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SUMMARY:Susanne Klingenstein: Chaim Grade – Mein Streit mit Hirsch Rasejner. Paris 1948
DESCRIPTION:Donnerstag\, 8. Oktober 2026\, 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)\nFritz Thyssen Stiftung\, Amélie Thyssen Auditorium\, Apostelnkloster 13-15\, 50672 Köln\nEintritt frei. Anmeldung bitte an: miqua@lvr.de \nIm August 1948 begegnen sich zwei Jugendfreunde zufällig in Paris. In den 1920er Jahren studierten sie auf einer Jeschiwa in Bialystok. Der eine verließ die Talmudhochschule 1930\, um Schriftsteller zu werden\, der andere blieb. Beide überlebten den Krieg unter schwierigen Umständen. In Paris sind sie vor die Frage des Weiterlebens „danach“ gestellt. Achtzig Millionen Toten und grauenhaften Handlungen von Menschen an Menschen scheinen radikales Umdenken zu fordern. Der Schriftsteller kann nicht fassen\, dass Hirsch nach der Ermordung von sechs Millionen Juden\, unter ihnen eine Million Kinder\, noch fester an Gott glaubt\, ja sogar eine Jeschiwa leitet. Hirsch hingegen kann nicht begreifen\, dass Chaim\, der Schriftsteller\, noch immer an die Menschheit glaubt. Ein Streitgespräch entflammt\, hart\, werbend\, bewegend\, unerbittlich. Es hat für unsere Gegenwart nichts an Aktualität verloren. \nSusanne Klingenstein präsentiert Autor und Text und lädt ein zum Gespräch. \nSusanne Klingenstein\, geboren in Baden-Baden\, lebt seit 1987 in Boston. Sie unterrichtete europäische und amerikanische Literatur in Harvard und am Massachusetts Institute of Technology. Seit 2020 forscht sie als Research Associate am Zentrum für Jüdische Studien der Harvard University und unterrichtet dort jiddische Literatur der Frühen Neuzeit. Sie veröffentlichte Studien zur Identitätsbildung jüdischer Literaturwissenschaftler sowie Biographien über die Schriftsteller Mendele Mojcher Sforim (2014) und Martin Walser (2016). Aus dem Jiddischen übersetzte sie Werke von Scholem J. Abramowitsch (Hanser 2019)\, Chaim Grade (Andere Bibliothek 2020)\, Dovid Bergelson (Suhrkamp 2023) und Lamed Shapiro (Sinn und Form 2026). \nEine Veranstaltung in Kooperation mit MiQua (LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln) und der Fritz Thyssen Stiftung. \n© Foto: Ilene Perlman
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