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SUMMARY:Julia von Lucadou - Zeiten erhöhter Gefahr
DESCRIPTION:Dienstag\, 29. September\, 19:30 Uhr\nModeration: Christoph Danne\nBuchhandlung Bittner\, Albertusstr. 6\, 50667 Köln\nEintritt: 15\,-€ / 12\,-€. VVK über die Buchhandlung \nNichts überlässt Jot\, Mitte fünfzig\, dem Zufall. Seine ganze Existenz ist auf Planung und Kontrolle ausgerichtet – bei einer Firma\, die Bunker an Superreiche verkauft\, hat er den idealen Job gefunden und natürlich auch privat für den Notfall vorgesorgt. Doch dann stößt er bei seiner Laufroutine auf einen Toten und sein sorgfältig errichtetes Absicherungssystem beginnt zu bröckeln. Das Bild des halbentblößten Körpers lässt ihn nicht mehr los. Doch warum spricht die Polizei von Selbstmord? Zutiefst verunsichert muss Jot erkennen\, dass seine Wahrnehmung und Erinnerung außer Kontrolle geraten sind und es Antworten nur geben kann\, wenn er es wagt\, in die versiegelten Schächte seiner Vergangenheit zu steigen. Ein hochaktueller Roman über Ängste und Verunsicherung in unserer krisengeschüttelten Gegenwart und die gefährliche Macht der Verdrängung. \nEin soghafter Roman über das Entgleiten eines Lebens von großer erzählerischer Intensität: Julia von Lucadou schreibt von den Abgründen der Verdrängung – über Angst\, Verunsicherung\, Trauma und Schutzbedürfnis. \nJulia von Lucadou ist Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin\, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Köln. Ihr erster Roman „Die Hochhausspringerin“ (2018) stand auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis und wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. 2022 erschien der hochgelobte Roman „Tick Tack“. \n© Foto: Guido Schiefer
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SUMMARY:Georg Smirnov - Das Haus meiner Eltern in Eden
DESCRIPTION:Donnerstag\, 1. Oktober\, 19:30 Uhr\nModeration: Christoph Danne\nBuchhandlung Bittner\, Albertusstr. 6\, 50667 Köln\nEintritt: 12\,-€ / 10\,-€. VVK über die Buchhandlung \n„Georg Smirnovs Gedichte sind Strategien zur Landnahme\, zur Sichtbarmachung von Vergangenem: Wo verlaufen die Schnittstellen von Herkunft und Heimat\, von Krieg und Frieden\, Schuld und Sühne? Wo finden sie Gegenwart? Seine Texte markieren Suchbewegungen entlang innerer Landschaften\, ihrer verschütteten Geschichten – frei nach Borges: ein Labyrinth von Linien.“ Christoph Danne \nGeorg Smirnov\, geboren 1981 in Russland\, frühe Kindheit in Kirgistan\, 1990 Emigration nach Deutschland. Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bei der Deutschen Welle in Bonn. Bachelor of Arts in Kommunikationswissenschaften\, Germanistik sowie Vergleichender Literatur- und Kulturwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Master of Arts in Osteuropastudien an der Freien Universität Berlin. Mehrjährige dokumentarische Tätigkeit für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) der Stadt Köln. 2024 Lyrikdebüt „Zurichtungen“ bei Rimbaud in Aachen. Seitdem Veröffentlichungen in Anthologien sowie zahlreiche Lesungen und Auftritte. \n© Foto: Felix Beck
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SUMMARY:»So offen die Welt« – Streifzüge durch das lyrische Werk Ulla Hahns
DESCRIPTION:Gelesen von Lena Sabine Berg\, vorgestellt von Gabriele Ewenz und Eva Hansen\nDienstag\, 6. Oktober\, 19:00 Uhr\nInterim der Zentralbibliothek Köln\, Hohe Str. 68-82\, 50667 Köln\nEintritt: 8\,-€ / ermäßigt 6\,- bzw. 4\,-. VVK über KölnTicket \nAnlässlich des 80. Geburtstages von Ulla Hahn widmete sich im Herbst 2025 die erste wissenschaftliche Tagung im Monheimer Ulla-Hahn-Haus dem facettenreichen Werk und Wirken der Autorin. Aus dieser inspirierenden Kooperation zwischen dem Ulla-Hahn-Archiv und dem Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) erwuchs der gemeinsame Entschluss\, das Werk Ulla Hahns auch künftig durch ein vielfältiges Programm aus Lesungen und Veranstaltungen sowohl in Köln als auch in Monheim am Rhein lebendig zu halten. – Den Auftakt bildet die heutige Veranstaltung\, in der die Gedichte der Autorin im Fokus stehen. Hahns lyrisches Werk verbindet traditionelle\, formvollendete Strukturen meisterhaft mit einer klaren\, modernen Alltagssprache. Auf diese Weise fängt sie tiefgründige emotionale Erfahrungen wie Liebe\, Schmerz und Vergänglichkeit authentisch und nahbar ein. \nLena Sabine Berg wurde in Köln geboren\, absolvierte ihr Schauspielstudium u.a. an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Nach festen Engagements arbeitet sie seit Mitte der 1990er Jahre freiberuflich auf bundesdeutschen Bühnen und für Film- und Fernsehproduktionen. In dem Film »Teufelsbraten«\, nach der Vorlage von Ulla Hahns Roman »Das verborgene Wort«\, spielte Berg die Rolle der Tante Anna. \nGabriele Ewenz\, Dr. phil.\, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft\, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Seit 2009 ist sie Leiterin des Heinrich-Böll-Archiv und des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK). Außerdem veröffentlicht sie zahlreiche Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. \nEva Hansen\, M.A.\, studierte Theaterwissenschaft\, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Filmwissenschaft. Qualifizierung zur Literaturpädagogin an der Akademie für Kulturelle Bildung in Remscheid. Seit 2023 leitet sie das Ulla-Hahn-Archiv in Monheim am Rhein. \nEine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit dem Ulla-Hahn-Haus in Monheim am Rhein und der Buchhandlung Klaus Bittner. \n© Foto: Julia Braun
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SUMMARY:Susanne Klingenstein: Chaim Grade – Mein Streit mit Hirsch Rasejner. Paris 1948
DESCRIPTION:Donnerstag\, 8. Oktober 2026\, 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)\nFritz Thyssen Stiftung\, Amélie Thyssen Auditorium\, Apostelnkloster 13-15\, 50672 Köln\nEintritt frei. Anmeldung bitte an: miqua@lvr.de \nIm August 1948 begegnen sich zwei Jugendfreunde zufällig in Paris. In den 1920er Jahren studierten sie auf einer Jeschiwa in Bialystok. Der eine verließ die Talmudhochschule 1930\, um Schriftsteller zu werden\, der andere blieb. Beide überlebten den Krieg unter schwierigen Umständen. In Paris sind sie vor die Frage des Weiterlebens „danach“ gestellt. Achtzig Millionen Toten und grauenhaften Handlungen von Menschen an Menschen scheinen radikales Umdenken zu fordern. Der Schriftsteller kann nicht fassen\, dass Hirsch nach der Ermordung von sechs Millionen Juden\, unter ihnen eine Million Kinder\, noch fester an Gott glaubt\, ja sogar eine Jeschiwa leitet. Hirsch hingegen kann nicht begreifen\, dass Chaim\, der Schriftsteller\, noch immer an die Menschheit glaubt. Ein Streitgespräch entflammt\, hart\, werbend\, bewegend\, unerbittlich. Es hat für unsere Gegenwart nichts an Aktualität verloren. \nSusanne Klingenstein präsentiert Autor und Text und lädt ein zum Gespräch. \nSusanne Klingenstein\, geboren in Baden-Baden\, lebt seit 1987 in Boston. Sie unterrichtete europäische und amerikanische Literatur in Harvard und am Massachusetts Institute of Technology. Seit 2020 forscht sie als Research Associate am Zentrum für Jüdische Studien der Harvard University und unterrichtet dort jiddische Literatur der Frühen Neuzeit. Sie veröffentlichte Studien zur Identitätsbildung jüdischer Literaturwissenschaftler sowie Biographien über die Schriftsteller Mendele Mojcher Sforim (2014) und Martin Walser (2016). Aus dem Jiddischen übersetzte sie Werke von Scholem J. Abramowitsch (Hanser 2019)\, Chaim Grade (Andere Bibliothek 2020)\, Dovid Bergelson (Suhrkamp 2023) und Lamed Shapiro (Sinn und Form 2026). \nEine Veranstaltung in Kooperation mit MiQua (LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln) und der Fritz Thyssen Stiftung. \n© Foto: Ilene Perlman
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SUMMARY:ANDERLAND 8 - Mit Esther Kinsky und José F. A. Oliver
DESCRIPTION:Dienstag\, 3. November\, 19:30 Uhr\nInterim Zentralbibliothek\, Hohe Str. 68-82\, 50667 Köln\nEintritt: 12\,-€\, ermäßigt 10\,-€. VVK über die Buchhandlung \nZum achten Mal laden wir zu einem poetischen Abend in die Stadtbibliothek: zwei in Form und Perspektive konträre Dichter*innen präsentieren ihre Gedichte\, geben Einblick in ihre Lyrik-Werkstätten\, werfen ihre Stimme in den Echoraum der Gegenwartspoesie: Wir freuen uns auf Esther Kinsky und José F.A. Oliver. \nEsther Kinsky\, 1956 in Engelskirchen geboren\, lebt heute überwiegend in Wien und Norditalien. Sie ist Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Polnischen\, Russischen und Englischen. 2009 war sie für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse nominiert und erhielt den Paul-Celan-Preis. 2020 wurde sie mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet\, 2022 mit dem Kleist Preis. Zuletzt erschien „Heim.Statt“ bei Suhrkamp. \nJosé F. A. Oliver\, 1961 in Hausach im Schwarzwald geboren\, ist Schriftsteller\, Lyriker\, Essayist und Übersetzer andalusischer Herkunft. Er ist Gründer und Kurator des Literaturfestivals Hausacher LeseLenz. Oliver wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet\, zuletzt erhielt er das Bundesverdienstkreuz und den Heinrich-Böll-Preis. 2025 war er Stadtschreiber in Bergen-Enkheim. Dieser Tage erscheint sein neuer Band „spracheln“ bei Matthes & Seitz. \nEine Kooperation des LIK-Archivs der Stadtbibliohek Köln sowie des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln und der Buchhandlung Bittner. \n© Foto Kinsky: Isabella de Maddalena\, © Foto Oliver: Yves G. Noir
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SUMMARY:Keine von uns: Das Leben der Irmgard Keun
DESCRIPTION:Buchvorstellung mit dem Autor Tobias Lehmkuhl und Gisa Funck\nIrmgard Keuns erste Romane „Gilgi – eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ machten sie Anfang der 1930er-Jahre über Nacht berühmt. Doch mit der Machtübernahme der Nazis wurden ihre Bücher verboten. Irmgard Keun emigrierte nach Amsterdam\, führte im Exil eine Beziehung mit Joseph Roth\, pflegte Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrte sie nach Köln zurück. Ihre späteren Werke konnten nicht an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Alkohol- und medikamentenabhängig lebte sie zeitweise entmündigt in der geschlossenen Psychiatrie. Ende der 1970er-Jahre wurden ihre Bücher von der Frauenbewegung neu entdeckt. \nErzählerisch mitreißend entfaltet der Autor Tobias Lehmkuhl Irmgard Keuns Biografie erstmals in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit. \nTobias Lehmkuhl\, geboren 1976\, studierte in Bonn\, Barcelona und Berlin\, wo er seit 2002 als freier Journalist arbeitet. Er schreibt Kritiken\, Essays und Radiofeatures\, vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. 2017 erhielt Tobias Lehmkuhl den Berliner Preis für Literaturkritik. \nGisa Funck wurde in Stuttgart geboren und wuchs in Bad Zwischenahn\, unweit der Nordseeküste\, auf. Als Literaturkritikerin und Autorin arbeitet sie für den Deutschlandfunk und den WDR. Davor war sie lange als Feuilletonistin für verschiedene Zeitungen tätig. Gisa Funck lebt in Köln. \nDies ist eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Literaturhaus e. V. \n\nDer Eintritt kostet 8 Euro\, ermäßigt 6 Euro\, mit Schwerbehindertenausweis 4 Euro. Karten erhalten Sie im Vorverkauf über kölnticket. Restkarten gibt es gegebenenfalls an der Abendkasse.
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SUMMARY:Elisabeth Edl - Bescheidenheit und Größenwahn
DESCRIPTION:Liebeserklärungen an Stendhal\, Flaubert\, Modiano und all die anderen\nDienstag\, 10. November\, 19:30 Uhr\nBuchhandlung Bittner\, Albertusstr. 6\, 50667 Köln\nEintritt: 12\,-€ / 10\,-€. VVK über die Buchhandlung \nElisabeth Edl über die Liebe zu Frankreich und zur Literatur \n„Dank der neuen »Madame Bovary« wird Flaubert erstmals auch auf Deutsch als Sprachkünstler erlebbar“\, „Patrick Modiano: Funkelnde Prosa\, kongenial übersetzt“\, „Stendhal leuchtet wie am ersten Tag“\, so feiert die Presse die Arbeit von Elisabeth Edl. Ihre Übersetzungen von „Rot und Schwarz“ und „Madame Bovary“\, von George Sand und Colette\, von Julien Green und Patrick Modiano haben viele Leser begeistert und den Blick auf die französische Literatur neu belebt. In zahllosen Reden\, Aufsätzen und Gesprächen hat Elisabeth Edl für „ihre“ französischen Autoren geworben. Ihre schönsten Texte sind hier zum ersten Mal als Buch versammelt und geben Antwort auf die Frage\, warum sie sich immer wieder ans Lesen und Übersetzen macht. \n„… Bescheidenheit und Größenwahn. Bescheiden ist der Übersetzer\, weil er dem Publikum nicht neue\, eigene Bücher zumutet\, sondern sich in den Dienst der so unendlich bedeutenderen monstres sacrés stellt. Größenwahn ist ihm zu bescheinigen\, weil er glaubt\, in seiner deutschen Sprache das Buch genausogut schreiben zu können wie sein hochverehrter Meister in der französischen.“ Elisabeth Edl \n„Man kann seit Jahren einem Wenigleser\, der nur zwei bis drei Bücher im Jahr lesen und dabei keine Enttäuschung erleben möchte\, den Ratschlag geben: Lesen Sie einfach alles\, was Elisabeth Edl übersetzt. Auf den Einwand des Weniglesers\, das komme aber alles aus dem Französischen\, kann man gelassen entgegnen\, man lese dafür besseres\, vielfältigeres und reicheres Deutsch als oft bei der Lektüre deutscher Autoren.“ Andreas Isenschmid \nElisabeth Edl\, geboren 1956\, wurde für ihre Übersetzungen und Editionen französischer Literatur (Stendhal\, Flaubert\, Modiano u. a.) mehrfach ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich. Für ihre gemeinsamen Übersetzungen (Simone Weil\, Julien Gracq\, Philippe Jaccottet\, Yves Bonnefoy) erhielten Elisabeth Edl und Wolfgang Matz den Paul-Celan-Preis und den Petrarca-Preis. \n© Foto: Alexander Wewerka
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SUMMARY:„Schieferbruchverse“ und „Das verschwundene Viertel“ - Buchpremiere mit Agnieszka Lessmann und Frank Olbert
DESCRIPTION:Donnerstag\, 12. November\, 19:00 Uhr\nInterim der Zentralbibliothek Köln\, Hohe Str. 68-82\, 50667 Köln\nEintritt: 8\,-€ Euro / ermäßigt 6\,-€ bzw. 4\,-€. Karten im Vorverkauf über KölnTicket \nVom Schieferbruchstück mit der Alefbejt-Übung eines mittelalterlichen Schulkindes bis zum Limonadenetikett aus dem Nachlass des Vaters: Agnieszka Lessmanns Gedichtzyklus „Schieferbruchverse“ erzählt von zwei parallelen Erkundungen\, der archäologischen Ausgrabung des jüdischen Viertels in Köln und der Suche der Autorin nach der Bedeutung ihrer Herkunft. Anhand der Geschichte des Kölner und des gesamten aschkenasischen Judentums beschäftigt sich Frank Olberts Essay „Das verschwundene Viertel“ mit den Grundlagen des europäischen Antijudaismus. \nIn ihrer Lesung begeben sich Lessmann und Olbert auf eine Reise durch die Zeitschichten. Lyrik und historischer Essay treten an diesem Abend in einen Dialog\, der die Geschichte des mittelalterlichen jüdischen Viertels von Köln ebenso umfasst wie den Antisemitismus des 20. Jahrhunderts\, der sich in die Biografie Lessmanns einschrieb. \nAgnieszka Lessmann ist Lyrikerin\, Hörspiel- und Romanautorin. Die Arbeit an ihrem aktuellen Gedichtband „Schieferbruchverse“ wurde vom Deutschen Literaturfond gefördert. \nDer Publizist Frank Olbert war Feuilletonchef des Kölner Stadt-Anzeiger. \nEine Veranstaltung des LiteraturinKölnArchivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V. \n© Foto Lessmann: Annette Mück\, © Foto Olbert: Ilana Schwarz
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SUMMARY:Kristof Magnusson: Ein Mann der Kunst
DESCRIPTION:Ein Buch für die Stadt Köln 2026 – der Autor im Gespräch mit Claudia Dichter\nZum diesjährigen Buch für die Stadt Köln wählte die Jury den Roman „Ein Mann der Kunst“\, in dem sich Kristof Magnusson satirisch mit den Untiefen des Kulturbetriebs auseinandersetzt: \nZwar hat sich der weltberühmte Malerfürst KD Pratz längst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen\, doch für den Nachruhm macht er eine Ausnahme. Auf seiner malerischen Burg am Rhein empfängt er die Mitglieder eines Museum-Fördervereins\, die sich mit dem Gedanken tragen\, den geplanten Museumsanbau ausschließlich dem Pratz’schen Werk zu widmen. Doch der Besuch läuft anders als geplant. Als das verehrte Idol den kunstsinnigen Besuchern bei einem Umtrunk ungefragt die Unvollkommenheit der Welt und ihre eigene noch dazu um die Ohren haut und auch noch den Kunstbetrieb niedermacht\, droht so mancher der anwesenden Kunstfreunde die Contenance zu verlieren. Es kommt zum Eklat… \nKristof Magnusson\, geboren 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern\, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker und arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität Reykjavik. Sein Werk umfasst Romane und Theaterstücke\, er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. \nClaudia Dichter studierte Kunstgeschichte\, Germanistik und Philosophie in Aachen und Köln. Seit 1992 ist sie als Autorin und Kunstkritikerin beim WDR tätig und moderiert seit 2002 das Kulturmagazin „Scala“ bei WDR5. Seit 2019 ist sie Moderatorin des Kulturmagazins „Resonanzen“ bei WDR3. \nDies ist eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.
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SUMMARY:Marie Luise Knott – Die Gesänge der Tagtigall. Kolumnen zur Poesie
DESCRIPTION:Donnerstag\, 3. Dezember\, 19:30 Uhr\nBuchhandlung Bittner\, Albertusstr. 6\, 50667 Köln\nModeration: Christof Hamann\nEintritt: 12\,-€ / 10\,-€\nEintritt frei für Studierende gegen Vorlage eines gültigen Studierendenausweises \nAnfang des 20. Jahrhunderts erfand Christian Morgenstern in einem Kindergedicht diverse fantastische Wesen und Gewächse\, darunter „die Turtelunke“\, „den Gürtelstier“ und „die Tagtigall“ – ein Ulk und eine Liebeserklärung an die Möglichkeiten der Sprache zur Welterweiterung. Seit Jahren nun schon siedelt die „Tagtigall“ als Lyrik-Kolumne in den Gefilden des Onlinemagazins Perlentaucher\, von wo aus sie nahe und ferne Sprachlandschaften – auch poetische Verfahren und Versuchsanordnungen\, Sonette\, Minnesang\, konkrete Poesie – befliegt\, besingt und beäugt. Die hier erstmalig versammelten Essays sind Erkundungsflüge und Erkundungsgesänge durchs Dickicht dichterischer Denk- und Sprachbewegungen – aufgeschreckt von einer konkreten Frage\, einer konkreten Verwunderung\, einer Erschütterung oder einem Entzücken. Die dichten Versuche – über Szilárd Borbély\, Nico Bleutge und Bertolt Brecht\, über Elke Erb\, Kim Hyesoon und Friederike Mayröcker\, Oskar Pastior\, Jan Wagner\, Uljana Wolf u. v. a. – durchstreifen das unwegbare Gelände der Wirklichkeit und erweisen sich als leuchtende Denkbilder. „Die Gesänge der Tagtigall“ sind ein leidenschaftliches Plädoyer für die schöpferische Kraft der Sprache und des Denkens. \nMarie Luise Knott lebt als freie Autorin\, Kritikerin und Übersetzerin in Berlin. Zuletzt erschien: „370 Riverside Drive\, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison“\, das mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet wurde. Knott ist Mitherausgeberin von „John Cage. Empty Mind“ zusammen mit Walter Zimmermann\, Berlin 2012. Übersetzerin von Anne Carson\, „Anthropologie des Wassers“ und dies.\, „Albertine. 59 Liebesübungen“. Kürzlich erschien „Dazwischenzeiten. 1930 – künstlerische Wege in der Erschöpfung der Moderne“. In dem Internet-Kulturmagazin Perlentaucher hat sie eine Kolumne für zeitgenössische Lyrik unter dem Titel: „Tagtigall“. \nChristof Hamann\, geb. 1966 in Überlingen am Bodensee\, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Universität zu Köln. Er ist Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „die horen“. 2024 erschien das von ihm mitherausgegebene Handbuch „Literatur & Reise“. \nEine Kooperation des Instituts für deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln und der Buchhandlung Bittner. \n© Foto: Jonny Soares
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SUMMARY:Hanns Zischler – Yumikos Paravent
DESCRIPTION:Montag\, 7. Dezember\, 19:30 Uhr\nBuchhandlung Bittner\, Albertusstr. 6\, 50667 Köln\nEintritt: 14\,-€ / 12\,-€. VVK über die Buchhandlung \nGibt es Nähe\, die (nur) in der Distanz überlebt?\nKlug und poetisch erzählt Hanns Zischler die faszinierende Liebesgeschichte einer Modemacherin\, die zwischen Berlin und Japan zwei Leben führt. \nDie Nachricht vom plötzlichen Tod ihrer Mutter Johanna im fernen Japan erreicht Hanaka Wochen zu spät. Sie reist nach Kobe\, um Johannas Modeatelier aufzulösen. In einer unvollendeten Leinenjacke findet sie ein ganzes Bündel Luftpostbriefe – von einem einzigen Absender\, dem Berliner Maler Kusmín. Offenbar haben die beiden nach Johannas Wegzug aus Berlin über zwanzig Jahre eine intime\, innige Brief-Beziehung geführt. Die überraschte Hanaka begibt sich auf eine Spurensuche\, die auch in ihre eigene Vergangenheit führt. \nHanns Zischler\, Jahrgang 1947\, Schriftsteller\, Fotograf und Schauspieler. Seine Forschungsarbeit „Kafka geht ins Kino“ (1996) wurde in viele Sprachen übersetzt und 2017 bei Galiani neu aufgelegt. Bei Galiani erschienen außerdem „Der Schmetterlingskoffer“ (2010\, gemeinsam mit Hanna Zeckau)\, „Berlin ist zu groß für Berlin“ (2013)\, „Die Erkundung Brasiliens“ (2013\, gemeinsam mit Sabine Hackethal und Carsten Eckert)\, „Das Mädchen mit den Orangenpapieren“ (2014) und Zischlers erster Roman „Der zerrissene Brief“ (2020). Seine jüngste Veröffentlichung ist „Der Bleistift“ (Residenz\, 2025). \nEine Kooperation des Galiani Berlin Verlags und der Buchhandlung Bittner. \n© Foto: Jennifer Ley
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