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SUMMARY:Kölner Literaturgeschichte
DESCRIPTION:Buchvorstellung mit Markus Schwering\, Hajo Steinert und Gabriele Ewenz \n„Köln ist keine\, war nie eine Stadt der Literatur.“ \nDies konstatierte im Jahre 1980 der Kölner Autor Jürgen Becker. Diesem Statement lassen sich zahlreiche Verdikte über das literarische Köln in Vergangenheit und Gegenwart beigesellen. Köln glänzte über Jahrhunderte hinweg als Kunst- und Musikmetropole\, literarische Traditionen und Strömungen gab es wenige. Das änderte sich erst im 20. Jahrhundert. Schwerings Buch zeichnet diese Entwicklung in einem von der Antike bis zur Gegenwart reichenden Zeitrahmen nach – wobei thematische Gliederungskriterien ebenso eine Rolle spielen wie chronologische. In diesem Sinne sind etwa den Kölner Literaturinstitutionen\, dem Unterhaltungsroman und der Mundartliteratur eigene Kapitel gewidmet. Das erkenntnisleitende Interesse der Darstellung verdichtet sich in der mitlaufenden Frage\, was geschehen musste\, damit die beschriebenen Veränderungen überhaupt möglich wurden. \nMarkus Schwering\, Dr. phil.\, studierte Germanistik\, Geschichte und Musikwissenschaft. Von 1990 bis 2022 war er Kulturredakteur beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ und ab 2004 hauptamtlicher Musikkritiker dieser Zeitung. Er veröffentlicht zahlreiche Beiträge\, Rundfunksendungen und Vorträge zu kulturellen Themen und hält Lehraufträge an der Universität zu Köln und der Kölner Musikhochschule. \nHajo Steinert\, Dr. phil.\, ist Moderator\, Literaturkritiker und Schriftsteller. Von 1986 bis 2016 war er Literatur-Redakteur sowie Abteilungsleiter „Kulturelles Wort“ beim Deutschlandfunk in Köln. Steinert tritt auch als Herausgeber von Anthologien zur deutschen Literatur in Erscheinung und schreibt regelmäßig Kritiken für Tages- und Wochenzeitungen. \nGabriele Ewenz\, Dr. phil.\, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft\, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Seit 2009 ist sie Leiterin des Heinrich-Böll-Archiv und des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK). Außerdem veröffentlichte sie zahlreiche Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. \nEine Veranstaltung unseres Literatur-in-Köln-Archiv (LiK).
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SUMMARY:Von der Vernunft der Poesie
DESCRIPTION:Ein Abend im Historischen Rathaus anlässlich des 50. Jubiläums der Verleihung des Literaturnobelpreises an Heinrich Böll\nIm Dezember 2022 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Heinrich Böll. Der erste bundesdeutsche Preisträger nach dem Zweiten Weltkrieg\, so befand die Schwedische Akademie 1972\, bekam die Auszeichnung \n\n“..für ein Werk\, das einen für seine Zeit erforderlichen Weitblick mit der Sensibilität der schöpferischen Kraft vereint und das der deutschen Literatur neue Impulse gegeben hat.” \n\nDas Nobelpreiskomitee hob in seinem Begründungstext besonders hervor\, das Bölls Texte vom Mitgefühl mit den Menschen in den Nöten ihrer Zeit zeugten. \nBölls gesamtes Werk versteht sich als Reaktion auf die Krise der modernen Welt\, die durch Entfremdung und den Verlust humaner Orientierungspunkte im Leben und Denken bestimmt ist. Er beschreibt die Tendenzen der “Leistungssteigerung” und Beschleunigung der Lebenswelt und ihre Auswirkungen auf den Menschen in seinem alltäglichen Leben. Böll war auf der Suche nach einer “Ästhetik des Humanen”. Sein gesamtes literarisches Schaffen hindurch bedeutete dies die Verteidigung des Alltäglichen\, des individuellen Lebensraums sowie der Würde des Menschen gegen Zwänge und Ansprüche der Institutionen\, des Konsum- und des Leistungsdenkens. \nAn diesem Abend soll Böll als Vertreter des gesellschaftlich engagierten Beobachters in der unmittelbaren Gegenwart hinterfragt werden. Es geht um Bölls Verständnis seines intellektuellen Engagements\, die Herstellung öffentlicher Nachdenklichkeit\, die zeithistorischen Grenzen seiner Interventionen und das mögliche Impulspotential seiner Widerständigkeiten für aktuelle Debatten. \nEine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Archivs der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung\, Berlin und der Erbengemeinschaft Heinrich Böll. \nEine Anmeldung über unser Buchungssystem ist bis zum 17. November 2022 möglich. \nFoto: (c) Hermann u. Claerchen Baus
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SUMMARY:Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter
DESCRIPTION:Autorin Nava Ebrahimi im Gespräch mit Maryam Aras\nEs gibt Wörter\, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden. Als ihre Großmutter stirbt\, diese eigenwillige Frau\, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte\, beschließt Mona\, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam\, in jene Stadt\, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft\, über die so vieles im Ungewissen ist. \nAnlässlich der Aktion “Ein Buch für die Stadt Köln 2022” spricht Autorin Nava Ebrahimi mit Maryam Aras. \nNava Ebrahimi\, 1978 in Teheran geboren\, erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für “Sechzehn Wörter” wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis\, Kategorie Debüt\, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der “Financial Times Deutschland” sowie der “Kölner Stadtrevue”. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. \nMaryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin\, Kritikerin und Iranistin. Sie studierte an der Universität zu Köln Islamwissenschaft\, Anglistik und Politologie. Sie promovierte über die politische Rolle religiöser Sänger im heutigen Iran. Als freie Autorin schreibt sie Literaturkritiken\, Essays und Radiofeatures sowie Texte über Gender Studies und deutsche Gegenwartsliteratur postmigrantischer Autor*innen und deren Rezeption in Feuilleton und Literaturbetrieb. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) unserer Stadtbibliothek. \nCover: © btb Ebrahimi; Foto: © Peter Rigaud \n 
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SUMMARY:“Die Unbeirrbare”
DESCRIPTION:Buchpremiere mit der Autorin Marie-Luise Wolff\, im Gespräch mit Michael Hirz. Die Schauspielerin Marion Mainka liest aus dem Roman.\nÜber Unternehmerinnen im 18. Jahrhundert weiß man so gut wie nichts. “Die Unbeirrbare” erzählt die Geschichte einer Frau im Frankreich jener Zeit in einer Ära politischer Umstürze\, in der Frauen weitgehend rechtlos und im öffentlichen Leben unsichtbar waren. In dieser Atmosphäre wächst Nicole Clicquot-Ponsardin auf. Trotz allen Schlägen des Schicksals setzt sie zweimal alles aufs Spiel und errichtet mit ihrer Beharrlichkeit und Kraft ein Unternehmen\, das bis heute existiert und floriert. Marie-Luise Wolffs spannender historischer Roman ist eine Hommage an eine Frau\, die vor mehr als 200 Jahren mutig ihren Weg zur Selbstverwirklichung beschritten hat. \n\nNatürlich präsentiere ich hier meine eigene Version der Geschichte einer faszinierenden Frau und schaue auf sie aus dem Blickwinkel meiner eigenen Erfahrungen als Unternehmerin. (Marie-Luise Wolff) \n\nMarie-Luise Wolff leitet als Vorstandsvorsitzende die ENTEGA AG\, einen der großen deutschen Energieversorger in öffentlicher Hand\, und ist Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Die studierte Anglistin und Musikwissenschaftlerin hat über 30 Jahre Erfahrung in den verschiedensten Positionen der deutschen Industrie gesammelt. Darüber hinaus sitzt sie in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten\, unter anderem im Kuratorium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. \nMichael Hirz ist als Journalist und Moderator seit vielen Jahren intensiver Beobachter politischer\, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse – stets orientiert an den strengen Maßstäben eines um Objektivität und Aufklärung bemühten Qualitätsjournalismus. Zuletzt leitete er zehn Jahre lang den Politiksender Phoenix. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) der Stadtbibliothek Köln in \nKooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Jürgen May
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SUMMARY:Peter Henning: “Bis du wieder gehst”
DESCRIPTION:Der Autor im Gespräch mit Moderatorin Daniella Baumeister \nIn seinem neuen Roman thematisiert der in Köln lebende Autor eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung und den Versuch\, die Vergangenheit zu verstehen. Peter Henning nähert sich in diesem Roman seiner eigenen Biografie. \nSeit zehn Jahren hat Henry Kaplan nichts von seiner Mutter gehört. Bis zu dem Anruf aus dem Uni-Klinikum Frankfurt. Seine Mutter sei auf dem Bahnhof zusammengebrochen und liege auf der Intensivstation. Im Koma. Und so fährt der Antiquar aus dem Schwarzwald nach Hessen\, ans Krankenbett der Mutter. Es wird eine Reise\, die Mut von ihm verlangt und zugleich schmerzhafte Erinnerungen weckt. Kann man die Zeit kommentarlos zurückdrehen? Das lebenslange Gefühl von Verlassenheit\, die Enttäuschungen und Kränkungen beiseiteschieben? Henry Kaplan begreift\, dass dieser Moment auch eine Chance ist. Dass er womöglich erst frei sein wird\, wenn er ihr vergibt. \nPeter Henning lebt als freier Schriftsteller in Köln. Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlicht er vielfach ausgezeichnete Romane und Erzählungen\, unter anderem »Leichtes Beben« (2011)\, »Die Ängstlichen« (2009)\, »Ein deutscher Sommer« (2013) – ein Roman über das Gladbecker Geiseldrama von 1988 – sowie »Die Chronik des verpassten Glücks« (2015). Zuletzt erschien sein Roman »Die Tüchtigen (2019)«. \nDaniella Baumeister\, Journalistin und Moderatorin\, arbeitet seit 1989 für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Sie moderiert Magazin-\, Kultur- und Politiksendungen sowie musikjournalistische Sendungen (unter anderem Jazzsendungen in hr2). \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.
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SUMMARY:Ingeborg Drews: “Kaleidoskop” – Gedichte
DESCRIPTION:Ein Gespräch mit Werner Beutler und Gabriele Ewenz (LiK-Archiv) \n\n\nDer postum erschienene Band “Kaleidoskop” der Kölner Autorin und Künstlerin Ingeborg Drews versammelt eine Auswahl von Gedichten\, die Drews noch vor ihrem Tod für eine Publikation zusammengestellt hat \n\n\n. Im Gespräch soll das lyrische Werk der Schriftstellerin im Zentrum stehen und vorgestellt werden. “Kaleidoskop” ist eine Zeitreise\, geschöpft aus existenziellen Erfahrungen der Kindheit im Krieg und der Nachkriegszeit\, die Essenz aus Begegnungen\, Ausdruck von Verbundenheit mit Dichterkollegen und dem Jazz\, der sie ein Leben lang begleitete. Ingeborg Drews war über viele Jahre eng mit dem LiK-Archiv\, das Teile des Nachlasses verwahrt\, verbunden. Bereits in den 1980er Jahren gab es eine große Gemälde-Ausstellung der verfemten Dichter\, die Drews porträtierte. 2013 fand hier auch die Präsentation ihres ersten autobiografischen Romans “Mein Paris trägt grüne Schuhe” statt. \nIngeborg Drews (1938 bis 2019)\, Schriftstellerin\, Bildende Künstlerin und Journalistin; Studium der Malerei und Graphik in Köln und Paris sowie Kunsttherapie an der Universität in Köln\, Promotion 2003. Drews war seit 1958 journalistisch\, literarisch und künstlerisch tätig. Für ihr Werk\, unter anderem “Mein Paris trägt grüne Schuhe”\, 2012\, “Johanns Limousinen”\, 2020\, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nWerner Beutler\, wurde 1924 in Köln geboren und war von 1954 bis 1960 Lehrer an der Deutschen Schule in Madrid. Bis 1988 unterrichtete er am Gymnasium die Fächer Philosophie\, Deutsch und Geschichte. Außerdem ging er seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in deutscher und spanischer Geschichte nach. Ein Schwerpunkt liegt in der Kartäuserforschung. \nDie Schauspielerin Ingrid Bartz liest ausgewählte Gedichte. Gerd Dudek und Hagen Horn steuern musikalische Intermezzi bei. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \n\nFoto: (c) LiK-Archiv
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SUMMARY:Norbert Hummelt: “1922. Wunderjahr der Worte”
DESCRIPTION:Im Gespräch mit Gisa Funck präsentiert Norbert Hummelt seinen neuen Roman “1922″.\nDas Jahr markiert den Aufbruch in die sogenannte literarische Moderne\, denn es erscheinen zahlreiche Werke\, die den Gang der Welt maßgeblich prägen und verändern. Norbert Hummelt begleitet in seinem Roman Autor*innen quer durch Europa: In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines “Ulysses”. Virginia Woolf ist in London dabei\, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet\, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T. S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. \nNorbert Hummelt\, Lyriker\, Essayist und Übersetzer\, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet\, unter anderem mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln\, dem Mondseer Lyrikpreis\, dem Niederrheinischen Literaturpreis sowie 2018 mit dem Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk. “Zeichen im Schnee”\, “Stille Quellen”\, “Totentanz”\, “Pans Stunde”\, “Fegefeuer” und “Sonnengesang” zählen zu Hummelts wichtigsten Gedichtbänden. \nGisa Funck\, Journalistin und Moderatorin\, in Stuttgart geboren\, aufgewachsen in Bad Zwischenahn\, unweit der Nordseeküste. Nach dem Staatsexamen in Deutsch und Geschichte brach sie die Lehrerausbildung ab. Sie arbeitet seitdem als Journalistin unter anderem für den WDR\, die Süddeutsche Zeitung und die taz. 2016 erschien ihr Buch “Echt fertig”. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nRegelungen für den Besuch der Veranstaltung \nBitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. \nFoto: (c) Laura Baginski
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SUMMARY:Norbert Hummelt – 1922. Wunderjahr der Worte
DESCRIPTION:Im Gespräch mit Gisa Funck präsentiert Norbert Hummelt seinen neuen Roman „1922“. Das Jahr markiert den Aufbruch in die sogenannte literarische Moderne\, denn es erscheinen zahlreiche Werke\, die den Gang der Welt maßgeblich prägen und verändern. Norbert Hummelt begleitet in seinem Roman Autoren und Autorinnen quer durch Europa: In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines »Ulysses«. Virginia Woolf ist in London dabei\, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet\, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T.S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. \nNorbert Hummelt\, Lyriker\, Essayist und Übersetzer\, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet\, u. a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln\, dem Mondseer Lyrikpreis\, dem Niederrheinischen Literaturpreis sowie 2018 mit dem Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk. „Zeichen im Schnee“\, „Stille Quellen“\, „Totentanz“\, „Pans Stunde“\, „Fegefeuer“ und „Sonnengesang“ zählen zu Hummelts wichtigsten Gedichtbänden. \nGisa Funck\, Journalistin und Moderatorin\, in Stuttgart geboren\, aufgewachsen in Bad Zwischenahn\, unweit der Nordseeküste. Nach dem Staatsexamen in Deutsch und Geschichte brach sie die Lehrerausbildung ab. Sie arbeitet seitdem als Journalistin u. a. für den WDR\, die Süddeutsche Zeitung und die taz. 2016 erschien ihr Buch „Echt fertig“. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. \nKartenvorverkauf über: https://www.koelnticket.de/stadtbibliothek-koeln/\nRestkarten sind gegebenenfalls an der Abendkasse erhältlich.
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SUMMARY:Hans Mayer: Repräsentant und Außenseiter
DESCRIPTION:1.700 Jahre jüdisches Leben in Köln und dem Rheinland – Hanjo Kesting im Gespräch mit Heinrich Bleicher.\nOnline-Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln über “edudip”. \nKöln\, Paris\, Leipzig\, Tübingen mit Zwischenstationen in der Schweiz in Hannover und Berlin – Lebensstationen eines außergewöhnlichen Menschen. \nHans Mayer\, der Wissenschaftler\, Kulturkritiker und Schriftsteller wurde 1907 in Köln geboren. Er stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie. Sein Vater war ein auch künstlerisch sehr interessierter Geschäftsmann und überzeugter Sozialdemokrat\, zwei wichtige Aspekte\, die für Mayers weitere Entwicklung prägend waren. In Köln\, Bonn und Berlin studierte Mayer Rechts- und Staatswissenschaft\, Geschichte und Musik und wurde 1930 an der Universität zu Köln promoviert. Als Jude\, Marxist und Homosexueller war Mayer in dreifacher Hinsicht von den Repressalien und Verfolgungen durch die Nationalsozialisten bedroht. Nach der NS-Machtübernahme im Juli 1933 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen und emigrierte erst nach Frankreich\, später in die Schweiz. In Genf entstand jene literaturhistorisch bedeutsame Schrift über “Georg Büchner und seine Zeit”\, die seinen weiteren beruflichen Werdegang maßgeblich verändern sollte: Sie brachte ihm schließlich 1948 den Ruf an den Lehrstuhl für Deutsche Literaturgeschichte der Universität Leipzig ein. Nach 1945 kehrte er wieder nach Deutschland zurück. Mayer\, der “Deutsche auf Widerruf”\, fand in der Sowjetischen Besatzungszone einen neuen Wirkungsort. 1948 wurde er Ordinarius für Kultursoziologie und Literaturgeschichte an der Universität Leipzig. Gleichzeitig war er Direktor des Instituts für deutsche Literaturgeschichte. Mayer wurde zum einflussreichen Kritiker der neueren deutschen Literatur. In der DDR geriet der “Kommunist ohne Parteibuch”\, wie er sich damals definierte\, in das Spannungsverhältnis zwischen real-sozialistischer Utopie und Wirklichkeit. 1963 kehrte Mayer nach einem Verlagsbesuch in Tübingen nicht mehr in die DDR zurück. \nHanjo Kesting leitete mehr als dreißig Jahre die Redaktion “Kulturelles Wort” im NDR-Hörfunk. Seit 2006 arbeitet er als Redakteur der Zeitschrift “Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte”. 2005 erhielt er den Kurt-Morawietz-Literaturpreis der Stadt Hannover und 2007 die Ehrenpromotion der Universität Hamburg. Er hat zahlreiche Gespräche mit Hans Mayer geführt sowie Aufsätze über ihn veröffentlicht. \nHeinrich Bleicher ist Vorsitzender der Kölner Hans-Mayer-Gesellschaft\, die das Andenken des Autors pflegt und auch im internationalen Rahmen das Studium seines Werkes und literatur-politischen Wirkens fördert. Bleicher war langjähriger Geschäftsführer des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK). \nKooperationspartner: Hans-Mayer-Gesellschaft\, Köln \nDas Projekt wird gefördert im Rahmen von “Neustart Kultur” der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V. \n  \nFoto: © Martin Jehnichen
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SUMMARY:Die Corona-Tagebücher
DESCRIPTION:Bert Brune und Joachim Rönneper im Gespräch mit Gabriele Ewenz \n\nZwei Kölner Autoren – zwei Tagebücher. Fast zeitgleich entstanden\, zwischen März und Mai 2020\, sind Aufzeichnungen und Notate von Bert Brune und Joachim Rönneper\, die Eindrücke\, Erlebnisse und Fakten einer  menschheitsgeschichtlichen Katastrophe im 21. Jahrhundert\, der Pandemie SARS-CoV-2\, dokumentieren und kommentieren. \n\nPersönliches und Poetisches\, Entsetzliches und Schreckliches finden sich in den täglichen Aufzeichnungen von Brune und Rönneper. Doch was unterscheidet diese Aufzeichnungen voneinander und worin liegen Gemeinsamkeiten? Gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und aus welcher Perspektive werden Gesehenes und Erlebtes literarisch verarbeitet? Diese Fragen sollen im Gespräch mit den Autoren erörtert werden. \n\nBert Brune\, geb. 1943 in Büren\, studierte in Köln Germanistik\, Geschichte und Theaterwissenschaft\, er arbeitete als Gymnasiallehrer und ab 1979 als freier Schriftsteller; zahlreiche Veröffentlichungen von Romanen und  Gedichtbänden. \n\nJoachim Rönneper\, geb. 1958 in Düsseldorf\, studierte Germanistik und kath. Theologie in Münster und war Lehrbeauftragter an der Kunstakademie Münster. Er lebt als Schriftsteller\, Ausstellungskurator und Herausgeber von Anthologien in Köln. \n\nGabriele Ewenz\, Dr. phil.\, studierte Allgemeine und Vergleichende\nLiteraturwissenschaft\, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte; Leiterin des Heinrich-Böll-Archivs und des LiK-Archivs der Stadtbibliothek Köln.
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SUMMARY:Heinrich Böll und Irland
DESCRIPTION:Online-Veranstaltung \nAnsichten: Heinrich Böll und Irland\nBetrachtungen über den irischen Regen \n\nRené Böll im Gespräch mit Nadine Michollek \n\nWas hat Heinrich Böll bei seiner ersten Reise 1954 nach Irland so\nbeeindruckt\, dass er die nächsten Jahre immer wieder auf diese Insel reiste? Und warum Irland und nicht Frankreich\, wie es im frankophilen Rheinland zu erwarten wäre? Im Gespräch mit Nadine Michollek erinnert sich René Böll an die aufwendigen Reisen in den 1950er Jahren und wie die Familie in einem kleinen Cottage ohne Strom und fließendem Wasser die schönste Zeit des Jahres erlebte. René Böll erzählt über die schriftstellerische Arbeit seiner Eltern in Irland\, die Freizeitaktivitäten der Familie und über das Verhältnis zu\nden irischen Nachbarn. Darüber hinaus spricht er über seine eigenen Erlebnisse und Auseinandersetzungen mit Irland. \n\nRené Böll ist bildender Künstler und Nachlassverwalter seines Vaters Heinrich Böll; Studium der Malerei und Druckgraphik in Köln\nund Wien; 1975 bis 1988 Leitung des Lamuv-Verlags. Zahlreiche\nAusstellungen im In- und Ausland. Intensive bildkünstlerische Auseinandersetzung mit Kindergräbern in Irland (Cillíní). \n\nNadine Michollek ist Historikerin und Medienkulturwissenschaftlerin. Sie ist Mitarbeiterin im Kölnischen Stadtmuseum und lebte ein halbes Jahr in Irland. \n\nEine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung. \nAnmeldung unter: https://www.edudip.com/de/webinar/boll-und-irland/379046
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