materialien\, die sich aus dem Nachlass Irmgard Keuns (1905 bis 1982) erhalten haben. Umso erfreulicher ist die Tatsache\, dass Michael Bienert erst jüngst ein kleines\, aber spannendes Briefkonvolut im Literaturarchiv der Akademie der Künste in Berlin entdeckte und publizierte. Es beleuchtet eine weitere Facette der Autorin. \nIm Sommer 1935 erhielt Keun\, deren Romane von den Nationalsozialisten verboten wurden\, Post von einem unbekannten Kollegen. Franz Hammer (1908 bis 1985) wurde nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet und anschließend zu Zwangsarbeit verpflichtet. Dennoch hatte er – wie Irmgard Keun – das Schreiben nicht aufgegeben. Zwischen beiden entstand rasch eine Brieffreundschaft\, die auch nicht abriss\, als Keun ins Exil ging. Weitere kürzlich aufgefundene Briefe\, unter anderem an ihren Ehemann Johannes Tralow (1882 bis 1968)\, stammen aus der Zeit von Keuns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1940. In ständiger Gefahr\, ins Konzentrationslager zu kommen\, schlug sie sich bis Kriegsende durch. In den Trümmern ihres Kölner Elternhauses begann sie\, wieder zu schreiben. \nMichael Bienert lebt als freier Autor in Berlin und leitet seit dreißig Jahren literarische Stadtspaziergänge. Er hat zahlreiche Bücher zur Berliner und Potsdamer Literatur- und Kulturgeschichte veröffentlicht\, unter anderem “Die Entdeckung Berlins” (2014)\, “E.T.A. Hoffmanns Berlin” (2015)\, “Döblins Berlin” (2017)\, “Brechts Berlin” (2018)\, “Das kunstseidene Berlin” (2020) und “Das romantische Berlin” (2021). \nDie Briefe werden von der Schauspielerin Lena Sabine Berg und dem Schauspieler Axel Gottschick vorgetragen. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit dem Buchsalon Ehrenfeld. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Yasmine M‘Barek: “Radikale Kompromisse”
DESCRIPTION:Buchvorstellung im Gespräch mit Christian Werthschulte: “Warum wir uns für eine bessere Politik in der Mitte treffen müssen” \nMehr und mehr kennzeichnet radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig kommen wir kaum voran. Über drängende Themen wie Klimawandel\, Impfpflicht\, Rassismus bei der Polizei oder Gleichberechtigung zwischen Klassen oder Geschlechtern wird heftig polemisiert\, ohne dass es zu Ergebnissen kommt. Die Fronten sind klar: Ihr oder wir. \nYasmine M’Barek zeigt\, dass es auch anders geht: dass wir uns dringend vergegenwärtigen müssen\, warum wir es verlernt haben\, miteinander zu sprechen und wo die Fehler in der Kommunikation der Idealist*innen liegen\, die in der Konsequenz Kompromisse verhindern\, die uns als Gesellschaft weiterbringen würden. Dabei erklärt sie den scheinbar unanfechtbaren Mythos der schwarzen Null\, die außerhalb Deutschlands völlig unbekannt ist\, warum der Ausstieg aus der Atomkraft ein gutes Beispiel dafür ist\, warum man die Meinung der Realist*innen nicht vernachlässigen sollte\, um negative Folgen zu vermeiden und warum sich der Generationenkonflikt nur lösen lässt\, wenn man ihn von der Schuldfrage löst. \n“Radikale Kompromisse” ist ein hellsichtiges Plädoyer dafür\, zu echter Realpolitik zurückzukehren und mit ihrer Hilfe Wege zu finden\, die Mitte der Gesellschaft für die weitreichenden Veränderungen zu gewinnen\, vor denen wir unmittelbar stehen. \nYasmine M’Barek arbeitet im Ressort X von Zeit Online\, mit dem Schwerpunkt deutsche Innenpolitik und Union. Das Medium Magazin wählte sie schon 2020 unter die “Top 30 bis 30”. \nChristian Werthschulte ist Journalist und arbeitet für Stadtrevue\, taz\, DLF und WDR zu Pop und Politik. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: © Léon Haffmans
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SUMMARY:Denis: “How to … Fail as a Musician” Lesung und Musik
DESCRIPTION:Als Musiker*in scheitern von A bis Z \nErfolg in der Popkultur: das kann ja nun wirklich jede*r. Profis haben aber belastende Karrieren\, einen Ruf\, gar noch Mitarbeitende\, die alle von der Zufriedenheit des Publikums abhängen. Nicht auszudenken! \nDenis legt mit “How to… Fail as a Musician” eine EP und ein begleitendes Buch vor\, die das süße Leben abseits des Mainstream-Erfolgs porträtieren. Der Ratgeber zum Scheitern liefert in alphabetischer Reihenfolge schnell und zuverlässig auf jedes Problem eine Antwort\, die sicher und träge im Abstellgleis hält. Hinter jeder Ecke kann der deprimierende Erfolg lauern. Dann gilt es schnellstmöglich seinem Idealismus hinterherzureisen\, eine moderate Menge Geld zu verbrennen und auf fremden Sofas einzuschlafen. \nEine Veranstaltung im Rahmen von “100 Jahre Musikbibliothek”. \n\n\n\n\n\nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \n\n\n\nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \n\nFoto: (c) Simon Richter
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SUMMARY:»Wenn wir heimkehren« – Andrea Heuser im Gespräch mit Terry Albrecht
DESCRIPTION:Andrea Heuser greift in ihrem neuen autofiktionalen generationenübergreifenden Roman »Wenn wir heimkehren« die Themen Schuld und Verdrängung auf\, sie erzählt über den Wunsch nach Verwurzelung und von einem Leben im Modus der Suche und des Weitermachens. Heusers Roman ist gleichermaßen Gesellschaftsepos\, psychologisch nuancierte Familien- und bewegende Liebesgeschichte: Köln 1952: Der Krieg ist kaum vorüber\, als der Handwerker Wilhelm im Zimmer einer Wohnung eine Wand einziehen soll. Ein Auftrag\, auf den er sich keinen Reim machen kann\, wo die Wand doch Licht wegnehmen wird. Die Bewohner aber\, Margot und ihr Sohn Fred\, gehen ihm danach nicht mehr aus dem Kopf. Margot ist Luxemburgerin und stammt aus großbürgerlichem Milieu\, doch als sie mit siebzehn ein uneheliches Kind erwartet\, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie muss ihre Heimat verlassen und ist mitten im Krieg auf sich allein gestellt. Als sie Jahre später nach Köln kommt\, hat Margot Schuld auf sich geladen\, und auch Wilhelm hat der Krieg traumatisiert. \nAndrea Heuser\, 1972 in Köln geboren\, studierte Germanistik\, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn; 2008 Promotion. Sie schreibt Lyrik\, Libretti und Romane. 2014 erschien ihr Romandebüt »Augustas Garten«. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis für Lyrik und mehrfachen Literaturstipendien des Freistaats Bayern und der Kunststiftung NRW. \nTerry Albrecht\, Hörfunkjournalist des WDR und des Deutschlandfunks. Der promovierte Literaturwissenschaftler erhielt 2012 den Kölner Medienpreis für sein Feature »Wo ist Böll? Dem guten Menschen von Köln auf der Spur«\, WDR 5. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs. Gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
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SUMMARY:Corona – Aus der Krise lernen
DESCRIPTION:Online-Gespräch mit Vera King\, Karl-Rudolf Korte\, Gert Scobel und Lisa Suckert\nDer Corona-Schock sitzt tief – mit Veränderungen und Zumutungen in nahezu allen Lebensbereichen. Das Gespräch zeichnet ein Panorama unterschiedlicher Diagnosen und Perspektiven. Welche neuen Muster der Vergänglichkeit und Generationenspannung lassen sich feststellen? Welche Chancen und Risiken für unsere Demokratie werden sichtbar und wie beeinflusst die Pandemie unsere Zeitwahrnehmung? \nDie Krise stellt sich als philosophisches Ereignis dar\, in dem auch die Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt. Werden wir es zukünftig schaffen\, komplexe Prozesse nachhaltig und resilient zu lösen? Grundlage des Gespräches sind die Essaybände “Jenseits von Corona. Unsere Welt nach der Pandemie – Perspektiven aus der Wissenschaft”. \nVera King ist Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt und Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts. Sie forscht zu Psyche\, Kultur und Gesellschaft. Ein Forschungsschwerpunkt sind Endlichkeit und Generationenbeziehungen. \nKarl-Rudolf Korte ist Professor an der Universität Duisburg-Essen für den Lehrstuhl “Politisches System der Bundesrepublik Deutschland und moderne Staatstheorien” und Direktor der NRW School of Governance. Einer breiten Öffentlichkeit ist Korte durch seine politischen Analysen in den Medien bekannt. \nGert Scobel ist Leiter und Moderator der 3sat-Sendung “scobel”\, Autor mehrerer Bücher und Professor für Philosophie und Interdisziplinarität an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 2019 startete er seinen YouTube-Kanal mit Themen zu Philosophie\, Ethik\, Kultur und Gesellschaft. \nLisa Suckert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In ihrer wirtschaftssoziologischen Forschung setzt sie sich mit den Themen Kapitalismus\, Zukunftsvorstellungen sowie Nachhaltigem Wirtschaften auseinander. \nEine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und der Buchhandlung Klaus Bittner. \nDiese Veranstaltung ist Teil von #koelndigital im Rahmen des Digitaltags 2021. \n  \nFotos: © Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte\, © Vera King\, © Gert Scobel / Gaby Gerster\, © Lisa Suckert / MPIfG Astrid Dünkelmann
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SUMMARY:Anne Waak “Wir nennen es Familie – Neue Ideen für ein Leben mit Kindern”
DESCRIPTION:Anne Waak im Gespräch mit Sebastian Sonntag\nTraditionelle Kleinfamilie\, Patchwork\, Regenbogen\, generationenübergreifende Kollektive – was macht Familie heute aus? Sie ist immer da\, wo Erwachsene Verantwortung für Kinder übernehmen\, findet Anne Waak\, und erzählt von inspirierenden Modellen des Zusammenlebens. \nWer nach Familienentwürfen sucht\, die den Ansprüchen und Lebenszielen einer jungen Elterngeneration entsprechen\, stellt fest: Mutter-Vater-Kind – für immer mehr Menschen funktioniert dieses Modell nicht mehr. Aber was kommt jetzt? Das ist eine soziologische und ökonomische Frage\, auch eine politische\, vor allem aber eine persönliche. Angeregt von eigenen Erfahrungen ist die Journalistin und Autorin Anne Waak aufgebrochen zu einer Reise quer durchs Land und weiter\, bis nach Japan und Westafrika. Gefunden hat sie Familienentwürfe\, die so bunt sind wie unsere pluralistische Gesellschaft: In Paarbeziehungen\, alleinerziehend\, als Bluts- oder Seelenverwandte\, mit kinderlosen Freunden oder über die Generationen hinweg – es gibt viele Wege\, sich als Familie zu begreifen und gemeinsam Kinder großzuziehen. \nAber Waak erzählt im Gespräch mit Sebastian Sonntag nicht nur von Begegnungen und Erfahrungen\, sie analysiert auch anschaulich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen\, in die heutige Familienmodelle eingebettet sind. \nAnne Waak arbeitet als Journalistin und Autorin. Sie wurde in Dresden geboren\, studierte in Berlin und Paris Literatur- und Musikwissenschaften sowie Kulturjournalismus. Waak schreibt als freie Autorin für Zeitungen und Magazine wie “Welt am Sonntag”\, “Die Zeit”\, “Monopol” und “Dummy” über Kultur- und Gesellschaftsthemen. 2014 erschien “Hartz IV und wir. Protokolle” (waahr.de); es folgten “Der freie Tod. Eine kleine Geschichte des Suizids” (Blumenbar\, 2016) und der Band “Kriegskinder” (Hatje Cantz\, 2017)\, 2020 “Wir nennen es Familie” in der Edition Körber. \nSebastian Sonntag ist freier Journalist\, Moderator\, Podcaster und Produzent mit Fachgebiet “Audio” und unter anderem tätig für Deutschlandfunk nova und WDR5. \nDie Veranstaltung wird live aus dem Social-Media-Studio über den YouTube-Kanal der Stadtbibliothek gestreamt und wird gefördert im Programm “360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft”. \nFoto: © Anne Waak / Christian Werner \nCover: Stiftung Koerber
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SUMMARY:Realitätsschock – Reloaded
DESCRIPTION:Vortrag von Sascha Lobo\nWir sprechen seit langem davon\, dass Antisemitismus und Rassismus bis weit in die Mitte der Gesellschaft\, in Polizei und Sicherheitsbehörden vorgedrungen sind. In Parlamenten auf allen Ebenen etablierte sich in den letzten Jahren eine extrem rechte Partei\, die in weiten Teilen von Neonazis beherrscht wird. Mordanschläge\, religiöser und politisch begründeter Fanatismus sind an der Tagesordnung. Die zunehmende rücksichtslose und undifferenzierte Radikalisierung in den sogenannten sozialen Netzwerken sowie die Demonstrationen rassistischer und Verschwörungstheorien verbreitender Gruppen während der Corona-Pandemie machen deutlich\, dass die Zeit der rituellen Empörungsrituale von Politiker*innen\, denen keine Taten folgen\, vorbei sein muss. Es muss jetzt – und zwar von Bund und Land und den Leiter*innen aller verantwortlicher Behörden – mit vielfältigen konkreten Maßnahmen reagiert werden. \nIn seinen Arbeiten beschäftigt sich Sascha Lobo mit diesen Entwicklungen und analysiert ihre Zusammenhänge. Dabei konzentriert er sich auf Prozesse innerhalb der sozialen Medien und stellt die These auf\, dass die extreme Rechte soziale Netzwerke wie Facebook sehr viel geschickter einzusetzen weiß\, als es demokratische Kräfte tun\, und erörtert\, wie die Zivilgesellschaft dagegenhalten kann und sollte. \nSascha Lobo ist ein deutscher Blogger\, Buchautor\, Journalist und Werbetexter. Thematisch befassen sich seine Texte meist mit dem Internet\, vermischter Realität und digitalen Technologien und behandeln deren Auswirkungen auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen \nAblauf: \n\nBegrüßung\nDr. Ursula Reuter\n(Geschäftsführerin Germania Judaica)\nEinführung\nProfessor Dr. Jürgen Wilhelm\n(Vorsitzender Kölnische Gesellschaft)\nVortrag\nSascha Lobo\n(Autor und Blogger)\n\nDie Veranstaltung findet aufgrund der Pandemie online statt. Sie können Sie live auf dem YouTube-Kanal der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ansehen. \nEine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums e. V. \nFoto: (c) Reto Klar
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SUMMARY:Tove Ditlevsen: “Die Kopenhagen-Trilogie”
DESCRIPTION:Die Veranstaltung wird als Livestream aus der Stadtbibliothek Köln gesendet und kann über unseren YouTube-Kanal verfolgt werden. \nDie “Kopenhagen-Trilogie” der dänischen Autorin Tove Ditlevsen (1917 bis 1976) wurde von der Presse als ein “großartiges Meisterwerk” von “atemraubender Intensität und Schönheit” gelobt. Ditlevsen\, geboren in Kopenhagen\, galt lange Zeit als Schriftstellerin\, die nicht in die literarischen Kreise ihrer Zeit passte. Sie stammte aus der Arbeiterklasse und schrieb offen über die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Heute gilt sie als eine der großen literarischen Stimmen Dänemarks und Vorläuferin von Autorinnen wie Annie Ernaux und Rachel Cusk. Die “Kopenhagen-Trilogie” mit den drei Bänden “Kindheit”\, “Jugend” und “Abhängigkeit” ist ihr zentrales Werk\, in dem sie das Porträt einer Frau entwirft\, die entschieden darauf besteht\, ihr Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben. \nIn einem Gespräch zwischen Ursel Allenstein und Jan Drees soll diese außergewöhnliche Autorin und ihr Werk vorgestellt werden. Besondere Aspekte der Übersetzungsarbeit werden hier ebenso thematisiert. Die “Kopenhagen-Trilogie” wird derzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt. \nUrsel Allenstein studierte Skandinavistik\, Germanistik und Anglistik in Frankfurt am Main und Kopenhagen. 2007 erhielt sie das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds\, 2011 den Hamburger Förderpreis\, 2013 den Förderpreis der Kunststiftung NRW und 2019 den Jane-Scatcherd-Preis für ihre Übersetzungen aus den skandinavischen Sprachen. \nJan Drees studierte in Düsseldorf und Wuppertal Germanistik\, Philosophie und Kommunikationswissenschaft. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Journalist. Seit 2016 ist Drees Moderator der Literatursendung “Büchermarkt” und Redakteur in der Deutschlandfunk-Buchredaktion. \nKooperationspartner ist die Buchhandlung Klaus Bitter. \nDas Projekt wurde gefördert im Rahmen von “Neustart Kultur” der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V. \n  \nFotos: Jan Drees: (c) privat / Ursel Allenstein: (c) Sabrina Adeline Nagel
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SUMMARY:Die Shitstorm-Republik – Wie Hass im Netz entsteht und was wir dagegen tun können
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet über die Online-Seminar-Plattform Edudip statt. \nSeit dem kaltblütigen Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke durch einen Neonazi im Sommer 2019 ist klar: Die Sozialen Netzwerke sind brandgefährlich – ob wir sie nutzen oder nicht. Der Hass und die Hetze von dort schwappen längst über in unseren Alltag. Was können wir dagegen tun? Ende 2019 erlebt der WDR einen riesigen Shitstorm wegen eines umgedichteten Kinderlieds in einer Satiresendung im Radio (Omagate). Wer steckt hinter solchen Kampagnen? Wie werden sie inszeniert? Welche Ziele sollen damit erreicht werden? Und was muss getan werden\, damit Einschüchterung und Gewalt keine Chance mehr haben? \nNicole Diekmann zeigt in diesem Buch und im Gespräch mit Stefanie Junker\, wie Politik und Journalismus dazu beigetragen haben\, dass Facebook\, Twitter und Co\, kaum etwas gegen den Mob unternehmen\, der das Netz mit Hass flutet. Sie schildert\, wie sich ein enorm brutaler Shitstorm am eigenen Leib anfühlt\, warum die Öffentlichkeit die Netzwerke noch immer unterschätzt\, wie die Tech-Riesen ungehemmt Profit daraus schlagen und welche Wege aus diesem riskanten Dilemma herausführen. \nNicole Diekmann studierte Politik\, Sozialwissenschaften und Geschichte in Hamburg und Münster und besuchte im Anschluss die deutsche Journalistenschule in München. Sie ist Hauptstadtkorrespondentin des ZDF und Kolumnistin bei t-online. \nStefanie Junker ist Journalistin und moderiert unter anderem SCALA auf WDR5 und seit 2009 die SWR2 Sonntags-Matinee. \nDas Projekt wurde gefördert im Rahmen von “Neustart Kultur” der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
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