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SUMMARY:Guy Helminger: Lärm
DESCRIPTION:Ein Psychotherapeut\, der untertaucht und in einem Brief ein politisches Attentat ankündigt. Was auf den ersten Blick ein klarer Fall scheint\, wird verzwickter\, als der ermittelnde Beamte das Leben des Mannes zu rekonstruieren versucht. Aus den Stimmen von Ehefrau\, Freunden\, ehemaligen Kollegen entsteht ein Netz aus möglichen Wahrheiten. Guy Helmingers neuer Roman Lärm (capybarabooks) erzählt von der Zersplitterung des Ichs und von der Möglichkeit\, dass Erinnerungen ehrliche Erfindungen sind. \nMir war\, als sei dieser Mensch ein Paradebeispiel dafür\, dass der Kern des Einzelnen nichts weiter als die Summe vieler Stücke\, ja Bruchstücke war. Seine von außen gesehene Identität bestand nicht aus etwas Ganzem\, sondern nur aus einer Ansammlung von Akzidenzien. \nEin Psychotherapeut ist ein Mensch der Worte\, für den die Lösung eines Problems zuallererst im Gespräch liegt. Der Brief\, den Konrad Schnittweg\, bevor er untertaucht\, an die Presse verschickt\, spricht hingegen eine andere Sprache: Plant der Therapeut und Ehemann ein politisches Attentat? Der Versuch des ermittelnden Beamten\, Klarheit über das Leben des Verdächtigen zu schaffen\, scheitert: Aus den Erinnerungen der Befragten will sich kein kohärentes Bild zusammenfügen\, vielmehr scheinen verschiedene Wahrheiten nebeneinander zu existieren. Möglicherweise gibt es auch für die Befragten Motive\, die Unwahrheit zu sagen … \nIm Gewand eines kriminalistischen Plots erzählt Guy Helmingers neuer Roman Lärm von Identität\, Erinnerung und der Wahrheit\, die nie im Singular steht. Zugleich lässt sich der Text als formal spielerische Reflexion über die Unterscheidung in Fakt und Fiktion lesen: Unweigerlich stellt sich bei der Lektüre die Frage\, ob man es bei der Montage von (fiktiven) Befragungsprotokollen\, Zeitungsausschnitten und Tonbandtranskriptionen nicht auch mit einer ›ehrlichen Erfindung‹ zu tun hat. \nMit Ulrich Noller geht Guy Helminger der Frage nach\, ob aus unterschiedlichen Arten\, dasselbe zu erinnern\, trotzdem Wahrheit wird. \n  \nFoto: (c) Guy Helminger
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SUMMARY:Navid Kermani: Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott
DESCRIPTION:Ein Vater erzählt seiner Tochter von Gott und dem Tod\, von der Liebe und der Unendlichkeit\, von seiner eigenen Religion. Navid Kermanis sehr persönliches Buch Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott (Hanser) schöpft aus einem tiefen Wissen aus zwei Kulturen und vereint in seiner Offenheit den Glauben und das Zweifeln an Gott. Navid Kermani präsentiert sein neues Buch im musikalischen Dialog mit Pi-hsien Chen und Manos Tsangaris. \nDas Problem mit der Religion ist nicht\, dass sie so kompliziert ist. Das Problem ist\, dass sie so einfach ist. Wir denken nach und nach und nach und begreifen überhaupt nicht oder vergessen währenddessen\, dass es um das ganz Offensichtliche geht. \nAm Anfang von Navid Kermanis Buch über Religion und Glauben steht ein Versprechen: »Als er im Krankenhaus lag\, sollte ich Opa eines Nachts versprechen\, dich den Islam zu lehren\, wenn er nicht mehr da ist\, unseren Islam\, den Islam\, mit dem ich aufgewachsen bin\, den Islam\, den auch er als Kind in Isfahan erlebt hatte\, den Islam unserer Vorfahren.« Und so beginnt ein Vater\, seiner Tochter Abend für Abend zu erzählen – nicht nur vom Islam\, sondern ganz grundlegend von der Idee Gottes\, die die Gläubigen aller Religionen vereint. \nUnendlichkeit\, Liebe und Tod: Nach all dem fragt ihn die zwölfjährige Tochter\, in deren »Staunen über all die Dinge\, Erscheinungen und Geschehnisse auf der Welt« der Erzähler den Ursprung der Religionen erkennt. Und bedeutsame Antworten findet er noch im scheinbar flüchtigsten Blick aus dem Fenster\, denn das Wichtigste über Gott erfahre man nicht in den Heiligen Schriften\, sondern jeden Tag aufs Neue dort draußen\, in der Welt. \nPhilosophisch und zugleich literarisch\, mit großem Wissen um die Kulturen und mit sprachlicher Raffinesse stellt Navid Kermani die großen Fragen nach Gott und der Metaphysik – und findet überraschende Antworten. Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott ist ein wahrer Erkenntnisgewinn und ein bewegendes Buch\, das auch uns staunen lässt. \nVeranstaltungspartner: Schauspiel Köln\, Hanser Verlag \n  \nFoto: (c) Heike Bogenberger
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SUMMARY:[ABGESAGT] Marie NDiaye: Die Rache ist mein
DESCRIPTION:Die Veranstaltung mit Marie NDiaye kann aufgrund von Corona leider nicht wie geplant am Freitag\, 4. Februar\, stattfinden. Eventuell wird die Veranstaltung im Frühsommer nachgeholt – den neuen Termin werden wir natürlich gegebenenfalls rechtzeitig bekanntgeben. \n  \nEine Anwältin soll eine Mutter verteidigen\, die unter Verdacht steht\, ihre drei Kinder ermordet zu haben. Aber verbindet sie mit dem Vater der Kinder nicht eine folgenreiche Begegnung viele Jahre zuvor? »Prix Goncourt«-Preisträgerin Marie NDiaye strickt in Die Rache ist mein (Suhrkamp) ein abgründiges Motivnetz rund um Mutterschaft\, Herkunft und soziale Verantwortung zu einem »Psychoirrgarten« (DLF). Aus der Übersetzung von Claudia Kalscheuer liest Milena Karas. \nDrei Kinder werden in der Badewanne ertränkt. Ihre eigene Mutter\, eine zuvor eigentlich unauffällige Lehrerin\, hat die Tat begangen. Als ihr Ehemann Gilles Principaux eines Tages in Maître Susanes Kanzlei erscheint\, nimmt sich die Rechtsanwältin des Falles an – ohne sich erklären zu können\, weshalb. Hinter der Entscheidung\, die Kindsmörderin zu verteidigen\, steckt mehr als der Versuch\, ihrer mittelmäßigen Karriere Schub zu verleihen. Denn Gilles weckt eine Ahnung in ihr: Erinnerungen an ihre Jugend und an eine traumatische Begegnung mit einem jungen Mann aus bessergestelltem Hause steigen in ihr auf. Weshalb nur kommt ihr dieser Mann so bekannt vor? Vergangenheit und Gegenwart berühren sich in einem motivreichen Geflecht von Verbindungen und Abhängigkeiten. \nDie Rache ist mein ist das abgründige Psychogramm einer Kindsmörderin und ihrer Verteidigerin. Zugleich ist Marie NDiayes Text ein großer Gegenwartsroman über die französische Gesellschaft und die moderne Familie\, der implizit auch den westlichen Kolonialismus zum Thema macht. Marie NDiayes syntaktisch komplexe\, feinfühlige und elegante Sprache übt einen Sog aus\, dem man sich nicht entziehen kann. »Selten sieht man es\, dass Autoren ihre Figuren mit solcher Wucht zerlegen und demontieren« (NZZ). \nVeranstaltungspartner: Institut Français\, stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V.\, Suhrkamp Verlag \nFür diese Veranstaltung bieten wir auch einen Livestream an. Der Link dafür ist demnächst auf www.literaturhaus-koeln.de abrufbar. \n  \nFoto: (c) Suhrkamp
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SUMMARY:Reinhard Kleist: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years
DESCRIPTION:Comiczeichner Reinhard Kleist präsentiert im Gespräch mit Comicexperte Christian Meyer-Pröpstl sein neuestes Werk: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years (Carlsen Verlag). Darin erzählt er von Aufstieg und Fall des wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte: Ziggy Stardust. Sein provokantes Spiel mit sexueller Identität und Geschlechterrollen legt schließlich den Grundstein für David Bowies Aufstieg zum »einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten« (New Musical Express).  \nIn der Kunst\, Musikerbiografien grafisch zum Leben zu erwecken\, hat sich Reinhard Kleist bereits mit seinen Veröffentlichungen zu Johnny Cash\, Elvis Presley und Nick Cave versiert gezeigt. Mit Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years hat er nun einen schillernden Comic über eine Legende der Popmusikgeschichte gezeichnet: David Bowie\, der Anfang der Siebzigerjahre wie kaum ein anderer progressiv mit sexueller Identität spielte. \nWie David Bowies Kunst ist auch Reinhard Kleists Comic knallbunt\, brülllaut – und zugleich feinfühlig und intim. In Starman geht es nicht einzig um die provokanten Auftritte der egozentrischen Kunstfigur Ziggy Stardust\, deren Glamour in der Kolorierung von Thomas Gilke kongenial eingefangen ist\, sondern auch um David Bowies konfliktreiche Kindheit und das tragische Verhältnis zu seinem psychisch kranken Bruder. Aber hat nicht auch David Bowies Spiel mit Identitäten etwas Schizophrenes? Und sind nicht auch bei ihm Sein und Schein nicht immer auseinanderzuhalten? \nReinhard Kleists Comic ist das facettenreiche Porträt einer Kultfigur des Rock ‘n’ Roll und eine Hommage an die Camp-Ästhetik David Bowies: »So wird der Comic ›Starman‹ nicht nur zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung um Identität und Vermarktung von David Bowie\, sondern auch zu einem Denkmal für die Popkultur des 20. Jahrhunderts« (rbbKultur).\n \nVeranstaltungspartner: Carlsen Verlag  \n  \nFoto: (c) Carlsen Verlag by Wolf-Dieter Tabbert
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SUMMARY:Zwischenstand – Neue Texte und aktuelle Themen aus dem Literatur-Atelier
DESCRIPTION:Ist unsere Umwelt noch zu retten? Was bedeutet Identität? Verschwörungsnarrative zu Goethes Zeiten? Ausschnitte aus aktuellen Veröffentlichungen des Ateliers\, Erzählungen\, Kurzprosa\, Lyrik und Hörspiel. Drei Tandems mit Doris Konradi\, Mithu Sanyal und Joachim Geil u.a.\, dazwischen frische Früchte des literarischen Schreibens.  \nMit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Köln  \n  \nFoto: Mithu Sanyal\, (c) Guido Schiefer
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SUMMARY:Svenja Leiber: Kazimira
DESCRIPTION:Ein Generationenroman\, in dessen Mittelpunkt eine Bernsteingrube nahe der Kurischen Nehrung und die Emanzipationsgeschichte einer widerspenstigen Heldin steht: Kazimira. \nEntlang der Geschichte Ostpreußens – von der beginnenden Industrialisierung\, durch zwei Weltkriege bis in die Gegenwart – hält Svenja Leiber in ihrem Roman Kazimira (Suhrkamp) das Schicksal und die Geschichten der Frauen fest\, funkelnd und ewig wie der Einschluss im Bernstein. Im Literaturhaus spricht sie über den Widerstand gegen patriarchale Enge und Gewalt. \nAls sie zurück in der Hütte ist\, legt sie das Kind ab\, greift einen Stein aus dem Sack und hält ihn Ake vor die Augen: »Sieh\, auch die kann nicht fort«\, sagt sie. »Aber ihr Platz ist schön.« In dem Stein wohnt seit Millionen Jahren ein Insekt\, eine Trauermücke. \nKazimira ist die Frau eines geschickten Bernsteindrehers. Während er am Aufbau und Erfolg des ersten Bernsteinbergwerks Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich beteiligt ist\, muss sich Kazimira um Haus und Kind kümmern\, obwohl sie arbeiten will wie ihr Mann. Aber sie findet ihre Emanzipation\, indem sie ihren eigenen Weg geht und sich nicht gesellschaftlichen Konventionen fügt. Als junge Frau erlebt sie den aufkommenden Wohlstand des Küstenstrichs genauso wie aufziehenden Antisemitismus und Nationalismus\, viele Jahr später\, am Ende des Zweiten Weltkriegs\, wird sie Zeugin von deutschen Verbrechen. Svenja Leiber folgt Kazimira und ihrer Familie über vier Generationen\, alle tragen den Schmerz und die Widerständigkeit der Titelheldin. Sprachmächtig und mit poetischer Klarheit erzählt sie »eine Geschichte von elementarer Wucht« (NZZ).
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SUMMARY:Manuel Gogos: Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft. DOMiD – ein Verein schreibt Geschichte(n)
DESCRIPTION:Anmeldung über https://domid.org/anmeldung/  \n\nMit der Gründung des »Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland« (DOMiD) 1990 begann die Dokumentation und Archivierung von Erinnerungen und Zeitzeugnissen. Autor Manuel Gogos zeichnet die Geschichte des Vereins nach und reflektiert dabei über die Musealisierung von Migration und Erinnerungskultur. \nVereinsmitgründer Aytaç Eryılmaz und DOMiD-Mitarbeiterin Sandra Vacca sprechen über die Geschichte und die Zukunft des geplanten Migrationsmuseums. \nDas Leben in der Bundesrepublik Deutschland wird von Millionen Migrant*innen mitgeprägt. Lange blieb ihre Geschichte ungeschrieben\, doch 1990 begannen die aus der Türkei stammenden Pionier*innen des »Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland e.V.« (DOMiD) damit\, alltagskulturelle Objekte aus der Ära der sogenannten »Gastarbeiter« zusammenzutragen und in Ausstellungen zu präsentieren. Heute umfasst die Sammlung über 150.000 Zeitzeugnisse aus der Migrationsgeschichte Deutschlands seit 1945 bis heute. Diese Sammlung wird ab 2025 in das von DOMiD geplante »Haus der Einwanderungsgesellschaft« überführt\, ein Migrationsmuseum mit bundesweiter Reichweite. Autor Manuel Gogos zeichnet in seinem Buch Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft. DOMiD – ein Verein schreibt Geschichte(n) (transcript Verlag) die Geschichte des in Köln ansässigen Vereins DOMiD nach und reflektiert dabei über die Musealisierung von Migration\, Erinnerungskultur und antirassistisches Kuratieren. \nIm Literaturhaus liest Manuel Gogos aus seinem Buch und erzählt\, wie er sich den Schicht für Schicht bei DOMiD abgelagerten Geschichten genähert hat. Der Mitgründer des Vereins Aytaç Eryılmaz gehört als einer der Vorreiter der Musealisierung von Migration zu den Protagonist*innen im Buch und berichtet an diesem Abend über die Frühgeschichte des Vereins. Die Museologin und DOMiD-Mitarbeiterin Sandra Vacca gibt einen Ausblick auf das geplante Migrationsmuseum und erläutert\, warum dieses partizipativ gestaltet wird. \nFoto: (c) privat
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SUMMARY:Literarischer Salon: Deniz Ohde
DESCRIPTION:Literarischer Salon: Deniz Ohde \n13.01.2022 | Donnerstag | Uhrzeit folgt\n \nOrt: Stadtgarten\, Green Room/Außenbühne\, Venloer Straße 40 \nEintritt: 12\,-/9\,- € (Karten über Stadtgarten) \n  \nGuy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Deniz Ohde. \nEine eigene Sprache zu finden ist womöglich das Schwierigste für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Denn die finden sie in keinem anderen Buch\, lernen sie an keiner Schreibschule\, die eigene Sprache haben sie irgendwo in sich selbst oder haben sie nicht. Deshalb sind manche Romane heute so austauschbar\, so unterschiedlich ihre Themen sind. Und deshalb ist das Debüt von Deniz Ohde vom ersten Satz an ein Ereignis. Ausgrenzung\, Bildungsungerechtigkeit\, Patriarchat\, Migration\, modernes Prekariat – so oft hat man schon davon gelesen\, und dann liest man Streulicht\, und es ist\, als wär’s noch nie erzählt worden\, so feinsinnig\, so differenziert\, bis in die hintersten Winkel der Erfahrung ausgeleuchtet\, und wahrhaftig\, wie es nur großer Literatur gelingt. Zu Recht hat die junge Frankfurterin\, die heute in Leipzig lebt\, im vergangenen Jahr praktisch alle Preise erhalten\, die für ein Debüt überhaupt möglich sind\, und stand mit Streulicht auch auf der Short-List für den deutschen Buchpreis. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner\, Augenklinik am Neumarkt \n\n  \nFoto: (c) Heike Steinweg\, Suhrkamp Verlag
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SUMMARY:Literarischer Salon: Eduardo Halfon 
DESCRIPTION:Eduardo Halfon\, 1971 in Guatemala-Stadt geboren\, ist eine der wichtigsten und aufregendsten Stimmen der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur. \nDie Neue Zürcher Zeitung nennt ihn einen »erzählerischen Vulkan« und beschreibt sein Werk als »witzig und wahrhaftig\, frech und klug\, erotisch und melancholisch«. \nAls Sohn von Holocaust-Überlebenden schreibt Eduardo Halfon in allen seinen Büchern über die Vergangenheit\, die auch in Deutschland nie bewältigt sein wird. Jedes Kapitel seiner Romane wirkt wie eine eigenständige Kurzgeschichte und zugleich erscheint jedes Buch wie ein Kapitel in einem einzigen großen Lebensroman\, der zwischen historischem Schrecken und fantastischer Poesie oszilliert. Sein jüngster\, 2019 auf Deutsch erschienener Roman Duell (Hanser) wurde von der internationalen Kritik gefeiert. Und nach der Lektüre freuen sich Guy Helminger und Navid Kermani umso mehr\, Eduardo Halfon im Literarischen Salon begrüßen zu können. Aus der Übersetzung von Luis Ruby liest Sabine Waibel. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner\, Augenklinik am Neumarkt \n  \nFoto: (c) Peter-Andreas Hassiepen
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SUMMARY:Lesung: KJL im Dialog mit Elisabeth Steinkellner (ab 14 Jahren)
DESCRIPTION:Ein Abend mit der Autorin und Gesprächen über Papierklaviere\, Skizzenbüchern und die Lust am Schreiben. \nIn Elisabeth Steinkellners neuestem Buch Esther und Salomon (Tyrolia) treffen zwei Jugendliche und zwei Lebenswelten aufeinander\, die auf den ersten Blick gar nicht unterschiedlicher sein können. Und doch finden die beiden zueinander: Esther ist Fotografin und mit ihren Eltern im Ferienparadies\, wo sie sich auch nichts mehr zu sagen haben. Salomon ist der Sohn einer Hotelangestellten\, ein Zeichner\, geprägt von Flucht und traumatisierenden Erlebnissen.\nDen ersten Teil bis zum Ende des Urlaubs erzählt Esther und findet in Polaroids einen Ausdruck für ihre Gedanken und Gefühle. In Salomons Skizzenbuch wird die Geschichte weitererzählt – geht die Geschichte weiter?\nWie die Jugendlichen füreinander Gefühle entwickeln\, welche Ängste sie haben und wie sie mit der Vergangenheit umgehen erzählt Elisabeth Steinkellner in diesem besonderen Versroman\, kombiniert mit Esthers Polaroids und Salomons Skizzenbuch (Zeichnungen und Fotos von Michael Roher). Auf außergewöhnliche Weise gelingt es Elisabeth Steinkellner\, die ereignisreiche Phase des Erwachsenwerdens in all ihren Dimensionen mit einem unglaublichen Gespür für ihre Figuren\, deren Gefühle und Realität einzufangen. \nEinführung: Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp\nModeration: Ines Dettmann\nDauer der Veranstaltung: 60 min. \nIn Kooperation mit der ALEKI/ Universität Köln
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SUMMARY:Gerrit Wustmann: Weltliteratur 
DESCRIPTION:»Wo Weltliteratur draufsteht\, ist Westliteratur drin.« \nIn seinem kenntnisreichen Essay Weltliteratur (Sujet Verlag) zeigt Gerrit Wustmann\, wie einseitig unser Blick auf die sogenannte Weltliteratur ist\, lenkt den Blick auf das literarische Schaffen von Autor*innen aus Asien\, Afrika und Lateinamerika und wirbt im Gespräch mit Maryam Aras um ein neues Literaturverständnis. \nAusgehend von Goethes Begriff der Weltliteratur plädiert Gerrit Wustmann für ein umfassenderes Verständnis des Wortes und einen weiteren literarischen Horizont. Er zeigt auf\, wie im Feuilleton\, an Schulen und Universitäten sowie in Listen kanonischer Werke sogenannte westliche Literatur überwiegt und scheinbar unreflektiert zu Weltliteratur erklärt wird. Dass dabei auch unser Blick auf »die Welt« verzerrt wird\, spiegelt Gerrit Wustmann in seinem Essay und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Gespräch über Literatur. \nFür diese Veranstaltung gilt das 2G-Modell. Der Zutritt wird nur geimpften und genesenen Personen möglich sein. Bitte halten Sie Ihren Impf- oder Genesungsnachweis sowie Ihren Lichtbildausweis am Einlass bereit. Zutritt mit einem tagesaktuellen Negativtestergebnis ist an diesem Abend nicht möglich. \nEs gelten die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowie das Abstandsgebot.  \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. \n  \nFoto: (c) Helen Pass
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SUMMARY:Felicitas Hoppe: Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm
DESCRIPTION:Die alte Geschichte der Nibelungen: Felicitas Hoppe erzählt sie neu und erfindet die Wahrheit – von Siegfried\, Brunhild\, Hagen\, Kriemhild. Ein unschlagbarer Stoff\, den die Autorin zum ersten gesamteuropäischen Heldenepos der Gegenwart macht. Über Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm (S. Fischer) spricht sie mit Christof Hamann. \nSicher ist nur: Es gab eine Zeit\, da gehörten alle Schätze der Welt einer Frau. Bis sie sich\, ihrer überdrüssig\, eines Tages auf und davon machten\, sich an verschiedenen Orten versteckten und die Zauberer aller Länder bezahlten\, um verzaubert und nicht gefunden zu werden. Wird der Zauber aber eines Tages gelöst\, verwandelt sich der Schatz in natürliches Gold und kann nach Hause getragen werden.  \nEin Stoff\, der seit fast 700 Jahren nicht ruht: Felicitas Hoppe folgt der Nibelungensage von Worms aus den Rhein und die Donau entlang. Vor dem Hintergrund der Wormser Nibelungen-Festspiele\, auf der Drehbühne auf dem Domplatz\, nähert sich die Büchner-Preisträgerin spielerisch und originell dem historischen Stoff. Die Suche nach dem Schatz\, die immerwährende Verlockung des Goldes wird zum Volksfest\, auf dem in den Spielpausen Regisseurin\, Schauspieler und Statisten zu Wort kommen und Stummfilmelemente\, Tortenschlacht und Blutbäder à la Tarantino die Gegenwärtigkeit des Mythos befeuern.  \n»Felicitas Hoppe hat der Strahlkraft dieses Mythos eine politische\, wenn man will kapitalismuskritische\, gleichzeitig aber auch ungemein unterhaltsame Deutung hinzugefügt – voller sprachlicher Raffinesse\, Witz\, Verspieltheit und feiner Ironie« (Angela Gutzeit\, SWR2). Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert. \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Die Tickets dazu gibt es hier: https://dringeblieben.de/videos/felicitas-hoppe-die-nibelungen-ein-deutscher-stummfilm \n  \nFoto: © Ekko von Schwichow
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SUMMARY:Other Writers Need to Concentrate
DESCRIPTION:Vorstellungen vom Autor*insein und von Familie wandeln sich. Der Blog »Other Writers Need to Concentrate« bildet das ab und vernetzt seine Mitglieder. Zwei davon\, Selim Özdogan und Simone Scharbert\, stellen ihre Perspektive und ihre Texte vor. Moderation: Sibylla Vričić Hausmann.   \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. \n\nFoto: © Lucie Ella | © Jo Hemberger
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SUMMARY:Christine Westermann empfiehlt …
DESCRIPTION:Schon das fünfte Mal ist Christine Westermann im Literaturhaus zu Gast\, um zusammen mit Volker Schaeffer das Bücherjahr Revue passieren zu lassen: Lieblingstitel und Bücher\, die Sie nicht verpasst haben sollten\, Geheim- und Geschenketipps für Familie\, Freunde oder sich selbst. Ein unterhaltsamer Leseabend in Ihrem Literaturhaus. \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Die Tickets dazu gibt es hier. \nFoto: (c) Ben Knabe\, networks
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SUMMARY:Preis der Literaturhäuser 2021: Ingo Schulze
DESCRIPTION:Ingo Schulze ist unser Preisträger der Literaturhäuser 2021! Es ist vor allem die Zeit der DDR\, die Wendezeit und Nachwendezeit\, die Ingo Schulze literarisch in seinen Büchern bearbeitet. Wer wir sind\, woher wir kommen\, wie wir erinnern und wohin wir steuern\, all das ist bei Ingo Schulze nicht enggeführt auf den Kosmos BRD/DDR\, sondern übertragbar und hochaktuell für unser Mit-\, Neben- und Gegeneinander in Europa und in der Welt. Im Gespräch mit Michael Reitz und moderiert von Johannes Schröer stellt er in Köln neue Texte vor. \nVeranstaltungspartner: Netzwerk der Literaturhäuser \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Die Tickets dazu gibt es hier. \nFoto: (c) Gaby Gerster\, laif
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SUMMARY:TAKE AWAY. LITERATUR UNTERWEGS: Bastian Schneider / Enno Stahl / Svenja Reiner
DESCRIPTION:Mit der neuen Reihe »Take away. Literatur unterwegs« bringt das Literaturhaus Köln an drei Nachmittagen im November Literatur und Gespräch in die Stadt\, live an unerwartete Orte. \nSieben Autor*innen treten mit essayistischen oder fiktionalen Texten auf\, die widerspiegeln\, was die Menschen mitten in der Stadt umgibt und an gesellschaftlichen Themen bewegt. Die Passant*innen können die Beiträge entweder via Smartphone live »mitnehmen« – oder sie später über die Website www.takeaway-literatur.de als Podcast abrufen. \nDie zweite Station von »Take away. Literatur unterwegs« führt zu einem leerstehenden Ladenlokal auf der Hohe Straße 62. Am Samstag\, 13. November\, präsentieren hier Bastian Schneider (14.00–14.30 Uhr Uhr)\, Enno Stahl (15.00–15.30 Uhr) und Svenja Reiner (16.00–16.30 Uhr) ihre Texte. \nBastian Schneider\, geboren 1981 in Siegen\, lebt in Köln. Er studierte deutsche und französische Literatur in Marburg und Paris sowie Sprachkunst in Wien. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise und Stipendien\, darunter 2019 das Dieter-Wellershoff-Stipendium und der Dresdner Lyrikpreis 2018. 2016 war er für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Zuletzt erschien sein Buch Paris im Titel. Geschichtchen (Sonderzahl Verlag 2020). \nEnno Stahl\, geboren 1962\, studierte Germanistik\, Philosophie und Italianistik und lebt in Neuss. Er veröffentlicht Prosa\, Lyrik\, Essays\, Glossen und Kritiken in Zeitungen und Rundfunk sowie in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erschienen sein Buch Die Sprache der Neuen Rechten: Populistische Rhetorik und Strategien und der Roman Sanierungsgebiete (beide Verbrecher Verlag). \nSvenja Reiner promoviert in Köln über Fans in der Neuen Musik. 2016 bekam sie den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik. Sie ist eine der Intiator*innen des feministischen Festivals Insert Female Artists. Zuletzt erschien von ihr ein Beitrag in der Anthologie FLEXEN. Flâneusen* schreiben Städte (Verbrecher Verlag 2019). \nDie von Svenja Reiner und Tilman Strasser moderierten Auftritte werden aufgezeichnet und können im Nachhinein als Podcast auf der Website www.takeaway-literatur.de nachgehört werden. \nWeitere Termine von »Take away. Literatur unterwegs«: \nAm Dienstag\, 23. November\, sind Jan Brandt (14.00–14.30 Uhr) und Hanna Engelmeier (15.00–15.30 Uhr) mit ihren Texten bei Arabella Braut- und Abendmoden am Eigelstein 54–56 zu Gast. \n\nGefördert von der Kunststiftung NRW\nVeranstaltungspartner: Kulturamt Köln\, Stadtmarketing Köln e.V.\, KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH\, Frankaflux\, GALERIA Karstadt Kaufhof\, Art-Invest Real Estate\, Arabella Braut- und Abendmoden
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SUMMARY:Jo Lendle: Eine Art Familie
DESCRIPTION:Jo Lendle erzählt die Geschichte einer deutschen Familie – seiner Familie. Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis in die junge DDR und Bundesrepublik entwirft er in Eine Art Familie (Penguin) ein raffiniertes Geflecht aus Verantwortung\, Ideal und Schuld. Über privates und politisches Handeln und über die feinen Unterschiede zwischen Schlaf\, Narkose und Tod spricht Jo Lendle mit Manuel Gogos. \n  \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Tickets zum Livestream gibt es hier. \n  \n  \nOrt: Literaturhaus Köln | Literaturhaus Köln virtuell\nEintritt: 11\,-/9\,- € | Mitglieder: 7\,- € | Online: 5\,- € \nFoto: (c) Jasper Bühler
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SUMMARY:Mona Ameziane: Auf Basidis Dach
DESCRIPTION:Wo ist eigentlich zu Hause – im Norden des Ruhrgebiets oder im Norden Marokkos? Aufgewachsen zwischen zwei Welten\, erzählt Mona Ameziane in Auf Basidis Dach (Kiepenheuer & Witsch) von Herkunft\, Marokko und ihrer halben Familie. Ihre Geschichten sind Roadtrip und literarische Spurensuche\, Identitätsfindung und Liebeserklärung – vorgestellt im Gespräch mit Simon Beeck. \nDie Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticket-Link dazu erscheint in Kürze auf der Seite des Literaturhauses Köln.\n \n  \nVeranstaltungspartner: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen\, Stadtgarten\, Kiepenheuer & Witsch \n  \nFoto: (c) Annika Fußwinkel \n  \n 
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SUMMARY:Georg Klein: Bruder aller Bilder
DESCRIPTION:Kaum ein Schriftsteller unserer Zeit handhabt die Mittel der erzählenden Literatur subtiler als Georg Klein\, kaum einer treibt das Spiel mit größerem Vergnügen und Eigensinn voran. Sein neuer Roman Bruder aller Bilder (Rowohlt) führt uns in die Redaktion einer süddeutschen Regionalzeitung – und in das Zwischenreich von Medialität und belebter Natur. Eine dunkle Komödie in leuchtender Prosa\, über die der Autor mit Thomas Böhm sprechen wird. \nMit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags. \n  \nFoto: (c) picture-alliance\, F.May
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SUMMARY:Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein
DESCRIPTION:Vier Frauen\, vier Lebensläufe\, die unauflöslich miteinander verstrickt sind und alle eine Geschichte teilen: Sasha Marianna Salzmann erzählt in Im Menschen muss alles herrlich sein (Suhrkamp) mit großer Intensität. Mit Miriam Zeh spricht sie über Umbruchzeiten – von der »Fleischwolf-Zeit« der Perestroika bis ins Deutschland der Gegenwart\, von Emigration und Neubeginn\, vom Schweigen über den Schmerz.
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DESCRIPTION:Wie entsteht ein übersetzter Text? \nSchauen Sie mit uns hinter die Kulissen des Übersetzens. In vier Veranstaltungen stellen Übersetzer*innen sich und ihre Arbeit vor.  \nMit Christine Battermann (Arabisch)\, Larissa Bender (Arabisch)\, Frank Heibert (Englisch)\, Peter Klöss (Englisch)\, Künstlicher Intelligenz (alle Sprachen)\, Sabine Müller (Indonesisch)\, Heike Patzschke (Japanisch)\, Giotto Roussiès (Piano) und Tobias Rothenbücher (Englisch). \nEine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V.
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SUMMARY:Literarischer Salon: Anne Weber
DESCRIPTION:Guy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2020\, Anne Weber. Hatte sie in August (S. Fischer) die Geschichte von Goethes Sohn als Puppenspiel gestaltet\, in dem dieser an den Fäden seines berühmten Vaters hängt\, so erneuert sie mit ihrem Roman Annette (Matthes & Seitz) das Heldenepos\, ja erschafft das Heldinnenepos. \nWie kaum ein anderes Werk der Gegenwartsliteratur sind die Bücher der deutschen Schriftstellerin und Wahl-Pariserin Anne Weber nicht nur von der Suche nach der erzählbaren Geschichte geprägt\, sondern auch von einer recherche de style\, nach einer Form\, die einzigartig ist und nur zu genau diesem Stoff passt. Ein literarischer Feinschliff\, der im Übrigen auch ihre grandiosen\, viel gerühmten Übersetzungen aus dem Französischen auszeichnet. \nIhre Bücher sind in diesem doppelten Sinne Entdeckungsreisen\, unabhängig\, ob sie nach den Ahnen fragen\, nach der Herkunft\, nach dem\, was politisches Handeln oder die Liebe ausmacht\, oder auch nach dem erzählenden Ich. Nun hat Anne Weber im vergangenen Jahr für ihren politischsten Roman den Deutschen Buchpreis erhalten. Dass sie im digitalen Zeitalter ausgerechnet die alte\, in Deutschland beinah vergessene Tradition des Versepos auf die Bestsellerlisten bringt\, gehört zu den seltsamsten und schönsten Kapriolen des Literaturbetriebs. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner\, Augenklinik am Neumarkt \n\nFoto: (c) Thorsten Greve
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SUMMARY:60 Jahre Anwerbeabkommen Türkei
DESCRIPTION:Vor 60 Jahren wurde das Anwerbeabkommen der BRD mit der Türkei geschlossen. Dilek Güngör liest aus Ich bin Özlem und aus Vater und ich (beide Verbrecher Verlag) und Cihan Acar aus Hawaii (Hanser Berlin) – Werke\, die von Zugehörigkeit\, Ausgrenzung und Identität handeln. Die beiden sprechen mit Aydin Üstünel (Deutsche Welle) über Fremdzuschreibungen\, die Menschen in der BRD erfahren\, über Heimatlosigkeit und Toleranz. \nIn Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln und mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW \nDer Link zur Anmeldung für diese Veranstaltung ist so bald wie möglich auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar. \nEintritt: frei\, Anmeldung erwünscht \n  \nFotos: (c) Robin Schimko | Ingrid Hertfelder
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SUMMARY:Colum McCann: Apeirogon
DESCRIPTION:In Apeirogon (Rowohlt) entfaltet Colum McCann den Palästinakonflikt in seiner ganzen Historie und Komplexität. Er erzählt von den Freunden Rami und Bassam. Beide Männer hatten Töchter\, beide starben: Ramis Tochter wurde Opfer eines palästinensischen Selbstmordbombers. Bassams Tochter starb durch die Kugel eines israelischen Grenzpolizisten. Aus den USA ins Literaturhaus zugeschaltet\, stellt Colum McCann im Gespräch mit Angela Spizig den Roman vor. Bernd Reheuser liest aus der Übersetzung von Volker Oldenburg. \nEin Apeirogon ist eine geometrische Form mit einer gegen unendlich gehenden Zahl von Seiten. Und so fächert Colum McCann in Apeirogon nach und nach schier unendliche Seiten auf\, schreibt nicht nur über einen unheimlich aktuellen politischen Konflikt\, sondern auch über die Frage\, wie man nach dem Tod seines Kindes weiterlebt und wo unsere Schicksale sich im Erzählen verbinden. Denn: Die Geschichte von Bassam und Rami hat reale Vorbilder. Es entfaltet sich ein kaleidoskopischer Roman aus filigran verbundenen Fragmenten\, in ihm verbirgt sich eine unendlich vernetzte Welt: Weltgeschichte\, Anekdoten\, menschliches Leiden und Freundschaft; zwei Männer aus dem Nahen Osten\, ein irischer Autor aus New York und Publikum im Kölner Literaturhaus. \nVeranstaltungspartner: Städtepartnerschaft Köln/Bethlehem\, Rowohlt Verlag \n  \nFoto: © P. Matsas\, Opale\, Leemage\, laif
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SUMMARY:Dinçer Güçyeter & Martina Hefter
DESCRIPTION:Zwei\, die sich schätzen\, treffen sich im Literaturhaus Köln. Martina Hefters Gedichte – zuletzt In die Wälder gehen\, Holz für ein Bett klauen (kookbooks) – sind raue\, zärtliche poetische Gesänge\, die die politische Lyrik vom Kopf ihrer Diskurse auf ihre poetischen Füße zurückstellen. Und Dinçer Güçyeter gräbt im neuen Gedichtband Mein Prinz\, ich bin das Ghetto (elif Verlag) nach den Wurzeln seiner Herkunft\, leuchtet das Geflecht familiärer Bindungen aus\, die Herausforderungen des Aufbruchs ins Ungewisse. \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Tickets zum Livestream gibt es über diesen Link: \nhttps://dringeblieben.de/videos/dincer-gucyeter-martina-hefter \nMit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW \n\nFotos: © Sascha Kokot / © Yavuz Arslan
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SUMMARY:»Buch für die Stadt«: Jackie Thomae
DESCRIPTION:Jackie Thomaes Roman Brüder (btb) ist das »Buch für die Stadt« 2021! \nBrüder erzählt von zwei Männern\, geboren im gleichen Jahr in der DDR\, Kinder desselben Vaters\, der ihnen nur seine dunkle Haut hinterlassen hat. Die Fragen\, die sich ihnen stellen\, sind dieselben. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein: Mick\, Lebemann und liebenswerter Chaot\, der auf der Überholspur durch das Berlin der 90er surft. Gabriel\, Familienvater und prominenter Stararchitekt in London\, plötzlich bloßgestellt und angeklagt. \nEin großer deutscher Gesellschaftsroman\, der von Herkunft und Identität erzählt\, von Freundschaft und der Lücke\, die abwesende Eltern hinterlassen. Ein Roman über DDR\, Nachwendezeit und Nullerjahre\, mit den großen Themen unserer Zeit im Visier und der Frage\, wie wir werden\, wer wir sind. »Man gleitet in diesen Roman wie in einen Wortwechsel an der Bar« (SZ). \nAnne Burgmer moderiert die Auftakt-Matinee\, die die Aktionswoche vom 3. bis 9. Oktober eröffnet. \nVeranstaltungspartner: Kölner Stadt-Anzeiger\, Schauspiel Köln\, btb \nMit freundlicher Unterstützung von JTI \n  \nFoto: © Urban Zintel
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LOCATION:Schauspiel Köln im Depot 1\, Schanzenstraße 6-20\, Köln\, Deutschland
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SUMMARY:Buchpremiere Kai Meyer: Fürimmerhaus
DESCRIPTION:Buchpremiere: Der Phantastik-Autor Kai Meyer stellt Fürimmerhaus (Fischer Sauerländer) vor. Es steht zwischen den Welten\, am Ufer eines dunklen Ozeans\, hat tausende Hallen und Säle und endlose Korridore. Und es wächst immer weiter und verändert sich. Kai Meyer spricht mit Margarete von Schwarzkopf über phantastische Welten\, junge Heldinnen und Helden und seine spannende Arbeit als Autor von über 60 Romanen. \nIm Fürimmerhaus stranden junge Heldinnen und Helden\, die ihre Welten vor dem Untergang bewahrt haben. Die Herrschenden fürchten ihre Macht und schicken sie hierher ins Exil. Doch Carter ist kein Held wie die anderen. Er besitzt keine Erinnerung\, ist nur von einem überzeugt: Er hat niemals eine Welt gerettet. Und so begibt er sich auf die abenteuerliche Reise durch das Fürimmerhaus\, auf der Suche nach seiner Bestimmung. \n\nFoto: (c) Stefan Freund
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SUMMARY:Yaa Gyasi: Ein erhabenes Königreich
DESCRIPTION:Die ghanaisch-US-amerikanische Schriftstellerin Yaa Gyasi und ihr zweiter Roman Ein erhabenes Königreich (DuMont): Der frühe Tod ihres Bruders und die Depression der Mutter haben dazu geführt\, dass Gifty als erwachsene Frau ihren Glauben gegen die Neurowissenschaften eingetauscht hat. Die bewegende Geschichte einer ghanaischen Einwandererfamilie in Alabama\, nominiert für den Women’s Prize for Fiction 2021. \nVeranstaltungspartner: DuMont Buchverlag\, stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V. \n  \nFoto: (c) Peter Hurley
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SUMMARY:Douglas Stuart: Shuggie Bain
DESCRIPTION:Booker Prize-Gewinner Douglas Stuart und sein hochgelobtes Debüt Shuggie Bain (Hanser Berlin): Es ist die Geschichte von Shuggie\, der im verarmten Glasgow der 1980er-Jahre mit der Alkoholsucht der Mutter und gegen die totale Perspektivlosigkeit kämpft. Über den tieftraurigen und zugleich zärtlichen Roman\, über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe spricht Julian Hanebeck mit dem Autor. Stefko Hanushevsky liest aus der Übersetzung von Sophie Zeitz. \nVeranstaltungspartner: Hanser Berlin \n  \nFoto: (c) Martyn Pickersgill
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SUMMARY:[ABGESAGT] zwischen/miete nrw digital: Jasmin Schreiber
DESCRIPTION:Die »Autorin der Stunde« (F.A.Z.) erzählt von einem Leben\, das aus den Fugen gerät: Als sein bester Freund Jakob stirbt\, findet sich Prometheus im freien Fall wieder. Auf der Flucht vor Polizei\, Familie und sich selbst landet er an einem dänischen Strand – wo etwas Unerwartetes geschieht. Über ihren zweiten Roman Der Mauersegler (Eichborn) spricht Jasmin Schreiber mit Tilman Strasser.  \nzwischen/miete nrw ist eine Veranstaltungsreihe von Literaturhaus Bonn und Tilman Strasser\, gemeinsam mit Literaturhaus Köln\, Literaturbüro NRW\, Literaturbüro Ruhr und Burg Hülshoff – Center for Literature. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und das Programm NEUSTART KULTUR über den Deutschen Literaturfonds \nOrt: online (Link auf literaturhaus-koeln.de | zwischenmiete.nrw) \nEintritt: frei \n  \n– DIE VERANSTALTUNG MUSSTE LEIDER ABGESAGT WERDEN –  \n  \nFoto: (c) Jasmin Schreiber
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