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SUMMARY:Jennifer Egan: Candy Haus
DESCRIPTION:Der neue Roman der »wichtigsten amerikanischen Schriftstellerin ihrer Generation« (FAS): Pulitzer-Preisträgerin Jennifer Egan komponiert in Candy Haus (S. Fischer) einen Soundtrack aus schillernden Lebensläufen\, die vor allem eines verbindet: die Suche nach dem Ich in einer digital überpräsenten Welt. Es moderiert Julian Hanebeck. Aus der Übersetzung von Henning Ahrens liest Milena Karas. \nIn einer Welt\, in der das Digitale einen immer größeren Raum einnimmt\, verändert sich auch unweigerlich unser Alltag. Candy Haus spielt mit den damit einhergehenden Unsicherheiten und Ängsten: Es ist 2010 und Bix Bouton ist Gründer eines erfolgreichen Start-ups in den USA. Sein Coup ist eine App\, die unsere Erinnerungen ins Netz hochlädt und für andere sichtbar und verfügbar macht. Ein gefährliches Glück\, doch niemand kann den immensen Einfluss dieser neuen Möglichkeiten leugnen. Durch die Augen der bunt gemischten Figuren erleben wir die Welt der digitalen Erinnerungen aus verschiedenen Perspektiven. Aber wann geht Technologie zu weit? Welchen Preis zahlen wir dafür und wonach sehnen wir uns wirklich? Wo findet Liebe ihren Zusammenhalt\, wenn sich Identität und Erinnerung auflösen? Jennifer Egan erzählt in ihrem großen visionären Roman von einer Suche nach Authentizität und Einmaligkeit\, nach Familie und Geborgenheit in einer Gegenwart\, in der die digitale Welt unsere Sehnsüchte auffrisst. \nVeranstaltungspartner: S. Fischer Verlag
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SUMMARY:satelliten. Lyrik funkt
DESCRIPTION:Zum vierten Mal begegnen sich Dichter*innen und Künstler*innen beim interdisziplinären Lyrikfest satelliten\, um im schwerelosen Raum Poesie und Performance\, Text und Tanz\, Sprache und Sound auf die Bühne zu bringen. Sechs Koproduktionen treten in die Umlaufbahn des Orangerie Theaters ein und sind dort an zwei Tagen Zentrum des lyrischen Sonnensystems: tagsüber mit Lesungen im Garten\, abends im Saal des Orangerie Theaters mit spartenübergreifendem Experiment. \nMit Paul-Henri Campbell & Tamara Štajner\, Daniela Danz & Falk Zenker\, Guy Helminger & Irene Kalisvaart\, Ozan Zakariya Keskinkılıç & Saboura Naqshband\, Dagmara Kraus & Hester Cnossen\, Ronya Othmann & Veronica Moroder. \n  \nFREITAG\, 16. SEPTEMBER 2022 \nsatelliten I \nGarten des Orangerie Theaters \n17.30 Uhr: Ronya Othmann liest aus die verbrechen \n18.00 Uhr: Guy Helminger liest aus Die Tagebücher der Tannen \n  \nUmlaufbahn I \n20.00 Uhr Saal des Orangerie Theaters \nOzan Zakariya Keskinkılıç & Saboura Naqshband verbinden sich zu einer poetischen Lese- und Tanzperformance. Dagmara Kraus & Hester Cnossen verflechten Vers und Triola. Guy Helminger & Irene Kalisvaart tragen schwarz und klingen. \n  \nSAMSTAG\, 17. SEPTEMBER 2022 \nsatelliten II \nGarten des Orangerie Theaters \n16.30 Uhr: Paul-Henri Campbell liest aus innere organe \n17.00 Uhr: Dagmara Kraus liest aus liedvoll\, deutschyzno \n17.30 Uhr: Daniela Danz liest aus Wildniß \n18.00 Uhr: Ozan Zakariya Keskinkılıç liest aus Prinzenbad \n  \nUmlaufbahn II \n20.00 Uhr Saal des Orangerie Theaters \nPaul-Henri Campbell & Tamara Štajner streben mit instrumentellen und sprachlichen Klängen nach einer dritten Ebene. Ronya Othmann & Veronica Moroder verweben Lyrik und Malerei. Daniela Danz & Falk Zenker lassen Töne und Geräusche auf Sprachrhythmus treffen. \nEine Kooperation mit Elif Verlag und Hello Poetry. \nMit freundlicher Unterstützung von Kunststiftung NRW\, Kulturamt der Stadt Köln\, Orangerie Theater\, Holydesign\, Augenklink am Neumarkt
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SUMMARY:Literarischer Salon: Damon Galgut
DESCRIPTION:Guy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Booker Prize-Gewinner Damon Galgut. Anhand einer einzigen Familie erzählt er in Das Versprechen (Luchterhand) die Entwicklung Südafrikas\, vom Apartheid-Regime bis heute. Aber wie er das tut\, vielstimmig\, mehrdeutig\, voller unvergesslicher Nuancen und sprachlich schlichtweg brillant\, das macht diese Geschichte zu einer universalen Metapher auf Unterdrückung und Rassenhass\, Widerstand und Vergebung. Aus der Übersetzung von Thomas Mohr liest Lola Klamroth. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner \nFoto: (c) Michaela Verity
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SUMMARY:Feridun Zaimoglu: Bewältigung
DESCRIPTION:Feridun Zaimoglus neuer Roman Bewältigung (Kiepenheuer & Witsch) ist die Chronik eines Selbstversuchs\, ein virtuoser Künstlerroman über jemanden\, der sich vornimmt\, Adolf Hitler zum Protagonisten seines Romans zu machen. Aber wo kippt Recherche in Obsession? Gibt es Stoffe\, die sich der literarischen Bewältigung entziehen? Über einen Autor\, dem der Versuch\, Herr seines Stoffes zu werden\, zum Verhängnis wird\, spricht Feridun Zaimoglu mit Manuel Gogos. \nIn seinem neusten Roman erzählt Feridun Zaimoglu von einem Autor\, der Hitler zur literarischen Figur werden lassen will. Zu Beginn scheint es eine normale Vorarbeit zu sein\, eine schwierige zwar\, aber keine unvertraute. Denn Schreiben bedeutet immer Anverwandlung\, eine Nähe zum Material ist absolut notwendig. Was aber\, wenn das Material sich nicht bewältigen lässt und beginnt\, ein zerstörerisches Eigenleben zu führen? Die Recherchereise des Autors an »Schauplätze« Hitlers führt ihn immer tiefer hinein in die Gedankenwelt seines Protagonisten. Die Bayreuther Festspiele\, München\, Obersalzberg: ein surrealer Fiebertraum. Bald kann er seine Gedankenwelt und die seiner Figur nicht mehr klar voneinander trennen. Was gehört ihm\, was gehört Hitler? An seiner Schreibmaschine versucht er seine Figur literarisch zu entfesseln und zugleich zu bannen. Und verliert Schritt für Schritt die Kontrolle über sein Projekt und mehr und mehr auch sich selbst. Wann beginnt Kunst toxisch zu werden für ihren »Schöpfer«? Und gibt es Stoffe oder Themen\, die sich der literarischen Bewältigung entziehen\, weil sie zu giftig sind? Feridun Zaimoglu hat einen virtuosen Künstlerroman geschrieben. \nVeranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch \nFoto: (c) Melanie Grande \n 
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SUMMARY:[abgesagt] Heike Geißler: Die Woche
DESCRIPTION:In Die Woche (Suhrkamp) erzählt Heike Geißler von einer ungewöhnlichen Woche in Leipzig\, in der auf Montag nicht mehr Dienstag folgt und alte Gewissheiten verloren gehen. Die Erzählerin und ihre Freundin Constanze – die »proletarischen Prinzessinnen« – erproben neue Formen des Sprechens und Handelns. Ein Roman\, der für mehr Spaß\, klugen Protest und das Ringen um Lebendigkeit plädiert und »sich eine radikal andere Zukunft erträumt« (FAZ). \nDie Woche erzählt von einer Frau und ihrer Freundin Constanze\, um die herum alles aus den Fugen gerät: Entmieter drohen mit Entmietung\, missgünstige Riesen sind ins Haus gegenüber eingezogen und bauen ein lärmendes Karussell auf. Auf der Couch hat sich der Tod eingenistet\, hängt rum und schnarcht. Ein unsichtbares Kind versucht\, sich ins Leben zu argumentieren\, und ein Caspar stürzt sich Tag für Tag vom gleichen Haus. Auf den Montag der Woche folgt nicht Dienstag\, sondern noch ein Montag – und noch einer und noch einer. Mit jedem Montag werden die »enger werdenden Jahre« spürbarer\, alles fliegt aus der Bahn – auch der Roman\, der mal Prosa ist\, mal Lyrik\, mal Bewusstseinsstrom\, mal Parole\, vom Ich zum Wir wechselt und wieder zurück. \nIn einem mitreißenden Rhythmus\, entfesselt und wunderbar eigensinnig\, verbindet Heike Geißler Wirklichkeitsflucht\, Kindheitserinnerung und Gegenwartsanalyse zu einem unsentimentalen Kaleidoskop. »Versierter wurde in der deutschen Literatur schon länger nicht geklagt. Dass die Klage eine literarische Form sein kann und damit das Gegenteil dessen\, was die Trolle treiben\, zeigt die Autorin Satz für Satz\, Kalauer für Kalauer« (NZZ). \nDiese Veranstaltung kann auch im Livestream verfolgt werden. Tickets zum Livestream gibt es hier: www.dringeblieben.de/videos/heike-geiler-die-woche
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SUMMARY:Helene Hegemann: Schlachtensee. Stories.
DESCRIPTION:Literaturherbst-Auftakt des Literaturhauses Köln mit Helene Hegemann im Gespräch mit Bettina Böttinger. \nLiteratur\, Film\, Oper\, Theater – Helene Hegemanns Ausdrucksformen sind vielseitig und mehrfach ausgezeichnet. 2010 debütierte sie mit ihrem Roman Axolotl Roadkill als Autorin\, in ihrem neuen Buch Schlachtensee. Stories (Kiepenheuer & Witsch) sprengt sie in fünfzehn Episoden sämtliche Kategorien\, mit denen wir die Gegenwart zu verstehen versuchen. Aus Erzählungen von versehrten\, kraftvollen Figuren entwirft Helene Hegemann mit großer sprachlicher Wucht ein kunstvoll konstruiertes Psychogramm unserer Gesellschaft\, das verstörend und beglückend zugleich ist. \nSchlachtensee ist das fünfte Buch von Helene Hegemann und offenbart als Sammlung von Erzählungen schlaglichtartig die ungewöhnlichen Erlebnisse diverser Charaktere. Während in einem Traum Schokolade aus Muskelfleisch verkauft wird\, befindet sich ein Kunstexperte\, nachdem ein Monet-Gemälde auf ihn gestürzt ist\, auf der Suche nach Sinn. In einer Episode endet eine toxische Beziehung mit einem Bad in der Wolga\, in der nächsten verliebt sich ein Junge in einen anderen inmitten einer Herde von Wildschweinen\, in einer weiteren erfahren wir\, was der brutale Mord an einem Pfau mit der Doppelmoral der amerikanischen Kulturelite zu tun hat. Ihre bunt gemischten Erzählungen klingen anders als bisher: »nach einer Autorin\, die sich vom Getöse ihrer frühen Karriere endgültig emanzipiert. Wie gehabt leben die Erzählungen von kleinen und großen Schockern […] und von ihrer Eigenheit\, mitten im Satz eine Ausfahrt zu nehmen\, die niemand erwartet hätte« (TAZ). \nVeranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch\, Stadtgarten \nFoto: (c) Joachim Gern
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SUMMARY:Neue Literatur aus Spanien: Isaac Rosa & Marta Sanz
DESCRIPTION:Spanien ist im Herbst 2022 Gastland der Frankfurter Buchmesse. In Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Universität zu Köln gibt es bereits jetzt Gelegenheit\, im Literaturhaus zwei wichtige Stimmen der spanischen Literaturwelt kennen zu lernen: \nIsaac Rosa liest aus seinem hochgelobten Roman Glückliches Ende (Liebeskind). Texte von Marta Sanz werden eigens für diese Gelegenheit übersetzt. Es moderiert Victoria Torres. \nIn Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Universität zu Köln und dem Programm SPANIEN – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022 \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar. \n  \nFotos: Isaac Rosa\, (c) Ivan Giménez – Seix Barral; Marta Sanz\, (c) José M. Ciordia\, CC BY-SA 3.0
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SUMMARY:Christine Westermann empfiehlt …
DESCRIPTION:Christine Westermann besucht uns im Literaturhaus und stellt – so kurzweilig wie anregend – gemeinsam mit Volker Schaeffer zehn literarische Neuerscheinungen vor\, die Sie durch die hellen Monate begleiten werden. Ob in Koffer\, Handgepäck oder Strandtasche – diese Bücher gehören zum Sommer wie das Salz zum Meer. \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar. \nFoto: (c) Ben Knabe\, Networks
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SUMMARY:Gary Shteyngart: Landpartie
DESCRIPTION:Mit satirischem Humor erforscht Gary Shteyngart in seinem großen Amerika-Roman Landpartie (Penguin) die Empfindlichkeiten unserer Zeit. Über das Erzählen unserer pandemischen Gegenwart spricht er mit Kristian Lutze. Aus der Übersetzung von Nikolaus Stingl liest Stefko Hanushevsky. \nEs ist fast so\, als habe Gary Shteyngart Bocaccios Dekameron ins Jahr 2020 verschoben: Draußen wütet die Pandemie\, aber in den behaglichen vier Wänden eines abgeschotteten Landhauses werden Geschichten erzählt\, Weine verkostet und intellektuelle Gespräche geführt. Rund um den Schriftsteller Sasha Senderovsky und seine Frau Masha findet sich eine Gruppe unterschiedlichster Stadtflüchtlinge zusammen\, um der pandemischen Gegenwart zu entgehen: Die Entwicklerin einer erfolgreichen Dating-App\, ein von seinem Fach besessener Professor\, ein Gentleman alter Schule und andere nicht minder kuriose Persönlichkeiten. Freundschaften werden vertieft\, Liebschaften nehmen ihren Lauf. Doch die Tage der genüsslichen Ausschweifung sind gezählt\, als ein berühmter Hollywoodstar zur Gruppe stößt und deren Beziehungsgeflecht auf die Probe stellt. Denn die Isolation kehrt an die Oberfläche\, was sonst tief unten brodelt – zumal im Jahr 2020\, nach dem Amerika ein anderes sein wird. \nGary Shteyngart hat mit Landpartie einen ungemein zeitgenössischen Roman geschrieben\, der die vertrackte Erlebniswelt unserer Gegenwart scharfsinnig seziert – und das mit subversiver Komik. Palimpsestartig scheinen Reminiszenzen an Bocaccio und die großen Klassiker der russischen Literatur auf. Landpartie ist ein intellektuell-unterhaltsames Spiel zwischen literarischer Tradition und unmittelbarer Gegenwartserkundung. \n»Gary Shteyngarts Romane sind amerikanisches Kulturgut. Er hat schon immer mit Humor und Herz geschrieben\, aber nie so sehr wie hier. Wenn Sie dieses Buch in der Öffentlichkeit lesen\, seien Sie bloß vorsichtig: Es kann sein\, dass sie laut loslachen müssen – oder dass Ihnen die Tränen kommen« (Jonathan Safran Foer). \nVeranstaltungspartner: Penguin \nFoto: (c) Brigitte Lacombe
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SUMMARY:Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht
DESCRIPTION:Nino Haratischwilis neuer Roman Das mangelnde Licht (FVA) hebt den Vorhang über der Vergangenheit und geht zurück in die ersten Jahre des georgischen Staates\, der nach der ersehnten Unabhängigkeit ins Chaos stürzt. \nVier Mädchen trotzen der aufbrandenden Gewalt mit ihrer Freundschaft\, bis auch die an Verrat und Tod zu zerbrechen droht. Mit Christoph Schröder spricht die Theaterregisseurin und Autorin über Zeiten des Umbruchs\, Zusammenhalt durch Erzählen und Vergebung. \nFoto: (c) G2 Baraniak
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SUMMARY:Jürgen Becker
DESCRIPTION:Anmeldung unter: info@literaturhaus-koeln.de \nAus Anlass seines 90. Geburtstags im Juli 2022 erscheinen Jürgen Beckers Gesammelte Gedichte aus den Jahren 1971 bis 2022 sowie Journalgedichte unter dem Titel Die Rückkehr der Gewohnheiten (beide Suhrkamp). Auf Einladung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und des Literaturhauses Köln werden die beiden Bände in der Piazzetta des Historischen Rathauses vorgestellt. Jürgen Becker spricht mit der Herausgeberin der Gesammelten Gedichte\, Marion Poschmann. Sabine Küchler moderiert. \nEine Veranstaltung der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln. \nMit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW und des Suhrkamp Verlags
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SUMMARY:Sabine Schiffner & Jürgen Nendza
DESCRIPTION:Anmeldung unter: info@literaturhaus-koeln.de \nAuftaktwochenende des neuen Netzwerkes Literatur Rheinland: Insbesondere die Lyrikszene lebt von der Vernetzung\, gegenseitiger Wahrnehmung und Wertschätzung. Wir freuen uns\, Sabine Schiffner mit ihrem neuen Band Wundern (Quintus) vorstellen zu können\, ebenso wie Jürgen Nendza mit dem ebenfalls 2022 erschienenen Auffliegendes Gras (Poetenladen). Musikalisch werden sie begleitet von Dorrit Bauerecker. \nUnsere Veranstaltung im Literaturhaus ist Teil eines Lesewochenendes in sieben Städten entlang des Rheins\, bei dem sich das neue Netzwerk Literatur Rheinland zusammen mit seinen Mitgliedern vorstellt. Zwischen Bonn und Kleve zeigt Literatur Rheinland\, was Literatur alles kann – von der Lyrik-Lesung über den Poetry-Slam bis hin zum Live-Hörspiel. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei\, es wird jedoch um Spenden gebeten. Diese gehen zu gleichen Teilen an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal und an die Opfer des Krieges in der Ukraine. \nMehr Informationen über das Netzwerk und zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter: www.literatur-rheinland.de. Sie finden Literatur Rheinland auch auf Facebook\, Instagram und YouTube. \nVeranstaltungspartner: Literatur Rheinland\, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW \nDiese Veranstaltung gibt es auch als Livestream. Der Ticketlink ist demnächst auf www.literaturhaus-koeln.de verfügbar.
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SUMMARY:Nicole Krauss: Ein Mann sein
DESCRIPTION:Furchtlos stürzt sich Nicole Krauss in ihrer Kurzgeschichtensammlung in den Kampf um das Verständnis\, was es heißt\, ein Mann und eine Frau zu sein. Die große Stimme der US-amerikanischen Literatur erforscht in Ein Mann sein (Rowohlt) die Momente\, in denen die Kräfte von Sex\, Macht\, Liebe und Gewalt aufeinanderprallen. \nMit großer psychologischer Tiefe beleuchten Nicole Krauss’ Storys jene Momente im Leben\, in denen Leidenschaften die Existenz von Männern und Frauen antreiben. Geografisch weit gespannt – von der Schweiz bis nach Japan\, von New York bis nach Tel Aviv –\, erzählt Bestsellerautorin Nicole Krauss von den Zumutungen des Zusammenseins. Wenn etwa eine jüdische New Yorkerin von ihrem deutschen Geliebten hören muss\, dass er\, achtzig Jahre früher geboren\, vielleicht ein überzeugter Nazi gewesen wäre. Wenn eine Frau in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters einem Unbekannten begegnet\, der plötzlich ihr Leben dominiert. Oder wenn die junge Internatsschülerin von der Beziehung ihrer Mitschülerin mit einem älteren reichen Mann erfährt. \nEs sind Erzählungen von eindringlicher Intimität: zu lebendig-klar für saubere Handlungs-stränge\, einfache Lösungen oder Antworten in Schwarz-Weiß. Über die Nuancen von Sex und Liebe\, Intimität und Abhängigkeit schreibt Nicole Krauss gleichzeitig erschreckend und zutiefst bewegend. \nVeranstaltungspartner: Rowohlt Verlag \nFoto: (c) Goni Riskin
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SUMMARY:Gisela Steinhauer: Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm
DESCRIPTION:Die Flugrichtung ändern\, auf der Schussfahrt wenden\, einen Neuanfang wagen: WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer spürt in Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm (Westend) besonderen Lebensläufen nach und erzählt von Menschen mit Mut zum Neuanfang. Im Gespräch mit Volker Schaeffer geht es um Lebensentwürfe\, »schräge Vögel« und die Frage\, wer oder was als Kompass für unsere eigenen Entscheidungen taugt. \nWas fange ich mit meinem Leben an? Habe ich meine Lebensentscheidungen richtig getroffen? Soll mein Leben so weitergehen wie bisher oder soll es anders werden? WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer hat in ihren 30 Jahren als Journalistin einige Tausend Menschen interviewt. Die Vielzahl an Geschichten hat sie sensibilisiert für den Reichtum an Lebensentwürfen. Die originellsten\, schrägsten\, außergewöhnlichsten Lebensgeschichten treffen in ihrem Buch aufeinander: der Schreiner aus Bochum-Stiepel\, der zum Ritter geschlagen wurde; die Enkelin von Bambi-Erfinder Felix Salten\, die in Nepal ein Hilfswerk gründete; ein U-Boot-Kommandant\, der Schamane wurde; eine Wüstenführerin\, die vorher Bembel getöpfert hat; ein Kunstfälscher\, bei dem selbst die Oma nicht echt war. Gisela Steinhauers Geschichten wagen einen neuen\, anderen Blick auf Aussteiger\, »schräge Vögel« und Lebenskünstler\, die ermutigen und Vorbild sein können. \nFoto: (c) Thomas Brill
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SUMMARY:Marcel Beyer: Von der Wirklichkeit des Möglichen
DESCRIPTION:Für Marcel Beyer ist die Literatur der zurückliegenden Jahre von einer Sehnsucht nach Schreibfeldern geprägt\, die das »bloß Literarische« überschreiten\, etwa im »Nature Writing« oder der Arbeit an nicht-fiktionalen Texten\, einer Prosa ohne Plot gewissermaßen\, die an Erkenntnisprozessen Gefallen findet. Im Literaturhaus wird Marcel Beyer u. a. aus seinem Gedichtband Dämonenräumdienst (Suhrkamp) lesen. \nSchreib es auf\, Sonst mußt Du es / am Ende noch erleben \nIm Gespräch mit Christof Hamann und Anja Lemke werden an die Lesung anschließend Marcel Beyers literarische Schreibprozesse reflektiert werden. In einer Besprechung von Dämonenräumdienst sah Helmut Böttiger in der Schrift »das Medium\, mit dem das Gedicht sich selbst reflektiert\, und deshalb geht es hier nicht um bloße Erinnerungsfragmente\, sondern um die Art und Weise\, wie das alles zu einer Kunstform gerinnt.« Wie lassen sich verschiedene Schreibweisen unterscheiden\, und lassen sich Konvergenzen etwa zwischen literarischem und wissenschaftlichem Schreiben ausloten? Zur Diskussion stehen Graubereiche von Textformen\, die sich aus anderen als den festgeschriebenen Schreibpraktiken ergeben. \nMarcel Beyer hält sich im Sommersemester als Fellow am Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Universität zu Köln auf. Zuletzt wurde er 2021 mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet\, 2016 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. \nVeranstaltungspartner: Erich Auerbach Institute for Advanced Studies\, Institut für deutsche Sprache und Literatur I an der Universität zu Köln
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SUMMARY:TAKE AWAY. Literatur unterwegs
DESCRIPTION:Zum vierten Mal bringt das Literaturhaus Literatur und Gespräch mitten in die Stadt\, zu den Menschen\, live und zum Mitnehmen. Asal Dardan\, Thorsten Krämer und Tilman Strasser lesen im Schaufenster aus Texten zur Stadt. Svenja Reiner und Tilman Strasser moderieren. \nMehr Informationen und alle TAKE AWAY-Texte zum Nachhören unter www.takeaway-literatur.de \nMit freundlicher Unterstützung von Kunststiftung NRW\, Kulturamt der Stadt Köln\, Butlers\, KölnBusiness\, Stadtmarketing Köln
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SUMMARY:Verleihung des Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreises
DESCRIPTION:Der Dramatiker und Autor Wolfram Lotz erhält den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis. Die Jury begründet die Preisvergabe unter anderem mit Wolfram Lotz’ scharfer poetischer Durchleuchtung der Wirklichkeit\, die eine neue Sicht auf uns und die Welt beschert. Im Literaturhaus Köln findet die Preisverleihung statt. \nEintritt: frei\, Anmeldung erforderlich \nAnmeldung unter: info@literaturhaus-koeln.de
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SUMMARY:Julia von Lucadou: Tick Tack
DESCRIPTION:Mit gleißender Klarheit und schneidendem Witz zeigt Julia von Lucadou in Tick Tack (Hanser Berlin) einen Ausschnitt unserer Gegenwart\, in der sich digitale und reale Wirklichkeit komplett durchdringen. Mit Anne Burgmer spricht sie über soziale Medien\, Mainstream und Wut. \nAuf den Kapitalismuszug aufspringen\, ist Teil der Sabotagestrategie. Wir sind solange Teil der Maschine\, bis wir das System von innen ausgenagt haben. Hohlheit für Hohlheit. \nEinserschnitt im letzten Zeugnis\, Ethikpreis und das Stipendium des Begabtenförderungsfonds des Landes NRW: Mette\, 15\, ist brillant und zugleich voller Wut auf die Verlogenheit der Welt – und verwirrt ihr privilegiertes Umfeld mit einem Selbstmordversuch. Als sie Jo kennenlernt\, glaubt sie\, einen Verbündeten zu finden. Er rekrutiert Mette für den Kampf gegen den Mainstream. Es beginnt ein Spiel\, dessen Regeln Mette nicht durchschauen kann. \nMit ihrem Debütroman Die Hochhausspringerin (Hanser Berlin) stand Julia von Lucadou 2018 auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis. Widmet sie sich hier einer dystopisch kalten Zukunft\, so schaut in Tick Tack ein junges Mädchen mit zynisch-sezierendem Blick auf die Welt von heute. \nWenn wir das Schicksal der Menschheit in den Händen von geriatrischen\, testosterongesteuerten\, geldgierigen CEOs lassen\, haben wir bis zur Rente keinen Planeten mehr. \nJulia von Lucadou erzählt kraftvoll und klug von unserer Gegenwart – auf perfide Weise unterhaltsam und zugleich verunsichernd. \nFoto: (c) Guido Schiefer
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SUMMARY:Katharina Adler: Iglhaut
DESCRIPTION:Iglhaut\, Einzelgängerin und Heldin wider Willen\, liebt Whiskey-Cocktails\, hat Geldprobleme und einen Hund namens Kanzlerin\, für Beziehungen ist sie zu tough. Und doch bringt sie unterschiedlichste Menschen zusammen\, ihre Münchner Hinterhofwerkstatt wird zum Knotenpunkt zutiefst menschlicher Geschichten. Katharina Adlers zweiter Roman Iglhaut (Rowohlt) ist eine Feier des Lebens in all seinen Facetten – ungeschönt\, komisch\, faszinierend. Es moderiert Tilman Strasser. \nFoto: (c) Christoph Adler
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SUMMARY:Literarischer Salon: Sasha Marianna Salzmann
DESCRIPTION:Guy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Sasha Marianna Salzmann\, die diesjährige Preisträgerin der Literaturhäuser. \nBereits mit ihrem ersten Roman Außer sich stand Sasha Marianna Salzmann auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Seitdem ist die Begeisterung unterschiedlichster Preisjuroren nicht abgebrochen. Dabei hat die Hausautorin des Maxim-Gorki-Theaters gerade erst ihren zweiten Roman veröffentlicht: Im Menschen muss alles herrlich sein (beide Suhrkamp). Egal\, ob Sasha Marianna Salzmann von Zwillingen und deren Suche nach Zugehörigkeit erzählt oder ob sie gleich mehrere Generationen auf ihrem Weg aus den postsowjetischen Trümmern der Ukraine nach Deutschland begleitet\, immer zieht ihr spezieller Sound in den Bann. Die Autorin\, die sich selbst als non-binär bezeichnet\, verhandelt in ihren Werken aktuelle Themen wie sexuelle Ambiguität\, Desintegration\, existentielle Brüche\, fluide Identität und Genderfragen und das in einer so wunderbar sinnlichen Sprache\, dass ihr in diesem Frühjahr der Preis der Literaturhäuser zugesprochen wurde. Der Literarische Salon wird also erstmals in seiner Geschichte zugleich eine Preislesung sein. Guy Helminger und Navid Kermani machen sich schon mal an die Laudatio! \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner
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SUMMARY:Stewart O’Nan: Ocean State
DESCRIPTION:Ocean State (Rowohlt)\, der neue Roman von Stewart O’Nan\, beleuchtet die tragischen Abgründe eines Lebens am unteren Rand der Gesellschaft. \nIn einer Arbeiterstadt in Rhode Island\, dem kleinsten Bundesstaat der USA\, wird Birdy von ihrer Mitschülerin Angel umgebracht – beide waren in den gleichen Jungen aus wohlhabenden Verhältnissen verliebt. Stewart O’Nan rollt Vorgeschichte und Folgen des Mordes multiperspektivisch auf. Mit ihm im Gespräch: Christian Bos. \nStewart O’Nans neuester Roman verrät bereits in den ersten Zeilen\, dass eine Highschool-Schülerin ermordet wurde. Mit unglaublicher Wucht entfaltet sich von da an die Geschichte eines Mordes\, erzählt aus den wechselnden Perspektiven von vier Mädchen und Frauen. Da ist Angel\, die Täterin\, Carol\, ihre alleinerziehende Mutter\, die mit ihren beiden Töchtern in einem verfallenden\, mitunter gespenstischen Haus am Fluss lebt\, und Birdy\, das Opfer – drei Menschen\, deren Schicksale auf ebenso tragische wie unvermeidliche Weise zusammen-laufen. Angel und Birdy lieben denselben Jungen und werden durch die Intensität ihrer Gefühle zu Extremen gezwungen\, die keine von ihnen vorhersehen konnte. Über allem schweben die Erinnerungen von Angels jüngerer Schwester Marie\, die rückblickend über jenen verhängnisvollen Herbst des Jahres 2009 nachdenkt. \nWie auch in seinen Romanen zuvor werden bei Stewart O’Nan kleine Schicksale zu großer Literatur. Mit unbestechlichem Blick schildert er kraftvoll poetisch und bewegend die Sehnsüchte seiner Figuren – nicht zuletzt deren Hoffnung\, der Perspektivlosigkeit der eigenen Herkunft zu entkommen. \n»O’Nan ist ein bemerkenswert einfühlsamer\, präziser und unprätentiöser Erzähler\, dem es immer gelingt\, Menschen\, die aus dem amerikanischen Traum gefallen sind oder zumindest an dessen Rand stehen\, lebensecht zu charakterisieren« (NZZ). \nDiese Veranstaltung gibt es auch im Livestream. Tickets zum Livestream finden Sie hier. \nVeranstaltungspartner: Rowohlt Verlag \nFoto: © Philippe MATSAS/Opale \n 
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SUMMARY:Esther Kinsky: Rombo
DESCRIPTION:Rombo (Suhrkamp) ist die Geschichte eines Erdbebens\, das nicht nur die Landschaft im nordöstlichen Italien umkrempelt\, sondern auch in den Biografien der Menschen tiefe Spuren hinterlässt. Esther Kinsky erzählt in ihrem neuen Roman von den Verwüstungen einer Naturkatastrophe und den menschlichen Traumata\, die auf sie folgen – und für die unsere Sprache keine Worte bereithält. Über das Erzählen von Angst und Verlust spricht Esther Kinsky mit Norbert Wehr. \nSpäter wird jeder von dem Geräusch reden. Vom Rombo. Mit dem es anfing. Mit dem alles anders wurde\, wie man so sagt\, mit einem Schlag\, dabei war es eher ein Stoß\, wie das dumpfe\, stumpfe Ende einer aus weiter Ferne herangerollten Bewegung. Jedem hat sich dieses Geräusch ins Gedächtnis eingeschrieben\, unter verschiedenen Namen. \nEin Auszug des neuen Romans von Esther Kinsky wurde bereits vor Erscheinen mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet. Die Jury sah darin einen Text\, »der in beeindruckender Weise eine Erinnerungspoetik des Gesteins und der Landschaft entfaltet«. Zwei schwere Erdbeben erschüttern 1976 das Friaul und seine Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern. Die Wucht der Katastrophe lässt sich an den Verformungen ablesen\, die neue Landschaften bilden. Für die menschlichen Tragödien\, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Heimat formt sich erst ganz langsam ein Erzählen. Sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs berichten von Überleben und Weiterleben\, das gemeinsam durchlebte Trauma wird zur Folie für individuelle Erinnerungen. »Ein leise donnerndes Buch über die Akustik und Psychotektonik der Apokalypse« (Welt am Sonntag).
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SUMMARY:Ein Abend für Marie T. Martin
DESCRIPTION:Im November 2021 ist die Lyrikerin und Künstlerin Marie T. Martin viel zu früh verstorben. Sie war eine Meisterin der kleinen Form\, vielfältig verbunden mit der Literaturszene Kölns und weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus. Ulrike Janssen\, Jürgen Nendza\, Sabine Schiffner\, Tom Schulz\, Julia Trompeter sowie Janko Hanushevsky widmen ihr diesen Abend mit Text und Ton. Christof Hamann moderiert. Sie alle erinnern an das Werk einer Freundin und Weggefährtin\, die Strahlkraft dieses Werkes hält auch nach ihrem Tod an. \nSie »holt die Worte aus den gewohnten Zusammenhängen und gibt ihnen ein Eigenleben zurück«\, schreibt Büchner-Preisträgerin Elke Erb über Marie T. Martins Gedichte. Neben Träumen und Märchen sind die Gedichte in Marie T. Martins zweitem Gedichtband Rückruf (Poetenladen) von Erinnerungen geprägt sowie dem Bestreben\, die Dinge auf eine andere Art wahrzunehmen. Neben dem Staunen über vermeintlich Alltägliches offenbaren sich auch Momente von Krankheit und Schmerz. Dabei dringt immer wieder die Natur durch\, gleichsam als ständiger Begleiter und Gegenpol zur Vergänglichkeit. Ihre Schrift ist eine\, die mehr verhüllt\, als zu zeigen\, wie es in einem ihrer Gedichte heißt. Dennoch ist Marie T. Martins Poetik »durchlässig\, offen\, zugewandt. Und man kann es zurecht einen magischen Sprachrealismus nennen\, der sich in diesen Texten zeigt; der etwas zu erwecken vermag«\, schreibt Tom Schulz im Nachwort zu Rückruf.\n»Mit Rückruf legt Marie T. Martin einen wegweisenden\, womöglich epochalen Gedichtband vor – fein komponiert\, anrührend und erstaunlich in jeder Zeile\, dabei von einer Gelassenheit getragen\, der man Glauben schenkt und die beflügelt« (Mirko Bonné\, FAZ). \nMit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW \nFoto: (c) Alexandra Heneke
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SUMMARY:Projekt Aufklärung. Freiheit & Finsternis
DESCRIPTION:»Aufklärung« ist das Thema einer vierteiligen ARTE-Reihe\, die ab dem 13. April ausgestrahlt wird. Als Medienpartner von ARTE zeigt das Literaturhaus vorab die Folge über »Erkenntnis« – und wirft im Anschluss einen Blick auf eine der bekanntesten Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Aufklärung. Moderator Manuel Gogos befragt Autor Martin Mittelmeier zu Freiheit und Finsternis. Wie die »Dialektik der Aufklärung« zum Jahrhundertbuch wurde (Siedler). \n18.00 Uhr: Film | 19.30 Uhr: Buchvorstellung \nEintritt Film: frei (Anmeldung über info@literaturhaus-koeln.de) | Eintritt Buchvorstellung: 10\,-/8\,- € | Mitglieder: 6\,- € \nVeranstaltungspartner: ARTE\, Netzwerk der Literaturhäuser
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SUMMARY:Monica Ali: Liebesheirat
DESCRIPTION:In Liebesheirat (Klett-Cotta)\, dem lang erwarteten neuen Roman von Monica Ali\, erzählt die große britische Autorin von Yasmin und Joe\, deren Hochzeitspläne die Unterschiede ihrer Herkunft unüberwindbar scheinen lassen. Während Yasmins Familie traditionsbewusst und konservativ ist\, hat Joes Mutter den Ruf einer feministischen Ikone. Das Aufeinandertreffen der beiden Familien ist zugleich der Versuch\, einander zu verstehen. Über das Aushandeln von Tradition und Progression spricht Monica Ali mit Julian Hanebeck. Aus der Übersetzung von Dorothee Merkel liest Azizè Flittner. \nZu Beginn von Liebesheirat sieht Yasmin nervös einem ersten Familienessen im Haus ihrer zukünftigen Schwiegermutter Harriet im noblen Primrose Hill entgegen. Ihre Mutter Anisah hat zehn Stunden in der Küche gestanden\, um schließlich aus dem Londoner Süden mit Tragetaschen voller Tupperware vor der Tür der eleganten Harriet zu stehen. Diese ist bekannte Autorin\, eines ihrer feministischen Bücher ist bereits im Küchenabfall der konservativen Ghoramis gelandet. Während Harriet mit Neugier auf die neue multi-kulturelle Familienbande schaut\, kann sich Yasmin des Verdachts nicht erwehren\, dass sich die oberflächlichen Unterschiede zwischen den Familien als unüberbrückbar erweisen könnten.\nDie Bühne ist bereitet für die Spannungsfelder moderner Identität: Herkunft\, Geschlecht\, Glaube\, Sexualität. Wie schon in ihrem Bestseller Brick Lane (Klett-Cotta) begeistert Monica Ali mit ihrer brillanten Erkundung der Komplexität menschlicher Beziehungen und mit ihren scharfsinnigen Beobachtungen zu den großen Themen Liebe\, Sex und Culture Clash. Liebesheirat ist ein Roman über Zusammengehörigkeit – zwischen Kulturen\, Familien\, Paaren. Was als tragikomischer Liebesroman beginnt\, entwickelt sich zu einer bewegenden Geschichte\, in der Beziehungen neu bewertet und auf den Prüfstand gestellt werden müssen. \nVeranstaltungspartner: Klett-Cotta \nFoto: (c) Yolande De Vries
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LOCATION:Kölnischer Kunstverein\, Hahnenstraße 6\, Köln\, 50667\, Deutschland
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SUMMARY:Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum
DESCRIPTION:Ein von Schatten begrenzter Raum (Suhrkamp) sei »eine Kulturgeschichte des Kontinents\, wie es noch keine gab«\, so die Begründung für den Bayerischen Buchpreis 2021 für Emine Sevgi Özdamar. Ihr neues Buch erzählt vom Militärputsch 1971 in Istanbul\, von Flucht und Ankommen in Europa und einem europäischen Künstlerinnenleben\, in dem es möglich scheint\, einzig mit der Poesie Grenzen einzureißen. Mit Ulrich Noller spricht die Autorin über ein Leben mit der Kunst. \nWenn man von seinem eigenen Land einmal weggegangen ist\, dann kommt man in keinem neuen Land mehr an. Dann werden nur manche besonderen Menschen dein Land. \nAls das türkische Militär 1971 putscht\, flieht eine junge Künstlerin aus Istanbul übers Meer nach Europa\, wo sie den kulturellen Reichtum ihres Landes teilen und lebendig erhalten möchte – ohne einzig auf ihre Heimat reduziert zu werden. Sie entdeckt im Berlin der Mauerjahre und im Nouvelle-Vague-Milieu von Paris eine Welt\, in der künstlerische Biografie und politische Ereignisse untrennbar miteinander verwoben sind\, eine Welt\, die von einer faszinierenden Freiheit und Offenheit durchzogen ist. Emine Sevgi Özdamars Istanbul-Berlin-Trilogie (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) liegt fast zwanzig Jahre zurück. Mit Ein von Schatten begrenzter Raum schreibt die in Berlin lebende Schriftstellerin und Schauspielerin nun ein »geistiges Gründerzeitmärchen« (Die Welt)\, ein wortgewaltiges Loblied auf das Wunder der Kunst\, des Theaters und der Literatur.\n»Der Blick\, den Özdamar freigibt auf Fremdsein und Fremd-gemacht-Werden\, auf Sprachverlust und Sprachermächtigung\, gehört zu den großen Geschenken des Buchs an seine Leser« (FAZ).
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SUMMARY:Chloé Delaume: Das synthetische Herz
DESCRIPTION:In ihrem aktuellen Roman Das synthetische Herz (Liebeskind)\, ausgezeichnet mit dem Prix Médicis\, erzählt Chloé Delaume vom Schlachtfeld Beziehungsmarkt\, von den Enttäuschungen des Älterwerdens und dem Wunsch nach weiblicher Souveränität. Im Literaturhaus spricht sie mit Angela Spizig. Aus der Übersetzung von Claudia Steinitz liest Milena Karas. \nDies ist die Geschichte einer Rose\, die noch nicht weiß\, dass sie zum Mauerblümchen wird. Adélaïde Berthel ist eine Frau wie viele andere. Für die mit sechsundvierzig Jahren das Ende der Mädchenträume eingeläutet wird. \nAdélaïde ist sechsundvierzig und nach einer längst überfälligen Trennung endlich wieder Single – eine aussichtsreiche Situation\, wie sie zunächst glaubt. Doch ihre Suche nach einem neuen Partner entpuppt sich als Tour de Force. Sie\, die sich selbst immer als die treibende Kraft ihrer Entscheidungen sieht\, die nichts bereut und in keine Opferrolle passt\, fühlt sich nach dem Auszug aus der großzügigen gemeinsamen Wohnung in ihr eigenes winziges Apartment\, als wäre sie nicht mehr die Heldin ihres Lebens. Einsamkeit lastet auf ihr »wie ein Sack voller Katzenbabys\, die man zum Fluss trägt«\, sie muss sie erlernen wie »die Exilantin eine fremde Sprache«. Bis jetzt verließ sie immer einen Mann für einen anderen\, sie war neun Mal verliebt\, hatte acht Liebhaber\, einen Ehemann. Nun aber hat sie Angst vor der Zukunft\, »die keine Blüten tragen wird«. Sie hat keine Wahl\, sagt die Statistik\, es gibt viel mehr Frauen als Männer\, und Männer sind entweder verheiratet\, suchen nach jüngeren Frauen oder sterben zuerst.\nZwischen Euphorie und Angst bewegt sich Adélaïde in Chloé Delaumes neuem\, in Frankreich hochgelobten Roman. Das synthetische Herz ist eine humorvolle\, scharfzüngige Satire auf romantische Vorstellungen von Paarbeziehungen\, es ist zugleich ein Roman über Möglichkeiten\, ein Manifest für mehr weiblichen Mut und innere Freiheit. \nVeranstaltungspartner: Institut francais\, Liebeskind Verlag \nFoto: (c) Hermance Triay
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SUMMARY:Literarischer Salon: Norbert Gstrein
DESCRIPTION:Guy Helminger und Navid Kermani begrüßen im Literarischen Salon Norbert Gstrein. \nWas ist Wahrheit? Kann es Eindeutigkeit geben? Stimmt das\, was mir da erzählt wird? Der 1961 in Tirol geborene Norbert Gstrein gilt als Meister des Multiperspektivischen. Wer Glatteis liebt\, ist hier richtig. Wer das nicht tut\, ebenfalls\, denn Norbert Gstreins Kunst weckt gerade durch ihren virtuosen Hang zur Ambivalenz jene Reflexion\, die einen vorsichtig werden lässt. »Stilistischer Meister«\, »raffiniertester deutschsprachiger Erzähler«\, die Kritiker überbieten sich bei jedem neu erschienenen Buch Norbert Gstreins\, dessen letzter Roman Der zweite Jakob auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2021 stand. Darin geht es um einen Ich-Erzähler\, einen Schauspieler\, der eine schreckliche Schuld zu vertuschen versucht\, und die Leser bleiben ihm bis zur letzten Seite auf der Spur\, so geistreich\, furios und spannend ist das alles erzählt. \nEine Veranstaltung im Rahmen der lit.COLOGNE. \nVeranstaltungspartner: Stadtgarten\, Heinrich-Böll-Stiftung\, Kulturamt der Stadt Köln\, Buchhandlung Klaus Bittner \nFoto: (c) Oliver Wolf
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SUMMARY:Bettina Flitner: Meine Schwester
DESCRIPTION:Der Selbstmord der Schwester reißt die Fotografin Bettina Flitner in tiefe Verzweiflung\, der sie mit diesem Buch das Erzählen entgegensetzt. Mit einem an der Fotografie geschulten\, unbestechlichen Blick\, voller Hingabe\, Witz und Traurigkeit erzählt Bettina Flitner die Geschichte einer innigen Geschwisterbeziehung. Indem sie erinnert\, schreibt sie gegen den Tod an\, im Schreiben verarbeitet sie ihren Schmerz. Meine Schwester (Kiepenheuer & Witsch) ist ein tief bewegender Text. Jürgen Wiebicke moderiert. \nMeine Fragen habe ich nicht beantwortet bekommen. Im Gegenteil. Es sind noch mehr Fragen hinzugekommen. Aber vielleicht ist es ja so\, dass die Fragen wichtiger sind als die Antworten. Eins aber hat sich grundlegend verändert. Schon als ich schrieb\, habe ich es gemerkt. Das Gefühl des Ausgeliefertseins wich. Es wurde leichter\, immer leichter. Ich tauchte zurück und holte Stück für Stück hoch. Alles\, was seit Jahren in Kommode und Keller gelegen hatte. Ich fand Briefe und Fotos und ein Tagebuch. Ich musste lachen. Ich musste weinen. Ich wurde wütend. \nIm Schreiben liegt ein ungeheurer Trost. Davon zeugt Bettina Flitners autobiographisches Buch Meine Schwester\, in dem sie den tragischen Verlust ihrer Schwester verarbeitet\, erzählend ihre eigene Trauer bewältigt. Drei Jahre liegt es im Moment des Niederschreibens zurück\, dass sich die geliebte Person das Leben nahm – ein Schock\, auf den Verzweiflung und Lähmung folgten. Den Ausbruch aus Trauer und Resignation schafft sie schlussendlich\, als sie zu schreiben beginnt: Meine Schwester ist ein Buch der Befreiung. \nMit beinahe fotografischem Blick erzählt Bettina Flitner von einer innigen\, komplexen Geschwisterbeziehung und stellt sich in aufrichtiger Selbstreflexion den Gespenstern der Vergangenheit. Entstanden ist ein mutiges Buch\, das zum Thema macht\, was vielerorts tabuisiert und totgeschwiegen wird. Ein Dokument der Hoffnung\, das in der vermeintlichen Ausweglosigkeit Perspektiven findet. \nVeranstaltungspartner: lit.COLOGNE\, Kiepenheuer & Witsch \nFoto: (c) Bettina Flitner
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SUMMARY:Yannic Han Biao Federer: Tao
DESCRIPTION:Buchpremiere von Yannic Han Biao Federers zweitem Roman Tao (Suhrkamp)! Darin erzählt er von der Spurensuche Taos nach Vater und Großvater\, entlang postkolonialer Verwerfungen\, in der deutschen Provinz wie im zerrissenen Hongkong von heute. Tao beginnt zu schreiben\, um die eigene Geschichte zu ordnen. Im Gespräch mit Tilman Strasser stellt Yannic Han Biao Federer die Frage\, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann\, wem sie gehört – und was sie verspricht. \nTao nannte Miriam mich nur\, wenn wir allein waren und nackt oder kurz vor Küssen\, die nicht beiläufig waren\, sondern bedeutsam und ernst\, sonst sagte sie Tobi\, wie alle anderen auch\, die wenigsten wissen\, dass ich eigentlich Tao heiße. \nMitunter erzählen Namen Geschichten – um den Namen des Protagonisten von Yannic Han Biao Federers neuem Roman rankt sich eine Geschichte über Flucht\, Verlust und Entfremdung. \nTobi heißt eigentlich Tao\, doch seinen chinesischen Namen kennen die wenigsten – nur Miriam nennt ihn manchmal so. Als sie Tao verlässt\, reist er mit dem Auto quer durch Europa\, um der Trauer über die Trennung zu entkommen. Die Flucht setzt Erinnerungen frei – nicht nur an die gemeinsamen Jahre mit Miriam\, sondern auch an den Tod seines Vaters\, der vor Jahren in Hongkong verschwand\, wo er wiederum der Geschichte des eigenen Vaters nachspürte. Beginnend bei Taos Großvater\, der einst von Menschenhändlern nach Indonesien verschleppt worden war\, über seinen Vater\, den die Diskriminierung der chinesischen Minderheit zur Flucht nach Deutschland zwang\, bis hin zu Tao ziehen sich die Wirren eines mehrgenerationellen Traumas. Nun liegt es an Tao\, sich auf die Spur seiner Vorfahren zu begeben und schreibend seine eigene Geschichte und die seiner Familie zu ergründen. \nTao erzählt beinahe lakonisch vom Scheitern einer Beziehung und von der Biographie einer Familie\, die von Entfremdung und Entwurzelung geprägt ist. Dabei reflektiert Yannic Han Biao Federer zugleich über Identität und Flucht\, stellt aktuelle Fragen nach dem Zusammenhang von Erinnerung\, Erfahrung und Erzählung: Wem gehört Erfahrung und wie kann man sie sprachlich weitergeben\, ohne sie ihrem Eigentümer zu entreißen? Kann das Erzählen die Erinnerung vor dem endgültigen Vergessenwerden bewahren – oder verwandelt es sie in Fiktion? \nVeranstaltungspartner: Suhrkamp Verlag
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