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SUMMARY:Monica Ali: Liebesheirat
DESCRIPTION:In Liebesheirat (Klett-Cotta)\, dem lang erwarteten neuen Roman von Monica Ali\, erzählt die große britische Autorin von Yasmin und Joe\, deren Hochzeitspläne die Unterschiede ihrer Herkunft unüberwindbar scheinen lassen. Während Yasmins Familie traditionsbewusst und konservativ ist\, hat Joes Mutter den Ruf einer feministischen Ikone. Das Aufeinandertreffen der beiden Familien ist zugleich der Versuch\, einander zu verstehen. Über das Aushandeln von Tradition und Progression spricht Monica Ali mit Julian Hanebeck. Aus der Übersetzung von Dorothee Merkel liest Azizè Flittner. \nZu Beginn von Liebesheirat sieht Yasmin nervös einem ersten Familienessen im Haus ihrer zukünftigen Schwiegermutter Harriet im noblen Primrose Hill entgegen. Ihre Mutter Anisah hat zehn Stunden in der Küche gestanden\, um schließlich aus dem Londoner Süden mit Tragetaschen voller Tupperware vor der Tür der eleganten Harriet zu stehen. Diese ist bekannte Autorin\, eines ihrer feministischen Bücher ist bereits im Küchenabfall der konservativen Ghoramis gelandet. Während Harriet mit Neugier auf die neue multi-kulturelle Familienbande schaut\, kann sich Yasmin des Verdachts nicht erwehren\, dass sich die oberflächlichen Unterschiede zwischen den Familien als unüberbrückbar erweisen könnten.\nDie Bühne ist bereitet für die Spannungsfelder moderner Identität: Herkunft\, Geschlecht\, Glaube\, Sexualität. Wie schon in ihrem Bestseller Brick Lane (Klett-Cotta) begeistert Monica Ali mit ihrer brillanten Erkundung der Komplexität menschlicher Beziehungen und mit ihren scharfsinnigen Beobachtungen zu den großen Themen Liebe\, Sex und Culture Clash. Liebesheirat ist ein Roman über Zusammengehörigkeit – zwischen Kulturen\, Familien\, Paaren. Was als tragikomischer Liebesroman beginnt\, entwickelt sich zu einer bewegenden Geschichte\, in der Beziehungen neu bewertet und auf den Prüfstand gestellt werden müssen. \nVeranstaltungspartner: Klett-Cotta \nFoto: (c) Yolande De Vries
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SUMMARY:Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum
DESCRIPTION:Ein von Schatten begrenzter Raum (Suhrkamp) sei »eine Kulturgeschichte des Kontinents\, wie es noch keine gab«\, so die Begründung für den Bayerischen Buchpreis 2021 für Emine Sevgi Özdamar. Ihr neues Buch erzählt vom Militärputsch 1971 in Istanbul\, von Flucht und Ankommen in Europa und einem europäischen Künstlerinnenleben\, in dem es möglich scheint\, einzig mit der Poesie Grenzen einzureißen. Mit Ulrich Noller spricht die Autorin über ein Leben mit der Kunst. \nWenn man von seinem eigenen Land einmal weggegangen ist\, dann kommt man in keinem neuen Land mehr an. Dann werden nur manche besonderen Menschen dein Land. \nAls das türkische Militär 1971 putscht\, flieht eine junge Künstlerin aus Istanbul übers Meer nach Europa\, wo sie den kulturellen Reichtum ihres Landes teilen und lebendig erhalten möchte – ohne einzig auf ihre Heimat reduziert zu werden. Sie entdeckt im Berlin der Mauerjahre und im Nouvelle-Vague-Milieu von Paris eine Welt\, in der künstlerische Biografie und politische Ereignisse untrennbar miteinander verwoben sind\, eine Welt\, die von einer faszinierenden Freiheit und Offenheit durchzogen ist. Emine Sevgi Özdamars Istanbul-Berlin-Trilogie (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) liegt fast zwanzig Jahre zurück. Mit Ein von Schatten begrenzter Raum schreibt die in Berlin lebende Schriftstellerin und Schauspielerin nun ein »geistiges Gründerzeitmärchen« (Die Welt)\, ein wortgewaltiges Loblied auf das Wunder der Kunst\, des Theaters und der Literatur.\n»Der Blick\, den Özdamar freigibt auf Fremdsein und Fremd-gemacht-Werden\, auf Sprachverlust und Sprachermächtigung\, gehört zu den großen Geschenken des Buchs an seine Leser« (FAZ).
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SUMMARY:Chloé Delaume: Das synthetische Herz
DESCRIPTION:In ihrem aktuellen Roman Das synthetische Herz (Liebeskind)\, ausgezeichnet mit dem Prix Médicis\, erzählt Chloé Delaume vom Schlachtfeld Beziehungsmarkt\, von den Enttäuschungen des Älterwerdens und dem Wunsch nach weiblicher Souveränität. Im Literaturhaus spricht sie mit Angela Spizig. Aus der Übersetzung von Claudia Steinitz liest Milena Karas. \nDies ist die Geschichte einer Rose\, die noch nicht weiß\, dass sie zum Mauerblümchen wird. Adélaïde Berthel ist eine Frau wie viele andere. Für die mit sechsundvierzig Jahren das Ende der Mädchenträume eingeläutet wird. \nAdélaïde ist sechsundvierzig und nach einer längst überfälligen Trennung endlich wieder Single – eine aussichtsreiche Situation\, wie sie zunächst glaubt. Doch ihre Suche nach einem neuen Partner entpuppt sich als Tour de Force. Sie\, die sich selbst immer als die treibende Kraft ihrer Entscheidungen sieht\, die nichts bereut und in keine Opferrolle passt\, fühlt sich nach dem Auszug aus der großzügigen gemeinsamen Wohnung in ihr eigenes winziges Apartment\, als wäre sie nicht mehr die Heldin ihres Lebens. Einsamkeit lastet auf ihr »wie ein Sack voller Katzenbabys\, die man zum Fluss trägt«\, sie muss sie erlernen wie »die Exilantin eine fremde Sprache«. Bis jetzt verließ sie immer einen Mann für einen anderen\, sie war neun Mal verliebt\, hatte acht Liebhaber\, einen Ehemann. Nun aber hat sie Angst vor der Zukunft\, »die keine Blüten tragen wird«. Sie hat keine Wahl\, sagt die Statistik\, es gibt viel mehr Frauen als Männer\, und Männer sind entweder verheiratet\, suchen nach jüngeren Frauen oder sterben zuerst.\nZwischen Euphorie und Angst bewegt sich Adélaïde in Chloé Delaumes neuem\, in Frankreich hochgelobten Roman. Das synthetische Herz ist eine humorvolle\, scharfzüngige Satire auf romantische Vorstellungen von Paarbeziehungen\, es ist zugleich ein Roman über Möglichkeiten\, ein Manifest für mehr weiblichen Mut und innere Freiheit. \nVeranstaltungspartner: Institut francais\, Liebeskind Verlag \nFoto: (c) Hermance Triay
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SUMMARY:Literarischer Salon: Norbert Gstrein
DESCRIPTION:Guy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Norbert Gstrein. \nWas ist Wahrheit? Kann es Eindeutigkeit geben? Stimmt das\, was mir da erzählt wird? Der 1961 in Tirol geborene Norbert Gstrein gilt als Meister des Multiperspektivischen. Wer Glatteis liebt\, ist hier richtig. Wer das nicht tut\, ebenfalls\, denn Norbert Gstreins Kunst weckt gerade durch ihren virtuosen Hang zur Ambivalenz jene Reflexion\, die einen vorsichtig werden lässt. »Stilistischer Meister«\, »raffiniertester deutschsprachiger Erzähler«\, die Kritiker überbieten sich bei jedem neu erschienenen Buch Norbert Gstreins\, dessen letzter Roman Der zweite Jakob auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2021 stand. Darin geht es um einen Ich-Erzähler\, einen Schauspieler\, der eine schreckliche Schuld zu vertuschen versucht\, und die Leser bleiben ihm bis zur letzten Seite auf der Spur\, so geistreich\, furios und spannend ist das alles erzählt. \nEine Veranstaltung im Rahmen der lit.COLOGNE. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner \nFoto: (c) Oliver Wolf
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SUMMARY:Bettina Flitner: Meine Schwester
DESCRIPTION:Der Selbstmord der Schwester reißt die Fotografin Bettina Flitner in tiefe Verzweiflung\, der sie mit diesem Buch das Erzählen entgegensetzt. Mit einem an der Fotografie geschulten\, unbestechlichen Blick\, voller Hingabe\, Witz und Traurigkeit erzählt Bettina Flitner die Geschichte einer innigen Geschwisterbeziehung. Indem sie erinnert\, schreibt sie gegen den Tod an\, im Schreiben verarbeitet sie ihren Schmerz. Meine Schwester (Kiepenheuer & Witsch) ist ein tief bewegender Text. Jürgen Wiebicke moderiert. \nMeine Fragen habe ich nicht beantwortet bekommen. Im Gegenteil. Es sind noch mehr Fragen hinzugekommen. Aber vielleicht ist es ja so\, dass die Fragen wichtiger sind als die Antworten. Eins aber hat sich grundlegend verändert. Schon als ich schrieb\, habe ich es gemerkt. Das Gefühl des Ausgeliefertseins wich. Es wurde leichter\, immer leichter. Ich tauchte zurück und holte Stück für Stück hoch. Alles\, was seit Jahren in Kommode und Keller gelegen hatte. Ich fand Briefe und Fotos und ein Tagebuch. Ich musste lachen. Ich musste weinen. Ich wurde wütend. \nIm Schreiben liegt ein ungeheurer Trost. Davon zeugt Bettina Flitners autobiographisches Buch Meine Schwester\, in dem sie den tragischen Verlust ihrer Schwester verarbeitet\, erzählend ihre eigene Trauer bewältigt. Drei Jahre liegt es im Moment des Niederschreibens zurück\, dass sich die geliebte Person das Leben nahm – ein Schock\, auf den Verzweiflung und Lähmung folgten. Den Ausbruch aus Trauer und Resignation schafft sie schlussendlich\, als sie zu schreiben beginnt: Meine Schwester ist ein Buch der Befreiung. \nMit beinahe fotografischem Blick erzählt Bettina Flitner von einer innigen\, komplexen Geschwisterbeziehung und stellt sich in aufrichtiger Selbstreflexion den Gespenstern der Vergangenheit. Entstanden ist ein mutiges Buch\, das zum Thema macht\, was vielerorts tabuisiert und totgeschwiegen wird. Ein Dokument der Hoffnung\, das in der vermeintlichen Ausweglosigkeit Perspektiven findet. \nVeranstaltungspartner: lit.COLOGNE\, Kiepenheuer & Witsch \nFoto: (c) Bettina Flitner
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SUMMARY:Yannic Han Biao Federer: Tao
DESCRIPTION:Buchpremiere von Yannic Han Biao Federers zweitem Roman Tao (Suhrkamp)! Darin erzählt er von der Spurensuche Taos nach Vater und Großvater\, entlang postkolonialer Verwerfungen\, in der deutschen Provinz wie im zerrissenen Hongkong von heute. Tao beginnt zu schreiben\, um die eigene Geschichte zu ordnen. Im Gespräch mit Tilman Strasser stellt Yannic Han Biao Federer die Frage\, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann\, wem sie gehört – und was sie verspricht. \nTao nannte Miriam mich nur\, wenn wir allein waren und nackt oder kurz vor Küssen\, die nicht beiläufig waren\, sondern bedeutsam und ernst\, sonst sagte sie Tobi\, wie alle anderen auch\, die wenigsten wissen\, dass ich eigentlich Tao heiße. \nMitunter erzählen Namen Geschichten – um den Namen des Protagonisten von Yannic Han Biao Federers neuem Roman rankt sich eine Geschichte über Flucht\, Verlust und Entfremdung. \nTobi heißt eigentlich Tao\, doch seinen chinesischen Namen kennen die wenigsten – nur Miriam nennt ihn manchmal so. Als sie Tao verlässt\, reist er mit dem Auto quer durch Europa\, um der Trauer über die Trennung zu entkommen. Die Flucht setzt Erinnerungen frei – nicht nur an die gemeinsamen Jahre mit Miriam\, sondern auch an den Tod seines Vaters\, der vor Jahren in Hongkong verschwand\, wo er wiederum der Geschichte des eigenen Vaters nachspürte. Beginnend bei Taos Großvater\, der einst von Menschenhändlern nach Indonesien verschleppt worden war\, über seinen Vater\, den die Diskriminierung der chinesischen Minderheit zur Flucht nach Deutschland zwang\, bis hin zu Tao ziehen sich die Wirren eines mehrgenerationellen Traumas. Nun liegt es an Tao\, sich auf die Spur seiner Vorfahren zu begeben und schreibend seine eigene Geschichte und die seiner Familie zu ergründen. \nTao erzählt beinahe lakonisch vom Scheitern einer Beziehung und von der Biographie einer Familie\, die von Entfremdung und Entwurzelung geprägt ist. Dabei reflektiert Yannic Han Biao Federer zugleich über Identität und Flucht\, stellt aktuelle Fragen nach dem Zusammenhang von Erinnerung\, Erfahrung und Erzählung: Wem gehört Erfahrung und wie kann man sie sprachlich weitergeben\, ohne sie ihrem Eigentümer zu entreißen? Kann das Erzählen die Erinnerung vor dem endgültigen Vergessenwerden bewahren – oder verwandelt es sie in Fiktion? \nVeranstaltungspartner: Suhrkamp Verlag
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SUMMARY:Priya Basil: Im Wir und Jetzt. Feministin werden.
DESCRIPTION:Weltfrauentag im Literaturhaus Köln! Wir begehen diesen Tag mit Priya Basil und Im Wir und Jetzt (Suhrkamp\, Übersetzung von Beatrice Faßbender). Darin beschreibt Priya Basil die strukturellen Bedingungen der Ungleichheit der Geschlechter anhand biografischer Erzählung\, theoretischer Betrachtung und mitreißender Gesellschaftsanalyse. Was tun gegen die tief verwurzelte Abwertung von Frauen in unserer Sprache\, Geschichte und Gesellschaft? Darüber spricht die Autorin mit Beatrice Faßbender. \nWas ist feministisch? Ich habe hundert Antworten oder keine einzige\, weil ich an einer allein nicht festhalten kann. \nPriya Basil\, die das Wort feministisch in ihrer Kindheit in den 1980er-Jahren in Kenia nie gehört hat\, sucht nach ihrer eigenen feministischen Stimme\, indem sie mit großer Intimität vom Aufwachsen zwischen ihrer Mutter\, die vom Vater vergewaltigt wurde\, und ihrer Großmutter erzählt. Getrieben von der Vergangenheit\, der Vielfalt der Positionen und einer außerordentlichen Erfahrung – der kollaborativen Übernahme eines Modemagazins durch 39 Frauen –\, gibt sie Einblick in die strukturellen Bedingungen der Ungleichheit der Geschlechter und die Kämpfe der Frauen dagegen. Brilliant verbindet die heute in Berlin lebende britisch-indische Schriftstellerin Selbstverortung mit Philosophie und mitreißender Gesellschafts-analyse. Und beschreibt mithilfe vieler Verbündeter ihren Weg zu mehr Gerechtigkeit und Gleichheit. »Ein erhellender Bewusstseinsstrom über das Schweigen ihrer Mutter\, die Fehlschlüsse der MeToo-Bewegung und die Frage\, was heute männlich ist« (ZEITmagazin). \nFoto: (c) Claudia Knöpfel
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SUMMARY:Judith Kuckart: Café der Unsichtbaren
DESCRIPTION:Ein Roman über die Kraft des Erzählens und Zuhörens: In Judith Kuckarts neuem Roman Café der Unsichtbaren (DuMont) begegnen sich bei Sorgentelefon e.V. sieben Menschen mit ganz und gar unterschiedlichen Geschichten. Sie alle erfahren\, dass das Zuhören den Anrufenden in einer schlaflosen Nacht das Gefühl von Ausweglosigkeit nehmen kann und mit dem Zuhören auch die eigene Biografie einen unerwarteten Sinn bekommt. Im Gespräch mit Michael Serrer fischt Judith Kuckart Lebensgeschichten aus dem Dunkel des Unerzählten. \nIch komme einfach nicht raus aus diesem Gefühl der Gefühllosigkeit\, wiederholte an manchen Tagen ein Anrufer nach dem nächsten\, sodass Rieke versucht war\, allen eine gemeinschaft-liche Sammelklage vorzuschlagen. Denn dieser chronische Kummer konnte nicht nur mit den Anrufenden zusammenhängen. Wer sonst war noch schuld? Irgendjemanden musste es geben\, der all diese Unglücklichen in den gleichen Regenmantel gesteckt hatte\, an dem das Leben so schmerzlich abperlte. War das so? War diese Gesellschaft so? \nJudith Kuckart stellt ihren neuen Roman Café der Unsichtbaren vor. Darin erzählt sie von scheinbarer Ausweglosigkeit und Hoffnung\, von der Erlösung des Sich-Mitteilens und den Überraschungen des Zuhörens. \nRieke ist die\, die am anderen Ende der Leitung dem Leid der Menschen Gehör schenkt: Als Telefonseelsorgerin bei Sorgentelefon e. V. ist sie gewissermaßen eine professionelle Zuhörerin. Auch Matthias\, Wanda\, Marianne\, Emilia\, Lorentz und die 80-jährige von Schrey gehören zur Sorgentelefon-Gruppe. So unterschiedlich die sieben sein mögen\, sie alle eint die Erfahrung\, dass das Zuhören nicht nur den Anrufenden das Gefühl der Ausweglosigkeit nehmen kann\, sondern auch einen Zugang zu den eigenen Lebenserfahrungen öffnet\, der Trost spendet: »Denn im Erzählen bekommen die schlimmsten Katastrophen einen Sinn.« \nIn den bekenntnisreichen Anrufen entsteht ein unsichtbares Netz zwischen Menschen\, deren Leben einander scheinbar nicht berühren\, eine Verbindung zwischen Rand und Mitte der Gesellschaft\, die aus den Lebensgeschichten der Verzweifelten erwächst. \nVeranstaltungspartner: DuMont Buchverlag \nFoto: © Burkhard Peter
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SUMMARY:#StandWithUkraine – Eine Solidaritätsveranstaltung von Literaturhaus Köln und Literaturszene Köln für die Bevölkerung in der Ukraine
DESCRIPTION:Kölner Autorinnen und Autoren erheben ihre Stimmen für den Frieden in der Ukraine und für die Demokratie. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. \nAm kommenden Sonntag\, 6. März 2022\, um 18.00 Uhr werden Texte ukrainischer Autorinnen und Autoren auf der Bühne des Literaturhaus Köln gelesen\, vor Publikum und im Livestream. Die Veranstaltung endet gegen 19.30 Uhr und ist eine Solidaritätsbekundung für die Ukraine\, ihre Künstler*innen und ihre Bevölkerung. Alle Beteiligten an der Veranstaltung arbeiten honorarfrei. Eintrittsgelder und Spenden werden über eine souveräne Organisation an notleidende Ukrainer*innen weitergegeben. \nGelesen wird aus Texten von: \nJurij Andruchowytsch – Dmitrij Kapitelman – Andrej Kurkow – Tanja Maljartschuk – Katja Petrowskaja – Oksana Sabuschko – Zanna Sloniowska – Iryna Vikyrchak – Natascha Wodin – Serhij Zhadan u. a. \nEs treten auf: \nAndrea Badey – Christoph Danne – Yannic Han Biao Federer – Joachim Geil – Anke Glasmacher – Janko Hanushevsky – Roswitha Haring – Juliana Kálnay – Peter Licht – Lubomyr Melnyk (Musik\, via Einspielung) – Melanie Raabe – Peter Rosenthal – Anna Sarvira mit André Patten – Simone Scharbert – Günter Wallraff – Gerrit Wustmann \nFür den Besuch im Literaturhaus ist eine Anmeldung erforderlich unter 0221-995558-0 (werktags) oder info@literaturhaus-koeln.de. Es gilt die 2G-Plus-Regel und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. \nEintritt: 10\,- €\, um Spenden wird gebeten­­­­\nSpendenkonto Literaturhaus Köln: IBAN: DE35 3705 0198 0022 4529 57\,\nBIC: COLSDE33XXX\, Sparkasse KölnBonn\, Stichwort »Ukraine«\nTickets im Vorverkauf über tickets.qultor.de: https://tinyurl.com/QultorStandWithUkraine \nZugang zum Livestream über https://dringeblieben.de/videos/standwithukraine-eine-solidaritatsveranstaltung-von-literatu \nInformation und Kontakt:\nSonja Herrmann\nLiteraturhaus Köln\, Großer Griechenmarkt 39\nTel. 0221 / 99 55 58 12 ● Fax: 0221 / 99 55 58 15\nherrmann@literaturhaus-koeln.de\, www.literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Adania Shibli: Eine Nebensache
DESCRIPTION:Im Sommer 1949 wird ein palästinensisches Beduinenmädchen von israelischen Soldaten vergewaltigt\, ermordet und in der Wüste verscharrt. Jahrzehnte später versucht eine junge Frau aus Ramallah\, mehr über diesen Vorfall herauszufinden. Adania Shibli verwebt in Eine Nebensache (Berenberg\, Übersetzung von Günther Orth) die Geschichten beider Frauen zu einer eindringlichen Meditation über Krieg\, Gewalt und die Frage nach Gerechtigkeit im Erzählen. Jan Ehlert moderiert\, aus der deutschen Übersetzung liest Beatrice Faßbender. \nMan reißt ein Grasbüschel aus und glaubt\, man sei das Kraut für immer los\, aber nach einem Vierteljahrhundert wächst Gras derselben Art an derselben Stelle wieder nach. \n»Adania Shibli wagt viel\, wenn sie das Schlüsselereignis ihres Romans – die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Beduinin – zwei äußerst ichbezogenen Erzählern anvertraut\, einem israelischen Psychopathen und einer palästinensischen Amateurdetektivin unter Autismus-Verdacht. Dieser Umweg erweist sich als voll und ganz gerechtfertigt«\, schreibt J. M. Coetzee über Eine Nebensache. Weil das Verbrechen auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre vor ihrer Geburt begangen wurde\, ist eine junge Frau aus Ramallah geradezu besessen davon\, mehr über die Tat herauszufinden. Auf ihrer Spurensuche stößt sie auf viele tausend Nebensachen\, die in der Geschichtsschreibung nicht auftauchen\, und fügt sie zu einer neuen Perspektive zusammen. Adania Shibli\, die 2021 für Eine Nebensache für den International Booker Prize nominiert war\, spürt in ihrem Roman der Frage nach\, was Geschichten bewahren können\, was erzählt\, was ausgelassen wird. Und beschwört im Erzählen eine Gegenwart\, die von der Vergangenheit heimgesucht wird. \nVeranstaltungspartner: Berenberg Verlag  \nFoto: © Hartwig Klappert
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SUMMARY:Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur
DESCRIPTION:In Februar 33. Der Winter der Literatur (C.H.Beck) vergegenwärtigt Uwe Wittstock die Atmosphäre der Tage zwischen Hitlers Regierungsantritt und dem Außerkraftsetzen aller Bürgerrechte. In kurzer Zeit weicht das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit einem langen Winter und es entscheidet sich\, wer um sein Leben fürchten und fliehen muss und wer antritt\, um im Windschatten der Täter Karriere zu machen. Im Gespräch mit Elke Heidenreich entfaltet Uwe Wittstock das Mosaik dieses alles verändernden Februars 1933. \nManche Laufbahn\, die hoffnungsvoll startete\, erholte sich von diesem Monat nicht mehr. Allzu viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen verstummten und verstanden fast spurlos. Eine lebensentscheidende Wende war es für alle. \n»Das hier sind keine Heldengeschichten«\, schreibt Uwe Wittstock gleich zu Beginn seines Tatsachenbuches\, das sich dem Schrecken des Februars 1933 gleichermaßen berichtend wie erzählend nähert. »Es sind Geschichten von Menschen\, die in extreme Gefahr gerieten« – 1933 sind das auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Thomas Mann\, Erich Maria Remarque\, Bertolt Brecht und Ricarda Huch. Aus den Biografien vielzähliger literarischer Prominenter fügt Uwe Wittstock ein Kaleidoskop der stark vernetzten Literaturszene der Weimarer Republik zusammen\, der im Monat der ›Machtergreifung‹ ihr jäher Niedergang bevorsteht. Dabei fängt er die Atmosphäre einer Zeit ein\, in der Literatur zu schreiben zu einer unmittelbaren Gefahr und Literaten entweder zu Flüchtenden oder zu Mitläufern eines faschistischen Terrorstaates wurden. \nFebruar 33 ist ein »aufrüttelndes und ergreifendes Buch« (SZ)\, das klug zwischen Tatsachenbericht und Geschichtserzählung changiert und mit bislang teils unbekanntem Text- und Bildmaterial aus den 30er-Jahren aufwartet. Zugleich lässt sich Uwe Wittstocks Blick auf den Winter der Literatur als Mahnung an unsere Gegenwart begreifen\, denn eine Zeit globaler Krisen\, in der demokratische Prozesse auf die Probe gestellt werden\, verleihen seinen Beobachtungen eine mitunter dringliche Aktualität.  \nFoto: (c) Jonas Skorpil
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SUMMARY:Moritz Rinke: Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García
DESCRIPTION:Ein Postbote auf Lanzarote\, der um seinen Sohn kämpft\, ein dunkles Familiengeheimnis aus dem Spanischen Bürgerkrieg und ein blauer Ball\, der über die Insel der hundert Vulkane bis nach Afrika rollt: Moritz Rinke entfacht in seinem zweiten Roman Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García (Kiepenheuer & Witsch) mit unvergleichlicher Tragikomik und schier atemberaubender Erzählkunst ein Feuerwerk an Geschichten. Margarete von Schwarzkopf moderiert.  \n»Hier ist ja nichts! Eine Insel mit nichts!«\, hatte Pedro manchmal erboste Touristen bei Carlota an der Rezeption im Crystal Palace sagen hören\, aber das stimmte nicht. Sie hatten keine Ahnung von der Anmut der schwarzen Strände\, der braunen\, rotbraunen\, feuerroten\, gelbbraunen oder ockerroten und ockerbraunen Vulkane. Manchmal waren sie in der Abendsonne auch plötzlich hellbeige und gelb bis blau oder lila. \nPedro Fernández García ist Postbote auf Lanzarote\, ein »cineastischer Postbote«\, wie er selbst sagt – denn seine Dienstzeit verbringt er mit James Bond und Indiana Jones im Kino\, wenn er nicht gerade in den Norden der kargen Insel fährt\, um am Hafen einen Café con leche zu trinken. Seit der Erfindung des Internets stellt er bis auf die lästigen\, in Plastikfolie eingeschweißten Werbeprospekte kaum noch Post zu. So bleibt ihm schier unendlich viel Zeit\, seinem Sohn Miguel alles über die Insel der hundert Vulkane zu erzählen und den Geheimnissen seiner Familie nachzuspüren: Was hat sein Großvater in den Dreißigerjahren in Spanisch-Marokko gemacht und wer war der mysteriöse Deutsche\, bei dem er damals angestellt war? Außerdem sind da noch sein Freund Tenaro\, ein arbeitsloser Fischer ohne Boot\, und Amado\, ein Geflüchteter aus Äquatorialguinea\, mit denen Pedro den atemberaubenden Plan fasst\, seinen Sohn\, der zu seiner Mutter nach Barcelona zieht\, auf die Insel zurückzuholen. \nMit Leichtigkeit und Verve erzählt Moritz Rinke eine Vater-Sohn-Geschichte\, aus der eine Vielzahl weiterer Erzählstränge über Fußball\, Literatur und die Globalisierung sprießt. Zugleich ist der zweite Roman des Dramatikers eine Liebeserklärung an die Insel Lanzarote mit all ihrem Reichtum an Geschichten. Doch ist Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García nicht einfach ein Urlaubsroman\, sondern »ein politisches\, unterhaltsam philosophisches Buch« (BZ)\, das nicht nur düstere Bilder einer faschistischen Vergangenheit evoziert\, sondern in den Biografien seiner Figuren auch die Krisen unserer Gegenwart fassbar werden lässt. Denn das Lanzarote\, das Moritz Rinke entwirft\, ist auch eine Insel\, an deren schwarzen Stränden sich das ganze Leid der Geflüchteten abzeichnet. \nVeranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch  \nFoto: (c) Peter Sickert
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SUMMARY:Guy Helminger: Lärm
DESCRIPTION:Ein Psychotherapeut\, der untertaucht und in einem Brief ein politisches Attentat ankündigt. Was auf den ersten Blick ein klarer Fall scheint\, wird verzwickter\, als der ermittelnde Beamte das Leben des Mannes zu rekonstruieren versucht. Aus den Stimmen von Ehefrau\, Freunden\, ehemaligen Kollegen entsteht ein Netz aus möglichen Wahrheiten. Guy Helmingers neuer Roman Lärm (capybarabooks) erzählt von der Zersplitterung des Ichs und von der Möglichkeit\, dass Erinnerungen ehrliche Erfindungen sind. \nMir war\, als sei dieser Mensch ein Paradebeispiel dafür\, dass der Kern des Einzelnen nichts weiter als die Summe vieler Stücke\, ja Bruchstücke war. Seine von außen gesehene Identität bestand nicht aus etwas Ganzem\, sondern nur aus einer Ansammlung von Akzidenzien. \nEin Psychotherapeut ist ein Mensch der Worte\, für den die Lösung eines Problems zuallererst im Gespräch liegt. Der Brief\, den Konrad Schnittweg\, bevor er untertaucht\, an die Presse verschickt\, spricht hingegen eine andere Sprache: Plant der Therapeut und Ehemann ein politisches Attentat? Der Versuch des ermittelnden Beamten\, Klarheit über das Leben des Verdächtigen zu schaffen\, scheitert: Aus den Erinnerungen der Befragten will sich kein kohärentes Bild zusammenfügen\, vielmehr scheinen verschiedene Wahrheiten nebeneinander zu existieren. Möglicherweise gibt es auch für die Befragten Motive\, die Unwahrheit zu sagen … \nIm Gewand eines kriminalistischen Plots erzählt Guy Helmingers neuer Roman Lärm von Identität\, Erinnerung und der Wahrheit\, die nie im Singular steht. Zugleich lässt sich der Text als formal spielerische Reflexion über die Unterscheidung in Fakt und Fiktion lesen: Unweigerlich stellt sich bei der Lektüre die Frage\, ob man es bei der Montage von (fiktiven) Befragungsprotokollen\, Zeitungsausschnitten und Tonbandtranskriptionen nicht auch mit einer ›ehrlichen Erfindung‹ zu tun hat. \nMit Ulrich Noller geht Guy Helminger der Frage nach\, ob aus unterschiedlichen Arten\, dasselbe zu erinnern\, trotzdem Wahrheit wird. \n  \nFoto: (c) Guy Helminger
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SUMMARY:Navid Kermani: Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott
DESCRIPTION:Ein Vater erzählt seiner Tochter von Gott und dem Tod\, von der Liebe und der Unendlichkeit\, von seiner eigenen Religion. Navid Kermanis sehr persönliches Buch Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott (Hanser) schöpft aus einem tiefen Wissen aus zwei Kulturen und vereint in seiner Offenheit den Glauben und das Zweifeln an Gott. Navid Kermani präsentiert sein neues Buch im musikalischen Dialog mit Pi-hsien Chen und Manos Tsangaris. \nDas Problem mit der Religion ist nicht\, dass sie so kompliziert ist. Das Problem ist\, dass sie so einfach ist. Wir denken nach und nach und nach und begreifen überhaupt nicht oder vergessen währenddessen\, dass es um das ganz Offensichtliche geht. \nAm Anfang von Navid Kermanis Buch über Religion und Glauben steht ein Versprechen: »Als er im Krankenhaus lag\, sollte ich Opa eines Nachts versprechen\, dich den Islam zu lehren\, wenn er nicht mehr da ist\, unseren Islam\, den Islam\, mit dem ich aufgewachsen bin\, den Islam\, den auch er als Kind in Isfahan erlebt hatte\, den Islam unserer Vorfahren.« Und so beginnt ein Vater\, seiner Tochter Abend für Abend zu erzählen – nicht nur vom Islam\, sondern ganz grundlegend von der Idee Gottes\, die die Gläubigen aller Religionen vereint. \nUnendlichkeit\, Liebe und Tod: Nach all dem fragt ihn die zwölfjährige Tochter\, in deren »Staunen über all die Dinge\, Erscheinungen und Geschehnisse auf der Welt« der Erzähler den Ursprung der Religionen erkennt. Und bedeutsame Antworten findet er noch im scheinbar flüchtigsten Blick aus dem Fenster\, denn das Wichtigste über Gott erfahre man nicht in den Heiligen Schriften\, sondern jeden Tag aufs Neue dort draußen\, in der Welt. \nPhilosophisch und zugleich literarisch\, mit großem Wissen um die Kulturen und mit sprachlicher Raffinesse stellt Navid Kermani die großen Fragen nach Gott und der Metaphysik – und findet überraschende Antworten. Jeder soll von da\, wo er ist\, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott ist ein wahrer Erkenntnisgewinn und ein bewegendes Buch\, das auch uns staunen lässt. \nVeranstaltungspartner: Schauspiel Köln\, Hanser Verlag \n  \nFoto: (c) Heike Bogenberger
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SUMMARY:[ABGESAGT] Marie NDiaye: Die Rache ist mein
DESCRIPTION:Die Veranstaltung mit Marie NDiaye kann aufgrund von Corona leider nicht wie geplant am Freitag\, 4. Februar\, stattfinden. Eventuell wird die Veranstaltung im Frühsommer nachgeholt – den neuen Termin werden wir natürlich gegebenenfalls rechtzeitig bekanntgeben. \n  \nEine Anwältin soll eine Mutter verteidigen\, die unter Verdacht steht\, ihre drei Kinder ermordet zu haben. Aber verbindet sie mit dem Vater der Kinder nicht eine folgenreiche Begegnung viele Jahre zuvor? »Prix Goncourt«-Preisträgerin Marie NDiaye strickt in Die Rache ist mein (Suhrkamp) ein abgründiges Motivnetz rund um Mutterschaft\, Herkunft und soziale Verantwortung zu einem »Psychoirrgarten« (DLF). Aus der Übersetzung von Claudia Kalscheuer liest Milena Karas. \nDrei Kinder werden in der Badewanne ertränkt. Ihre eigene Mutter\, eine zuvor eigentlich unauffällige Lehrerin\, hat die Tat begangen. Als ihr Ehemann Gilles Principaux eines Tages in Maître Susanes Kanzlei erscheint\, nimmt sich die Rechtsanwältin des Falles an – ohne sich erklären zu können\, weshalb. Hinter der Entscheidung\, die Kindsmörderin zu verteidigen\, steckt mehr als der Versuch\, ihrer mittelmäßigen Karriere Schub zu verleihen. Denn Gilles weckt eine Ahnung in ihr: Erinnerungen an ihre Jugend und an eine traumatische Begegnung mit einem jungen Mann aus bessergestelltem Hause steigen in ihr auf. Weshalb nur kommt ihr dieser Mann so bekannt vor? Vergangenheit und Gegenwart berühren sich in einem motivreichen Geflecht von Verbindungen und Abhängigkeiten. \nDie Rache ist mein ist das abgründige Psychogramm einer Kindsmörderin und ihrer Verteidigerin. Zugleich ist Marie NDiayes Text ein großer Gegenwartsroman über die französische Gesellschaft und die moderne Familie\, der implizit auch den westlichen Kolonialismus zum Thema macht. Marie NDiayes syntaktisch komplexe\, feinfühlige und elegante Sprache übt einen Sog aus\, dem man sich nicht entziehen kann. »Selten sieht man es\, dass Autoren ihre Figuren mit solcher Wucht zerlegen und demontieren« (NZZ). \nVeranstaltungspartner: Institut Français\, stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V.\, Suhrkamp Verlag \nFür diese Veranstaltung bieten wir auch einen Livestream an. Der Link dafür ist demnächst auf www.literaturhaus-koeln.de abrufbar. \n  \nFoto: (c) Suhrkamp
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SUMMARY:Reinhard Kleist: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years
DESCRIPTION:Comiczeichner Reinhard Kleist präsentiert im Gespräch mit Comicexperte Christian Meyer-Pröpstl sein neuestes Werk: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years (Carlsen Verlag). Darin erzählt er von Aufstieg und Fall des wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte: Ziggy Stardust. Sein provokantes Spiel mit sexueller Identität und Geschlechterrollen legt schließlich den Grundstein für David Bowies Aufstieg zum »einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten« (New Musical Express).  \nIn der Kunst\, Musikerbiografien grafisch zum Leben zu erwecken\, hat sich Reinhard Kleist bereits mit seinen Veröffentlichungen zu Johnny Cash\, Elvis Presley und Nick Cave versiert gezeigt. Mit Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years hat er nun einen schillernden Comic über eine Legende der Popmusikgeschichte gezeichnet: David Bowie\, der Anfang der Siebzigerjahre wie kaum ein anderer progressiv mit sexueller Identität spielte. \nWie David Bowies Kunst ist auch Reinhard Kleists Comic knallbunt\, brülllaut – und zugleich feinfühlig und intim. In Starman geht es nicht einzig um die provokanten Auftritte der egozentrischen Kunstfigur Ziggy Stardust\, deren Glamour in der Kolorierung von Thomas Gilke kongenial eingefangen ist\, sondern auch um David Bowies konfliktreiche Kindheit und das tragische Verhältnis zu seinem psychisch kranken Bruder. Aber hat nicht auch David Bowies Spiel mit Identitäten etwas Schizophrenes? Und sind nicht auch bei ihm Sein und Schein nicht immer auseinanderzuhalten? \nReinhard Kleists Comic ist das facettenreiche Porträt einer Kultfigur des Rock ‘n’ Roll und eine Hommage an die Camp-Ästhetik David Bowies: »So wird der Comic ›Starman‹ nicht nur zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung um Identität und Vermarktung von David Bowie\, sondern auch zu einem Denkmal für die Popkultur des 20. Jahrhunderts« (rbbKultur).\n \nVeranstaltungspartner: Carlsen Verlag  \n  \nFoto: (c) Carlsen Verlag by Wolf-Dieter Tabbert
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SUMMARY:Zwischenstand – Neue Texte und aktuelle Themen aus dem Literatur-Atelier
DESCRIPTION:Ist unsere Umwelt noch zu retten? Was bedeutet Identität? Verschwörungsnarrative zu Goethes Zeiten? Ausschnitte aus aktuellen Veröffentlichungen des Ateliers\, Erzählungen\, Kurzprosa\, Lyrik und Hörspiel. Drei Tandems mit Doris Konradi\, Mithu Sanyal und Joachim Geil u.a.\, dazwischen frische Früchte des literarischen Schreibens.  \nMit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Köln  \n  \nFoto: Mithu Sanyal\, (c) Guido Schiefer
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SUMMARY:Svenja Leiber: Kazimira
DESCRIPTION:Ein Generationenroman\, in dessen Mittelpunkt eine Bernsteingrube nahe der Kurischen Nehrung und die Emanzipationsgeschichte einer widerspenstigen Heldin steht: Kazimira. \nEntlang der Geschichte Ostpreußens – von der beginnenden Industrialisierung\, durch zwei Weltkriege bis in die Gegenwart – hält Svenja Leiber in ihrem Roman Kazimira (Suhrkamp) das Schicksal und die Geschichten der Frauen fest\, funkelnd und ewig wie der Einschluss im Bernstein. Im Literaturhaus spricht sie über den Widerstand gegen patriarchale Enge und Gewalt. \nAls sie zurück in der Hütte ist\, legt sie das Kind ab\, greift einen Stein aus dem Sack und hält ihn Ake vor die Augen: »Sieh\, auch die kann nicht fort«\, sagt sie. »Aber ihr Platz ist schön.« In dem Stein wohnt seit Millionen Jahren ein Insekt\, eine Trauermücke. \nKazimira ist die Frau eines geschickten Bernsteindrehers. Während er am Aufbau und Erfolg des ersten Bernsteinbergwerks Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich beteiligt ist\, muss sich Kazimira um Haus und Kind kümmern\, obwohl sie arbeiten will wie ihr Mann. Aber sie findet ihre Emanzipation\, indem sie ihren eigenen Weg geht und sich nicht gesellschaftlichen Konventionen fügt. Als junge Frau erlebt sie den aufkommenden Wohlstand des Küstenstrichs genauso wie aufziehenden Antisemitismus und Nationalismus\, viele Jahr später\, am Ende des Zweiten Weltkriegs\, wird sie Zeugin von deutschen Verbrechen. Svenja Leiber folgt Kazimira und ihrer Familie über vier Generationen\, alle tragen den Schmerz und die Widerständigkeit der Titelheldin. Sprachmächtig und mit poetischer Klarheit erzählt sie »eine Geschichte von elementarer Wucht« (NZZ).
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SUMMARY:Manuel Gogos: Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft. DOMiD – ein Verein schreibt Geschichte(n)
DESCRIPTION:Anmeldung über https://domid.org/anmeldung/  \n\nMit der Gründung des »Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland« (DOMiD) 1990 begann die Dokumentation und Archivierung von Erinnerungen und Zeitzeugnissen. Autor Manuel Gogos zeichnet die Geschichte des Vereins nach und reflektiert dabei über die Musealisierung von Migration und Erinnerungskultur. \nVereinsmitgründer Aytaç Eryılmaz und DOMiD-Mitarbeiterin Sandra Vacca sprechen über die Geschichte und die Zukunft des geplanten Migrationsmuseums. \nDas Leben in der Bundesrepublik Deutschland wird von Millionen Migrant*innen mitgeprägt. Lange blieb ihre Geschichte ungeschrieben\, doch 1990 begannen die aus der Türkei stammenden Pionier*innen des »Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland e.V.« (DOMiD) damit\, alltagskulturelle Objekte aus der Ära der sogenannten »Gastarbeiter« zusammenzutragen und in Ausstellungen zu präsentieren. Heute umfasst die Sammlung über 150.000 Zeitzeugnisse aus der Migrationsgeschichte Deutschlands seit 1945 bis heute. Diese Sammlung wird ab 2025 in das von DOMiD geplante »Haus der Einwanderungsgesellschaft« überführt\, ein Migrationsmuseum mit bundesweiter Reichweite. Autor Manuel Gogos zeichnet in seinem Buch Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft. DOMiD – ein Verein schreibt Geschichte(n) (transcript Verlag) die Geschichte des in Köln ansässigen Vereins DOMiD nach und reflektiert dabei über die Musealisierung von Migration\, Erinnerungskultur und antirassistisches Kuratieren. \nIm Literaturhaus liest Manuel Gogos aus seinem Buch und erzählt\, wie er sich den Schicht für Schicht bei DOMiD abgelagerten Geschichten genähert hat. Der Mitgründer des Vereins Aytaç Eryılmaz gehört als einer der Vorreiter der Musealisierung von Migration zu den Protagonist*innen im Buch und berichtet an diesem Abend über die Frühgeschichte des Vereins. Die Museologin und DOMiD-Mitarbeiterin Sandra Vacca gibt einen Ausblick auf das geplante Migrationsmuseum und erläutert\, warum dieses partizipativ gestaltet wird. \nFoto: (c) privat
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SUMMARY:Literarischer Salon: Deniz Ohde
DESCRIPTION:Literarischer Salon: Deniz Ohde \n13.01.2022 | Donnerstag | Uhrzeit folgt\n \nOrt: Stadtgarten\, Green Room/Außenbühne\, Venloer Straße 40 \nEintritt: 12\,-/9\,- € (Karten über Stadtgarten) \n  \nGuy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Deniz Ohde. \nEine eigene Sprache zu finden ist womöglich das Schwierigste für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Denn die finden sie in keinem anderen Buch\, lernen sie an keiner Schreibschule\, die eigene Sprache haben sie irgendwo in sich selbst oder haben sie nicht. Deshalb sind manche Romane heute so austauschbar\, so unterschiedlich ihre Themen sind. Und deshalb ist das Debüt von Deniz Ohde vom ersten Satz an ein Ereignis. Ausgrenzung\, Bildungsungerechtigkeit\, Patriarchat\, Migration\, modernes Prekariat – so oft hat man schon davon gelesen\, und dann liest man Streulicht\, und es ist\, als wär’s noch nie erzählt worden\, so feinsinnig\, so differenziert\, bis in die hintersten Winkel der Erfahrung ausgeleuchtet\, und wahrhaftig\, wie es nur großer Literatur gelingt. Zu Recht hat die junge Frankfurterin\, die heute in Leipzig lebt\, im vergangenen Jahr praktisch alle Preise erhalten\, die für ein Debüt überhaupt möglich sind\, und stand mit Streulicht auch auf der Short-List für den deutschen Buchpreis. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner\, Augenklinik am Neumarkt \n\n  \nFoto: (c) Heike Steinweg\, Suhrkamp Verlag
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SUMMARY:Literarischer Salon: Eduardo Halfon 
DESCRIPTION:Eduardo Halfon\, 1971 in Guatemala-Stadt geboren\, ist eine der wichtigsten und aufregendsten Stimmen der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur. \nDie Neue Zürcher Zeitung nennt ihn einen »erzählerischen Vulkan« und beschreibt sein Werk als »witzig und wahrhaftig\, frech und klug\, erotisch und melancholisch«. \nAls Sohn von Holocaust-Überlebenden schreibt Eduardo Halfon in allen seinen Büchern über die Vergangenheit\, die auch in Deutschland nie bewältigt sein wird. Jedes Kapitel seiner Romane wirkt wie eine eigenständige Kurzgeschichte und zugleich erscheint jedes Buch wie ein Kapitel in einem einzigen großen Lebensroman\, der zwischen historischem Schrecken und fantastischer Poesie oszilliert. Sein jüngster\, 2019 auf Deutsch erschienener Roman Duell (Hanser) wurde von der internationalen Kritik gefeiert. Und nach der Lektüre freuen sich Guy Helminger und Navid Kermani umso mehr\, Eduardo Halfon im Literarischen Salon begrüßen zu können. Aus der Übersetzung von Luis Ruby liest Sabine Waibel. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner\, Augenklinik am Neumarkt \n  \nFoto: (c) Peter-Andreas Hassiepen
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SUMMARY:Lesung: KJL im Dialog mit Elisabeth Steinkellner (ab 14 Jahren)
DESCRIPTION:Ein Abend mit der Autorin und Gesprächen über Papierklaviere\, Skizzenbüchern und die Lust am Schreiben. \nIn Elisabeth Steinkellners neuestem Buch Esther und Salomon (Tyrolia) treffen zwei Jugendliche und zwei Lebenswelten aufeinander\, die auf den ersten Blick gar nicht unterschiedlicher sein können. Und doch finden die beiden zueinander: Esther ist Fotografin und mit ihren Eltern im Ferienparadies\, wo sie sich auch nichts mehr zu sagen haben. Salomon ist der Sohn einer Hotelangestellten\, ein Zeichner\, geprägt von Flucht und traumatisierenden Erlebnissen.\nDen ersten Teil bis zum Ende des Urlaubs erzählt Esther und findet in Polaroids einen Ausdruck für ihre Gedanken und Gefühle. In Salomons Skizzenbuch wird die Geschichte weitererzählt – geht die Geschichte weiter?\nWie die Jugendlichen füreinander Gefühle entwickeln\, welche Ängste sie haben und wie sie mit der Vergangenheit umgehen erzählt Elisabeth Steinkellner in diesem besonderen Versroman\, kombiniert mit Esthers Polaroids und Salomons Skizzenbuch (Zeichnungen und Fotos von Michael Roher). Auf außergewöhnliche Weise gelingt es Elisabeth Steinkellner\, die ereignisreiche Phase des Erwachsenwerdens in all ihren Dimensionen mit einem unglaublichen Gespür für ihre Figuren\, deren Gefühle und Realität einzufangen. \nEinführung: Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp\nModeration: Ines Dettmann\nDauer der Veranstaltung: 60 min. \nIn Kooperation mit der ALEKI/ Universität Köln
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SUMMARY:Gerrit Wustmann: Weltliteratur 
DESCRIPTION:»Wo Weltliteratur draufsteht\, ist Westliteratur drin.« \nIn seinem kenntnisreichen Essay Weltliteratur (Sujet Verlag) zeigt Gerrit Wustmann\, wie einseitig unser Blick auf die sogenannte Weltliteratur ist\, lenkt den Blick auf das literarische Schaffen von Autor*innen aus Asien\, Afrika und Lateinamerika und wirbt im Gespräch mit Maryam Aras um ein neues Literaturverständnis. \nAusgehend von Goethes Begriff der Weltliteratur plädiert Gerrit Wustmann für ein umfassenderes Verständnis des Wortes und einen weiteren literarischen Horizont. Er zeigt auf\, wie im Feuilleton\, an Schulen und Universitäten sowie in Listen kanonischer Werke sogenannte westliche Literatur überwiegt und scheinbar unreflektiert zu Weltliteratur erklärt wird. Dass dabei auch unser Blick auf »die Welt« verzerrt wird\, spiegelt Gerrit Wustmann in seinem Essay und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Gespräch über Literatur. \nFür diese Veranstaltung gilt das 2G-Modell. Der Zutritt wird nur geimpften und genesenen Personen möglich sein. Bitte halten Sie Ihren Impf- oder Genesungsnachweis sowie Ihren Lichtbildausweis am Einlass bereit. Zutritt mit einem tagesaktuellen Negativtestergebnis ist an diesem Abend nicht möglich. \nEs gelten die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowie das Abstandsgebot.  \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. \n  \nFoto: (c) Helen Pass
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SUMMARY:Felicitas Hoppe: Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm
DESCRIPTION:Die alte Geschichte der Nibelungen: Felicitas Hoppe erzählt sie neu und erfindet die Wahrheit – von Siegfried\, Brunhild\, Hagen\, Kriemhild. Ein unschlagbarer Stoff\, den die Autorin zum ersten gesamteuropäischen Heldenepos der Gegenwart macht. Über Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm (S. Fischer) spricht sie mit Christof Hamann. \nSicher ist nur: Es gab eine Zeit\, da gehörten alle Schätze der Welt einer Frau. Bis sie sich\, ihrer überdrüssig\, eines Tages auf und davon machten\, sich an verschiedenen Orten versteckten und die Zauberer aller Länder bezahlten\, um verzaubert und nicht gefunden zu werden. Wird der Zauber aber eines Tages gelöst\, verwandelt sich der Schatz in natürliches Gold und kann nach Hause getragen werden.  \nEin Stoff\, der seit fast 700 Jahren nicht ruht: Felicitas Hoppe folgt der Nibelungensage von Worms aus den Rhein und die Donau entlang. Vor dem Hintergrund der Wormser Nibelungen-Festspiele\, auf der Drehbühne auf dem Domplatz\, nähert sich die Büchner-Preisträgerin spielerisch und originell dem historischen Stoff. Die Suche nach dem Schatz\, die immerwährende Verlockung des Goldes wird zum Volksfest\, auf dem in den Spielpausen Regisseurin\, Schauspieler und Statisten zu Wort kommen und Stummfilmelemente\, Tortenschlacht und Blutbäder à la Tarantino die Gegenwärtigkeit des Mythos befeuern.  \n»Felicitas Hoppe hat der Strahlkraft dieses Mythos eine politische\, wenn man will kapitalismuskritische\, gleichzeitig aber auch ungemein unterhaltsame Deutung hinzugefügt – voller sprachlicher Raffinesse\, Witz\, Verspieltheit und feiner Ironie« (Angela Gutzeit\, SWR2). Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert. \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Die Tickets dazu gibt es hier: https://dringeblieben.de/videos/felicitas-hoppe-die-nibelungen-ein-deutscher-stummfilm \n  \nFoto: © Ekko von Schwichow
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SUMMARY:Other Writers Need to Concentrate
DESCRIPTION:Vorstellungen vom Autor*insein und von Familie wandeln sich. Der Blog »Other Writers Need to Concentrate« bildet das ab und vernetzt seine Mitglieder. Zwei davon\, Selim Özdogan und Simone Scharbert\, stellen ihre Perspektive und ihre Texte vor. Moderation: Sibylla Vričić Hausmann.   \nDie Veranstaltung wird gefördert im Rahmen von NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. \n\nFoto: © Lucie Ella | © Jo Hemberger
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SUMMARY:Christine Westermann empfiehlt …
DESCRIPTION:Schon das fünfte Mal ist Christine Westermann im Literaturhaus zu Gast\, um zusammen mit Volker Schaeffer das Bücherjahr Revue passieren zu lassen: Lieblingstitel und Bücher\, die Sie nicht verpasst haben sollten\, Geheim- und Geschenketipps für Familie\, Freunde oder sich selbst. Ein unterhaltsamer Leseabend in Ihrem Literaturhaus. \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Die Tickets dazu gibt es hier. \nFoto: (c) Ben Knabe\, networks
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SUMMARY:Preis der Literaturhäuser 2021: Ingo Schulze
DESCRIPTION:Ingo Schulze ist unser Preisträger der Literaturhäuser 2021! Es ist vor allem die Zeit der DDR\, die Wendezeit und Nachwendezeit\, die Ingo Schulze literarisch in seinen Büchern bearbeitet. Wer wir sind\, woher wir kommen\, wie wir erinnern und wohin wir steuern\, all das ist bei Ingo Schulze nicht enggeführt auf den Kosmos BRD/DDR\, sondern übertragbar und hochaktuell für unser Mit-\, Neben- und Gegeneinander in Europa und in der Welt. Im Gespräch mit Michael Reitz und moderiert von Johannes Schröer stellt er in Köln neue Texte vor. \nVeranstaltungspartner: Netzwerk der Literaturhäuser \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Die Tickets dazu gibt es hier. \nFoto: (c) Gaby Gerster\, laif
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SUMMARY:TAKE AWAY. LITERATUR UNTERWEGS: Bastian Schneider / Enno Stahl / Svenja Reiner
DESCRIPTION:Mit der neuen Reihe »Take away. Literatur unterwegs« bringt das Literaturhaus Köln an drei Nachmittagen im November Literatur und Gespräch in die Stadt\, live an unerwartete Orte. \nSieben Autor*innen treten mit essayistischen oder fiktionalen Texten auf\, die widerspiegeln\, was die Menschen mitten in der Stadt umgibt und an gesellschaftlichen Themen bewegt. Die Passant*innen können die Beiträge entweder via Smartphone live »mitnehmen« – oder sie später über die Website www.takeaway-literatur.de als Podcast abrufen. \nDie zweite Station von »Take away. Literatur unterwegs« führt zu einem leerstehenden Ladenlokal auf der Hohe Straße 62. Am Samstag\, 13. November\, präsentieren hier Bastian Schneider (14.00–14.30 Uhr Uhr)\, Enno Stahl (15.00–15.30 Uhr) und Svenja Reiner (16.00–16.30 Uhr) ihre Texte. \nBastian Schneider\, geboren 1981 in Siegen\, lebt in Köln. Er studierte deutsche und französische Literatur in Marburg und Paris sowie Sprachkunst in Wien. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise und Stipendien\, darunter 2019 das Dieter-Wellershoff-Stipendium und der Dresdner Lyrikpreis 2018. 2016 war er für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Zuletzt erschien sein Buch Paris im Titel. Geschichtchen (Sonderzahl Verlag 2020). \nEnno Stahl\, geboren 1962\, studierte Germanistik\, Philosophie und Italianistik und lebt in Neuss. Er veröffentlicht Prosa\, Lyrik\, Essays\, Glossen und Kritiken in Zeitungen und Rundfunk sowie in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erschienen sein Buch Die Sprache der Neuen Rechten: Populistische Rhetorik und Strategien und der Roman Sanierungsgebiete (beide Verbrecher Verlag). \nSvenja Reiner promoviert in Köln über Fans in der Neuen Musik. 2016 bekam sie den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik. Sie ist eine der Intiator*innen des feministischen Festivals Insert Female Artists. Zuletzt erschien von ihr ein Beitrag in der Anthologie FLEXEN. Flâneusen* schreiben Städte (Verbrecher Verlag 2019). \nDie von Svenja Reiner und Tilman Strasser moderierten Auftritte werden aufgezeichnet und können im Nachhinein als Podcast auf der Website www.takeaway-literatur.de nachgehört werden. \nWeitere Termine von »Take away. Literatur unterwegs«: \nAm Dienstag\, 23. November\, sind Jan Brandt (14.00–14.30 Uhr) und Hanna Engelmeier (15.00–15.30 Uhr) mit ihren Texten bei Arabella Braut- und Abendmoden am Eigelstein 54–56 zu Gast. \n\nGefördert von der Kunststiftung NRW\nVeranstaltungspartner: Kulturamt Köln\, Stadtmarketing Köln e.V.\, KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH\, Frankaflux\, GALERIA Karstadt Kaufhof\, Art-Invest Real Estate\, Arabella Braut- und Abendmoden
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SUMMARY:Jo Lendle: Eine Art Familie
DESCRIPTION:Jo Lendle erzählt die Geschichte einer deutschen Familie – seiner Familie. Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis in die junge DDR und Bundesrepublik entwirft er in Eine Art Familie (Penguin) ein raffiniertes Geflecht aus Verantwortung\, Ideal und Schuld. Über privates und politisches Handeln und über die feinen Unterschiede zwischen Schlaf\, Narkose und Tod spricht Jo Lendle mit Manuel Gogos. \n  \nDiese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Tickets zum Livestream gibt es hier. \n  \n  \nOrt: Literaturhaus Köln | Literaturhaus Köln virtuell\nEintritt: 11\,-/9\,- € | Mitglieder: 7\,- € | Online: 5\,- € \nFoto: (c) Jasper Bühler
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SUMMARY:Mona Ameziane: Auf Basidis Dach
DESCRIPTION:Wo ist eigentlich zu Hause – im Norden des Ruhrgebiets oder im Norden Marokkos? Aufgewachsen zwischen zwei Welten\, erzählt Mona Ameziane in Auf Basidis Dach (Kiepenheuer & Witsch) von Herkunft\, Marokko und ihrer halben Familie. Ihre Geschichten sind Roadtrip und literarische Spurensuche\, Identitätsfindung und Liebeserklärung – vorgestellt im Gespräch mit Simon Beeck. \nDie Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticket-Link dazu erscheint in Kürze auf der Seite des Literaturhauses Köln.\n \n  \nVeranstaltungspartner: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen\, Stadtgarten\, Kiepenheuer & Witsch \n  \nFoto: (c) Annika Fußwinkel \n  \n 
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